Carole King als erste Frau mit Gershwin-Preis geehrt
alle Videos"Wölfe" von Hilary Mantel

20 Jahre lang hat die Autorin gezögert, ihren historischen Roman anzufangen. Dann hat sie noch mal fünf Jahre fürs Recherchieren und Schreiben gebraucht. Das hat sich gelohnt: Mantels Epos, das in der Zeit der Tudors spielt, gewann prompt die höchste literarische Auszeichnung Englands, den Man Booker Prize. Held des Romans ist Thomas Cromwell: einfl ussreicher Berater von Heinrich VIII., gewissenloser Ränkeschmied und gebildeter Renaissance-Mann. Sein Revier: der englische Königshof, wo "der Mensch des Menschen Wolf" ist. Wie Cromwell dort seinen Weg durch die Intrigen bahnt, ist ein einziges großes Leseereignis.(768 S., 12 Euro, DuMont, auch als eBook)
"Sachen machen. Was ich immer schon tun wollte" von Isabel Bogdan

Am Strand liegen, Wolken zählen. Herrlich. Aber irgendwann reicht's mit dem Faulenzen. Jetzt was Aufregendes machen. Aber, äh, was? Vielleicht findet sich bei Isabel Bogdan eine Anregung. Die Autorin probiert aus, was sie interessiert, und beschreibt, wie sich das anfühlt. Als Stand-up-Paddlerin balanciert sie übers Wasser, fi ndet Spinning "idiotisch", genießt eine chinesische Massage, bezwingt das Rhönrad. Und erzählt davon so, dass die Entscheidung "Wär das was für mich? leichtfällt. Ein hübscher Ideengeber für Urlauber und Daheimbleiber. (224 S., 8,99 Euro, rororo, erscheint am 2.7.)
"Ein gestohlenes Leben" von Jaycee Dugard

Keine einfache Lektüre, aber ein bewegendes Buch. Die Amerikanerin Jaycee Dugard erzählt ihre eigene Geschichte. Mit elf Jahren wird sie entführt und erst 18 Jahre später befreit. In dieser Zeit wird sie zweimal schwanger. Da sie zur Entbindung nicht ins Krankenhaus darf, zeigt der Täter ihr Videos über Geburten - damit beide vorbereitet sind, wenn die Wehen einsetzen. Es sind solche entsetzlichen Details, die das Grauen mehr verdeutlichen als jeder Zeitungsartikel über Entführungen. Das Buch wurde in den USA und Großbritannien zum Nr.-1-Bestseller. (304 S., 9,99 Euro, Piper, auch als eBook)
"Anständig essen. Ein Selbstversuch" von Karen Duve

In einem radikalen Selbstversuch ernährt sich die Autorin vegetarisch, dann vegan und schließlich frutarisch, also von Früchten und Samen. Offen beschreibt sie, wie es ihr bei dem Experiment ergeht. Vor allem aber liefert sie eine überwältigende Fülle an Informationen über die Tricks der Nahrungsmittel- Industrie oder den Tierschutz. Sie frisst Wissen, macht sich Gedanken - und wirkt so glaubwürdig in ihrem Ringen um ein anständiges Essverhalten, dass sie an keiner Stelle moralapostelig daherkommt. Ein gut lesbares Buch, das zum Nachdenken anregt - auch Nicht- Vegetarier. (336 S., 9,99 Euro, Goldmann, erscheint am 18.6.)
"Die 365-Tage-Freiheit. Ihr Leben ist zu wertvoll, um es mit Arbeit zu verbringen" von Volker Kitz

