Ein Wochenende im Wald

Am Wochenende geht's in den Wald, der jetzt so schön gefärbt ist! Unsere Wald-Karte führt Sie zu märchenhaften Landschaften.

Es steht leider kein Flash zur Verfügung

Bitte beachten Sie: Diese Karte ist nicht maßstabsgetreu. Falls sich ein Wald nicht ganz genau dort befindet, wo Sie ihn erwartet hätten, bitten wir um Nachsicht.

1. Naturpark Aukrug

Urlaub im Unterholz In diesem Wald lassen es sich Frösche und Lurche gutgehen. Zig Teiche liegen wie helle Tupfen zwischen Kiefern, Buchen und Birken, schöne Wege führen durch den Naturpark in Mittelholstein. Einer davon kreuzt das "Waldgut Waldhütten", vier ehemalige Waldarbeiterhäuschen, in denen Sie learning by living den Wald für sich entdecken können: das "Haus am Teich" mit Sauna und Kamin oder das "Försterhaus", die schlichtere Variante mit einem Bollerofen im Wohnzimmer. Im Spätsommer wird das Waldgut auch interessant für Pilzexperten: Jede Menge Champignons und Pfifferlinge wachsen dann direkt vor der Haustür.

"Waldgut Waldhütten", Waldhütten 3, 24594 Meezen, Tel. 048 73/2 17, www.waldhuetten.de; "Haus am Teich" ab 76 Euro/Tag für bis zu sechs Personen, "Försterhaus" ab 70 Euro/Tag für bis zu acht Personen.

Zurück zur Karte

2. Waldmuseum Burg

Piep-Show "Guckt mal da! Ein Ameisenhaufen!" Und hören Sie das Quaken der Frösche, den Vogelgesang und das Nagen des Hausbocks im Holz? Das alles gibt es im Waldmuseum in Burg/Dithmarschen. Kinder können darin spielerisch ertasten, welches Fell welchem Tier gehört. Und wer den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, sollte die 82 Stufen des Aussichtsturms erklimmen, in dem das Waldmuseum untergebracht ist. Stolze 21 Meter hoch, bietet er von seiner Aussichtsplattform aus einen herrlichen Blick über das Kronendach des Erholungswalds bis runter zur Elbe.

Waldmuseum Burg, Holzmarkt 7, 25712 Burg, Tel. 048 25/29 85, www.waldmuseum.de

Zurück zur Karte

3. Erlebniswald Trappenkamp

Das Waldabenteuer Wissen Sie eigentlich noch so richtig, wie sich Wald anfühlt, wie er riecht und wie er klingt? Im Schleswig-Holsteiner Erlebniswald Trappenkamp können Sie mit der ganzen Familie das Naturereignis Wald wieder ganz neu kennen lernen. Auf dem 330 Hektar großen, autofreien Gelände gibt es einen Wichtelwald für Ihre Zwerge, Nachtcamps für Jugendliche und einen Schmetterlingsgarten für Oma und Opa. Auch Tiere machen hier in Familie: Im Wildschweinwald können Sie ganze Rottengenerationen vom niedlichen Frischling bis zur Bache im Ruhestand beobachten - Schaufüttern ist immer sonn- und feiertags gegen 14 Uhr. Für hungrige Menschen stehen Grillplätze bereit, und bis Ende August finden spannende "Ferienüberraschungen" wie Indianerlager oder Drechselprojekte statt.

Erlebniswald Trappenkamp, 24635 Daldorf, Tel. 043 28/17 04 80, www.erlebniswald-trappenkamp.de; geöffnet bis Ende Oktober am Wochenende von 9 bis 18 Uhr; Eintritt für Familien 15 Euro, Erwachsene 5 Euro, Kinder 4 Euro

Zurück zur Karte

4. Wohldorfer Wald

Vom Weg abgekommen Es soll tatsächlich Menschen geben, die seit Jahren in Hamburg leben und noch nie den Duvenstedter Brook durchwandert haben. Das ist unerhört, denn das sumpfige Naturschutzgebiet im Nordosten der Stadt mit seinen Mooren und Teichen ist nicht nur landschaftlich umwerfend, sondern beherbergt außerdem vom Hirsch bis zum Eisvogel alles, was man bei einem ordentlichen Ausflug bewundern will. Dass aber der eine oder andere Wochenend-Ausflügler den Brook nicht kennt, könnte daran liegen, dass er auf dem Weg dahin im Wohldorfer Wald stecken geblieben ist. Da müssen Sie nämlich durch, wenn Sie mit der U-Bahn anreisen. Und das ist das Problem: Ab dem Spätsommer ist der Wald voll mit Pilzen. Vor allem Hallimasch, so weit das Auge reicht. Statt forsch in Richtung Brook zu marschieren, reißt man also den Rucksack auf und taumelt jubelnd durchs Gehölz. Nach einer Stunde ist der Rucksack voll. Das Moor? Muss warten. Jetzt schnell nach Hause, Pilze putzen, in Essigwasser und Salbei kochen und in Olivenöl einlegen. Etwas Besseres gibt es nicht!

