Ihr Browser weist Sicherheitslücken auf und ist veraltet.
Um alle Funktionen unserer Website BRIGITTE.de nutzen zu können, empfehlen wir Ihnen, den Browser zu wechseln. Klicken Sie einfach auf eines der Symbole, um einen anderen Browser herunterzuladen.
Neues Gesetz verabschiedet
Sorgerecht: Unverheiratete Väter werden bessergestellt
Das Sorgerecht wird reformiert: Künftig können unverheiratete Väter auch gegen den Willen der Mutter das gemeinsame Sorgerecht beantragen. Das hat der Bundestag beschlossen - und ist damit endlich in der Gegenwart angekommen.
Es mangelt auch hier an zuverlässigen Erhebungen, wie häufig Missbrauchs-/ Misshandlungsvorwürfe vorgetragen, bestätigt und verworfen werden und – ganz spannend – wie sich diese in die Verfahren eingeschlichen haben.
(1/2)
Gestritten wird hier um den Grundsatz Väter und Mütter rechtlich gleichzustellen. Hiervon sind wir auch nach Gesetzesänderung weit entfernt, wie ich bereits ausführte. Auf dieser Grundlage und um Kindern auch Väter näher zu bringen, helfen weder Mediation noch ein Vorstoß von Bündnis 90/Die Grünen, Arbeitszeiten auf 30 Wochenstunden zu reduzieren, um Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren zu können. Die Vorschläge sind nicht per se abzulehnen, sie laufen nur weitgehend ins Leere, so lange Paragrafen wie §1592, §1615l, §1626a BGB und diese Berührende weitgehend unangetastet Anwendung finden. Sie glauben aber nicht wirklich, dass ausgerechnet Juristen ihren eigenen Sumpf trocken legen?
Wenn Sie meinen Vorschlag (Väter und deren Angehörige in die Betreuung einzubinden statt rauszuekeln) diskriminierend finden, kann ich das nicht nachvollziehen.
@ Herr Rhein: Ihre Aussagen zur fehlenden Anerkennung in unserer Gesellschaft für Erziehungstätigkeiten finde ich ziemlich überzogen und Ihre Ausdrucksweise in dieser Angelegenheit diskriminierend. Sie vermitteln mir durch Ihren Text den Eindruck, dass Frauen aus reiner Faulheit Kinder erziehen und nicht oder nur in Teilzeit arbeiten. Das finde ich schade, denn mir wird dabei nicht ganz klar, ob Sie Kindererziehung für eine "Lullitätigkeit" halten, oder ob daraus der Frust spricht an der Erziehung Ihrer eigenen Kinder nicht im gewünschten Ausmaß teilhaben zu können. Wenn ich Vollzeit arbeite, bin ich im Schnitt 10-11 Stunden von daheim weg und das finde ich nur sehr schwer mit einer Familie zu vereinbaren. Viele andere Menschen leiden auch unter der erheblichen Arbeitsbelastung und der wenigen Zeit für ihre Kinder, ob Mütter oder Väter. Und ich finde es unerhört, wenn dieses gesellschaftliche Problem bagatellisiert wird.
@Frau Neuberger: Ihre Argumentation bezüglich eines naturgegebenen Sorgerechts der Mutter ist absurd. Vor allem dürfte dann für Sie der Umstand, dass es in diesem Gesetz um unverheiratete Paare geht, keinerlei Rolle spielen. Wenn die Mutter von Natur aus die beste Sorgeperson ist, dann müsste Ihre Forderung lauten, dass der Staat grundsätzlich, ob verheiratet oder nicht, nur der Mutter das Sorgerecht überlässt.
@Tine und Herr Rhein: Ich finde es schade, dass Sie keine konstruktive Diskussionsbasis finden, denn ganz offensichtlich kann jede Position, ob Mutter- oder Vaterrolle, ausgenutzt werden, um einem Trennungskrieg, statt dem Kindswohl zu dienen. Meiner Erfahrung nach hängt vieles vom Richter ab. Es gibt welche die pro Mutter eingestellt sind, andere pro Vater. Ich finde die Institution der Justiz gelangt in Sorgerechtsfällen an ihre strukturellen Grenzen. Übrig bleibt die Subjektivität der Richter. Ganz neue Wege müssen erprobt werden, z.
(2/2)
Wenn nun noch die Bereitschaft vorhanden wäre den „Erzeuger“ zu lassen, wären Jammermütter im häuslichen Bereich nahezu arbeitslos und könnten letztlich die Arbeitswelt erobern.
