Style-Rückblick: Kylie Minogue stellt ihr Modebuch vor
alle Videos"Meistens alles sehr schnell" von Christopher Kloeble

Ein herzzerreißender Roman über die Liebe und das Leben: Heimkind Albert hat seine Mutter nie kennen gelernt, sein Vater ist geistig behindert. Jetzt ist Albert 19 Jahre alt und kümmert sich um seinen Vater Fred. Der zwei Meter große Fred mit dem Gemüt eines Kindes zählt mit Leidenschaft grüne Autos und hat nicht mehr lange zu leben. Albert will die letzten Monate mit ihm verbringen. Gemeinsam macht sich das ungleiche Paar auf die Suche nach Alberts Mutter. Kloeble ist ein kluger und warmherziger Entwicklungsroman gelungen, dessen sprachliche Virtuosität von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Man möchte die Hauptpersonen am liebsten adoptieren. (380 S., 14,90 Euro, dtv premium, auch als eBook)
"Alles Azzurro – Unter deutschen Campern in Italien" von Markus Götting

Ein Mann heiratet in eine Familie von Campingfans ein, die seit Jahrzehnten ihren Urlaub in einem Wohnwagen an der Adria verbringt. Klar, dass der erste Campingurlaub des notorischen Volltrottels nur ins Chaos führen kann – schon sieht man seine frisch geschlossene Ehe mit der hübschen Lena am Strand von Apulien auf ihr Ende zusteuern. Zumal auch noch der italienische Dorfcasanova die Gattin des Protagonisten umschleimt.
„Alles Azzurro“ ist eine warmherzig-groteske Milieustudie, in der niemand geschont wird: Weder der vorurteilsbeladene Ich-Erzähler, noch sein Schwiegervater, der ihm diese Ferien in der Hölle eingebrockt hat. Und schon gar nicht die teutonischen Touristen, die sich bei deutschem Bier, mitgebrachten Dosen-Ravioli von Aldi und der „Lindenstraße“ ihr Stück Castrop-Rauxel unter Italiens Sonne einrichten.
Das Buch ist die Chronik einer unglaublichen Integrationsleistung und eine der lustigsten Strandlektüren des Sommers. (272 S., 8,99 Euro, Ullstein, auch als eBook)
"Die hellen Tage" von Zsuzsa Bánk

Eine zauberhafte Geschichte über eine Freundschaft zwischen zwei Mädchen und einem Jungen, die früh erfahren haben, was Verlust bedeutet, und die innig zusammenhalten, bis sie erwachsen sind. Aja, Seri und Karl trotzen ihren Müttern, die sich erst zusammenraufen müssen, der Liebe, die dazwischenfunkt, und der Eifersucht. Doch als die drei zum Studium nach Rom gehen, kommt es zur Zerreißprobe für ihre Freundschaft. Zsusza Bánk schreibt so melancholischschön über Liebe und Verrat, Schuld und Vergebung, dass man mit diesem Buch einen Schlechtwettertag locker übersteht. (544 S., 9,99 Euro, Fischer, erscheint am 21. 6., auch als eBook)
"Eine Frage der Höflichkeit" von Amor Towles

Als Kate in den 60er Jahren mit ihrem Mann eine Foto-Ausstellung besucht, entdeckt sie ein Bild von Tinker Grey, dem Mann, in den sie vor langer Zeit verliebt war. Und auf einmal ist es wieder da, dieses verrückte Jahr 1938: Kate und Eve, die sich als junge Dinger durch das glamouröse New Yorker Nachtleben schnorren und mit Tinker Grey, einem wohlhabenden jungen Mann, herumziehen. Bis ein Unfall die fröhliche Menage à trois beendet. Dieser Roman ist vieles zugleich: ein beschwingtes Bild der dreißiger Jahre, eine schmerzlich-schöne Liebesgeschichte und die Erfolgsstory einer jungen Frau, die sich durchschlägt. (416 S., 9,99 Euro, List)
"Summer in the City. Heißkalte Geschichten" von Susanne Gretter

