- In diesem Artikel:
Unser Experte Heiko Pätzmann, Hamburger Fachanwalt für Mietrecht und selbst Vater eines zweijährigen Sohnes und einer acht Monate alten Tochter, erklärt, wie viel Kinderlärm erlaubt ist.
Wenn Ihre Kinder schreien, lachen, weinen
Machen!
Babys und Kleinkinder haben keinen Aus-Knopf - selbst wenn sich Eltern das manchmal wünschen, etwa wenn der Zweijährige mal wieder einen Tobsuchtsanfall durchlebt, weil es statt Pommes Brokkoli zum Essen gibt... Fakt ist: Schreiende Babys und Kleinkinder müssen Hausbewohner und Nachbarn ertragen - selbst in so genannten Ruhezeiten- mittags von 13 bis 15 Uhr und nachts von 22 bis 7.00 Uhr. Das Recht ist in dem Fall auf der Seite der Familien. So erklärte das Oberverwaltungsgericht in Münster beispielsweise: "Wer Kinderlärm als lästig empfindet, ... hat selbst eine falsche Einstellung zu Kindern."
Wenn also Ihr Nachwuchs nachts vor Hunger oder Bauchweh weint oder größere Kinder schreiend aus einem Traum erwachen und sich nicht gleich beruhigen lassen, nehmen Sie es so gelassen wie möglich - auch wenn Nachbarn meinen, sie müssten das mit lautem Klopfen oder Beschwerden quittieren. Versuchen Sie, mit den Nachbarn zu reden und geben Sie ihnen einen Ratgeber über Kinder, vielleicht wächst dann das Verständnis.
Oftmals steht auch Ärger ins Haus, wenn berufstätige Eltern ihre Kinder schon vor 7.00 Uhr morgens - also noch innerhalb der Nachtruhe - wecken müssen und so der übliche Kinderlärm nicht zu vermeiden ist. Auch hier gilt: Sie sind im Recht.
Lassen!
Anders sieht es aus, wenn Ihr Zehnjähriger abends um 22 Uhr auf die Idee kommt, mit seinen Freunden lautstark die Fangesänge aus dem Fußballstadion zu imitieren. In dem Alter sollten Kinder verstehen, dass das nicht besonders rücksichtsvoll ist. Sprechen Sie mit den Kindern und bieten Sie ihnen leise Spiele wie Malen oder Basteln oder Lesen an.















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am um
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Michael Novak
am 11.06.13 um 06:13
Ich glaube das 10 jährige Kinder um 22 Uhr nicht mehr spielen sollten und das sollte der Elternteil wissen und auch dafür sorgen das Kinder in diesem Alter im Bett sein sollten!?
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Schlimm
am 28.05.13 um 11:48
Hallo, wie es einem ergehen kann, wenn man alles per Gesetz hinnehmen muss, müssen wir in unserer Wohnung momentan erfahren. Seit einem Jahr ist Ohropax unser ständiger begleiter - ja, wir tragen in unserer Wohnung Tag und Nacht die Dinger. Ansonsten wäre Leben nicht mehr möglich. Über uns wohnt eine junge, dynamische Familie mit modernen Erziehungsmethoden und etlichen Spielgeräten, die Lärm erzeugen. Man tobt und springt, wenn man anwesend ist von Möbeln, vom Trampolin, von Schaukeln, die man in der Wohnung montiert hat. Die Menschen darunter können ja ausziehen, wenn es ihnen nicht passt. Dem Vermieter ist es Sch...egal. Wir haben zwar Miete gemindert, aber bei Kindergeräuschen, wie es jetzt heißt, muss man tolerant sein. Das hat nichts mit der Einstellung zu Kindern zu tun. Jeder wäre davon irgendwann genervt. Egal wodurch der Lärm entsteht. Bis zum 13 Lebensjahr ist ein Kind juristisch ein Kind und darf machen was es will. Gute Nacht Deutschland.
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Sunny
am 17.02.13 um 07:43
Auffällig ist, dass oft von kinderfeindlichen Nachbarn die Rede ist. Oft liegt es aber an den Eltern, die ihre Kinder zu dem machen was sie sind. Ist es nicht so, dass sich die Eltern selbst auch kinderfeindlich verhalten. Nämlich wenn Eltern sich trennen, dann werden die Kinder instrumentalisiert, um dem Partner einen reinzuwürgen. Sie müssen ständig durch die Gegend reisen, weil die Eltern nicht bereit sind, diesen Stress auf sich zu nehmen. Genau das habe ich in der Nachbarschaft erlebt. Es war schrecklich.
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Fischer
am 03.02.13 um 12:23
Hallo zusammen, Kinder sollen spielen und auch mal laut sein, alles in Ordnung. Nur leider kann man nicht pauschal sagen, dass jeder Kinderlärm Zukunftsmusik, wenn es mit einem Heavy-Metal-Konzert zu vergleichen ist. Meinen Kindern haben verstanden, dass sie nicht so laut sein durften, wenn ihr Papa schlafen musste wegen Schichtdienst. Und das ging schon als sie 4 waren, ohne dass sie hochbegabt sind. Wenn der Bewegungsdrang hoch war, sind wir einfach mal raus. Das macht Kindern auch viel mehr Spaß und das an der Luft. Und zum Thema Kinderlärm finde ich diesen Artikel hier bedenkenswert. Dass die FAZ das überhaupt diese Wahrheit drucken durfte, ist erstaunlich. http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit-kinder-lauter-als-duesenjets-erziehern-drohen-gehoerschaeden-127393.html
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Kati
am 02.02.13 um 23:08
Wenn es zu viel wird, gibt es auch schöne Gegenmaßnahmen...Lernt ein Instrument. Ist auch legal und kann bis 22:00 h (je nach Hausordnung) genutzt werden. Oder kurz vor Beginn der Ruhezeit noch mal in der gesamten Wohnung ausnahmslos den Staubsauger schwingen. Meist regen sich solche Eltern dann auf. Herrschaften möchten dann ja selbst mal entspannen und TV schauen...und vielleicht werden ja die kleinen wach. Das geht ja mal nicht, bitte nehmt alle Rücksicht auf gestresste Familien.
