Ihr Browser weist Sicherheitslücken auf und ist veraltet.
Um alle Funktionen unserer Website BRIGITTE.de nutzen zu können, empfehlen wir Ihnen, den Browser zu wechseln. Klicken Sie einfach auf eines der Symbole, um einen anderen Browser herunterzuladen.
Sexuelle Belästigung
Facebook-Stalking: Ariane Friedrichs Rache
Weil ein Mann ihr eine perverse Nachricht schrieb, veröffentlichte Hochspringerin Ariane Friedrich aus Rache seinen Namen und Wohnort auf Facebook. Ist das nun schlagfertig oder verwerflich? Die Reaktionen sind geteilt. Wie denken Sie darüber?
Stimmen Sie ab in unserem Umfrage-Forum
Zudem können FB-Accounts geknackt werden, kann es Namensgleichheiten geben - und dann?
Und: Wer so im öffentlichen Licht steht, braucht sich bei dermaßen provokant-leichtbekleidetem und auch sonst flippigem Auftreten (zum Bsp. rosa-zipflige Frisur) nicht zu wundern, wenn auch bei in irgendeiner Hinsicht Gestörten Interesse geweckt wird.
Das ist die eine Seite. Die andere ist, dass die Outfits der Springerinnen immer knapper wurden und sie immer mehr den Voyeurismus der Zuschauer bedienen.
Ich finde die Reaktionen ein wenig scheinheilig, wenn gleichzeitig solche Fotos von Frau Friedrich in der Öffentlichkeit zu finden sind
http://img.mittelbayerische.de/bdb/983100/983158/300x.jpg
Zum Vergleich ein Bild von Heike Henkel von 1992
http://www.highjump.de/assets/images/Heike2.jpg
Würden alle "Fans", die Frauen mit Fotos ihrer Geschlechtsteilen belästigen, derart behandelt, würden sie es sich künftig überlegen.
Menschenverachtend ist es, anderen ungefragt solche Fotos zu schicken, nicht, sich dagegen zu wehren.
Auch abweichende sexuelle Neigungen dürfen nicht ohne Rücksicht auf andere Menschen ausgelebt werden. Warum soll Frau Friedrich also Nachrichten fremder Personen blockieren? Nur weil ein paar Leute mit soviel Freiheit nicht umgehen können - weniger Freiheit für jemand, der einen Facebook-Account hat?
Umgekehrt: Sender perverser Nachrichten sollten gesperrt werden.
Für mich ist Frau Friedrich eine mutige Frau, die einem Perversling deutlich seine Grenzen gezeigt hat, indem sie es öffentlich gemacht hat. Sollte jede so machen, damit denen das Handwerk gelegt wird.
Woher nimmt besagter Mann das Recht, sie zu belästigen?
Wie würde eine anzeige ihrerseits behandelt werden?
Was ist, wenn ein unbescholtener Mann mit gleichen Daten, aber zu Unrecht, von seiner Umgebung für diese Tat geächtet würde?
Kein leichter Fall.
2. Die Nachricht wurde wohl bei Facebook verschickt. Dort kann ich Nachrichten fremder Personen blockieren / ignorieren. Insofern könnte F. diesen - nach ihrer Aussage langandauernden - Belästigungen durch verschiedene Personen relativ einfach aus dem Weg gehen.
3. Welche Wirkung soll dieses Vorgehen haben? Jetzt steht sie erst Recht im Fokus der Öffentlichkeit. Und Nachahmer werden sicher nicht mit Klarnamen auftreten.
4. Auch Menschen mit abweichenden sexuellen Neigungen haben Persönlichkeitsrechte. Was hätte gegen eine Anzeige gesprochen? Das fehlende Medienecho? Wirkt ganz so, als sei dieses intendiert...