Nach ihrem Gespräch mit Bestsellerautor Daniel Glattauer und nach einigen Gläsern Rotwein stolperte BRIGITTE-Autorin Beatrix Gerstberger in ihrem Wiener Hotel über den Teppich - und dabei fiel ihr noch eine Frage an den Autor von "Gut gegen Nordwind" und "Alle sieben Wellen" ein. Die schickte sie ihm am nächsten Tag per E-mail. Daraus entstand ein, so Glattauer, "absolut ungewöhnliches Experiment": eine wochenlange sehr offene Diskussion über die Liebe.
- Lieber Herr Glattauer, seit Tagen antwortet mir nur Ihr Abwesenheitsverwalter mit dem Satz: "In den nächsten Wochen bin ich viel unterwegs und werde meine Post leider vernachlässigen müssen." Also, wo stecken Sie? Haben die kreischenden Frauen auf Ihrer Lesetour (ich sollte wohl angesichts der Hysterie um Sie eher von Andachten mit Popkonzertcharakter sprechen) Sie mit einem einzigen großen letzten Schrei erstickt? Und Sie haben sich nicht gewehrt, weil Sie unter chronischer Nettigkeit leiden? Und da Sie "in echt" zarter sind, als Sie auf Ihren Fotos aussehen, mache ich mir schon Sorgen. Ich werfe mich jetzt noch einmal in Ihren Posteingang. Und hoffe, dass Ihnen irgendwo zwischen Köln, Berlin und Leipzig nicht die Luft ausgegangen ist.
- Liebe Frau Gerstberger, guten Tag. Hier bin ich! Lieb von Ihnen, dass Sie sich sorgen, aber es ist alles okay mit mir. Ja doch, bei meiner Lesung im Wiener Schauspielhaus haben ein paar junge Frauen gekreischt. Vielleicht waren sie einander gegenseitig auf die Zehen gestiegen. Aber mittlerweile ist wieder Ruhe in den Zuhörer-Reihen eingekehrt. Was meine chronische Nettigkeit betrifft: Nett von Ihnen, dass Sie das so sehen. Ja, ich bemühe mich darum. Ich will ein freundlicher Mensch sein. Außerdem bin ich dem Publikum unendlich dankbar, dass es meine Bücher mag. Denn wer meine Bücher mag, mag mich. Und Menschen, die mich mögen, mag ich! Ich mag. Du magst. Er mag. Sie mag. Es mag. Wir mögen. Ihr mögt. Sie mögen. Alle mögen sich und einander. Ist doch schön. Ich bin ein Harmonie-Mensch. Auch wenn da oftmals keine Spannung knistert. Ach, und "zart" soll ich sein? Also bitte! 1,83 Meter groß. 74 Kilo schwer. Das sollte genügen, um nicht per Frauen-Schrei weggefegt zu werden.












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am um
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Francis77
am 21.06.09 um 22:08
Gut getroffen! Bestimmt auch U2, Linkin Park, Cold Play, z.B. Trouble. Emmis Musikgeschmack wird bestimmt auch von ihren Teens beeinflusst...Und für den AHA-Effekt, den sie im ersten Buch hat: Ich + Ich- du erinnerst mich an Liebe. Den Whisky sehe ich als Sinnbild, um starke Gefühle schnell und effektiv wegzuspülen. Die Steigerungform von Whisky heißt dann wohl Verdrängung...;-)
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Grace
am 19.06.09 um 21:01
Emmi? Sehr gute Frage, vielleicht Sting? Alanisse Morissette (bestimmt falsch geschrieben), also auf keinen Fall Schlager und weniger POP, bestimmt auch gerne Klassik, vielleicht auch die Rolling Stones und Oasis.
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Francis77
am 17.06.09 um 18:30
Na, und was würde Emmi hören? Lässt sich die Frage beantworten, ohne dass die eigenen musikalischen Vorlieben einfließen?
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Grace
am 16.06.09 um 22:12
NEIN! Wir kennen uns . Jaja-Klar Feel, aber bitte auch Angel. Habe mir heute endlich das Buch gekauft...es macht wirklich süchtig.