Einfach nicht mehr zur Arbeit gehen. Nur noch tun, was Spaß macht. Vielleicht lässt sich ja doch etwas erhalten von der rebellischen Energie solcher Urlaubsträume. Dabei kann das neue Buch von Bestseller-Autor Volker Kitz helfen. Zunächst entwickelt er hilfreiche und konkrete Strategien für mehr Zufriedenheit im Berufsalltag. Im zweiten Teil des Buches geht's um den Ausstieg aus dem Job. Und woher soll dann das Geld kommen? Auch diese Frage greift Volker Kitz auf. Er erklärt, wie man sich eine Erfindung patentieren lassen, die eigene Leistung outsourcen oder vom Lebenszeitarbeitskonto leben kann. Manches davon klingt ein bisschen naiv, dafür entschädigen viele praktische Tipps. Dieser Ratgeber zeigt vielleicht nicht wirklich den Weg zum kompletten Ausstieg aus dem Berufsalltag, aber er bietet umsetzbare Anregungen für kleine Lösungen. (288 S., 16,99 Euro, Ariston, auch als eBook)
"Die Mutter des Erfolgs" von Amy Chua

Seit Amy Chuas Bestseller wissen wir, was eine "Tiger Mom" ist: eine chinesische Mutter, die ihre Kinder gnadenlos auf Sieg drillt. Die Autorin nimmt uns mit auf den Durchmarsch, den sie für ihre Töchter geplant hat - von der ersten Klavierstunde bis in die Carnegie Hall. Das wäre zum Davonlaufen, aber Amy Chua erzählt bei aller Selbstverliebtheit mit viel Selbstironie. Und weil die Perfektionierung ihrer beidem Töchter nur teilweise gelingt, kommen auch jene auf ihre Kosten, die nicht auf der Suche nach einem Masterplan für Wunderkinder sind. (256 S., 9,90 Euro, dtv)
"Mein Wohnwagen und ich. Vom großartigen Leben im kleinformatigen Heim" von Bruni Prasske

Die Hamburger Autorin Bruni Prasske ist unter die Dauercamper gegangen. Ihre neue Liebe heißt Rex, ist ein alter Wohnwagen und steht an der Elbe. Was sie dort alles erlebt, beschreibt sie sehr amüsant. Und eine Menge Camper-Tipps fallen auch noch dabei ab. (272 S., 9,90 Euro, dtv, auch als eBook)
"Die Kunst, kein Egoist zu sein" von Richard David Precht

Mit Leichtigkeit führt er durch die kompliziertesten Gedankengebäude: Der Shootingstar unter den Philosphen geht in diesem Buch der ewigen Frage nach, ob der Mensch von Natur aus gut oder böse ist. Er braucht lange für seine Antwort, das stimmt. Und natürlich fällt sie nicht eindeutig aus. Aber wie der Bestsellerautor große Philosophien, neueste Forschungsergebnisse und soziale Entwicklungen verwebt, dabei unterhaltsam bleibt und das Denken anregt - das hat einfach Klasse. (544 S., 9,99 Euro, Goldmann, auch als eBook)
"Lieber Mischa: …Du bist ein Jude" von Lena Gorelik

Ein verschwurbelter Titel für ein freches Buch mit autobiografischen Zügen: Die Autorin, eine russischstämmige Jüdin, schreibt für ihren Sohn eine Art Handbuch zum Überleben in einer jüdischen Familie. In kleinen Kapitelhäppchen nimmt Lena Gorelik jüdische Klischees auf die Schippe, indem sie Rituale und Gemeinplätze ins Groteske übertreibt. Sie erzählt von Festen, auf denen immer geweint wird, von operettenhaften Streitereien, der Weltverschwörung und von der Fürsorge jüdischer Übermütter, die stündlich anrufen. Abstruse Anekdoten, ironische Randnotizen: ein kurzweiliges Buch - und ein entspannter Beitrag zur Frage, ob man in Deutschland über Juden lachen darf. (192 S., 8,99 Euro, List)
"Mogelpackung" von Jan Schröter

Es läuft nicht gut für Fredo. Seinen Job als Dialogschreiber bei einer Telenovela verliert er am selben Tag wie Freundin und Wohnung. Zum Glück muss sein Bruder nach China und bittet Fredo, sowohl das Haus in einer Kleinstadt zu hüten als auch die darin befindlichen beiden Teenager und die demente Oma. Was eine ruhige Auszeit werden soll, entwickelt sich zur Screwball- Komödie. Schröter leuchtet die Abgründe seiner Figuren fein aus und stellt die großen Fragen des Lebens: Wo komme ich her? Wer will ich sein? Und was bleibt von mir, wenn ich vergesse, wer ich war? (304 S., 8,99 Euro, Knaur, auch als eBook)
"Sieben Tage ohne" von Monika Peetz