Das Gepäckband am Flughafen rollt und rollt, ohne dass der ersehnte Koffer um die Ecke biegt? Für solche Momente ist "Summer in the City" ideal. Sobald man das Buch aufschlägt, ist man weit weg - bei der Geschichte von Wladimir Kaminer zum Beispiel über einen Familienvater, der beschließt, in den Schrebergarten zu ziehen. Oder bei Franka Potentes Erzählung von einer 17-jährigen Japanerin, die sich in Los Angeles verliebt - in einen Jungen und in die westliche Kultur. Die knappen Kurzgeschichten sind so spannend, dass man alles um sich herum vergisst. Und irgendwann verwundert feststellt, dass der Koffer schon seit zehn Minuten auf dem Gepäckband seine einsamen Runden dreht. (240 S., 7,99 Euro, Suhrkamp)
"Léon und Louise" von Alex Capus

Louise muss erleben, dass ihr die Liebe ihres Lebens gleich zweimal entrissen wird. Am Ende des Ersten Weltkrieges verschwindet ihr geliebter Léon in einem Bombentrichter, beide halten einander für tot. Erst 1928 laufen sie sich in der Pariser Métro über den Weg, aber Léon hat inzwischen eine Familie. Und Louise ihre Unabhängigkeit, die sie ins tiefste Afrika führt. Alex Capus hat einen Liebesroman geschrieben, der ein Abenteuerroman ist. Nicht wegen Afrika, aber wegen der Aufregung im Leben von Léon und Louise, die fast 70 Jahre lang nicht zueinanderfi nden und doch ein altes Liebespaar sein dürfen. Manche Bücher lösen Glücksgefühle aus. Diese wunderbare Geschichte gehört eindeutig dazu. (320 S., 9,90 Euro, dtv, erscheint am 1.7.)
"Niemand kennt mich so wie du" von Anna McPartlin

Nichts kann die beiden Freundinnen trennen. Als Teenager teilen sie ihre Vorlieben, ihre Geheimnisse und ihre Gefühle. Doch dann geschieht etwas, das die innige Freundschaft zwischen Eve und Lily zerstört. Was, das lässt die Autorin lange offen. Erst zwanzig Jahre später bringt ein Autounfall die beiden Frauen wieder zusammen. Eve, erfolgreich und Single, liegt schwer verletzt im Krankenhaus, Lily, inzwischen Krankenschwester und unglücklich verheiratet, pfl egt die ehemalige Freundin. In Rückblicken erzählt die Irin Anna McPartlin die Geschichte dieser beiden Frauen und ihrer Freundschaft. Der Roman, geschrieben in eingängiger Sprache und vollgepackt mit großen Gefühlen, liest sich einfach in einem Rutsch weg. Gute Unterhaltung für eine lange Zugfahrt. (560 S., 8,99 Euro, rororo)
"Sommer des Lebens" von J. M. Coetzee

Der afrikanische Autor und Nobelpreisträger J.M. Coetzee hat ein drittes autobiografisches Buch veröffentlicht, und diesmal ist er darin gerade gestorben. Fiktiv, versteht sich. Also erzählen vier Frauen und ein Mann einem Biografen von ihrer Erinnerung an den Schriftsteller. Der Autor ist dabei nicht gnädig mit sich selbst: "Er hatte etwas Schäbiges an sich, eine Aura des Scheiterns", heißt es da etwa über seine Anfangszeit als Schreiber. Es sind die 70er Jahre in Kapstadt, die Apartheid ist allgegenwärtig, auch in diesen Gesprächen. Der Reiz des Buches liegt darin, dass der Leser hier Mäuschen spielen darf, als säße er dabei, nur einen Tisch weiter im Café. (304 S., 9,99 Euro, Fischer)
"Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche" von Alina Bronsky

Mit bösem Witz schildert Alina Bronsky die Geschichte einer russischen Familie. Die Ich-Erzählerin Rosalinda ist eine selbstverliebte Monster-Oma, die sagt, was sie denkt (meistens an sich), alle Unannehmlichkeiten aus dem Weg räumt - und ihre Familie zum Wahnsinn treibt. Sehr unterhaltsam. (320 S., 8,99 Euro, KiWi, auch als eBook)
"Das Windlied des Bären" von Sanna Seven Deers

