Aber sonst ist alles gut...? Peinliche Promis 2010
Geschmacklose Kommentare, ein öffentlicher Rosenkrieg oder einfach nur sensationell daneben benehmen: elf peinliche Promis, die uns in diesem Jahr unangenehm aufgefallen sind.
Silivio Berlusconi: Der Meister des Fettnapfs
Keine Frage, dieser Mann dominiert die Kategorie peinliche Promis: Italiens Premier Berlusconi benimmt sich durchgängig so unmöglich, dass wir schon gar nicht mehr wissen, was wir alles aufzählen sollen. Hier die Top-Drei seiner neuesten Peinlichkeiten: (3) Vor der italienischen Bischofskonferenz erzählt er den Witz, wie Jesus zu spät zu Gott zurückkommt - weil man auf der Erde die Todesstrafe abgeschafft hat. (2) Obwohl er gern die Kulturetats kürzt, hat Berlusconi gerade 70.000 Euro locker gemacht, um eine Statue vor seinem Amtssitz zu restaurieren. Für das Geld soll unter anderem ein fehlender Penis wieder angesetzt werden. (1) Als Aldo Brancher, ein alter Kumpel von Berlusconi, der Hehlerei und Unterschlagung angeklagt wird, ernennt ihn der "Presidente" im Frühjahr 2010 kurzerhand zum Minister.
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Alice Schwarzer: BILD und der Kachelmann-Prozess
Was ist eigentlich derzeit mit Deutschlands Vorzeige-Feministin los? Alice Schwarzer kommentiert den Kachelmann-Prozess für die BILD-Zeitung. Hallo? Ausgerechnet für jenes Blatt, das auf jeder Titelseite nackte Frauen bringt. Und das mit den Themen Sex und Crime einen großen Teil seines Umsatzes macht. Und dann meiert Alice Schwarzer in eben jener Postille auch noch Familienministerin Kristina Schröder in einem offenen Brief ab. Weil die sich in einem Interview kritisch über Schwarzers Frauenbild geäußert hatte. Das ist nicht nur peinlich, Frau Schwarzer, das ist vor allem unsouverän.
Charlotte Roche: Die Atom-Sex-Offerte
Ach, das Leben als professionelle Provokateurin ist doch ziemlich anstrengend: dieser Zwang, immer neue, ungewöhnliche Ideen ausbrüten und dann durch die Medien posaunen zu müssen. Diesmal ist der Schuss mal wieder nach hinten losgegangen. Im November hat Charlotte Roche Bundespräsident Wulff angeboten, mit ihm ins Bett zu gehen, wenn er das Gesetz mit den längeren Akw-Laufzeiten nicht unterzeichnet. Im Dezember hat er es unterschrieben. Heißt das jetzt im Umkehrschluss, dass unser Staatsoberhaupt sich von ihrer Sex-Offerte so bedroht gefühlt hat, dass er lieber die Atomkraftwerke länger laufen lässt?
Stephanie zu Guttenberg: Hauptsache "Publicity", Teil I
Eigentlich ist es ja sehr gut, sich gegen Kindesmissbrauch einzusetzen. Allerdings ist Stephanie zu Guttenberg dabei als Co-Moderatorin der RTL II-Sendung "Tatort Internet" zu weit gegangen. Damit hat sie ein Fernsehformat unterstützt, dass auf reißerische und sehr fragwürdige Weise vorgab, potenzielle Kinderschänder entlarven zu wollen. Auch der Afghanistan-Besuch an der Seite ihres Mannes hinterlässt einen Nachgeschmack: Dass Publicity und mediale Dauerpräsenz um jeden Preis wichtiger sind als Inhalte.
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Johannes B. Kerner: Hauptsache "Publicity", Teil II
Dass Kerners SAT 1-Talkshow schon seit Längerem im Quotentief dümpelt, ist eine Sache. Dass der von politischem Wissen eher unbelastete Fernsehplauderer jetzt aber im Marschgepäck von Verteidigungsminister zu Guttenberg und seiner Frau an den Hindukusch mitgeflogen ist, eine ganz andere. Mal schnell ein bisschen Fernsehunterhaltung produzieren, wo andere sterben, nur um die Quote wieder aufzumöbeln? Nee, Herr Kerner, das geht gar nicht.
Mel Gibson: Harte Schläge und Drohungen am Telefon
Von Mel "Mad Max" Gibson sind wir schon einiges gewohnt: Trunkenheit in der Öffentlichkeit, antisemitische Sprüche und bizarre Kinofilme. Doch dieses Jahr hat seine ehemalige Lebensgefährtin Oksana Grigorieva Anzeige gegen ihn erstattet wegen häuslicher Gewalt. Er soll sie so stark ins Gesicht geschlagen haben, dass ihr dabei ein Zahn zerbrach. In einem Telefonmitschnitt, den der Internetdienst Radaronline.com veröffentlicht hat, soll der Hollywoodstar sie sogar mehrfach mit dem Tode bedroht haben. Gibson gestand vor Gericht, lediglich leicht mit der flachen Hand zugeschlagen zu haben, um einen hysterischen Anfall zu stoppen. Zu viel Prügelrollen im Film gespielt, Mel?
