Technik-Unternehmen
Markencheck: Acht Fakten über Apple

Die ARD-Doku-Reihe "Markencheck" hat sich in ihrer neuesten Ausgabe einen Riesen vorgenommen - Apple. Wir stellen Ihnen die acht wichtigsten Fakten zum Unternehmen vor.

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Foto: WDR/Klaus Goergen

Ein Saubermann-Image hat das Unternehmen Apple nicht - das war vielen schon vor dem "Markencheck" der ARD bewusst. Und trotzdem sind iPhones, iPads und MacBooks Kult.

Die ARD hat sich das Phänomen "Apple" genauer angeschaut - und "Emotionalisierung", "Bedienung", "Preis-Leistung" und "Fairness" untersucht. Wir haben die acht wichtigsten Fakten für Sie zusammengestellt.

  • Unternehmenszahlen
    Apple zählt an der Börse zu den größten Unternehmen. Es ist ungefährt so viel wert wie die Top-5 aus Deutschland zusammen - Siemens, Bayer, SAP, VW und BASF.
  • Geschickte PR
    Geschickte PR: Apple macht aus seinen Produkten selbst einen Hype. "Apple kündigt an, dass sie etwas ankündigen. So machen sie neugierig", erklärt der Markenstratege Karsten Kilian. Zudem verteilt Apple seine Geräte an Entscheidungsträger im Film. 2011 zeigten rund 40 Prozent der Film-Blockbuster Apple-Produkte.
  • Apple-Produkte sind wie Menschen
    Apple-Produkte sind nicht nur Gebrauchsgegenstände. Ihre Benutzer emotionalisieren sie. Das fand der Neurowissenschafter Jürgen Gallinat heraus. Er untersuchte die Gehirnströme von Probanden im MRT beim Betrachten von Samsung- und Apple-Produktbildern. Das Ergebnis: Während Samsung die Gehirnregionen anspricht, die für Vernunft stehen, wecken Apple-Produkte vor allem Emotionen. Sogar die Regionen sind aktiv, die normalerweise beim Betrachten von Gesichtern genutzt werden. Das eigene iPhone oder iPad wird demnach wie ein Mensch angeschaut.
  • Einfache Bedienung
    Wie kommen Benutzer mit einem iPad zurecht, die nur wenig Technik-Erfahrung mitbringen? Das untersuchten Wissenschaftler der RWTH Aachen im Institut "Mensch, Maschine, Interaktion" und vergliechen drei Tablets: Samsung, Mircosoft und das iPad. Gewinner: Das iPad schneidet am besten ab. Es ist am übersichtlichsten und weitgehend selbsterklärend. Am Samsung-Tablet wird die Unübersichtlichkeit der Symbole und bei Microsoft die verwirrendenen Farben kritisiert.
  • Der Bierglas-Check
    Beim "Markencheck" landeten zwei Smartphones - ein Samsung-Gerät und ein iPhone - im Bierglas. Der Test sollte zeigen, welches Gerät hinterher noch repariert werden konnte. Ergebnis: Das Samsung-Smartphone überlebte das Bierbad, das iPhone war nicht mehr vollständig funktionstüchtig. Das lag vor allem daran, dass beim iPhone der Akku fest verbaut ist. Apple rechtfertigt diese Methode damit, dass Akkus nicht im Hausmüll landen sollten und das Design so schöner aussehe. Kritiker werfen Apple vor, dass sie durch die mangelnde Reparaturfähigkeit mehr Geräte verkaufen möchten.
  • Stiftung Warentest
    Stiftung Warentest untersuchte das neue iPhone 5. Es bekam die Gesamtnote 1.8 und landete damit auf dem drittbesten Platz. Vor allem die Kamera überzeugte, während das Akku die Note nach unten zog. Auch das iPad 4 hat laut Stiftung Warentest eine gute Qualität.
  • Was ist ein iPhone wert?
    Ein iPhone 5 kostet rund 679 Euro - die Materialkosten liegen aber nur bei 152 Euro.
  • Fairness
    Ist Apple fair zu seinen Mitarbeitern, vor allem zu denen der Zuliefererfirmen? Dafür reisten ARD-Reporter nach China, um mit Arbeitern von Firmen wie Foxconn, QSMC und weiteren, deren Namen sie nicht nennen wollten, zu sprechen. Viel konnten sie nicht herausfinden, die Firmen ließen sich nicht auf Gespräche ein. Anonyme Interviews mit Mitarbeitern belegten aber das, was viele schon ahnten: 12 Stunden Arbeit am Tag sind die Regel, kaum freie Tage, bei Firmen wie QSMC muss die ganze Zeit gestanden werden. Eine Arbeiterin zeigte heimliche Fotos ihres Wohnheims, in denen bis zu 14 Frauen in einem fensterlosen Raum schlafen müssen. Unternehmen wie Foxconn, die wegen Selbstmorden von Mitarbeitern schon stark in der Kritik standen, haben die Arbeitszeit gekürzt, allerdings ohne das Grundgehalt zu erhöhen. Die Arbeiter haben also am Ende weniger - was niemandem nützt.
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