"Grimme"-Preisträgerin Jessica Schwarz hat sich an die schwierige Rolle der Romy Schneider gewagt. Viele Kritiker bescheinigten ihr vorab schon mal eine große Ähnlichkeit mit der Schauspiel-Ikone. Für Jessica Schwarz war es dagegen wichtig, Romy Schneider nicht zu imitieren, sondern sie selbst zu bleiben. Die Intensität dieser Rolle ließ sie oft an ihre Grenzen stoßen: "Hoffentlich werde ich nicht zu sehr wie Romy Schneider. Ich möchte etwas länger leben".
Romys Eltern, Madga Schneider und Wolf Albach-Retty, waren selbst bekannte Schauspieler. Hier sehen wir die kleine Romy, verkörpert von Stella Kunkat, zusammen mit ihrem Großvater (Hannes Thanheiser) bei einer Vorführung eines Filmes ihrer Eltern.
Ab 1949 wird Romy Schneider auf das Internat Goldenstein bei Salzburg geschickt. Im Film sieht man, wie sich der Berufswunsch der jungen Romy (Alicia von Rittberg) immer deutlicher abzeichnet. Sie will Schauspielerin werden, wie sie ihrem Tagebuch anvertraut.
"Sissi": Die Rolle der jungen Kaiserin macht die 17-jährige Romy auf Schlag bekannt. In Deutschland wird sie das puderzuckrige Image der jungen Kaiserin nie ganz loswerden - und hat damit schwer zu kämpfen.
Jessica Schwarz verkörpert eine Romy Schneider, die sich von der Rolle der "Sissi" zu emanzipieren versucht. Bei den Dreharbeiten zu dem Film "Christine" lernt sie Alain Delon (Guillaume Delorme) kennen, verliebt sich in ihn ...
... und zieht nach Frankreich. Auch Jessica Schwarz lernte Daniel Brühl, mit dem sie fünf Jahre zusammen war, bei Dreharbeiten kennen. Ähnlich wie Romy Schneider Alain Delon nie ganz vergessen konnte, ist Daniel Brühl für Jessica Schwarz auch drei Jahre nach der Trennung noch die Liebe ihres Lebens, wie sie kürzlich in einem Interview gestand.
1963 kehrt Romy Schneider Frankreich den Rücken und geht nach Deutschland zurück. Hier lernt sie den Schauspieler Harry Meyen kennen, der in "Romy" von Thomas Kretschmann verkörpert wird. Sie verlieben sich und heiraten - allerdings wird die Ehe nicht lange halten.
Romy dreht den Film "Swimmingpool" mit ihrer alten Liebe Alain Delon. Der Film wird sehr erfolgreich und Romys Karriere angetrieben. Die Ehe mit Harry Meyen dagegen bekommt Risse, ihr Traum von einer glücklichen Familie platzt.
1973 zieht Romy Schneider mit ihrem Sohn David nach Paris. Sie lässt sich von Harry Meyen scheiden und heiratet einige Jahre später ihren Privatsekretär Daniel Biasini. Auch diese Ehe scheitert.
1981, im Jahr der Scheidung, stirbt Romys Sohn David bei einem tragischen Unfall.
Romy Schneiders letzter Film ist "Die Spaziergängerin von Sans-Souci". Sie selbst kam nicht mehr dazu, ihn auf deutsch zu synchronisieren. Am 29. Mai 1982 wurde sie tot in ihrer Wohnung aufgefunden.
Die Rolle der Romy Schneider war für Jessica Schwarz die bislang größte Herausforderung: "Ich versuche, mich dieser Frau anzunähern. Es ist ein Versuch, er kann auch scheitern", schätzt sie realistisch das Herantreten an die große Schauspielerin ein. Ob der Film für Jessica Schwarz den ganz großen Durchbruch bedeutet? Jedenfalls sind ...
... die Parallelen zwischen den beiden Schauspielerinnen groß. 1973 sagte Romy Schneider: "Dieser Beruf ist gefährlich für jemanden wie mich. Voll äußerlicher Reize. Man gaukelt schnell auf eingebildeten Höhen herum, läuft vor sich weg und verlernt, in sich zu gucken." 2008 sagte Jessica Schwarz: "Ich möchte in diesem Beruf auf einer natürlichen Ebene bei mir bleiben. Ich möchte mich nicht komplett von der Schauspielerei besetzen lassen."

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Quidam
am 13.11.09 um 17:30
Das Spiel von Jessica Schwarz fand ich sehr gut - nur habe ich in ihr nie die Romy gesehen, wie ich sie in Erinnerung habe. Und die Dokumentation danach war Klassen spannender.
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Zitronengras
am 13.11.09 um 10:44
Hab den Film gesehen. Fand Jessica Schwarz superklasse!!! Allerdings fand ich den Film selbst irgendwie ziemlich öde und nervig.
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Susanne
am 12.11.09 um 16:18
Frau Schwarz lässt noch einiges hoffen!
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eli65
am 12.11.09 um 13:23
Netter Versuch. Das Original kann keiner toppen. Und obwohl ich Jessica Schwarz auch sehr gerne sehe als Schauspielerin, waren die wenigen Szenen, die ich sehen konnte fuer mich doch eher enttaeuschend.
mehr (4)Ausgezeichnet gespielt.