Anfahrt: Vom Hamburger Hauptbahnhof mit der U1 bis zur Endstation Ohlstedt. Über die alte Dorfstraße vom U-Bahnhof aus nach links durch die Straße Timms Hege, nach wenigen Schritten ist man im Wald.

Zurück zur Karte

5. Sachsenwald

Die Leichtigkeit des Seins Wie beschwipst schaukeln Schmetterlinge vom Sommerflieder zum Wiesenschaumkraut zur Katzenminze. Überall im Schmetterlings-Garten östlich von Hamburg am Sachsenwald wachsen Blumen und Kräuter, die diese Insekten besonders lieben. Spannend auch das Tropenhaus, wo Exoten wie Glasflügler, Atlasspinner und Blauer Morphum nach Nektar suchen. In der Beobachtungsstation kann man lernen, wie aus einem Ei eine Raupe, eine Puppe und schließlich ein Falter wird.

Garten der Schmetterlinge, Am Schlossteich 8, 21521 Friedrichsruh, Tel. 041 04/60 37, www.garten-der-schmetterlinge.de; tägl. geöffnet bis 31. Oktober von 10 bis 18 Uhr, auch an Feiertagen

Zurück zur Karte

6. Darßer Urwald

Auenland am Meer Stille, geheimnisvolle Sümpfe, im dunklen Wasser liegen entwurzelte Bäume, Moskitos schwirren im Abendlicht, eine Kröte quakt - ein Spaziergang durch den Darßer Urwald ist wie ein Ausflug in Tolkiens fabelhafte Welt des "Herrn der Ringe". Weiter geht es zum Meer: durch den Birkenhain, über sattgrünen moosigen Boden. Im Spätsommer riecht es nach Pilzen. Dorngestrüpp wuchert. Durch den verwunschenen Farnwald, sanft geschwungen strecken sich die Zweige. Und hinter der knorrigen alten Buche, um die sich der Efeu rankt - huschte da nicht doch eine Fee vorbei? Der Darßer Urwald liegt auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Der schönste Weg führt vom kleinen Fischerort Wieck zum wild-ursprünglichen Weststrand. Von Prerow fahren Pferdekutschen zum Leuchtturm am Darßer Ort.

Kur- und Tourist GmbH Darß, Tel. 03 82 34/504 21, www.darss.org Übernachtungstipp: Idyllisch am Bodden liegt das "Hotel Haferland", Bauernreihe 5a, 18375 Wieck am Darß, Tel. 03 82 33/680, www.hotelhaferland.de; DZ/F 137 Euro

Zurück zur Karte

7. Ellbogensee

Gute Nacht, Hase Im "Camp am Ellbogensee" können Sie mit den Tieren schlafen gehen. Das Naturcamp verbirgt sich mitten in den Wäldern Mecklenburgs, am Ellbogensee zwischen Rheinsberg und Fürstenberg. Ein prima Ort, um in die Wildnis auszuschwärmen. Aber schon auf dem Zeltplatz wird für die grüne Seele viel getan. Überall gibt es kleine Lichtungen, in denen Camper ihre vier Wände aufschlagen. Alles ist ökologisch ausgerichtet, der Platz wird mit Solarenergie und Erdwärme versorgt. Abends kann man am Lagerfeuer Marshmallows und Bratwürste grillen oder einfach in die Flammen schauen - und die letzten Sonnenstrahlen genießen, die sich zwischen den Bäumen ihren Weg bahnen.

Camp am Ellbogensee 1, 17255 Wesenberg-Strasen, Tel. 03 30 93/ 321 73, www.ellbogensee.de, Zelt 8,20 Euro, Personen ab 14 Jahre 5,35 Euro, Kinder 3 bis 13 Jahre 3,20 Euro

Zurück zur Karte

8. Königin-Luise-Route

Radfahren auf königlichen Wegen Luise Auguste Wilhelmine Amalie - ein märchenhafter Name, der sehr gut in diese Landschaft passt. Die Königin-Luise-Route führt oft durch dichten Wald und manchmal an verwunschenen Seen vorbei. Sie wurde nach der berühmten preußischen Prinzessin benannt, die hier in Hohenzieritz in ihrem Sommerschloss starb. Der Radweg ist ab Düsterförde mit dem Siegel des Schlosses gekennzeichnet. Für ein Wochenende lohnt sich die Tour ab Fürstenberg an der Havel (auf dem "Berlin-Kopenhagen-Radweg") über Düsterförde und Neustrelitz zum Sommerschloss; dort die Ausstellung über das tragische Leben der jungen Königin besuchen - und anschließend in einen der nahen Märchenseen springen! Vom Fürstenberger Bahnhof bis Hohenzieritz sind es etwa 32 Kilometer. Die Rückfahrt mit der Bahn empfiehlt sich von Neustrelitz. Zum Übernachten sind auf der Strecke oft freie Zimmer ausgeschildert.

