Finnische Kunst

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  • Helene Schjerfbeck: eine Femistin?
    Schjerfbecks Werk ist feministisch geprägt. Ein wichtiges Beispiel dafür ist das Gemälde "Die Näherin" (1911). Schjerfbeck malt die Arbeiterin als stolze Aristokratin, unabhängig und würdevoll. Mit kleinen Anspielungen bringt Schjerfbeck die Wichtigkeit der Arbeit im Leben der Frau zum Ausdruck. Doch Schjerfbeck gehörte nicht zu den kämpferischen Feministinnen. An eine Künstlerfreundin schrieb sie: "Das einzige, was ich vom Wahlrecht der Frauen erwarte, ist eine Beseitigung der Ungleichheit in der Moral von Mann und Frau, einem anderen Paradies wird es uns nicht näher bringen. Und das ist doch nur recht und billig."
  • Helene Schjerfbeck hatte es bei männlichen Kritikern schwer.
    Nicht selten wurde von Seiten männlicher Kunstkritiker versucht, die Leistung Schjerfbecks und anderer Künstlerinnen herabzustufen. So schrieb J.J. Tikkanen 1885 im Helsingfors Dagblad zu einer Gruppen-Ausstellung "Von fünfundvierzig ausgestellten Malern sind nicht weniger als einundzwanzig Frauen! Diese verblüffende Tatsache dürfte sich teilweise dadurch erklären, dass die Kunst sich als Hobby eignet ..."

Ausstellung in Hamburg

Stilleben mit dunkel werdenden Äpfeln, 1944

Stilleben mit dunkel werdenden Äpfeln, 1944 Öl auf Leinwand, 36 x 50 cm, Leihgeber: Didrichsen Kunstmuseum, Helsinki
© Didrichsen Kunst Museum, Helsinki
© VG Bild-Kunst, Bonn 2006

Die Hamburger Kunsthalle widmet der finnischen Künstlerin derzeit eine umfassende Retrospektive, die erste große in Europa außerhalb von Skandinavien. Zu sehen sind über 120 Ölbilder, Aquarelle und Zeichnungen - sowohl Leihgaben von finnischen Museen als auch von Privatsammlern aus Finnland und Schweden. So war es möglich Werke zusammen zu tragen, die seit Schjerfbecks Tod selbst in Skandinavien noch nicht zu sehen waren.

Die Ausstellung mit Werken von Helene Schjerfbeck ist bis 6. Mai 2007 im Hubertus-Wald-Forum der Hamburger Kunsthalle zu sehen. Im Begleitprogramm Gespräche, finnischer Tango, Konzerte mit finnischen Musikern, Führungen ...

Der Katalog zur Ausstellung

Das Katalogbuch zur Ausstellung ist im Hirmer Verlag erschienen. Auf 208 Seiten mit 120 Farbtafeln sowie 149 überwiegend farbigen Abbildungen werden einem Leben und Werk Helene Schjerfbecks nahegebracht.
22 x 28 cm. Gebunden mit Schutzumschlag.
ISBN: 978-3-7774-3405-6
34,50 Euro

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  • Artikel vom 06.02.2007
  • Christiane Opitz
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