Eine Reise in die geheimnisvolle Welt des Vaters, die Liebe zu einem Indianer, das Ringen um die eigene indianische Identität - dieses Buch beschreibt den Weg der jungen blassen Deutschen Carla Bergmann, die nach dem Tod ihrer Mutter in Kanada ihre Liebe und ihre Wurzeln findet. Die deutsche Autorin, deren Geschichte wir in unserer Reportage "Mein Mann, der Indianer" (BRIGITTE 3/12) erzählt haben, ist in Kanada mit dem Indianer und Künstler David Seven Deers verheiratet. Die beiden leben mit vier Kindern in der Wildnis, und man merkt dem Buch an, dass die Autorin sich mit den Riten und Mythen der kanadischen Urbevölkerung auskennt. (380 S., 8,99 Euro, Ullstein)
"Jeden Tag, jede Stunde" von Natasa Dragnic

Zwei Menschen, die füreinander bestimmt sind, aber nicht zueinanderfinden. Klingt nicht neu, ist aber umwerfend erzählt. Ein Buch voller Gefühle, aber ohne Kitsch. Schon als Kinder fühlen sich Luka und Dora eng verbunden. Sie verbringen herrliche Tage miteinander in einem kroatischen Fischerdorf. Dann zieht Doras Familie nach Frankreich, die Kinder werden auseinandergerissen. Erst als Erwachsene treffen sie sich wieder, in Paris. Doch ihnen bleiben nur drei Monate, um ihre Liebe auszuleben, dann werden sie abermals getrennt, ohne Aussicht auf eine gemeinsame Zukunft. Eine bewegende Liebesgeschichte, poetisch, klug und zugleich temperamentvoll. (288 S., 9,99 Euro, btb, auch als eBook)
"Küstennebel" von Gisa Pauly

Man muss sie mögen, die italienische Miss Marple von Sylt. Aber wer an dem schrullig-schrägen Naturell der 55-jährigen Mamma Carlotta Gefallen findet, wird gern mit ihr im "Küstennebel" stochern. Auch der sechste Krimi von Gisa Pauly, der zumindest zur Hälfte auf Deutschlands vornehmer Insel spielt, lebt von üppig eingestreutem Lokalkolorit. Die Story lässt zwar Luft zum Atmen, und der Kollege Zufall tritt ein paar Mal zu oft auf. Aber die Szenen zwischen Kommissar Erik, seiner hyperneugierigen Schwiegermutter aus Umbrien, ihren Enkeln, Freunden und Feinden machen einfach Spaß. Und die Dialoge sind oft köstlich - wie die italienischen Menüs, die Mamma Carlotta andauernd kocht. (400 S., 9,99 Euro, Piper, auch als eBook)
"Stimmen in der Nacht" von Laura Brodie

Maggie ist fünf, als ihre Mutter einen Studenten tötet. Das Kind sieht zu. Die Polizei ermittelt: Hat die Universitätsdozentin aus Notwehr gehandelt? Ihre Tochter könnte eine Antwort geben, doch die schweigt und verdrängt, was sie gesehen hat. Bis sie neun Jahre später eine neue Mathelehrerin bekommt. Die junge Frau weckt in Maggie alte Ängste. Wie sie das Rätsel aus ihrer Vergangenheit löst, das erzählt die Autorin mit viel Gespür für Dramaturgie. Eine fesselnde Mischung aus Psychogramm und Krimi. (340 S., 14,99 Euro, dtv premium, auch als eBook )
"Im Namen des Kreuzes" von Peter Probst

Eigentlich mag man nichts mehr über sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche lesen - die Wirklichkeit hat die Fiktion ja längst eingeholt. Mit einigem Zögern geht auch der Held des dritten "Schwarz"-Krimis, Privatermittler Anton Schwarz, an die Arbeit, als er beauftragt wird, den Selbstmord eines Jugendlichen und dessen Beziehung zu einem Pfarrer aufzuklären. Aber dann entwickeln die Dinge für Schwarz wie für den Leser einen ganz eigenen Sog. Wer mit Krimis deutscher Autoren fremdelt, weil viele nur Mittelmaß sind, dem ist Probst wärmstens zu empfehlen: Der Mann kann schreiben, Spannung erzeugen, einen Plot durchplanen - und dieses heikle Thema mit Bedacht und ohne Voyeurismus aufbereiten. (256 S., 8,95 Euro, dtv, auch als eBook)
"Angst ist dein Tod" von Hallie Ephron