Info: www.koenigin-luise-route.de

Zurück zur Karte

9. Heilige Hallen

Meck-Urwald Achtung, Füße heben! Das Waldgebiet bei Lüttenhagen in Mecklenburg-Vorpommern beherbergt die ältesten Buchen Deutschlands, und die liegen aus lauter Altersschwäche schon mal rum - schließlich sind sie bis zu 350 Jahre alt und dürfen das, auch weil die Heiligen Hallen unter Naturschutz stehen. Gerade das macht den Wald so urig. Auf einem sechs Kilometer langen Lehrpfad kommen Sie aber gut voran und lernen nicht nur, wie die Urwälder unserer Vorfahren aussahen, sondern zum Beispiel auch, wie früher in den Köhlerhütten Holzkohle hergestellt wurde.

Naturpark Feldberger Seenlandschaft, Tel. 03 98 31/527 80, www.naturpark-feldberger-seenlandschaft.de

Zurück zur Karte

10. Mecklenburg

Reise in die Eiszeit Irgendwann wälzten sich Gletscher über Mecklenburg, schmolzen dahin und hinterließen viele kleine Seen, die heute wie Kleckse in der Landschaft liegen. Darüber ist dann Gras gewachsen beziehungsweise Wald drum herum. Soweit die Kurzversion. Wenn Sie mehr wissen wollen, wandern Sie den etwa drei Kilometer langen Eiszeitlehrpfad bei Wittenhagen ab und lernen auf gut gemachten Info-Tafeln, wie es ganz genau gewesen ist - mittwochmorgens um zehn finden auch geführte Wanderungen statt. Und wenn Sie schon mal in der Gegend sind, sollten Sie unbedingt auch nach Hullerbusch laufen. Dort verkauft ein Schäfer selbst gemachten Ziegenkäse, Honig und Säfte. Danach frisch geräucherten Fisch in der Carwitzer "Seenfischerei" essen und das Museum über den Schriftsteller Hans Fallada besuchen. Mit der Fähre geht's zurück nach Feldberg.

Tourismusinformation Feldberg, Tel. 03 98 31/27 00, www.naturpark-feldberger-seenlandschaft.de, www.ferien-beim-fischer.de, www.fallada.de

Zurück zur Karte

11. Boitzenburger Land

Einfach mal abschalten In der Uckermark ist nichts los, wie schön! Endlose Wälder und einige Seen ziehen sich von Horizont zu Horizont. Genau das Richtige, um den Alltag auszublenden. Im "Landhaus Buchenhain" zum Beispiel, einem hübschen alten Herrenhaus. Dort bietet die Heilpraktikerin Frauke Depping für die innere und äußere Ruhe ihrer Gäste an: Akupressur, Reflexzonentherapie, Massage oder Schlafberatung.

"Landhaus Buchenhain", Buchenhain 32, 17268 Boitzenburger Land, Tel. 03 98 89/50 96 48, www.landhausbuchenhain.de; DZ/F ab 74 Euro, Massage 48 Euro/Std., koreanische Akupressur 15 Euro/45 Minuten

Zurück zur Karte

12. Ruppiner Schweiz

Der Wald im Museum Wie eine tiefgezogene Mütze sitzt das Schilfdach auf dem Blockhaus. An die Baumstämme gelehnt steht eine Bank. Von dort haben Sie den besten Blick auf Buchen, Tannen, Kiefern und den Zermützelsee. Aber eigentlich sollten Sie sich drinnen umschauen, in einem der ältesten Waldmuseen Deutschlands. Das kleine Waldmuseum Stendenitz bringt Besuchern das Leben im Wald nahe. Die Bäume, die Blumen, Tiere wie Fuchs und Reh, Wildschwein, Fischotter und Hase. In Schaukästen sind auch die Werkzeuge der früheren Waldhandwerke ausgestellt, der Flößerei und der Harzerei. Später können Sie noch einen Abstecher zum nahen Zermützelsee machen - im Sommer perfekt zum Baden.

Waldmuseum Stendenitz, Tel. 033 91/77 11 28; Erwachsene 2 Euro, Kinder 1 Euro, geöffnet Mittwoch bis Sonntag 10-17 Uhr

Zurück zur Karte

13. Grunewald

Der will nur spielen Das Schönste an den Spaziergängen durch den Berliner Grunewald sind seine Seen, und der schönste von ihnen ist der Schlachtensee. Im Gegensatz zu den meisten anderen Wäldern auf der Welt kann man ihn bequem von jedem Punkt der Stadt aus mit der S- oder U-Bahn erreichen. Eine Runde um den See dauert eine gute Stunde (5,5 Kilometer). Früh morgens ist es schön leer. Der Legende nach soll der See unermesslich tief sein, auf seinem Grund liegt angeblich ein Flugzeugwrack, und 6-Meter-Welse fressen abends schwimmende Hunde. Stimmt alles nicht, aber die Legende, dass man hier vergessen kann, so gut wie mitten in der Großstadt zu sein - die ist wahr. Wunderbar frühstücken kann man übrigens in der "Fischerhütte" direkt am See. S-Bahnhof Schlachtensee oder U-Bahnhof Krumme Lanke.

"Fischerhütte": Fischerhüttenstr. 136, 14136 Berlin, Tel. 030/80 49 83 10, www.fischerhuette-berlin.de

Zurück zur Karte

14. Wildpark Johannismühle

Bärenstark Dolly klettert gern auf Bäume. Bari und Ballou baden täglich in ihrem Teich. Und Mausi? Haut den anderen öfter eine runter. Sieben Bären leben im Wildpark Johannismühle, 45 Kilometer südlich von Berlin. Es ist eine der größten Bärenanlagen Europas, in der sich die fünf Braunbären und zwei Schwarzbären beim Herumtollen zuschauen lassen. Mal spielen sie mit Stöckchen und Steinen, mal fressen sie kiloweise Obst, mal streiten und jagen sie sich. Außerdem haben sie ein paar sehenswerte Nachbarn: Wölfe, Wildpferde und rückgezüchtete Auerochsen.

Wildpark Johannismühle, Johannismühle 2, 15837 Baruth-Klasdorf, Tel. 03 37 04/970 11, www.wildpark-johannismuehle.de; Erwachsene 8,50 Euro, Kinder bis 15 Jahre 4,50 Euro, Familienkarte (2 Erwachsene, 2 Kinder) 22 Euro, geöffnet dienstags bis sonntags 10-19 Uhr

Zurück zur Karte

15. Spreewald

Abenteuer am Fluss Hier hilft kein Navi, nur eine gute Karte: Hunderte Kilometer Wasserwege ziehen sich durch den Spreewald. Weiden beugen sich über das Wasser, Schwertlilien blühen am Ufer, Libellen schwirren durch die Luft. Action erwartet die Paddler, wenn eine Schleuse zu passieren ist, wie zum Beispiel in Schlepzig. Dann heißt es warten, bis die Ampel grün ist, und ganz gerade ins Schleusenbecken gleiten. Nicht verpassen: ein hausgebrautes Bier im alten Landgasthof "Zum grünen Strand der Spree" - gleich neben der Schleuse. Kahnfahrten und Bootsverleih.

Olaf Schiela, Dammstr. 46, 15910 Schlepzig, Tel. 03 54 72/3 77, www.bootsverleih-unterspreewald.de; "Zum grünen Strand der Spree", Dorfstr. 53/56, 15910 Schlepzig, Tel. 03 54 72/ 66 20, www.spreewaldbrauerei.de

Zurück zur Karte

16. Kulturinsel Einsiedel

Über allen Wipfeln Einmal wie Tarzan hoch oben in den Bäumen wohnen? Vorm Einschlafen den Wind in den Blättern hören, die Äste, die geheimnisvoll knacken? Das können Sie im Abenteuerfreizeitpark Kulturinsel Einsiedel. Acht Baumhäuser gehören zum "ersten Baumhaus-Hotel Deutschlands". Ein Wipfelsteg führt zu den Unterkünften, geblümte Bettwäsche, Tische aus Baumstämmen und Lämpchen unter der Decke machen sie gemütlich. Drum herum gibt es ein Weidenlabyrinth, ein Piratenschiff und viele Geheimgänge.

Kulturinsel Einsiedel 1, 02829 Neißeaue Ortsteil Zentendorf, Tel. 03 58 91/491 13, www.kulturinsel.com; Baumhaus ab 130,00 € für das Baumhaus plus 16,50 € pro Erwachsenen / 12,00 € pro Kind (4-14 Jahre), inklusive Frühstück, Parken und Eintritt

Zurück zur Karte

17. Neuenburger Urwald

Schaurig schön Nachts sollte man nicht in diesen Wald in Ostfriesland gehen. Ein wilder Jäger und seine Frau spuken dort herum. Vor 400 Jahren hatte Graf Anton Günther einen Pakt mit dem Teufel geschlossen: Um seine Liebste heiraten zu dürfen, versprach er dem Gehörnten seine Seele - zahlbar nach der letzten Ernte. Doch der pfiffige Graf säte Eicheln statt Korn, woraufhin sich die nächste Ernte um einige Jahrzehnte verschob. Das fand Luzifer gar nicht witzig und lässt nun das adlige Paar durch den Wald geistern. Inzwischen ist das ein archaischer Urwald mit riesigen Buchen und Eichen geworden, auf dem Boden ein Gewirr aus halb vermoderten Stämmen. Eine 600 Jahre alte Eiche sieht aus wie das Zentrum der Legende. Wie ein Schraubenzieher dreht sie sich in den Himmel, mehrfach geborsten und doch lebendig. Wanderwege, insgesamt 15 Kilometer, ziehen sich durch den Wald und zur alten Eiche - wenn Sie sich hineintrauen.

