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Alleinerziehende
Betreuungsgeld geht auf Kosten von Single-Müttern
Zwei neue Studien belegen: Das geplante Betreuungsgeld würde vor allem Kinder von Alleinerziehenden benachteiligen. Warum will das keiner wissen, fragt BRIGITTE-Redakteurin Silke Baumgarten.
Zu 1. und 2.: Können Sie knicken! Frau Baumgarten wird beim lesen dieser Zeilen heftig mit dem Kopf nicken, wenn ich Ihnen schreibe, dass Erzeuger im Familienleben nichts verloren, sondern die Ein-Elter-Bruchfamilien zu finanzieren haben. Nicht, dass ich Ihnen nicht zustimmen würde, aber die geplante Neuregelung des § 1626a BGB zeigt schon, dass sich diesbezüglich nichts gravierend ändern wird, weil dieser Schandparagraph lediglich modifiziert, nicht aber gänzlich abgeschafft wird. Und weil der nicht abgeschafft wird, bleibt uns auch der Rollen zementierende § 1615l BGB erhalten.
Dies wiederum rechtfertigt den Fortbestand des § 1570 BGB, des § 1612 BGB usw.
Zu 3.: Wenn Ihre Erkenntnisse auch die letzten Banalfeministen erreicht haben bin auch ich bereit mit Ihnen gemeinsam auf die Straße zu gehen. Unter den o.g. Gegebenheiten mangelt es mir jedoch an der dafür notwendigen Motivation.
Es sollten nur die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit jede/r seine/ihre Kinder so großziehen kann, wie er/sie es für richtig hält, ohne dabei von Armut bedroht zu sein.
Da stellt sich doch erst mal die Frage, warum sie nur einer Teilzeitbeschäftigung oder einem 400-€-Job nachgehen KÖNNEN. Hat doch vielleicht auch etwas damit zu tun, dass es diese Ausbeutungsmöglichkeiten nun mal gibt. Warum aber sollen sie für einen derartigen Hungerlohn arbeiten gehen - den Job bekommen sie auch nach den zwei Jahren noch -wenn letztendlich kaum mehr Geld übirig bleibt als beim BG? Der Knackpunkt aber: Sag mir, wo die Krippen sind! Sag mir, wo die Erzieher sind! Sag mir, wir weit die Krippen entfernt sind und wie weit der Arbeitsplatz! Sag mir, wer ständig den Mindestlohn blockiert!
Sag aber nicht, es wären diese Frauen!
Wir doch schließlich emanzipiert? Oder etwa nicht?
1. Die Umsetzung eines realistischen Modells der Vereinbarkeit von Familienleben und Arbeit auf der Basis paritätischer Verteilung der zu bewältigenden Erziehungs- und Haushaltsführungsaufgaben unter den Eltern,
2. dieses auf der Ebene guten finanziellen Auskommens bei gleichzeitiger genereller Arbeitszeitverkürzung der Elternteile
und
3. der Schaffung von Krippenplätzen zur täglichen Betreuung der Kleinkinder, das aber stets unter besonderer Berücksichtigung der individuellen Bedürfnislage der Kinder.
Es geht nämlich in erster Linie um die Kinder und deren Bedürfnisse, in zweiter Linie um und unsere Ausgewogenheit. Begründungen wie drohende Altersarmut, 400.-€Jobs, null Chancen, nach drei Jahren wieder in den Job zurückkehren zu können usw. sind nichts ein demütiger Kniefall vor der Allmacht der Starken. Zum Fertigmachen gehören immer zwei. Gerade Blick auf die demographische Entwicklung haben wir mehr Ma
Ich frage mich, warum Männer nicht wirklich in die Pflicht genommen werden. Würde ein Großteil der Männer Erziehungsurlaub nehmen und danach auch bereit sein, in Teilzeit zu arbeiten, müssten auch die Betriebe und Firmen reagieren. So hat natürlich das alte Modell - Mama am Herd, Papa verdient die Brötchen - weiterhin Bestand und Zulauf.
Wenn ich meinen Sohn damals nicht in eine Krippe gegeben hätte, hätte ich nie wieder in meinem alten Job zurückkehren können. Natürlich wäre ich auch gerne länger zu Hause geblieben, aber wer kann sich das schon wirklich leisten? Nach drei Jahren Auszeit ist man weg doch üblicherweise weg vom Fenster. Ich kenne Mütter, die unmittelbar nach dem Ende der Elternzeit gekündigt wurden! Wo ein Kind besser aufgehoben ist, das sind individuelle Entscheidungen der Eltern. Das was tatsächlich für Kinder nachteilig ist, ist die zunehmende Armut und dadruch deren soziale Ausgrenzung. Außerdem sehe ich Arbeitgeber deutlich stärker in der Pflicht Frauen, die erst nach der Elternzeit zurück in den Job kehren wollen, ihnen auch die Möglichkeiten zu verschaffen und nicht nur mittels der 400 Euro-Jobs.
Einst galten Kinderkrippen doch als das Allerletzte, "typisch DDR" eben, heute sind sie das Nonplusultra. Sonderbar ...
Der Staat sollte dafür sorgen, dass alle Kinder faire Chancen im Leben haben und nicht in Armut leben müssen, wie Eltern ihr Leben letztendlich konkret gestalten, geht ihn nichts an.
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