Lothar Matthäus: Liliana und der Rosenkrieg
Loddar, lass gut sein. Ob Liliana eine intrigante Ehebrecherin ist oder nicht, das wollen wir nun wirklich nicht mehr wissen. Behalte deine "Beweis-SMS" also bitte für dich und zieh - leise - einen Strich unter Ehe Nummer Vier.
Eva Herman: Der bizarre Kommentar zur Love-Parade
Was machen Promis, wenn sie das Gefühl plagt, keine Beachtung zu bekommen? Richtig, sie erlauben sich ein deplatziertes Statement. Und damit hat sich auch Frau Herman mal wieder selbst übertroffen: Die Loveparade-Tragödie verglich sie mit Zuständen wie bei "Sodom und Gomorrha". Die Besucher dieser "Drogen-, Alkohol- und Sexorgie" hätten sich doch freiwillig entschieden herzukommen, obwohl sie wussten, was sie erwartet ... Frau Herman, das war mal wieder ein Volltreffer ins Geschmacklose!
David Hasselhoff: Comeback beim Musikantenstadl
Lieber David, wir sind ja viel von dir gewohnt. Und die letzten Baywatch-Folgen haben wir dir längst vergeben. Aber seit deinem Comeback im Musikantenstadl wissen wir unsere Gefühle nicht mehr so recht einzuordnen. Sollen wir lachen? Sollen wir heulen?
Günther Oettinger: Sprechübungen in Esperanto
"Ich bin in Englisch, was das Gespräch angeht, sehr sicher". Ähm... ja richtig, Mister EU-Kommissar! Und alle anderen eben eher unsicher, weswegen sie auch nicht verstehen, was Sie mit Sätzen wie "In my homeland Baden-Württemberg we are all sitting in one boat" meinen könnten.
Auch wir fragen uns, ob man als EU-Vertreter des Englischsprechens mächtig sein muss oder ob für den Posten des Energie-Kommissars nicht auch Schwäbisch ausreicht. Das Wort "Sparen" ist schließlich in keiner anderen Sprache so tief verwurzelt wie in diesem süddeutschen Dialekt.
Thilo Sarrazin: So eine Art Berlusconi - ohne Humor
Wenn Thilo Sarrazin öffentlich etwas äußert, dann sind das gern krude Theorien, in denen Ausländer oder Hartz-IV-Empfänger eine Rolle spielen. So was wie: "Ich muss niemanden anerkennen, der ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert" oder "Das kleinste Problem von Hartz-IV-Empfängern ist Untergewicht." Damit will er provozieren (und schafft das auch), aber vor allem befördert er sich damit ins Abseits. "Ihr seid alles Arschlöcher!", sagte der SPD-Politiker mal zu Demonstranten. Und damit hat er auch eine Menge über sich selbst gesagt.
Waris Dirie: Ein Model sorgt für miese Stimmung
Ex-Topmodel Waris Dirie scheint der Ruhm ein wenig zu Kopf gestiegen zu sein. Bei einer Pressekonferenz zu ihrem neuen Buch "Schwarze Frau, weißes Land" soll Dirie die Anwesenden unentwegt angepöbelt haben. Ihren Verlagsleiter raunzte sie an, er möge gefälligst auf Deutsch sprechen, damit wenigstens sie ihm nicht zuhören müsse, und einem Fotografen drohte sie: "Wenn du einschläfst, fliegst du raus!". Na, na, na! Mutiert da die Wüstenblume am Ende noch zur fleischfressenden Pflanze?

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am um
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Betzer
am 06.01.11 um 16:29
Diese Zusammenstellung finde ich nicht fair - die "Verfehlungen" sind schon zu unterschiedlich.
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Leserin
am 18.12.10 um 11:51
Die Scheinheiligkeit derer von Guttenberg ist leider nicht auf den Punkt gebracht, so dass die ein oder andere Leserin (siehe erste Kommentare von Anne und Melli) weiterhin darauf reinfällt.
