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Steven Spielberg privat: Hinter den Kulissen des erfolgreichsten Filmemachers der Welt
Er ist der Vater von "E.T.", "Indiana Jones" - und sieben Kindern. Zu seinem 65. Geburtstag lassen wir Steven Spielberg privat plaudern, über seine Familie, seine Ehe, seine Kindheit.
"Ich bin jeden Tag um halb sieben zum Abendessen zu Hause", sagt der Mann, der zu den meistbeschäftigten Menschen im Filmbusiness gehört. Es ist fast unmöglich, noch keinen seiner Filme gesehen zu haben: Steven Spielberg hat moderne Klassiker wie "E.T.", "Der weiße Hai", "Die Farbe Lila" und "Schindlers Liste" gedreht, außerdem die "Indiana Jones"- und "Jurassic Park"-Filme.
Spielberg ist auch einflussreicher Film- und Fernsehproduzent. Er wurde am 18. Dezember 1946 geboren und ist seit 1991 in zweiter Ehe mit der Schauspielerin Kate Capshaw verheiratet. Zu ihrer Familie gehören sieben Kinder: Jessica (35), Capshaws
Tochter aus erster Ehe, Max (26), Spielbergs Sohn aus erster Ehe, die gemeinsamen leiblichen Kinder Sasha (21), Sawyer (19) und Destry (15) sowie die gemeinsamen Adoptivkinder Theo (23) und Mikaela (15).
Steven Spielberg war 17, als sich seine Eltern (Foto mit ihm als Baby) scheiden ließen. Über die Trennung sagt er: "Ich stand meiner Mutter nach der Scheidung sehr viel näher. Ich machte meinen Vater für die Trennung verantwortlich, 15 Jahre lang. Das ist eine lange Zeit, um einem Elternteil entfremdet zu sein. Dann haben wir uns versöhnt und verstehen uns seitdem so gut wie nie zuvor. Mein Vater ist mittlerweile 94! Meine Mutter ist 91 und betreibt ein Restaurant, in das sie immer noch jeden Tag geht."
Seit 20 Jahres ist Steven Spielberg mit Kate Capshaw verheiratet. Das Geheimnis einer glücklichen Ehe? "Zuhören! Das wichtigste Gebet für uns Juden ist das Shema Yisrael. Shema bedeutet "Höre!". Meine Großeltern haben meine Eltern das Zuhören gelehrt, und meine Eltern haben es mir beigebracht. Man lernt weniger,
wenn man immer nur sich selbst zuhört."
"Die Frage ist nicht, ob du ein guter oder ein schlechter Vater bist - du hast nicht das Recht, dich überhaupt als Vater zu bezeichnen, solange du dich den Kindern nicht wirklich widmest. Und damit meine ich nicht ein spektakuläres Wochenende in Disneyland. Ich meine: Hausaufgaben. Sich bei einem Streit beide Seiten anhören. Rat geben. Kindern die Chance geben, ihren Frust bei dir abzuladen, ohne dass sie Angst haben müssen, dass du sie mit deinem eigenen Frust belastest. Einfach ein offenes Ohr haben. Und eine Hand, die nie mehr als 50 Zentimeter vom Kind entfernt ist. Und das Kind weiß das, und wenn es möchte, kann es diese Hand immer greifen."
Spielberg über Autobiographisches in seinen Filmen: "Elliott (aus E.T.) ist mir von allen Figuren, die ich geschaffen habe, wahrscheinlich am nächsten. Ich konnte mich aufgrund meiner Erfahrungen sehr gut in ihn hineinversetzen, in seine Einsamkeit und seine
Sehnsucht nach dem abwesenden Vater."
"Als ich 1994 mit Jeffrey Katzenberg und David Geffen unser DreamWorks-Studio gegründet habe, sagte meine Frau Kate: Ich werde dich bei allem unterstützen, solange du mir versprichst, dass du morgens nicht vor neun Uhr bei der Arbeit sein musst, dass du die Kinder weiterhin zur Schule bringst, dass deine Wochenenden der Familie gehören und du jeden Tag um halb sieben zum Abendessen zu Hause bist. Ich habe dieses Versprechen noch nie gebrochen - ausgenommen sind natürlich Dreharbeiten, aber die gab es ja schon vor DreamWorks.
"Im Moment verbringe ich fast meine gesamte Freizeit bei Springturnieren. Meine jüngste Tochter Destry (Foto), die gerade 15 geworden ist, ist Springreiterin, und meine Frau Kate und ich reisen kreuz und quer durchs Land, um bei ihren Turnieren dabei zu sein. Ich selber reite nicht, aber weil ich meiner Frau und meiner Tochter schon so lange dabei zusehe, habe ich sehr viel Zeit mit Pferden verbracht. Die Pferde, die das Pferd Joey in meinem neuen Film "Gefährten" spielen, sind die klügsten Tiere, denen ich je begegnet bin."
Das komplette Interview mit Steven Spielberg ist in BRIGITTE Heft 26 erschienen.
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