Alex (Alan Rickman) und Linda (Sigourney Weaver)
Was ist das für eine Frau, die ausrastet, sobald ein Fremder ihre Küche betreten will, aber merkwürdig unbeteiligt auf den Tod ihrer Tochter reagiert? Alex (Alan Rickman) ist ratlos. Geplagt von Schuldgefühlen hat er Linda (Sigourney Weaver) in der Einsamkeit des Lake Superior aufgesucht. Alex hatte ihre Tochter Vivienne (Emily Hampshire) als Anhalterin mitgenommen, sie wurden in einen Autounfall verwickelt, nun ist Vivienne tot - und ihre Mutter zeigt keinerlei Anzeichen von Trauer.
Von Maggie (Carrie-Anne Moss), einer Nachbarin, erfährt Alex beiläufig, dass Linda Autistin ist. Er beschließt, Linda zu helfen und bei ihr zu bleiben, bis ihre Eltern zur Beerdigung eintreffen. In den nächsten Tagen erhält Alex immer mehr Einblicke in Lindas ganz eigene Welt - und er verliebt sich in Maggie, bei der er sich geborgen fühlt und der er nach und nach Details aus seiner schwierigen Vergangenheit anvertraut ...
"Snow Cake" ist ein glänzend gespielter Film über die Beziehungen von Menschen, über Trauer, Liebe und Tod. Dabei hält Marc Evans gekonnt die Balance zwischen dramatischen, komischen und befreienden Momenten. Einfühlsam öffnet uns sein Film die Augen für die oft surreal anmutende Welt der Autistin Linda. Als Mutter eines autistischen Jungen konnte Drehbuchautorin Angela Pell beim Schreiben auf eigene Erfahrungen zurückgreifen. Sigourney Weaver lebte mit einer Autistin zusammen, um sich auf ihre Rolle vorzubereiten. Nicht zuletzt dank des lebensnahen Drehbuchs und ihrer eigenen Recherchen gelingt Sigourney Weaver eine überzeugende Darstellung. Sie geht in der Rolle der Autistin Linda völlig auf und spielt sie als eigensinnige, kraftvolle, aber auch verletzliche Frau, die mit ihrem Leben eigentlich ganz gut zurechtkommt. Besser jedenfalls als der von Schuldgefühlen geplagte Alex, der erst im Zusammenleben mit Linda allmählich auftaut und wieder zu sich selbst findet.