Seit dem Unfalltod ihres Mannes fesseln Diana Panikattacken ans Haus. Ihr Leben findet nur noch in einer virtuellen Computer-Welt statt. Bis ihre Schwester verschwindet und Diana handeln muss. Eindrücklich schildert die Autorin, wie Diana versucht, sich der Außenwelt zu stellen, und erkennt, dass die Angst nicht ihr einziger Gegner ist. (320 S., 8,99 Euro, Diana, auch als eBook)
"Im wilden Osten dieser Stadt" von Irene Stratenwerth

Die Hamburger Rechtsanwältin Kristina Wolland ist entsetzt: In der Nacht noch hatte sie ihre Freundin Angie gesehen - und am Morgen danach wird ihre Leiche an einem Badesee im Osten der Stadt gefunden. Der Fall wird noch rätselhafter, als ein junger Russlanddeutscher in ihrer Kanzlei auftaucht und seine Freundin als vermisst meldet. Deren letzter bekannter Aufenthaltsort: Angies Wohnung. Für Kristina Wolland beginnt eine verwirrende Suche nach dem Mädchen und der Wahrheit. Dafür schickt die Autorin die Heldin ihres klugen und packenden Krimis in die Ukraine, nach Polen - und an den Rand des Nervenzusammenbruchs. (240 S., 8,99 Euro, rororo, auch als eBook)
"Gier" von Arne Dahl

Bisher hat es Arne Dahl mit seiner in Stockholm stationierten A-Gruppe zu Ruhm und einer riesigen Fangemeinde gebracht. Mit "Gier" sprengt er die Grenzen und lässt Europol ermitteln - von Kalabrien bis Lettland. Huch, heißt das etwa, wir müssen Abschied nehmen von Kerstin Holm, dem sanften Arto Söderstedt und ihren Kollegen von der A-Gruppe? Zum Glück hat Arne Dahl das nicht fertiggebracht, sondern die ganze Truppe, schwuppdiwupp, einfach zu Europol versetzt. Ihr erster Fall packt einen schon nach den ersten paar Seiten, als ein sterbender Chinese während des G20-Gipfels in London einem der Ermittler mit einem Schwall Blut geheimnisvolle Silben ins Ohr stammelt. Gewohnt gesellschaftskritisch und sprachlich auf höchstem Niveau. (512 S., 16,99 Euro, Piper, auch als eBook)
"Der letzte Beweis" von Scott Turow

1987 wurde Turow mit "Aus Mangel an Beweisen" weltberühmt. Jetzt geht die Geschichte von Rusty Sabich weiter, und wieder steht er unter Verdacht. Diesmal, weil er den - angeblich natürlichen - Tod seiner Frau nicht umgehend gemeldet hat. Turow beweist, dass er noch immer der König der Justiz-Thriller ist. (570 S., 9,99 Euro, Heyne, erscheint am 9.7., auch als eBook)
"Die Perspektive des Gärtners" von Hakan Nesser

Der Schriftsteller Erik Steinbeck und seine Frau Winnie erleben das Schlimmste, was Eltern passieren kann: Ihre vierjährige Tochter wird vor den Augen des Vaters in ein Auto gezerrt und bleibt spurlos verschwunden. Ein Jahr später ziehen das Paar nach New York, wo Winnie sich auf einmal sehr seltsam verhält - und verkündet, dass ihre Tochter noch lebe. Håkan Nesser hat diesmal keinen Ermittlerkrimi geschrieben, sondern einen sagenhaften Thriller über Vertrauen und Verlust. (320 S., 9,99 Euro, btb, auch als eBook)
"Bretonische Verhältnisse" von Jean-Luc Bannalec

