2. "Ich glaube an das Gute im Menschen...
...und dass die meisten Spieler leistungsbereit sind, egal, wie viel sie verdient haben", sagt Klopp. Sein Prinzip ist: "Schwächen nicht kritisieren, sondern Stärken fördern." Er sagt, er fordere "unheimlich viel" von seinen Spielern. Er schreit sie an und schließt sie vom Training aus, wenn sie drei Minuten zu spät zur Mannschaftssitzung kommen. Aber er spricht auch von dem "Spaß, den Jungs das Gefühl zu vermitteln, dass sie regeln können, was ihnen bevorsteht": "Spielern dabei zu helfen, sich ständig zu verbessern und ihre Fähigkeiten optimal einzusetzen, verschafft so viel Befriedigung, das kann man sich gar nicht vorstellen." Klingt idealistisch, ist aber ein radikaler Gegenentwurf zum gängigen Menschenbild hierzulande, wo's immer zuerst darum geht, wer zu faul, zu schlecht integriert, zu politikverdrossen und unerreichbar ist. "Fast alle Menschen sind begeisterungsfähig", sagt Klopp.
3. Schau, was du beherrschen kannst, und vergiss den Rest!
„Man kann jedes Spiel gewinnen, egal, wie gut der Gegner ist.“
Optimismus und Vertrauen wären einfach nur naiv, wenn man nicht realistisch einschätzt, was geht: "Für mich ist die größte Trainerleistung überhaupt, zu erkennen, was mit einer Mannschaft möglich ist, und das umzusetzen." Klingt simpel, widerspricht aber einer Art zu leben, die sich großer Beliebtheit erfreut: immer erst mal zu sagen, was alles nicht geht. Egal, ob es um Bildungspolitik, Energieversorgung oder das nächste Projekt in der Firma geht. Vor Kurzem, in der heißesten Phase des Meisterschaftskampfes, wurde Klopp gefragt, wie er und die Mannschaft mit dem schrumpfenden Vorsprung und dem wahnsinnigen Druck umgehen, womöglich doch noch alles zu verspielen. Klopp sagte, all das spiele keine Rolle, wenn man sich auf die "Beherrschbarkeit" konzentriere, also das, worauf man Einfluss habe. Im Fall einer Fußballmannschaft ist das die eigene Rolle im nächsten Spiel, den Rest hat man nicht in der Hand. Herauszufinden, was man beherrschen kann, sich nach Kräften darauf zu konzentrieren und den Rest loszulassen, statt sich von allen Unwägbarkeiten erschlagen zu lassen - das wäre eine Fähigkeit, die einem in jeder Lebenslage helfen könnte.
















Ich stamme aus dem Ruhrgebiet (Essen) und kann mit dem Begriff "pöhlen" was anfangen. Da aber der "Ruhrpott" sowieso einen negativen Touch hat, trage Sie doch bitte nicht mehr diese Kappe. Ich würde mich freuen, wenn Sie über meine Anregung nachdenken.
Nein, lieber Herr Raether, aufgegeben haben wir das nicht, das Problem ist nur, dass es nichts anderes gibt, nur noch die Wahl zwischen Pest oder Cholera. Die Herren und Damen Politiker scheinen vergessen zu haben, welchen Auftrag sie haben, nämlich das Volk zu vertreten und nicht, selbstherrliche Alleingänge durchzuziehen und dabei ihrer Aufgabe soviel Missachtung entgegenzubringen wie halbwüchsige Schüler einem langweiligen Schulfach (Sudokos, mehr oder weniger offenes Schreiben von SMS, demonstratives Quatschen mit dem Nachbarn, wenn die unbequeme Opposition redet).
Leider ist ja das deutsche Volk sehr duldsam, deshalb wird sich wohl auch nie etwas ändern an unseren macht- und geldgeilen Politikern, die den Passus "Alle Macht geht vom Volke aus" des Grundgesetzes ad absurdum führen.
Menschen wir Jürgen Klopp könnten die Politik wieder glaubwür