Zur Würdigung und den drei Rentenpunkten (ca. die Hälfte aller sog. AE ist ungelernt!): Diese sind 1. regelmäßig unangemessen hoch und 2. gibt´s für die Jammermütter noch ordentlich Nachschlag, in Form von Kinderberücksichtigungszeiten, bis zur Vollendung des 10. Lebensjahres des Kindes, hinzu. Im folgenden Link sehr anschaulich dargestellt und motivierend, bloß nicht zu viel zu arbeiten: http://www.ihre-vorsorge.de/kompakt/grafiken-der-woche/teilzeitarbeit-und-erziehung-steigern-rente.html
Sie setzen auf selbsterfüllende Prophezeiungen, wenn Sie statt Ihrem Partner den Worten irgendwelcher Sachbearbeiterinnen vertrauen. Für mich psycho-logisch, wenn hieraus „Spannungen“ auf Paarebene folgen.
(1/2)
Männer nehmen aus dem Grund im Durchschnitt acht Wochen Elternzeit, weil mehr finanziell nicht drin ist und Frauen sich „nach oben“ orientieren. Im Falle nichtehelicher Kinder trifft ausschließlich Väter die gesteigerte Erwerbsobliegenheit, entsprechend dem Unterhaltsanspruch der Mutter, gemäß § 1615l BGB.
Da gibt es auch nichts vorzuschieben, denn in allen mir bekannten anhängigen und abgeschlossenen Unterhaltssachen fordern Mütter von Vätern Unterhalt wegen Betreuung eines Kindes/mehrerer Kinder, in in dem Maß, dass die Mütter nicht vollschichtig arbeiten „müssen“. Gretchenfrage: Wie sollte ein Vater, dem das Sorgerecht vorenthalten wurde hier Elternzeit erfolgreich beantragen und gestalten?
Ihre Darstellung zum Aufwand den sog. Alleinerziehende für die „Brutpflege“ betreiben ist unglaublich, denn Entlastung durch Angehörige und andere Dritte ist die Regel.
jederzeit regelmäßigen Umgang zum Vater.
Aus Ihren Berichten heraus ahne ich, dass sie ähnlich ungute Erfahrungen diesbezüglich gemacht haben wie ich. Und ähnlich wie Sie, befürchte ich a) dass vielen Frauen die Bedeutung dieser Gesetzeseingabe für ihr Leben zu spät aufgehen wird, und b) die Auseinandersetzungen und gerichtlichen Streitigkeiten eklatant zunehmen werden. Die daraus dem Kindeswohl in jeder Hinsicht widersprechenden Folgen, mag ich mir gar nicht ausmalen.
Ich würde mich freuen, wenn Sie mich über die Entwicklung in Bezug auf den angedachten Facebook-Gegenappell informieren würden!
Der unglaubliche Aufwand, den Frauen heutzutage für die "Brutpflege" betreiben müssen, bleibt dagegen nahezu ungewürdigt und schlägt schon gar nicht finanziell positiv in die Bilanz. Bei der Rente wird die lange Erziehungsarbeit den Frauen mit lächerlichen 3 Jahren Anrechnung "honoriert".
Ich muss gestehen, dass ich diese Situation bei der Geburt meines Kindes komplett anders und erheblich fortschrittlicher eingeschätzt habe, und ob der gegebenen Umstände wurde schließlich ein weiterer Kinderwunsch meinerseits begraben. Auch entsprach die angedachte Teilung des Sorgerechts meinem (rückblickend als naiv empfundenen) Gerechtigkeitsempfinden. Diesbezüglich bin ich dem dringenden, mehrfachen Abraten dieses Vorhabens durch das Jugendamt heutzutage dankbar, der Vater hätte dadurch nur (noch mehr) Möglichkeiten erhalten, die ohnehin schon schwierige Situation weiter (entgegen dem Kindeswohl) zu veschärfen. Trotz aller - für ein Kind schlimmen - Umstände, gab es au
(1)
Ihre Auffassung, dass Kinder Ihren Müttern biologisch und/oder durch Evolution quasi naturgegeben besonders nahe stehen, teile ich nicht unbedingt. Die aktuellen gesellschaftlichen Gegebenheiten und Strukturen hierzulande, führen meines Erachtens dieses Resultat eher herbei. In Deutschland ist es leider überwiegend immer noch üblich, dass der Großteil der Erziehungsarbeit Aufgabe der Frauen ist und bleibt. Wo sie (die Mütter) den Balance-Akt zwischen Kindern, Erwerbstätigkeit, Haushalt etc. bis zum Erwachsenwerden der Kinder nahezu jahrzehntelang stemmen müssen, entziehen sich Männer erfahrungsgemäß nur zu gerne diesem ungeheuren Kraftakt. Die "Arbeitswelt" oder vermeintlicher "Egoismus der Mütter" werden dann gerne als Grund für die Flucht vorgeschoben. Nicht umsonst werden Männer, die durchschnittlich lumpige 8 Wochen (Elterngeld) ihrem Neugeborenen widmen, von politischer Seite mit lautem "Hurra" bejubelt.
Seite: