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Machen Sie den Pisa-Test!

Vor zehn Jahren wurden zum ersten Mal die Ergebnisse des Pisa-Tests bekannt gegeben. Wir haben einige Fragen aus vergangenen Prüfungen herausgesucht - hätten Sie's gewusst?

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Land der Dichter und Denker? Im Jahr 2001 wurde Deutschlands Selbstbewusstsein als Bildungsnation schwer angeschlagen. Schuld war der so genannte Pisa-Test, den die OECD zum ersten Mal unter den Schülern ihrer Mitgliedsstaaten durchgeführt hatte. Und Deutschland lag mit den Ergebnissen nur im Mittelfeld. Seitdem wurde fieberhaft an unserem Bildungssystem herumgedoktort - und tatsächlich konnte sich Deutschland beim letzten Pisa-Test 2009 leicht verbessern. Wie steht's um Ihre Bildung? Könnten Sie mithalten? Wir stellen haben aus den Tests neun Fragen herausgesucht.

  • Frage 1 von 9:

    Welche der folgenden Aussagen wird durch die Daten in der Abbildung gestützt?

  • Frage 2 von 9:

    Je höher die Lage der Windkraftanlage über dem Meeresspiegel ist, desto langsamer drehen sich die Flügel der Windkrafträder bei der gleichen Windgeschwindigkeit. Welcher der folgenden Gründe erklärt am besten, warum sich die Flügel der Windkrafträder an höher gelegenen Orten bei der gleichen Windgeschwindigkeit langsamer drehen?

  • Frage 3 von 9:

    Auf welche der folgenden Fragen können Ultraschalluntersuchungen bei werdenden Müttern Antworten liefern? (mehrere Antworten möglich)

  • Frage 4 von 9:

    Wissenschaftler/innen haben versteinerte Skelette von Tieren entdeckt, die Pferden ähnlich sind. Sie glauben, dass diese Tiere die Vorfahren der heutigen Pferde waren. Den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gelang es auch, die Zeit zu bestimmen, in der diese fossilen Tierarten lebten. Welche ergänzenden Untersuchungen können Wissenschaftler/innen durchführen, um herauszufinden, wie sich Pferde im Laufe der Zeit entwickelt haben? (mehrere Antworten möglich)

  • Frage 5 von 9:

    Ein Marmorsplitter wiegt 2,0 Gramm, bevor er über Nacht in Essig gelegt wird. Am nächsten Tag wird der Splitter aus dem Essig genommen und getrocknet. Wie viel wiegt der trockene Marmorsplitter jetzt?

  • Frage 6 von 9:

    In einem Land gibt es eine hohe Anzahl an kariösen Zähnen pro Person. Welche der folgenden Fragen über Karies in diesem Land können durch naturwissenschaftliche Experimente beantwortet werden?

  • Frage 7 von 9:

    Umweltschutzgruppen verlangen, dass eine neue gentechnisch veränderte (GV) Maissorte verboten wird. Dieser GV-Mais ist entwickelt worden, um gegen ein neues, sehr starkes Unkrautvernichtungsmittel unempfindlich zu sein, das herkömmliche Maispflanzen vernichtet. Dieses neue Unkrautvernichtungsmittel tötet das meiste Unkraut ab, das in Maisfeldern wächst.

    Die Umweltschützer meinen, dass der Einsatz des neuen Unkrautvernichtungsmittels zusammen mit dem GV-Mais schlecht für die Umwelt sein wird, da dieses Unkraut die Nahrungsgrundlage für zahlreiche kleine Tiere, insbesondere Insekten, darstelle. Befürworter des Anbaus von GV-Mais hingegen sagen, eine wissenschaftliche Studie habe gezeigt, dass dies nicht passieren werde.

    Für diese Studie wurde der Mais auf 200 Feldern überall im Land angepflanzt. Warum haben die Wissenschaftler/innen mehr als einen Ort genutzt?

  • Frage 8 von 9:

    Wenn Tiere oder Menschen eine ansteckende bakterielle Krankheit bekommen und wieder gesund werden, erkranken sie im Normalfall nicht noch einmal an einer Infektion durch diese Bakterienart. Was ist der Grund dafür?

  • Frage 9 von 9:

    Macondo ist ein Prosastück aus dem Roman "Hundert Jahre Einsamkeit" des kolumbianischen Autors Gabriel Garcia Márquez. In diesem Teil der Geschichte sind in der fiktiven Stadt Macondo Eisenbahn und Elektrizität gerade erst eingeführt, und das Kino ist eben erst eröffnet worden.

    "Betört von so vielen und so wundervollen Erfindungen, wussten die Leute von Macondo nicht, wo sie zu staunen beginnen sollten. So verbrachten sie ganze Nächte beim Betrachten der blassen elektrischen Glühlampen, die vom Stromgenerator gespeist wurden, den Aureliano Triste bei der zweiten Fahrt des Zuges mitgebracht hatte und an dessen aufdringliches Puff-Puff sie sich nur langsam und schwer gewöhnten. Sie empörten sich über die lebenden Bilder, die der wohlhabende Kaufmann Don Bruno Crespi in dem Theater mit den Kassen in Form von Löwenrachen vorführte, weil eine Figur, die in einem Film verstorben und beerdigt worden war, und über deren Unglück kummervolle Tränen vergossen worden waren, im nächsten Film lebendig und in einen Araber verwandelt wieder auftauchte. Das Publikum, das zwei Centavos zahlte, um die Schicksalsschläge der Figuren zu teilen, ertrug nicht den unerhörten Schwindel, und sie nahmen die Sitze auseinander. Auf Drängen Don Bruno Crespis erläuterte der Bürgermeister in einer Bekanntmachung, das Kino sei eine Illusionsmaschine, die diese übertriebenen Gefühlsausbrüche des Publikums nicht verdiene. Angesichts dieser entmutigenden Erklärung hatten viele das Gefühl, sie seien Opfer eines neuen und spektakulären Zigeunertricks geworden, und sie beschlossen, fortan das Kino zu meiden, da sie urteilten, dass sie schon genügend eigene Probleme hätten, um noch geheucheltes Unglück von Phantasiegeschöpfen zu beweinen."

    Frage: Warum beschlossen die Leute von Macondo am Ende des Textes, das Kino fortan zu meiden?

  • Teaserbild: Sebastian Duda/Fotolia
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