Kino
Oscar-Verleihung 2013: Gewinner und Highlights
Die Oscar-Verleihung 2013 ist vorbei - hier gibt es noch einmal die Hauptgewinner und Highlights im Schnelldurchlauf.
Bester Nebendarsteller: Christoph Waltz
Hat ja wieder gut geklappt: Christoph Waltz kann sich über seinen zweiten Oscar freuen. Somit liegt seine Trefferquote für Oscars nach Tarantino-Filmen bei 100% - kein Wunder, dass er seinen Regisseur so ausführlich in seiner Dankesrede lobte.
Bester Ausländischer Film: "Amour" (Regie: Michael Haneke)
Überhaupt hatte Österreich einen erfolgreichen Abend: Der "beste ausländischen Film" ist "Amour" vom Österreicher Michael Haneke. Dessen nüchterne, unsentimentale Filme sind so ziemlich das exakte Gegenteil von Mainstream-Hollywood - trotzdem weiß ihn die Academy so langsam zu schätzen. Nach der Nominierung von "Das weiße Band" vor drei Jahren hat er nun endlich einen Oscar gewonnen. Wir hätten ihm auch den Regie-Oscar gegönnt, für den er nominiert war - aber vielleicht klappt das ja beim nächsten Film. Hauptsache, er bleibt sich weiter treu!
Beste Hauptdarstellerin: Jennifer Lawrence
Nachdem sie schon 2011 für ihre Rolle in “Winters Bone” nominiert war, gewann die 22jährige nun den Oscar als Hauptdarstellerin in “Silver Linings” - und war so aufgeregt, dass sie auf dem Weg zur Bühne über ihr Kleid stolperte. Zum Glück sprang Gentleman Hugh Jackman prompt von seinem Sitz auf und half ihr wieder auf die Beine.
Beste Regie: Ang Lee ("Life of Pi")
Wir haben eben zwar gesagt, dass wir Michael Haneke den Regie-Oscar gegönnt hätten - wir freuen uns trotzdem über den Regie-Oscar für Ang Lee (seinen dritten). Soll ihm erstmal jemand nachmachen, ein kompliziertes Buch wie “Life of Pi” so gut zu verfilmen.
Bester Film: Argo (Regie: Ben Affleck)
Alles gut für Ben Affleck ausgegangen: Nachdem er nicht mal nominiert war als “Bester Regisseur”, kriegte er als Trostpflaster gleich den wichtigsten Oscar von allen. Leicht hyperaktiv vor Freude bedankte er sich überschwenglich bei seiner Frau Jennifer Garner dafür, dass sie beide schon so lange “an ihrer Ehe arbeiten”. Nicht das Romantischste, was man sagen kann. Aber es gab ja auch nicht den Oscar für das “beste Kompliment”.
Und wie war es sonst so?
Vor der Verleihung häuften sich die Gerüchte, dass zum 50. Jubiläum der Reihe angeblich alle Bond-Darsteller gemeinsam auf der Bühne stehen würden. Das ist nicht eingetreten - aber dass Shirley Bassey live ihren Hit "Goldfinger" sang, war auch eine viel bessere Überraschung. Und dass sie mit 76 Jahren noch so unverschämt gut aussieht, zeigt: Sie war und bleibt das einzig wahre Bond-Song-Girl. (Sorry, Adele - wir mochten natürlich auch deinen Auftritt sehr und freuen uns über deinen Oscar).
Musicals: Schon gewusst? Es werden in Hollywood ganz schön viele Musicals gedreht. Darauf wollte man dieses Jahr bei den Oscars nochmal ganz besonders hinweisen, und sprenkelte die Verleihung mit vielen, vielen Sing- und Tanz-Einlagen. Das war alles perfekt inszeniert - aber wir hätten gut darauf verzichten können. An Filme wie “Chicago” hätten wir uns auch ohne die Nachhilfe erinnert, liebe Oscars!
Michelle Obama: Noch eine Überraschung: Jack Nicholson betritt die Bühne um den Oscar für den besten Film zu verkünden - und schaltet per Videoleinwand live ins Weiße Haus zu Michelle Obama, die den Gewinner verkündet. Und nachdem so einige Oscar-Presenter lustlos ihre Moderationstexte runtergeleiert hatten, war Michelle Obama ein schöner Kontrast: Sie schien sich nämlich wahnsinnig zu freuen, dass sie bei den Oscars dabei sein durfte.

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