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eirelotos
am 22.01.13 um 18:40
die deutsche rechtssprechung ist hier zu undifferenziert! es ist okay, wenn eine 4 köpfige familie (1,5 u 6 jahre) über einen einzieht. aber ohne erlaubnis des vermieters als tagesmutter für weitere 3 kinder (4, 5 und 7 jahre) sich dort breit zu machen, finde ich als untermieter eine zumutung. wenn sie ihre aufgaben wenigstens erfüllt hätte. die kinder hatten keinen garten, gingen weder mit ihr spazieren, noch auf einen spielplatz. alle hängten selbts im sommer in der wohnung. sie spielten jeden tagen bobbycarrrennen oder hüpften vom oberen stockbett schreinend auf den boden. der kleinste konnte mit 2,5 noch nicht richtig laufen... von anderen sachen ganz zu schweigen. ich (selbst erzieherin) hatte zig ruhige bittgespräche mit der mutter. zu den kindern war ich nett. aber die frau war schlicht schon mit den eigenen kindern überfordert. es war eine grauenhafte zeit...
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ihrhabtjasorecht
am 22.01.13 um 15:34
So ist das. Das ewige "Mauer hochziehen" zwischen Singles, kinderlosen Paaren jeden Alters und Familien. Hier wird sich nichts gegönnt. Es sieht ein jeder nur die Dinge welche die eigene Welt beschneiden. Viele scheinen nicht in der Lage zu sein über den eigenen Tellerrand hinaus zu sehen. Es gibt pro und contra wie zu so vielen Thmen.
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Emma
am 06.01.13 um 08:43
Beschwert man sich heute vielleicht mal über Kindergeräusche, Lärm ist es ja nicht mehr, ist man Kinderhasser. Mag man sie und redet auch noch mit ihnen, ist man "verdächtig" und wird von Eltern komisch angesehen. Gefahr... Wie man es macht, ist es falsch. Ich lasse mir garnichts mehr gefallen. Auch wenn es politisch nicht korrekt ist, sage ich etwas, wenn Kinder nur noch laut brüllen, statt sprechen oder rumtoben, dass die Wände wackeln. Es gibt so viele nicht erzogene Kinder. Wir werden alle noch viel Spaß haben, diese egoistische Generation im Berufsleben anzutreffen.
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Erika
am 28.12.12 um 10:05
Solche Ausführungen sind die Ursache, dass Mieter mit Kindern keine Wohnungen bekommen. Die werden so abgenutzt, dass man danach einen Bulldozer durchschicken muss. Wir sind in eine Wohnung gezogen, in der zuvor ein Familie mit drei Kindern gelebt hat. Die Mutter hat noch als Tagesmutter gearbeitet. Die gesamte Wohnung musste grundsaniert werden, der Vermieter hat richtig Geld in die Hand nehmen müssen, um alles wieder in Ordnung zu bringen. Und das gab es in der Form früher nicht. Unsere Kinder wurden angehalten, sich so zu verhalten, dass nichts beschädigt wird. Das mal etwas kaputt geht, ist klar. Aber bei mir entsteht der Eindruck, dass Kindern keine Grenzen gesetzt werden....mach doch, Du bist doch ein Kind...und rechtlich kann mir eh keiner etwas...
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BeCareful
am 27.12.12 um 20:52
Es gibt alles - auch assoziale Eltern. Über mir lebt eine Familie. Jeden Tag werden wir von morgens bis abends zugetrampelt. Wir können nie aussschlafen. Man möchte abends nicht mehr ausgehen oder lange aufbleiben, da man weiß, um halbsechs ist die Nacht zu Ende. Mit einem Sprung aus dem Hochbett oder von sonst was wird er Tag eröffnet. Das Kind über uns ist bereits 8 und sollte wissen, dass das Lärm macht. Aber das Kind schreit auch die Eltern an und ist auch sonst total verzogen. Das wünsche ich keinem. Es ist ein grauenhaftes Gefühl, abens vor dem Einschlafen oder sagar nachts panisch darüber nachzudenken, wann gehts oben wieder los. Kann ich ausschlafen oder nicht. Im Urlaub fahren wir immer weg, da man sonst keinen Urlaub hat...Seit ich hier wohne, freue ich mich, wenn das Wochenende vorbei ist. Sonntags gehen die Kinder früh ins Bett und ab Montags ist Schule oder Kiga, dann hat man zumindest am Tag mal Ruhe. Inzwischen habe ich einen mir nicht bekannten Hass entwickel
mehr (153)Meist wird nur gesehen um welche Freiheit ANDERE uns bringen. Man selber macht scheinbar alles richtig. Dieses Denken ist so weit verbreitet. Eine traurige egozentrische Entwicklung. Dabei gibt es alles. Es gibt erzogene Kinder und unerzogene. Das gibt es auch bei Erwachsenen, egal ob mit Kindern oder ohne.
Das Extrem, was uns aus welchem Grund auch immer am stärksten betrifft, wird zum gemeingültigen Ist-Zustand erklärt. Darüber wird geurteilt und nur die eigene Wahrnehmung und beschränkte Lebenserfahrung wird hinzugezogen. So wird das nur eine Meinung von vielen bleiben.