Kinostart von "Verblendung"

Remakes: Welche Neuverfilmungen sind gelungen?

Neuverfilmungen sind beliebt im amerikanischen Kino. Diese Woche läuft "Verblendung" an, die US-Version des Bestsellers von Stieg Larsson. Larssons Bücher wurden bereits 2009 mit schwedischen Darstellern verfilmt. Kann das Remake dagegen bestehen? Und wie gelungen sind andere Neuverfilmungen?

  • 4 Kommentare
  •  
  •  

"Verblendung" (2011, US) vs. "Verblendung" (2009, S/DK/D/NO)

Amerikaner schauen keine synchronisierten Filme, das an sich ist ja erst einmal irgendwie ganz sympathisch. Allerdings schauen sie sich auch höchst ungern Filme im Original mit Untertiteln an, das wiederum ist irgendwie schade. Und führt dann dazu, dass nicht einmal zwei Jahre nach dem erfolgreichen schwedischen Original jetzt die US-Kopie von "Verblendung" in die Kinos kommt. Es ist ein richtig guter Film geworden, aber das war die erste Version ja auch. Regisseur David Fincher ist auch kaum von der Vorlage abgewichen - Personen und Orte sind identisch, die Handlung (gefallener Star-Journalist sucht mit Hilfe einer punkigen, vom System gebeutelten Computerhackerin die Lösung eines 40 Jahre alten Verbrechens) nur in Nuancen verändert. Da sitzt man also im Kinosessel und ertappt sich bei Quervergleichen: Daniel Craig ist als Mikael Blomkvist eine Spur lässiger als der Schwede Michael Nyqvist, aber nicht besser. Die Antiheldin Lisbeth Salander wurde im Original von Noomi Rapace ebenso genial gespielt wie jetzt von Rooney Mara, die vielleicht noch ein bisschen geheimnisvoller wirkt. Und Schweden an sich ist bei Fincher noch ein wenig düsterer und farbloser als im Original von Niels Arden Oplev. Wie gesagt: Die US-"Verblendung" ist ebenso spannend und gut durchkomponiert wie die schwedische. Aber neu ist daran eigentlich nichts.

Stephan Bartels

Sie interessieren sich für unsere Themen?
Kostenlosen Newsletter bestellen

Seite:

  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. ...
  7. 8
  • Fotos: Cinetext, "Verblendung 2011": © 2011 Sony Pictures Releasing GmbH
Letzte Kommentare
  • VickyB
    am 23.02.12 um 16:29
    Ich habe beide Filme gesehen und muss sagen, dass mir die Hollywoodvariante überhaupt nicht gefällt. Lisbeth wirkt für mich teilweise unglaubwürdig und schulmädchen-brav. Auch ihre Genialität und ihr fotografisches Gedächtnis könnte man in der Hollywoodverfilmung getrost bestreiten.
    Für mich eine ziemlich schwache Vorstellung.
  • Manuela
    am 12.01.12 um 18:12
    Kann ja sein, das es ein guter film ist, aber keine schauspielerin kann die Rolle der Lisbeth Salander so fantastisch spielen wie Noomi Rapace, sie ist einfach genial, da kommt keiner heran.
  • Ulrike
    am 12.01.12 um 16:32
    Ich habe die erste Verfilmung nicht gesehen und freue mich nach den guten Besprechungen auf diese neue Verfilmung. Vielleicht schaffe ich es dieses Mal ins Kino. Das Buch fand ich jedenfalls sehr gut - und bräuchte dafür eigentlich gar keine Verfilmung. Von den drei Büchern hat mir Verblendung mit Abstand am besten gefallen.
mehr (4)
Kommentar schreiben
Wird nicht angezeigt.
Unter diesem Namen erscheint Ihr Kommentar
Bitte schreiben Sie den Sicherheitscode ab * Andere Zeichenfolge
noch 1000 Zeichen übrig!
Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder, alle anderen sind optional.
BRIGITTE im ABO