Das Wunder des World Wide Web, die elektronische Post, die binnen Sekunden den Globus umrunden kann, leidet unter den unverschämten Methoden unseriöser Werbetreibender. Nach einer Studie von Sophos, einem Anbieter für Antiviren- und Antispamsoftware, sind 95 Prozent aller E-Mails im Geschäftsverkehr Spam.
Sophos zufolge ist der Anteil an Spam-Mails mit infizierten Datei-Anhängen zwischen Juli und September 2008 gegenüber dem zweiten Quartal 2008 um das Achtfache gestiegen. Insgesamt enthält eine von 416 Nachrichten einen schädlichen Anhang, vor einem Jahr war es noch eine von 3.333. E-Mails.
Die neueste Methode von Spamern ist im Grunde nicht zu bekämpfen. Sogenannte Trojaner nisten sich unbemerkt auf dem Computer ein, zum Beispiel mit einer Ketten-E-Mail, und nutzen ihn als ferngesteuerten Spam-Versender. Von riesigen Servern in Indien oder China erhalten die verseuchten Computer dann ihre Befehle. Die im privaten oder geschäftlichen E-Mail-Account vorhandenen Adressen werden zusätzlich als Empfänger für neue Junk-E-Mails missbraucht.
Spam-Versender machen sich noch immer die Neugier der User zunutze. Die Betreffzeile gaukelt eine wichtige Postsendung, ein Microsoft-Update oder eine Bankmitteilung vor und veranlasst den Empfänger auf den entsprechenden Link zu klicken oder den Anhang zu öffnen - und schon ist der Computer verseucht. Nach einer Statistik von Sophos kommen die meisten Spam-E-Mails aus den USA (fast 20 Prozent), gefolgt von Russland (8,3 Prozent) und China (5,4 Prozent).













