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Jeder kennt Johann Sebastian Bach. Jeder kennt Friedrich II. von Preußen. Doch nicht jeder weiß, dass sie sich begegnet sind. Dieses Zusammentreffen im Mai 1747 hat Regisseurin Dominique de Rivaz zum Anlass für ihren Film "Mein Name ist Bach" genommen.
Die Handlung: Als Bach (Vadim Glowna) einen seiner Söhne in Potsdam besucht, wird er zum königlichen Hof zitiert, wo er den hochintelligenten und talentierten jungen Monarchen kennen lernt. Friedrich weiß die Genialität anderer zu schätzen, verabscheut es jedoch, von ihnen in den Schatten gestellt zu werden. Das nimmt Bach zum Anlass für Provokationen, mit denen er einen Kampf der Egos entfacht. Doch wo zunächst Neid und Ablehnung regieren, entwickeln sich im Laufe der gemeinsamen Zeit Verständnis und Respekt ...
Interview mit Jürgen Vogel
Jürgen Vogel als Friedrich II.
Brigitte.de: Im Film "Mein Name ist Bach" spielen Sie Friedrich den Großen. Wie versetzt man sich in so eine historische Figur hinein?
Jürgen Vogel: Ich glaube, man darf gar nicht so sehr die Zeit sehen. Die spiegelt sich zwar in der Sprache wieder, aber nicht unbedingt in der Haltung. Dinge wiederholen sich. Die Menschen leben zu verschiedenen Zeiten, aber ihre Konflikte, ihre Probleme und ihr Schmerz sind zeitunabhängig. Die Problematik, um die es in diesem Film geht, Friedrichs Suche nach dem Vater, dem Mentor, seine Einsamkeit, die erlittenen Verletzungen, das ist etwas, was heute auch stattfinden kann.
Brigitte.de: Fiel es Ihnen denn schwer, plötzlich wie der König von Preußen zu sprechen?
Jürgen Vogel: Am Anfang der Dreharbeiten fand ich es sehr schwer, aber dann hat das Ganze für mich eine eigene Qualität bekommen und großen Spaß gemacht. Diese Sprache ist teilweise sehr direkt, teilweise sehr distanziert. Dadurch lässt sich die Figur des Königs subtil darstellen und das ist sehr schön.
Brigitte.de: Außer der Sprache mussten Sie auch noch das Querflötespielen lernen...
Jürgen Vogel: Drei Monate habe ich Flötenunterricht gehabt, um die ganzen Bewegungen so nachmachen zu können, dass es echt aussieht.
Brigitte.de: Hatten Sie vorher schon mal ein Instrument in der Hand, zum Beispiel als Kind die allseits beliebte Blockflöte?
Jürgen Vogel: Die habe ich in der Schule gespielt, dabei allerdings ziemlich versagt. Die Mädchen konnten das immer besser als die Jungen. Und später habe ich Gitarre gelernt, aber das hat mich dann doch nicht so interessiert.











