Finnische Kunst
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- Helene Schjerfbeck hatte ein besonderes Verhältnis zu ihren Modellen.
Schjerfbeck war bei ihren Modellen sehr wählerisch. Sie griff meist auf Menschen ihrer nahen Umgebung zurück, malte vor allem Arbeiterinnen. Es ging ihr dabei nicht um den gesellschaftlichen Status ihrer Modelle. Darin unterschied sie sich wesentlich von den französischen Impressionisten, die die gesellschaftliche Position des Modells klar zum Ausdruck brachten. - Ihr wichtigstes Motiv: sie selbst.
1902 musste Helene Schjerfbeck ihr weltoffenes Leben aus Krankheitsgründen aufgeben und zog sich aufs Land zurück. Dort malte sie nicht nur die Dorfbevölkerung, sondern machte sich selbst zu einem ihrer bevorzugten Motive. Schonungslos dokumentierte sie in Selbstporträts ihre Verletzlichkeit, ihr Altern und schließlich den eigenen körperlichen Zerfall. In einem Brief an eine Freundin heißt es 1921: "Wo ich jetzt selten die Kraft habe zu malen, habe ich mit einem Selbstportrait begonnen, man hat das Modell immer zur Hand, nur ist es nicht immer lustig, sich selber zu sehen." - Helene Schjerfbeck und ihre Beziehung zur Mutter
Da Helene schon als 13-Jährige ihren Vater verlor (er starb an Tuberkulose), wurde die Mutter zur wichtigsten Bezugsperson und blieb es, bis sie 1923 starb. Gemeinsam zogen Mutter und Tochter 1902 in den kleinen Ort Hyvinkää. Dort fertigte Helene mehrere Porträts von ihrer Mutter an.