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Michele
am 17.12.10 um 07:37
"
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Anita
am 16.12.10 um 19:44
Anne, melli:
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tamm
am 15.12.10 um 13:23
Ich finde die Kritik an Frau Schwarzer ebenfalls reichlich daneben. Und das in einer Frauenzeitschrift. Wie so häufig werden mainstream-Argumente gegen Frau Schwarzer ins Feld geführt. Journalist(inn)en und Redakteur(innen)e scheinen immer weniger bereit zu einer differenzierten Meinung und plappern offenbar immer häufiger gerne nach, was andere vorurteilshaft schon x-mal vorgekaut haben. Hauptsache, die Mehrheit klatscht. Oder: Nachdenken und Recherchieren kostet halt Zeit. Frau Schwarzer hat beachtenswerte Gründe genannt, warum sie in BILD schreibt. Und warum sich Frau Schwarzer unkommentiert von Frau Schröder abkanzeln lassen sollte, erschließt sich mir ebenfalls nicht.
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meerfrau
am 15.12.10 um 11:13
Und Frau Schröders Interview fanden Sie nicht peinlich? Äußerungen, die schon für eine Erstsemesterin in Soziologie ärmlich wären und klar frauenfeindliche Thesen von einer Familien-Schrägstrich-Frauen-Ministerin? Nur Mütter verdienen Förderung? Würden Sie das unterstützen?
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Sabine
am 15.12.10 um 11:13
peinlicher Herr Öttinger...? oder doch auch Brigitte...? langsam nervt es, dass es immer heißt *die Schwaben sparen* wer muss zur Zeit eigentlich nicht sparen? Lasst euch was anderes *richtig* witziges einfallen, als die ewige Leier *schwaben sparen*
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reba
am 15.12.10 um 10:59
Na, macht es Spass auf Frau Herrmann einzuschlagen?
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Luzie
am 15.12.10 um 10:53
Und schon wieder hat Berlusconi einen Coup gelandet...
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Luzie
am 15.12.10 um 10:52
Und schon wieder hat Berlusconi einen Coup gelandet...
mehr (14)1. der "Tatort" für Missbrauch ist in 90% der Fällen in der eigenen Familie und im nahen Umfeld zu suchen
2. Die Dunkelziffer ist hoch, ja, für Fälle von Missbrauch in der Familie. Diesbezüglich scheint die selbsternannte Kinderschützerin und vorgebliche Fachfrau in diesen Fragen aber keine Aussage machen zu wollen. Dies wird von tatsächlichen Fachleuten zu Recht kritisiert
3. der Verein "Innocence in Danger" ist nicht im Deutschen Spendenrat. Wie Spendengelder eingesetzt werden, darüber lässt der Verein keinerlei Information und Bereitschaft zur Transparenz erkennen, was ihn schlicht unseriös erscheinen lässt
Es ist offensichtlich, dass sie ein sensibles Thema missbraucht, um sich unangreifbar ins Rampenlicht zu stellen. DAS ist ebenfalls (sehr subtiler) Missbrauch von Opfern.
Waris Dirie: Ein Model sorgt für miese Stimmung
Das ist nicht was passiert ist.
Ich war da.
Erstens
"Deutsch Sprechen" man soll auf deutsch sprechen weil sie war in Ethiopian. sie weisst was passiert ist und man soll auf deutsch sprechen das alle im raum folge.
das war eine klare ansage.
Zweitens.
sie hat über die schlimme lebensbedingungen gesprochen von eine bestimmte frau in Ethiopian mit ihre Kinder....
und da schlaf eine in die erste Reihe. ein Fotograf, der zuvor wild geknippst hat u.
als Waris ihn gesehen hat hat sie war selber überrascht.
als sie ihn angesprochen hat fand das sitzende Publikum...
wunderbar und haben laut gelacht.
Mutation ist hier eine verzehrtes Bild dank ein schlechte
Journalist! nur peinlich.
Las die Frau Dirie ihr sehr wichtiges arbeit weitermachen.
Es wird durch diese Sendung kein einziges Kind vor Missbrauch geschuetzt.
Eine angeblichte 13jaehrige graebt offensiv irgendwelche Typen an und will sich unbedingt mit ihnen treffen?
Das waere Anstiftung zu einer Straftat, wenn die 13jaehrige echt waere.
In dieser Sendung wird nicht aufgeklaert, wie man seine Kinder vor Gefahren im Netz schuetzt, sondern es werden nur effekthascherisch Leute vor die Kamera gezerrt, die juristisch nicht belangbar sind.
Im Internet sind bereits Sachen verboten, die im real live voellig legal sind.
Das Internet ist eben kein rechtsfreier Raum, wie uns die Ueberwachungsfans immer wieder einreden wollen.
Lasst euch nicht instrumentalisieren und lest auch mal was anderes als die B1LD.
Eine Meinungsmache betreiben Sie hier, die ich für unseriös halte. Es wird (wieder einmal) aus dem Zusammenhang zitiert. Macht ja auch viel mehr Qüote als sich an die Fakten zu halten und genau zu lesen.