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Francis77
am 16.06.09 um 20:12
Feel-Robbie Williams
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Grace
am 15.06.09 um 22:55
Ach, da fallen mir soooooooooooo viele ein: als aller erstes "Herzscheiße" von Funny van Dannen, "Novemberrain", "Mond über Berlin" von Klaus Hoffmann, "Ich war noch niemals in New York" von Udo Jürgens oder "Liebe ohne Leiden", unbedingt U2, New Model Army, REM, auch Kompliment von den Sportfreunden Stiller, Leonard Cohen,NENA, Beatles und Rolling Stones, Cat Stevens (Father & Son), auch die ÄRZTE wären bei mir auf jeden Fall dabei, aber auch Ina Deter, Metallica, Marius M.-W. (mir Hermann!!!), Grönemeyer, u.s.w.....
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Francis77
am 13.06.09 um 08:25
Hallo Grace, für mich sind "Kassettenjungen oder -mädchen", diejenigen die die Kassetten aufnehmen. Entweder man nimmt Musik auf, die einem selbst besonders gefällt und schaut wie der andere sie findet oder man versucht den Geschmack des anderen zutreffen. Wer den Geschmack treffen möchte, hört zu und sieht hin. Welcher Song wird lauter gedreht? Welche Melodie gesummt? Oft sagen die Leute aber von alleine, was gefällt. Und welches Lied würde man dann auf eine Glattauer-CD brennen? Z.B. "If you leave me now.." (siehe Text)
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Francis77
am 13.06.09 um 08:03
...offen angegangen und positiv und optimistisch uminterpretiert.
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Grace
am 12.06.09 um 21:34
Ich war auch total ergriffen, von diesem spannenden Interview. Ich finde, es prickelt aus jedem Buchstaben heraus. Besonders das "Kassettenmädchen" hat mich mitten ins Herz getroffen, weil ich auch mal so ein Mädchen war und wenn mir heute jemand mit einer Kassette oder CD mit seinen Lieblingsliedern käme, wäre ich - egal wie beschissen ich die Musik finden würde ;-)- hoffnungslos verloren. Jaja. Macht ja zum Glück keiner und Glattauers Argumentation fand ich auch sehr verständlich und trotzdem ticke ich anders-leider?
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Francis77
am 12.06.09 um 18:13
Liebe Leserinnen und Leser!
mehr (10)Lese gerade "Alle sieben Wellen" - es ist echt richtig schlimm mit den Büchern, alles verwahrlost, bis sie durch sind und das Emmi auch so gerne Whisky trinkt-unfassbar..
P.S. Hello again von Howiiiiii
Ich denke Emmi ist wachstumorientiert, während ich in Bernhard mehr den Schicksalsgläubigen sehe. Leo würde ich dazwischen ansiedeln.
Liebe Frau Gerstberger, ich bewundere Sie sehr !
Mir gefällt das Interview sehr gut, deshalb möchte ich es gern ergänzen. Knee & Canevello berichten darüber, wie Annahmen den Verlauf von romantische Beziehungen beeinflussen. Zwei Sichtweisen werden unterschieden: Schicksal und Wachstum.
Wer Beziehungen eher als schicksalhaft annimmt, der sieht sie als fest und stabil an. Dem Beziehungsbeginn wird dann eine hohe Bedeutung beigemessen, denn er bestimmt den Verlauf.
Wer Beziehungen eher als wachsend erlebt, dem erscheinen sie wesentlich instabiler. Dem Beginn wird nicht so eine hohe Bedeutung beigemessen. Man glaubt ans "Zusammenraufen".
Je nachdem was man für ein Typ ist, geht man mit Problemen in der Beziehung anders um. Die Schicksalglaubenden wenden sich eher anderen Dingen zu oder versuchen es eher mit "Aussitzen". Sie glauben nicht, dass man etwas tun kann, um die Beziehung zu erhalten. Wer an Wachstum glaubt, der glaubt auch eher, dass sich Probleme lösen lassen. Diese werden dann offen anges