Tourist-Info Friesische Wehde, Ohrbült 1, 26340 Zetel, Tel. 044 53/ 93 50, Fax 93 52 77, www.friesische-wehde.de

Zurück zur Karte

18. Hünenweg

Für Riesen und Zwerge Der Hünenweg von Osnabrück bis Papenburg ist 208 Kilometer lang und voller Abwechslung. Viele Abschnitte eignen sich dank der geringen Steigungen auch für Kinder. Die Strecke führt vorbei an historischen Wassermühlen, romanischen Kirchen, urigen Bauernhäusern und Hünengräbern - und immer wieder durch dichten Wald. Unbedingt ansehen: das Zisterzienserinnenkloster Stift Börstel, die Windund Wassermühle in Hüven, das sternförmig angelegte barocke Jagdschloss Clemenswerth und den Kletterwald Surwold im Hümmling.

Emsland Touristik, Ordeniederung 2, 49716 Meppen, Tel. 059 31/ 44 22 66, www.huenenweg.de

Zurück zur Karte

19. Dinopark Münchehagen

Wie vor Millionen Jahren Hier über ein Diplodocus-Skelett staunen, dort Dinosaurierspuren begucken, da einen T-Rex-Unterkiefer oder ein Dino-Ei anfassen. Für Dinofans ist das riesige Freilichtmuseum im Wald der Rehburger Berge in der Nähe vom Steinhuder Meer ein Hit. Wie im Time-Tunnel wandeln sie zu den Ahnen unserer Tierwelt. In der Mitmachhalle können Sie selbst Knochen aus Tonblöcken ausgraben und nach alten Haifischzähnen suchen. Oder Wissenschaftlern über die Schulter schauen - die meißeln gerade aus einem Felsbrocken das Gebiss eines Europasaurus.

Dinosaurier-Park Münchehagen, Alte Zollstr. 5, 31547 Rehburg-Loccum, Tel. 050 37/96 99 99 0, www.dinopark.de; Jugendliche (ab 13 Jahre) und Erwachsene 11,50 Euro, Kinder bis zwölf Jahre 9,50 Euro, geöffnet täglich 9-18 Uhr

Zurück zur Karte

20. Teutoburger Wald

Entspannte Lage Von seinem Denkmal aus hätte Arminius, zu Deutsch Hermann, einen guten Blick auf die Schlacht im Teutoburger Wald gehabt. Im Jahr neun nach Christus besiegte er hier mit seinem germanischen Heer die Römer. Heute geht es in den Hermannshöhen ruhiger zu. Wiesen und Wälder sind auch ohne Schwert und Wanderdiplom bezwingbar - und ein dutzend Aussichtstürme nötigen zu kleinen Pausen. Die 226 Kilometer lange Route verknüpft in sechs Etappen das Münster- mit dem Sauerland.

Teutoburger Wald Tourismusmarketing, Jahnplatz 5, 33602 Bielefeld, Tel. 05 21/67 33 25, www.hermannshoehen.de

Zurück zur Karte

21. Teutoburger Wald

Märchenspaziergang Als hätten Riesen hier Murmeln gespielt. Über den Waldboden verstreut liegen die Felsbrocken im Silberbachtal. Dort wandert die professionelle Märchenerzählerin Edeltraut mit Ihnen zum Silberbach, zu den beiden Hügelkuppen der Velmertots und zu den Externsteinen, weil die so schön romantisch sind. Auf ihren Touren erzählt sie von Zauberinnen, die im Märchenwald wohnen, von Männern, die in Steine verwandelt wurden, von Frauen auf der Suche nach ihrem Glück. Auch Rapunzel soll im Teutoburger Wald gewohnt haben. Vielleicht finden Sie ja den Turm, von dem sie ihr goldenes Haar herabließ.

Edeltraud Bienek, Wällenweg 1, 32805 Horn-Bad Meinberg, Tel. 052 34/91 95 83, www.maerchen-natur.de.

Zurück zur Karte

22. Harz

Wann kommt der Luchs? Sie haben Pinselohren, große Pranken und ein schönes geflecktes Fell. Doch die großen Katzen sind äußerst selten in Deutschland - und in der freien Natur so gut wie nie zu sehen. Nicht so an der Rabenklippe im Harz. Dort zieht die Nationalparkverwaltung in zwei Gehegen vier Luchse auf, um sie später auszuwildern. Man sollte etwas Zeit mitbringen, die Tiere sind scheu und zeigen sich nicht sofort. Am besten zur Fütterung kommen (samstags um 15.20 Uhr). Dann schleichen die Luchse an den Zäunen entlang. Und ein Betreuer erzählt alles über die Tiere. Ein paar Meter weiter gibt es sogar einen "scharfen Luchs" - aber nur auf der Getränkekarte vom dazugehörigen "Waldgasthaus Rabenklippe(n)".

