Finnische Kunst

Schon mal etwas von der Malerin Helene Schjerfbeck (1862-1946) gehört? Nein? Das wollen wir ändern.

Helene Schjerfbeck, Selbstbildnis, 1912 Helene Schjerfbeck, Selbstbildnis, 1912 © Ateneum Art Museum

In ihrer finnischen Heimat gilt Helene Schjerfbeck als Nationalheldin, über Skandinavien hinaus ist sie wenig bekannt. Dabei können sich Schjerfbecks naturalistische und später expressionistische Arbeiten durchaus mit den Werken längst kanonisierter Künstler der europäischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts messen lassen. Höchste Zeit also, Helene Schjerfbeck näher kennen zu lernen. Hier bei uns - und in einer Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle.


Wissenswertes über Helene Schjerfbeck

  • Helene Schjerfbeck: ein frühes Talent
    Helene Schjerfbecks besondere künstlerische Begabung wurde schon früh erkannt. So kam sie bereits als Elfjährige in die Zeichenschule der Finnischen Kunstgesellschaft, die sie 1877 abschloss. Es folgten Studienaufenthalte in Paris, Reisen nach Florenz, St. Petersburg, Wien, in die Bretagne und nach England, die Schjerfbecks künstlerischen Weg prägten.
  • Helene Schjerfbeck litt - ähnlich wie Frida Kahlo - Zeit ihres Lebens an starken Schmerzen.
    Schjerfbecks Kindheit war von vielen traurigen Ereignissen überschattet. Das Schlimmste für sie war wohl, dass sie im Alter von vier Jahren stürzte und sich die linke Hüfte schwer verletzte. Ihr Leben lang hinkte Helene Schjerfbeck und litt darunter körperlich wie seelisch.
  • Helene Schjerfbeck malte ihre Geliebten.
    Es gibt viele Bilder, die männliche Künstler von ihren Geliebten gemalt haben, aber kaum entsprechende Werke von Künstlerinnen. Das Bild "Der Segler" (1918), für das ihr Freund Einar Reuter Modell saß, ist voller Lebenskraft und starker Gefühle. Es drückt Liebe und Bewunderung aus und "glüht" förmlich von innen heraus - eine gemalte Liebeserklärung einer Künstlerin an ihre (männliche) Muse.

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