Wer ersticht brutal einen 91-Jährigen, der schon todkrank ist? Diese Frage stellt sich Kommissar Dupin im bretonischen Pont Aven - dem Ort, an dem Gauguin seine berühmte Künstlerkolonie gründete. Der Mord an dem betagten Hotelier ist der erste Fall des koffeinsüchtigen Parisers Dupin, den es in die raue Provinz verschlagen hat. Der Krimi entwickelt sich im Tempo eines mehrgängigen französischen Diners, gewinnt aber durchaus an Fahrt und erfreut durch Lokalkolorit. Für Fans von Maigret und passionierte Bretagne-Reisende. (304 S., 14,99 Euro, KiWi, auch als eBook)
"Allmen und die Libellen" von Martin Suter

Der Lebemann Johann Friedrich von Allmen hat sein Vermögen durchgebracht. In der Not wird er zum Dieb, was ihn auf eine Idee bringt: Mit seinem Butler Carlos begibt er sich auf die Jagd nach gestohlenen Kunstwerken. Der erste Streich von Suters neuem Ermittler-Duo, verfasst in schöner alter Krimi-Tradition. (208 S., 9,90 Euro, Diogenes, auch als eBook)
"Sterbenskalt" von Tana French

Dublin ist das Zuhause von Tana French - und immer auch eine Hauptperson in ihren Büchern. Drei hat sie bisher geschrieben, und die gehören zum Stärksten, was in den letzten Jahren an Krimis erschienen ist - nicht zuletzt, weil sie so viel mehr sind. Ihr jüngstes Buch ist mindestens ebenso sehr ein Familienroman, wie es Spannungsliteratur ist. Der Polizist Frank hat den Kontakt zu seiner Familie in einer armen Gegend von Dublin vor mehr als zwanzig Jahren abgebrochen, weil er durch nichts mehr an seine Kindheit mit dem gewalttätigen Vater erinnert werden will. Doch dann hört er von einem Leichenfund in einem Abbruchhaus in seiner alten Nachbarschaft - und plötzlich halten all die Wälle nicht mehr, die er in zwei Jahrzehnten aufgeschüttet hat: Frank muss zurück. In jeder Hinsicht. (624 S., 9,99 Euro, Fischer, auch als eBook)
"Die Radleys" von Matt Haig

Jetzt wissen wir, was uns bei den "Biss"- Romanen gefehlt hat: die humorvolle Beschreibung des Alltags einer abstinenten Vampir-Familie. Wie sagen wir's den Kindern? Welche Sonnencreme brauchen wir? Und wohin mit dem ausgesogenen Schulkameraden? Das sind Fragen, die Untote lebendig machen. (432 S., 9,99 Euro, rororo, auch als eBook)
"Die letzte Nonne" von Nancy Bilyeau

Die Tudors sind offensichtlich - nicht zuletzt dank der Fernsehserie - das derzeit beliebteste Historien-Sujet. In diesem Roman geht es um die geplante Aufl ösung aller Klöster, um mit ihren Schätzen die Löcher in der Kriegskasse von Heinrich VIII. zu stopfen. Die mutige Novizin Joanna Stafford könnte dies verhindern, wenn sie die allererste Königskrone der Briten fände. Diese soll in ihrem Kloster im morastigen Dartford versteckt sein und mythische Kräfte bergen. Autorin Nancy Bilyeau hat ein temporeiches und gut recherchiertes Historiendebüt vorgelegt. (400 S., 14,90 Euro, dtv premium, auch als eBook)
"Die Flüsse von London" von Ben Aaronovitch

Der junge, nicht gerade ehrgeizige Constable Peter Grant vernimmt nach einem Mord in Covent Garden einen Zeugen. Dieser ist allerdings selbst schon tot und ein Geist. Grants Einfühlungsvermögen auf übersinnlicher Ebene erregt Aufmerksamkeit, und so wird er der sehr kleinen Abteilung für Magie von Scotland Yard zugeteilt. Dort muss er sich als einziger Azubi eines zaubernden Inspektors von nun an mit Lateinvokabeln, Gespenstern und Flussgöttern herumschlagen. Während der Mörder munter seine Opfer getreu der Handlung eines historischen Kasperlestückes draufgehen lässt. Das Ganze liest sich wie Harry Potter auf Speed, ist nichts für Mitleidige (Vampirfamilien werden mit Handgranaten beseitigt), besticht aber durch seinen schrägen Humor. Wer wissen möchte, wie es mit Peter Grants Zauberlehre weitergeht: Im Juli erschien der zweite Band "Schwarzer Mond über Soho". Darin muss Grant rätselhaften Todesfällen unter Jazzmusikern auf den Grund gehen. (480 S., 9,95 Euro, dtv, auch als eBook)
"Schwarzer Mond über Soho" von Ben Aaronovitch