"Waldgasthaus Rabenklippe(n)", 38667 Bad Harzburg, Tel. 053 22/ 28 55, www.rabenklippe.de, www.nationalpark-harz.de

Zurück zur Karte

23. Harz

Auf die faule Tour Mal sprühen kleine Wasserfälle die Felsen hinunter, mal leuchten Fliegenpilze im Gebüsch, mal steht ein Reh am Waldrand. Wer mit der Selketalbahn durch den Harz zuckelt, muss nichts tun, nur gucken und die Natur genießen. Ungefähr 60 Kilometer lang ist die Strecke zwischen Quedlinburg und der Eisfelder Talmühle. Tipp: draußen auf der Plattform der alten Waggons den Dampf der Lokomotive riechen, während sie durch die Berge kurvt.

Harzer Schmalspurbahnen, Friedrichstr. 151, 38855 Wernigerode, Tel. 039 43/55 80, www.hsb-wr.de; Quedlinburg-Eisfelder Talmühle, hin und zurück Erwachsene 35 Euro, Kinder bis 11 Jahre 17,50 Euro, frei für Kinder bis 5 Jahre

Zurück zur Karte

24. Reinhardswald

Wach geküsst Vor 150 Jahren fingen die Leute an zu munkeln: "Das muss das Dornröschenschloss sein." Seit Langem stand damals die Sababurg leer und war so zugewachsen wie das Zuhause der Prinzessin. Heute ist das Anwesen im Reinhardswald, nordöstlich von Kassel, ein märchenhaftes Hotel. Wer in einem der beiden Burgtürme im Himmelbett schläft, fühlt sich vom Leben ziemlich verwöhnt. Am Wochenende halten sogar Dornröschen und der Prinz Audienz: Zwei Schauspieler erzählen und spielen die Geschichte der Brüder Grimm, und ein Cellist folgt musikalisch den Spuren des Märchens. Von der Dornenhecke ist nichts mehr zu sehen.

Dornröschenschloss Sababurg, im Reinhardswald, 34369 Hofgeismar, Tel. 056 71/80 80, www.sababurg.de; Turmzimmer/F ab 220 Euro, Dornröschen-Audienz So. 16 Uhr

Zurück zur Karte

25. Zinsetal

Zu Hause bei Fuchs und Igel Wer es rustikal mag und fernab der Zivilisation eine ruhige Zeit verbringen möchte, ist in der "Jagdhütte Fuchshausen" gut untergebracht. Sie liegt einsam im oberen Zinsetal, mitten im Waldund Wandergebiet Rothaargebirge. Die einfach eingerichtete Hütte hat zwei Etagenbetten aus Holz. Geheizt wird mit einem Holzofen, das Wasser kommt aus dem Zinsebach, und zur Toilette geht man aufs "Herzhäuschen".

Auskünfte und Reservierungen beim Forstbetriebsbezirk Elberndorf, Matthias Mennekes, Tel. 027 53/ 59 81 40 oder 01 71/587 15 62; Übernachtung ab 65 Euro, Anfahrt mit dem Auto über Waldwege möglich

Zurück zur Karte

26. Nationalpark Kellerwald-Edersee

Kanufahren im Wald Eigentlich ist der Edersee ein aufgestauter Fluss in der Nähe von Kassel, 27 Kilometer lang und umgeben von Wald. Wer sich den See mit dem Kanu erpaddelt, erlebt kleine Wunder. Am Südufer breitet sich der Nationalpark Kellerwald-Edersee aus mit seinen vielen alten Buchen. Baumriesen recken ihre Arme über das Wasser, Pfingstnelken und Graslilien wachsen wie Teppiche auf dem Boden. Wenn es im Gebüsch raschelt, unbedingt genau hinschauen: Es könnte einer der vielen Waschbären sein, die hier leben. Idealer Ausgangspunkt für solche Touren ist der Campingplatz des Deutschen Kanuverbandes - natürlich liegt auch der am Edersee.

Nationalpark Kellerwald-Edersee, Tel. 056 21/75 24 90, www.nationalpark-kellerwald-edersee.de Deutscher Kanu-Verband Campingplatz Edersee, Tel. 056 35/202, www.dkv-campingplatz-edersee.de; Kanu 28 Euro/Tag, Kajak 22 Euro/Tag, Zelt 3,50 Euro, Erwachsener 3,50 Euro, Kinder bis 15 Jahre 2 Euro, Kinder bis 18 Jahre 3 Euro

Zurück zur Karte

27. Rothaarsteig

Ruhe auf dem Waldsofa Eine Ruhebank, ein Sofa und über 100 andere Waldmöbel stehen am Rothaarsteig, einem der schönsten Wanderwege Deutschlands. Optimal, um während der 154 Wanderkilometer von Brilon im Sauerland bis Dillenburg in Hessen diverse Päuschen einzulegen. Vor allem das Waldsofa ist superbequem: Wie auf einer halb schrägen Designerliege legt man die Beine hoch. Wer möchte, kann die Möbel sogar kaufen. Das Waldsofa kostet 595 Euro.

