Minu Barati (36)
Foto: Imago
Vielleicht hat man eine ungefähre Vorstellung von ihr. Aber auch wenn man nicht viel über sie weiß, dann zumindest, dass sie die sehr viel jüngere Ehefrau unseres ehemaligen Außenministers ist. Fischers fünfte, um genau zu sein.
Spätestens jetzt würde Minu Barati-Fischer, 36, ihre hübschen braunen Augen verdrehen. Wir sitzen im "Berlin-Moscow", einem neuen Café, das so gar nichts Russisches hat, mit Blick auf den Boulevard Unter den Linden. Journalisten gegenüber ist sie generell misstrauisch. Nicht ohne Grund. Denn sobald Barati ein Event besuchte, druckte die Boulevardpresse ein Foto von ihr im auffälligen Abendkleid und schrieb hinter ihren Namen in Klammern "Filmproduzentin". Doch es gab nie einen Film.
"Ich habe das niemandem in den Block diktiert", sagt Minu Barati mit Nachdruck. "Das war direkt nach dem Studium, peinlich und unangemessen. Aber wenn man nichts sagt, ist man abweisend und arrogant, wenn man etwas sagt, ist man eingebildet und spielt sich in den Vordergrund." Auf die Ehefrau mit Film-Hobby reduziert zu werden ist für eine Frau, die schon früh viel Verantwortung übernommen hat, jedenfalls ziemlich nervig.











Nein, man ist es nicht. Zu so einer Einstellung kommt nur, wer allzuviel auf die Meinung anderer Leute gibt. Ein bisschen mehr Selbstbewusstsein wäre vielleicht gut.