Über den Film "Kirschblüten - Hanami"
Die Geschichte einer aufopfernden Liebe und eine poetische Reise in das Innere des Seins: Nur Trudi (Hannelore Elsner) weiß, dass ihr Mann Rudi (Elmar Wepper) sehr schwer krank ist. Und es liegt an ihr, ob sie es ihm mitteilen will oder nicht. Sie beschließt, nichts zu sagen und überredet ihren Mann, mit ihr die Kinder (Birgit Minichmayr, Felix Eitner) und Enkelkinder in Berlin zu besuchen. Doch dort angekommen, müssen die beiden feststellen, dass ihre Kinder mit ihrem eigenen Leben viel zu beschäftigt sind, um sich um die Eltern zu kümmern.
Die beiden fahren weiter an die Ostsee. Dort stirbt plötzlich Trudi - Rudi ist völlig aus der Bahn geworfen und weiß nicht, wie es weitergehen soll. Als er dann auch noch von der Lebensgefährtin seiner Tochter (Franzi, gespielt von Nadja Uhl) erfährt, dass Trudi das Leben, das sie leben wollte, offenbar aus Liebe zu ihm geopfert hat, sieht er seine verstorbene Frau mit neuen Augen. Er beginnt, ihr verpasstes Leben wieder gut zu machen und reist nach Japan, um dort den jüngsten Sohn (Karl, gespielt von Maximilian Brückner) zu besuchen - und Trudi ihre Träume zu erfüllen.
Gekonnt umschifft Doris Dörrie die Kitsch-Klippen und präsentiert uns mit "Kirschblüten - Hanami" einen berührenden, warmherzigen Film über Abschied und Tod - und darüber, wie man besser damit umgehen kann. Dörries bislang schönster Film wird getragen von einem wunderbaren Schauspielensemble, aus dem einer noch herausragt: Elmar Wepper als Gewohnheitsmensch Rudi, der in Japan regelrecht "aufblüht". Seine Darstellung hätte der Berlinale-Jury ruhig den Silbernen Bären wert sein können.













