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Das hatte sich John Connor (Christian Bale) anders vorgestellt: Drei Filme lang mühte er sich gemeinsam mit seiner Mutter Sarah ab, um eine grausame Roboter-Apokalypse zu verhindern, und was hat es genützt? Nichts! Der Weltuntergang hat wie geplant stattgefunden, und die Menschheit muss im Untergrund Krieg gegen die Maschinen führen. Auch Schwerverbrecher Marcus Wright (Newcomer Sam Worthington) hat es nicht leicht. Vor ein paar Jahren als Mörder in einem Gefängnis hingerichtet, findet er sich plötzlich in einer alptraumhaften Endzeit-Wüste wieder. Klar - beide Männer treffen bald aufeinander und lösen das Geheimnis um Marcus' "Wiederauferstehung" (das so geheim auch nicht ist, immerhin wird es bereits im Trailer gelüftet). Außerdem müssen sie verhindern, dass der Teenager Kyle Reese von den Maschinen getötet wird - er muss nämlich noch in die Vergangenheit reisen und Johns Vater werden (nach drei Filmen und einer "Terminator"-Fernsehserie ist die Chronologie der Geschichte für Neueinsteiger etwas unübersichtlich geworden, was aber letztendlich eher nebensächlich ist).

Die ersten beiden "Terminator"-Filme waren Action-Meilensteine, die ihr Genre bis heute nachhaltig geprägt haben. Wie schlägt sich Teil Vier im Vergleich? Regisseur McG ("Charlies Angels") gibt sich zumindest sichtlich viel Mühe, die Superlative der Vorgänger zu übertreffen. Größere Roboter! Noch mehr Explosionen! Blechschlangen-Terminatoren! Trotzdem springt der Funke nicht so recht über. Zu uninteressant sind die Figuren, als dass man mit ihnen mitfiebern möchte. Das ist schade. Immerhin verdankt die Filmgeschichte der "Terminator"-Reihe eine der ersten Actionfilm-Heldinnen überhaupt. Während anderswo Frauen vielleicht mal mit kleiner Pistole und Bikini durchs Bild tänzeln durften, war Linda Hamilton als Sarah Connor sogar Arnold Schwarzenegger überlegen (und würde Christian Bale vermutlich mit einer beiläufigen Kopfnuss umhauen). Stattdessen gibt es eine halbgare Liebesgeschichte zwischen einer Widerstandskämpferin und einem Halb-Terminator, die aber irgendwann ausplätschert.

Wer Action mag, kommt selbstverständlich trotzdem auf seine Kosten. Auf der Leinwand ist schließlich viel zu viel los, um Langeweile aufkommen zu lassen. Letztlich ist der vierte "Terminator" wie ein Feuerwerk: Man geht hin, lässt es knallen, sagt ein paar Mal "oooOOooh" und geht wieder. Insofern hat McG die Actionfilm-Mindestanforderung ganz anständig erfüllt - mehr aber auch nicht. Der auf youtube beliebte Wutausbruch von Christian Bale am Set des Films hatte weniger Explosionen, aber hat irgendwie mehr Spaß gemacht.
Henning Hönicke

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  • 03.06.2009
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