Rothhaarsteigverein, Poststr. 7, 57392 Schmallenberg, Tel. 018 05/ 15 45 55 (14 Cent/Min.), www.rothaarsteig.de Waldmöbel zu bestellen unter Tel. 029 72/97 40 50

Zurück zur Karte

28. Westerwald

So fern und doch so nah Am Ende der Welt bietet sich ein fantastischer Ausblick über den Westerwald - es liegt in der Kroppacher Schweiz nahe Hachenburg. Der Naturpfad "Weltende" ist ein besonders romantisches Teilstück des 235 Kilometer langen Westerwaldsteigs und verläuft durch das tiefe Tal der Nister, das man teilweise über Treppen erreicht. Wem das zu abenteuerlich ist, der nimmt die Route über die Höhen der Westerwaldsteig-Trasse. Der 6,4 Kilometer lange Rundweg führt vom Friedhof in Stein-Wingert über Alhausen bis Flögert und wieder zurück. Geeignet ist diese Strecke eher für geübte Wanderer.

Tourist-Information Hachenburg Westerwald, 57626 Hachenburg, Tel. 026 62/80 11 17, www.hachenburg.de

Zurück zur Karte

29. Spessart

Die Heimat der Zwerge Schneewittchen kommt aus dem Spessart. Unter ihrem gutbürgerlichen Namen Maria Sophia Margaretha Christina von Erthal liest sie gegen Honorar im Kurmainzer Schloss Märchen vor oder trifft sich mit Reisenden zum Händeschütteln und Smalltalken. Vielleicht muss die Schönste im ganzen Land Geld verdienen, seit der Bergbau im benachbarten Biebergemünd eingestellt wurde und die Zwerge arbeitslos sind... Wer immer noch nicht überzeugt ist, dass Schneewittchen in Lohr geboren wurde, findet weitere Beweise aus den Protokollen der Gebrüder Grimm auf dem Schneewittchen-Wanderweg durch den Spessart.

Tourist-Information Lohr, Schlossplatz 5, 97816 Lohr, Tel. 093 52/ 84 84 60, www.lohr.de

Zurück zur Karte

30. Wildpark Daun

Wo laufen sie denn? Auf Safari gehen und keine Giraffen und Löwen sehen, sondern Rotwild, Wildpferde und Wisente. Eine acht Kilometer lange Autostrecke führt durch den Wildpark Daun in der Eifel, durch einen riesigen Laub- und Nadelwald, der sich über Berge und durch Täler zieht. Die Tiere laufen frei herum, da kann schon mal eine Rotte Wildschweine den Weg versperren. An sechs Tribünen dürfen Fahrer und Familie aussteigen, die Tiere füttern oder fotografieren. Für Kinder gibt es am Ende einen Streichelzoo, mit Kaninchen, Hängebauchschweinen, Ponys und Ziegen.

Wild- und Erlebnispark Daun, Wildpark 1, 54550 Daun, Tel. 065 92/31 54, www.wildpark-daun.de; Erwachsene 6,50 Euro, Kinder 4,50 Euro, Familienkarte 20 Euro, geöffnet 10-18 Uhr

Zurück zur Karte

31. Eifel

Von Riesen und Rangern Früher war der Kermeter-Wald ein Arbeitsplatz für Köhler. Über tausend Meiler standen zwischen Buchen und Eichen, um Holzkohle herzustellen. Heute gehört der Wald zum Nationalpark Eifel, und den Bäumen darf kein Blatt gekrümmt werden. Ranger führen auf der knapp sechs Kilometer langen Hirschley-Route zu den historischen Köhlerplätzen. Und natürlich zu den vielen Baumriesen. Auch Kinderwagen schaffen die 500 Meter hoch zur fantastischen Aussicht des Hirschley.

