Brigitte.de: Sie haben den Goldenen Bären Ihrer Frau gewidmet. Ist es Zufall, dass man wenig über sie liest?
Fatih Akin: Monique sagt, dass sie kein Interesse an Publicity hat. Als was? Als Frau an meiner Seite? Interview-Anfragen lehnt sie ab, weil sie nicht das Bedürfnis hat, in der Öffentlichkeit zu stehen, was ich vollkommen legitim finde. Aber ich kann das über Monique sagen: Dass ich ohne sie heute nicht da wäre, wo ich bin.
Brigitte.de: Warum?
Fatih Akin: Das ist jetzt eine BRIGITTE-Frage, oder?
Brigitte.de: Ich frage, weil das nach einem Klischee klingt.
Fatih Akin: Monique war da, bevor das mit der ganzen Filmerei losging. Da sie außen steht, ist es immer gut, auch ihren Blick auf die Dinge zu haben. Wenn ich etwa sage, "Ach, die sind ja furchtbar nett diese Leute, die sind ja toll, hast du gesehen, wie nett die sind?", sagt sie zum Beispiel: "Die sind nur nett, weil du erfolgreich bist." Diesen Blick gilt es zu schützen. Aber das ist natürlich nur ein Beispiel dafür, warum Monique so wichtig für mich ist.
Der Film "Gegen die Wand"
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