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Bis zum 29. August 2010 läuft die Romy-Ausstellung in der Deutschen Kinemathek Berlin. Sie dokumentiert die wechselhafte Karriere Romy Schneiders, die Ende der 1950er Jahre nicht mehr "Sissi" sein wollte und in den 1970er Jahren als Star des französischen Kinos gefeiert wurde. Zu sehen sind Bilder aus Romys Filmen und ihrem Privatleben (wie das Foto oben von Georges Pierre), Filmausschnitte, Kostüme, Fanartikel und vieles mehr.
Romy und Mutter Magda Schneider in einer Filmszene aus "Die Halbzarte" (1959). Die ersten Rollen bekam Romy durch ihre berühmte Mutter. Doch sehr bald war es andersherum: Magda hätte sich bei ihrer Tochter dafür bedanken können, dass sie in ihren Filmen mitspielen darf - nur kam der Erfolgsverwöhnten das wohl nicht über die Lippen. (Foto: Deutsche Kinemathek)
Die Ausstellung zeigt das cremefarbene Brokatkleid, das "Sissi" bei ihrer Krönung trägt. Romys Mädchentraum, wie ihre Eltern Schauspielerin zu werden, geht mit den Filmen in Erfüllung. Doch Romy möchte nicht im engen "Sissi"-Korsett steckenbleiben. Nach drei Teilen ist Schluss: Für kein Geld der Welt will Romy "Sissi IV" drehen.
Wie jede echte Pariserin trug Romy am liebsten Chanel. Dies ist die Rekonstruktion eines Kostüms von 1962. Jessica Schwarz trug es im TV-Film "Romy" (2009).
Romy mit Alain Delon im ihrem schönsten Liebesfilm "Der Swimmingpool" (1969). Doch ein Paar sind sie da schon lange nicht mehr. Auch wenn die Liebesszenen am Pool Romys Ehemann Harry Meyen vor Eifersucht rasen ließen, Romy lässt sich nicht noch einmal auf Delon ein: "Nichts ist kälter als eine tote Liebe." (Foto: Filmarchiv Austria, Wien)
Romy bei einer Drehpause zu "La Vouleuse" (1966). Oft war sie sehr nervös am Set, fürchtete, den Ansprüchen des Regisseurs nicht zu genügen. Ein schlechtes Wort und Romy war tief getroffen. Ihre Mutter hatte sie nie auf eine Schauspielschule geschickt. Darum hatte Romy stets Zweifel an ihrem Können. (Foto: Heinz Köster)
Bester Laune beim Dreh zu "Gruppenbild mit Dame" (1976): Für dieses Bild hat sich Fotograf Robert Lebeck recht waghalsig auf die Rückbank geklemmt. Romy Schneider liebte schnelle Autofahrten. Ihre erste große Gage investierte sie in einen knallroten Sportwagen.
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Die Ausstellung hat mich sehr beeindruckt. Neben den Fotos, Plakaten, Filmsequenzen und Fernsehinterviews haben mich die Briefe Romy Schneiders besonders berührt. Sie zeigen, dass sie eine ganz liebenswürdige Frau gewesen sein muss. Der Brief von Herrn Blatzheim, in dem er erklärt, warum Romy nicht ins Ausland zum Filmen gehen soll (sie ist erst 17), zeigt aber z. B., dass die Familie an der Karriere der Tochter höchst interessiert war. Umso unverständlicher ist mir, warum sie keine fundierte Schauspielausbildung bekam. Nicht dass sie nicht spielen konnte, aber für ihre Selbsteinschätzung wäre es gut gewesen.
Ich kann die Ausstellung unbedingt weiterempfehlen!
Ich kann die Ausstellung unbedingt weiterempfehlen!