Ab Juli: Ben Aaronovitch Schwarzer Mond über Soho (416 S., 8,95 Euro, dtv, auch als eBook)
"Das Seil" von Stefan aus dem Siepen

Der atmosphärisch dichte Roman führt in ein archaisches Dorf, abgeschlossen von der Welt. Jeder kennt seinen Platz, alle sind zufrieden mit sich und ihrem Leben. Bis Bernhardt ein Seil am Waldrand findet. Wo führt es hin? Die Männer des Dorfes brechen auf, um das Ende des geheimnisvollen Seiles zu suchen, und geraten in eine unheimliche Welt, aus der es kein Zurück mehr gibt. Wie sich die Lust am Abenteuer in Angst und Gewaltbereitschaft verwandelt und wie die zurückbleibenden Frauen zu einer ganz neuen Stärke finden, das beschreibt der Autor mit präziser Sprache. (180 S., 13,90 Euro, dtv premium, auch als eBook)
"Die französische Braut" von Clare Clark

1704 werden Elisabeth Savaret und 22 andere junge Frauen aus Frankreich in die Kolonie Louisiana verschickt. In einem Ort mit nur 200 Einwohnern warten ihre zukünftigen Ehemänner auf sie - die sie nie zuvor gesehen haben. Elisabeth scheint Glück zu haben, sie fühlt sich zu ihrem Mann hingezogen. Doch bald muss sie erkennen, dass er eine dunkle Seite verbirgt. Clark beschreibt die harte Lebenswelt der weißen Siedler in den Sümpfen von Louisiana so plastisch, dass man fast die Mücken summen hört. (480 S., 8,99 Euro, Heyne)
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am um
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Nathalia
am 20.09.12 um 20:53
Mir gefallen die historischen Romane von Angeline Bauer! Eine Frau ist meist die Hauptfigur und Liebe ist ein geistreichen Thema, dass in den Büchern ganz unterschiedlich dargestellt wird. Liebe ist ja auch nicht immer ganz leicht! Gestern habe ich gesehen, dass es von ihr unter dem Pseudonym Friederike Costa ein neues Buch gibt "Im Süden die Liebe". Ist ein eBuch bei Amazon, sieht ganz verlockend aus. Werde es ausprobieren! Mit vielen Liebesgeschichten.....
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Bibi
am 11.08.12 um 08:37
Eben aus dem Urlaub gekommen mit einem Super-Buchtipp: "MIT 80.000 FRAGEN UM DIE WELT" von DENNIS GASTMANN. Er ist als Weltreporter mit seiner gleichnamigen Fernsehserie um die Welt unterwegs, um lustige Fragen wie "Ist Paris noch die Stadt der Liebe?" auf kreative Weise zu beantworten (kann man auch bei Youtube sehen). Das Buch zeigt Dinge, die hinter den Kulissen passierten. Man kann es aber auch unabhängig von der Serie lesen. es ist sehr witzig geschrieben, regt aber teilweise auch zum Nachdenken an und offenbart auch die Innenwelt des Reporters. Habe gesehen, dass es das jetzt auch als Taschenbuch gibt.
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Valerie
am 07.08.12 um 19:04
ich finde "Das abgestürzte Klassenzimmer" von Nero Marone genial. Es geht um einen keinen Jungen, der mit seinem Vater zur Lehrerin gebeten wurde - aber müsst ihr selber lesen.
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Anja
am 30.07.12 um 20:31
Für Thiller Liebhaber empfehle ich Sacer Sanguis 1- 4.
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Beechie
am 30.07.12 um 17:13
