Liz Taylor: Ein Leben für die Leinwand
Im Alter von 79 Jahren ist Liz Taylor am 23. März in Los Angeles gestorben. Sie erlag einem Herzleiden. Erinnerungen an eine Leinwand-Göttin.
Als Elizabeth Rosemond Taylor wurde Liz am 27. Februar 1932 in London geboren. Ihr Vater war der Kunsthändler Francis Lenn Taylor, ihre Mutter die Bühnenschauspielerin Sara Viola Taylor, geb. Warmbrodt. Kurz nach Beginn des Zweiten Weltkrieges verließ Familie Taylor London und ging in die USA.
Dort begann Liz Taylor ihre Filmkarriere - als Kinderstar. Ihre Rolle in dem "Lassie"-Film "Heimweh" (1942) brachte Liz den ersten Studiovertrag ein.
Dass aus Elizabeth "Liz" wurde, konnte die Schauspielerin nicht verhindern, recht war es ihr nicht. "Die Menschen, die mich gut kennen, nennen mich Elizabeth. Ich mag Liz nicht", ließ sie die Öffentlichkeit wissen.
Ein attraktives Paar - allerdings nur rein beruflich. In "Giganten" (1956) standen Liz Taylor und James Dean gemeinsam vor der Kamera.
Als Maggie, die Katze, zeigte Elizabeth Taylor Paul Newman 1958 in "Die Katze auf dem heißen Blechdach" ihre schönen Krallen.
Eine Frau, so bezaubernd wie eine Göttin: Liz Taylor 1963 in "Cleopatra". Taylor galt lange als eine der schönsten Frauen der Welt. Sie selbst betrachtete nicht nur ihr Äußeres kritisch: "Ich mag meine Stimme nicht. Ich mag nicht, wie ich aussehe. Ich mag nicht, wie ich mich bewege. Ich mag nicht, wie ich schauspiele. Ernsthaft, punkt. Wissen Sie - ich mag mich einfach nicht."
Elizabeth Taylor war achtmal verheiratet. Das Foto zeigt sie 1950 bei ihrer ersten Hochzeit mit Conrad Nicholson Hilton, Jr. Die Ehe hielt nicht mal ein Jahr. Ihr turbulentes Liebesleben kommentierte Taylor einmal mit den schönen Worten: "Ich habe nur mit Männern geschlafen, mit denen ich auch verheiratet war. Wie viele Frauen können das von sich behaupten?"
Liz Taylor mit ihrem Sohn Michael Wilding aus zweiter Ehe. In einer Stellungnahme zum Tod seiner Mutter sagte Wilding: "Meine Mutter war eine besondere Frau, die das Leben in vollen Zügen genossen hat - mit Leidenschaft, Humor, Liebe. Auch wenn ihr Verlust für uns, die wir ihr so nahe standen, schrecklich ist, wird ihr Einfluss uns ewig prägen."
Richard Burton tauchte gleich zweimal auf Liz' Hochzeitsliste auf - als Gatte Nummer 5 und 6. Ehe 1 dauerte von 1964 bis 1974, Ehe 2 von 1975 bis 1976.
Taylor und Burton standen für mehrere Filme gemeinsam vor der Kamera, darunter "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" (1966) nach dem Theaterstück von Edward Albee. In der Hassliebe, die sie dort als Martha und George verbindet, durfte man wohl Parallelen zum Eheleben von Liz und Richard sehen. Die Rolle der Martha brachte Taylor ihren zweiten Oscar ein, den ersten hatte sie 1961 für "Telefon Butterfield 8" bekommen.
"Ganz die Mutter", möchte man bei diesem Bild begeistert ausrufen. Die Ähnlichkeit von Maria Burton und Liz Taylor ist allerdings nicht genetisch bedingt. Maria ist die Adoptivtochter von Liz und Richard.
Die Taylor Ende der 60er Jahre, ganz groß im Geschäft: "Wenn jemand dumm genug ist, mir eine Million Dollar für einen Film zu zahlen, bin ich bestimmt nicht dumm genug das abzulehnen." Dass sie später (Mitte der 90er Jahre) auf der Forbes-Liste der reichsten Frauen Amerikas landete, hatte aber nicht nur mit ihren Filmgagen zu tun. Als äußerst lukrativ erwies sich Parfum mit ihrem Namen.
Liz Taylor und Richard Burton mit ihrer Enkelin Laila. Die Schauspielerin hinterlässt vier Kinder, zehn Enkel und vier Urenkel.
Liz Taylor 2003 in ungewohntem Blond: Ihre Schauspielkarriere hatte sie zu diesem Zeitpunkt bereits beendet, öffentliche Auftritte nahm sie weiterhin war und engagierte sich vor allem für ihre Aids-Stiftung, die sie bereits 1991 gegründet hatte.
"Ich habe keine Angst vor dem Tod. Ich berate mich mit Gott, meinem Schöpfer. Und ich habe nicht viele Probleme zu klären. Da bin ich ziemlich ausgeglichen", so Liz Taylors Worte nach einer Operation 2004. Auf dem Foto aus dem Jahre 2005 ist die Schauspielerin - gezeichnet von gesundheitlichen Problemen - kaum zu erkennen. Taylor war lange Zeit alkohol- und medikamentenabhängig, ging mehrfach in die Entzugsklinik.

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