Im Interview: Michael Bublé
BRIGITTE: Und was ist mit Ihrer sehr schlanken Freundin? Dürfte die zunehmen?
Michael Bublé: So schlank ist sie gar nicht. Ich würde sie als knuffig bezeichnen. Dünn, aber weich. Sie hat einen tollen runden Hintern, in den kneife ich sie immer. Sie fühlt sich sehr gut an. (Singt:) It feeheeheels good. Entschuldigung, ich schweife ab. Also, ich mag Mädchen, die ein bisschen Fleisch auf den Rippen haben. Aber ich warte immer noch darauf, dass das als sexy gilt. Manche dieser superdürren Frauen sehen aus wie Lollies.
BRIGITTE: Sie meinen Frauen mit Größe null, wie Victoria Beckham?
Michael Bublé: Bei denen fragst du dich doch, wie die ihren Kopf da oben auf diesem winzigen Körper in Balance halten. Sie sehen so aus, als würden sie jeden Moment umfallen. Wie Babys mit Riesenköpfen. Du siehst so eine Frau und denkst: "Hey, das ist ja ein Kopf, der eigentlich auf einen Hundert-Kilo-Körper gehört." Wenn dieser Hundert-Kilo-Körper-Kopf stattdessen auf einem 45-Kilo-Körper steckt, dann ist was nicht richtig. Ich glaube nicht, dass Männer das toll finden.
BRIGITTE: Sondern?
Michael Bublé: Ich glaube, dass Frauen vor allen anderen Dingen für Frauen gut aussehen wollen. Ich finde, sie sollten damit einfach aufhören und zu McDonald's gehen. Außerdem mag ich Brüste. Und wenn eine Frau zu sehr abnimmt, verschwinden auch die Brüste - (singt): the bigger the better, the bigger the better. Thank you very much. Jetzt muss ich erst mal wieder mein Sofakissen knuddeln. Ich bin ein bisschen verrückt. Nennen Sie mich verantwortungslos.
BRIGITTE: Prima Überleitung. Das ist der Titel Ihres neuen Albums: "Call Me Irresponsible".
Michael Bublé: Das fasst zusammen, wie ich bin. Verantwortungslos, aber voller Liebe. Das klingt doch besser als der Titel meines letzten Albums, "It's Time". Den hatte mein Manager ausgesucht. Ich fragte ihn damals: "Es wird Zeit? Wofür?" Prompt schrieb eine Zeitung: "Es wird Zeit, dass Michael Bublé abtritt."
"Call Me Irresponsible"
Der Junge war irgendwie komisch. Hörte als Kind schon lieber bei seinem Opa die Platten von Frank Sinatra, Ray Charles, Nina Simone und Paul Anka an als Hiphop oder Grunge. Mit 15 wusste Michael Bublé, Fischersohn aus der Bucht von Vancouver: Ich werde Sänger. Dafür zog er nach Toronto. Acht Jahre blieb er erfolglos. Dann sang er bei einer Firmenfeier, der damalige kanadische Premierminister Brian Mulroney wurde sein Fan - und besorgte Bublé die richtigen Kontakte. Inzwischen ist der Mann 31 und weltberühmt. Im Mai erschien die dritte Platte "Call Me Irresponsible" (wea).