Eine Woche ohne Essen, ohne Männer, ohne Internet. Im Prinzip zumindest. Den fünf Freundinnen, die sich in einem Burghotel zum Heilfasten treffen, fällt der Verzicht verdammt schwer. Die Frauen schummeln, streiten, und sie halten sich nicht an die strengen Regeln der klösterlichen Therapie. Heißhunger und Heimlichkeiten führen in ein turbulentes Gefühlschaos - von Entspannung keine Spur. Auch die Probleme aus dem Alltagsleben lassen sich nicht aussperren. Die temporeiche Fortsetzung des Bestsellers "Die Dienstagsfrauen" macht garantiert gute Laune. (320 S., 9,99 Euro, KiWi, auch als eBook)
"Mit den Augen meiner Schwester" von Julie Cohen

Zu viele Drinks und zu wenig Schlaf: Stuntfrau Liza stürzt bei laufender Kamera einen Hang hinunter. Ihre Karriere ist beendet. Gleichzeitig verschwindet ihre Zwillingsschwester Lee, die mustergültig die Eiscreme-Manufaktur der Eltern führte. Liza übernimmt heimlich Lees Rolle, denn niemand würde ihr zutrauen, die Fabrik am Laufen zu halten. Ein Roman für alle, die lauter perfekte Kolleginnen haben. Und sich freuen, im Urlaub auf liebenswerte Figuren zu treffen, die leicht neben der Spur sind. (496 S., 8,99 Euro, Diana, auch als eBook)
"Gott schmiert keine Stullen" von Eva Kurowski

Leberwurst ist weiblich. Bei Ostwind wird die Wäsche auf der Leine schwarz. Das lernt die kleine Eva schon früh. Sie zieht mit ihrem Vater, einem Trompeter und Marxisten, in Oberhausen auf Ostermärsche und kräht Arbeiterlieder. Die Jazzsängerin Eva Kurowski hat viel mit Helge Schneider gearbeitet. Beim Lesen der liebenswerten 70er-Jahre-Kindheitsepisoden wird sofort klar, warum. (240 S., 13,95 Euro, Rowohlt Polaris)
"Fix und forty" von Rhoda Janzen

Achtung: Dies ist keine Chick-Lit für Frauen über 40, sondern ein intelligenter autobiografischer Roman. Die amerikanische Dozentin Rhoda Janzen beschreibt, wie sie im Alter von 42 Jahren erst ihre Gebärmutter, dann ihre Blasenfunktion und nach der Genesung ihren Gatten einbüßt. Wegen eines Kerls, den er auf gay.com kennen gelernt hat. Kurz darauf hat sie einen schweren Autounfall und kriecht psychisch und körperlich lädiert in ihrem Elternhaus unter. Der Vater ein sparsamer Mennoniten-Prediger, die Mutter eine Frau, die ihre Tochter einst mit kaltem Borschtsch in die Schule schickte. Klingt schlimm? Liest sich aber außergewöhnlich lustig, dazu erfährt man eine Menge überMennoniten.Die man nach der Lektüre nie mehr mit den Amish-People verwechseln wird. (256 S., 8,99 Euro, Piper, erscheint am 18.6., auch als eBook)
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am um
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jan sahli
am 31.05.12 um 22:54
Wunderbar, dieses Buch von C. Kloeble. Nur liest sich "Meistens sehr schnell" viiiiiiiiiiel zu schnell weg.
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Heike
am 29.07.11 um 22:02
Bin zufällig drauf gestoßen, ein sehr gutes Buch: "Herrliche Tage" von Marco Meng. Kurzgeschichten, die teils absurd, teils witzig sind, manchmal auch ernst. Gute Lektüre. Kann ich jedem nur empfehlen!
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