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Neu im Kino: Woody Allens "Whatever works"
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Nach vier Jahren und vier Filmen ist Woody Allen aus Europa zurück. Und das Wiedersehen mit seinem geliebten Manhattan muss ihn so beflügelt haben, dass er ihm den heitersten, positivsten Film seit Jahren gewidmet hat.
Zunächst mal ist "Whatever works" ein skrupelloser Altmännertraum, denn die sehr junge, naive und zauberhafte Melody (Evan Rachel Wood) verliebt sich in den grantelnden, humpelnden Boris Yellnikoff (Larry David), der spielend ihr Opa sein könnte.
Aber schließlich bedeutet der Titel des Films nichts anderes, als dass jeder nach seiner Fasson selig werden soll, und diese milde und altersweise Erkenntnis spielt Woody Allen hier im Stil eines launigen Boulevardstücks durch - und Evan Rachel Wood und Larry David spielen schön mit.
Ständig wird, bummbummbumm, an die Tür von Boris' vergammeltem Apartment gehämmert, und mit jedem neuen Besucher (Melodys Mutter, Melodys Vater (M.), Melodys Date) stehen neue Verwicklungen ins Haus. Doch keiner von ihnen ist umsonst nach Manhattan gekommen, denn die Stadt lässt jeden über sein Glück stolpern, wie auch immer es beschaffen sein mag.
So entdeckt etwa Melodys Mutter, gespielt von der immer wundervollen Patricia Clarkson (rechts), im Big Apple sowohl ihr künstlerisches Händchen als auch die Freuden freier Liebe. Was sie auf eine Weise erblühen lässt, die daheim in den Südstaaten keiner für möglich gehalten hätte.
Natürlich gehört auch eine ganze Menge an Bäumchen-wechsle-dich zum Spiel, aber schließlich hat niemand behauptet, dass einem sofort in den Schoß fällt, was am Ende funktioniert - whatever works.
Obwohl sich Woody Allen die Rolle des misanthropischen, von Neurosen gebeutelten Larry quasi selbst auf den Leib geschrieben hat, verzichtet er darauf, im Film aufzutauchen. Aber Larry David, in den USA bekannt aus der Comedy-Serie "Curb your enthusiasm", gibt das perfekte Allen-Double, vielleicht ein bisschen weniger fahrig als das Original, aber kaum weniger komisch.
So kann sich der alte Meister ganz und gar auf die Arbeit hinter der Kamera konzentrieren und uns am Ende ein wahrhaft weihnachtliches Happy End bescheren - und Melody und ihrer Mutter auch.
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