Das ist mir noch nie passiert: ich habe das Buch durchgelesen, meine Begeisterung 'sacken lassen' - und es gleich nochmal von vorne angefangen: "Tschick" von Wolfgang Herrndorf. Die Geschichte von zwei Jungs ganz unterschiedliches Herkunft, eines geklauten Autos und einer denkwürdigen Reise durch ein unbekanntes Deutschland. Komisch, traurig, schräg, rasant - ein großer literarischer Spaß in einer wunderbaren Sprache. 250 Seiten, die viel zu schnell zu Ende sind. Sehr empfehlenswert!
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Finchen
am 30.07.12 um 15:15
Ich habe gerade in meinem Urlaub ein super lustiges Gute-Laune-Buch gelesen mit dem Titel "NASENDUSCHER" von dem Autor TIM BOLZ. Das ganze ist ein Comedy-Roman und ich musste immer wieder richtig laut lachen. Die Hauptfigur Robert Süßemilch versucht auf einer Kreuzfahrt seiner Pollenallergie zu entgehen und erlebt dabei irrwitzige Situationen. Besonders die sprachliche Gewandheit des Autors fand ich sehr originell. Wer also eine leichte, heitere Sommer-Urlaubslektüre sucht, dem kann ich "NASENDUSCHER" wärmstens empfehlen.
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Kiwi38
am 17.07.12 um 15:58
Marco und der Zauber des Augenblicks wird am 01.04.2014 (!) veröffentlicht.
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Marion Kuber
am 22.06.12 um 15:29
Ich habe gerade im Urlaub einen unglaublich tollen Thriller gelesen. Der Autor ist Claudio M.Mancini. Das Buch heißt LA NERA und es gibt es als Paperback und als ebook. Grob gesagt: die Geschichte einer Frau, aus den Bergen Siziliens, die ihren Weg als MafiaPatin macht.Die Geschichte ist fesselnd und spannen. Die Darstellung der Sofia und ihre Beweggründe zu handeln wie sie handelt, einerseits verständlich andererseits abstossend...die "Geschäftsidee" ihres Mannes, die sie nach seinem Tod alleine weiterführt, erschreckend genial..ich bin von diesem Buch voll auf begeistert!!! Habe mir gleich die anderen beiden Mafiaromane von Mancini (Malavita und Infamita) gekauft. Er hat einen wundervollen Schreibstil. Ich kann das Buch LA NERA nur empfehlen. Mehr darüber nachzulesen unter:http://www.droemer-knaur.de/ebooks/La+Nera.7760836.html
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Birgit
am 18.06.12 um 17:18
Ich les grad "Warten auf Frauen " , ein witziges Buch von Moritz Petz, sind lauter Kurzgeschichten rund ums Warten der Männer auf ihre Mütter,Freundinnen,Frauen,Töchter,Traumfiguten,Schlaf und vielerlei mehr. Sicher auch toll für die Männer, meinem gefällts :-D
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Yvonne
am 16.06.12 um 10:02
Tolle Empfehlungen, vor allem Coetzees "Sommer des Lebens" ist toll (mehr hier:http://www.leselink.de/buecher/autobiographie/sommer-des-lebens.html). Wen das Etikett "Nobelpreisträger" abschreckt, dem sei versichert, dass sich Coetzee toll lesen lässt!
mehr (12)VORSICHT! ist nur was für Menschen mit gehobenen Wortschatz - Ziemlich anspruchsvoll - in Richtung Muriel Barbery!
Ich kann es nichtmehr weglegen!
Ich finde diese Bücher absolut fesseln. Es fehlt nicht an Spannung, Humor und Abendteuern.Wer Dan Brown liebt wird auch diese Bücher lieben.
Auf der Seite des Autoren, Albert Knorr kann man sich auch kostenlose Leseproben herunterladen. www.albert-knorr.com
Man sollte mit Band 2 beginnen, dann Band 3 und Band 1 lesen. Da die Leser nach mehr verlangten kam dann noch Band 4 hinzu.
Ist dann wohl nichts für den Sommerurlaub 2012... An dieser Stelle hätte sicherlich auch eine andere Buchempfehlung Platz gefunden !