Nationalparkforstamt Eifel, Urftseestr. 34, 53937 Schleiden-Gemünd, Tel. 024 44/951 00, www.nationalpark-eifel.de; Rangertour Hirschley- Route, jeden Sonntag von 13 bis 16 Uhr, Treffpunkt Parkplatz Kermeter, kostenlos, ohne Anmeldung

Zurück zur Karte

32. Rheinsteig

Hallo, Loreley "Nichts stört, nichts hält zurück. Man geht, und man träumt vor sich hin", schwärmte der Schriftsteller Victor Hugo 1842 über eine Wanderung am Mittelrhein. Seit 2005 führt der Rheinsteig zwischen Bonn und Wiesbaden durch die Region - durch Wälder und Weinberge, an schroffen Felswänden vorbei und 320 Kilometer den Rhein entlang. Die Route ist gut markiert, mühseliges Kartenlesen ist überflüssig. Landschaftlich am schönsten - und wegen der Loreley und den vielen Burgen für Hobbyhistoriker besonders spannend - ist der Streckenabschnitt zwischen Koblenz und Bingen, der zum Unesco-Welterbe zählt. Wer guten Wein mag, sollte seine Tour ins Rheingau legen, wo charakterstarke Rieslinge gekeltert werden. Die schönste Wanderzeit ist von März bis Oktober.

Rheinland-Pfalz Tourismus, Löhrstr. 103-105, 56068 Koblenz, Tel. 07 61/91 52 00, www.rheinsteig.de

Zurück zur Karte

33. Taunus

Das Ziel führt zum Weg "Wie lange noch? Ich hab Durst..." Kennen Sie Kinder, die Spazierengehen richtig cool finden? Dabei könnten sie im Naturpark Rhein-Taunus bis zur Volljährigkeit jedes Wochenende neue Touren durch die sanfthügelige Waldregion entdecken. Und dann gibt es dort seit über 40 Jahren nahe dem romantischen Örtchen Schlangenbad auch noch das "Taunus Wunderland". Der Märchenwald-Streichelzoo - in dem auch schon nicht ganz rein hessische Tiere wie Affen lebten - wurde nach der Übernahme durch eine Schaustellerfamilie um Drachenbahn, Taunusblitz und Wildwasserrutsche zu einem Vergnügungspark erweitert. Mitten im Naturpark - ein richtig cooles Ziel für die nächste Waldwanderung mit Ihren Kindern.

Taunus Wunderland Freizeitpark, Haus zur Schanze 1, 65388 Schlangenbad, Tel. 061 24/40 81, www.taunuswunderland.de; geöffnet von Mitte März bis Mitte Oktober, Tageskarten für Kinder ab 1 Meter 14 Euro, Erwachsene 15,50 Euro

Zurück zur Karte

34. Wildpark Alte Fasanerie

Herren der Lüfte Ein Falke zischt über das Gehege und versucht, die Beute im Flug zu greifen. "Bis zu 150 Kilometer die Stunde können Falken fliegen", sagt Norbert Lawitschka. Er ist Falkner und lässt seine Vögel im Wildpark Alte Fasanerie ihre Künste zeigen. Adler, Eulen und Uhus segeln in seiner Flugschau durch die Lüfte und führen den Zuschauern vor, was für gute Jäger sie sind. Norbert Lawitschka erklärt währenddessen, wo die Tiere in der Natur leben, was sie fressen und wie schnell sie sind. Bussarde sind besonders zahm. Wer Lust hat, darf sich einen Falknerhandschuh überziehen, dann landet der freundliche Greifvogel auf seinem Arm.

Wildpark Alte Fasanerie, Fasanenstr. 100, 63456 Hanau, Tel. 061 81/ 691 91, www.erlebnis-wildpark.de; geöffnet im Sommer tägl. 9-18 Uhr, Erwachsene 4 Euro, Kinder bis 14 Jahre 2 Euro. Flugschau Di. bis Fr. 16 Uhr, Sa. 14 und 16 Uhr, So. 13, 15 und 16.30 Uhr, Erwachsene 2,50 Euro, Kinder 1,50 Euro

Zurück zur Karte

35. Pfälzer Wald

Zum Anfassen Ein riesiger Naturpark aus sanften Bergrücken, endlosen Mischwäldern und stillen Tälern mit kuscheligen Dörfern drin: der Pfälzer Wald zwischen Kaiserslautern, Pirmasens und Neustadt. Und weil die stolzen Pfälzerwäldler zeigen wollen, wie schön, aber auch wie schützenswert ihre Region ist, haben sie für Besucher das "Haus der Nachhaltigkeit" gebaut - ein architektonisch gelungenes Informations- und Ausstellungszentrum in Johanniskreuz bei Trippstadt. Von hier aus können Sie sich auf mehreren Themenwanderwegen auf Spurensuche nach Geschichte, Geschichten und der wunderschönen Natur tief in den Wald begeben. Oder auf einer der organisierten Förstertouren Bäume ertasten, Waldführungen auf dem Pferderücken erleben und in einer der fünf Waldgaststätten im Umkreis von einem Kilometer köstliche Wildgerichte und Wein von heimischen Hängen genießen. Viel Gegend, viel Wald, viel Spaß.

Haus der Nachhaltigkeit, Johanniskreuz 1, 67705 Trippstadt, Tel. 063 06/ 921 01 30, www.hdn-pfalz.de



Zurück zur Karte

36. Pfälzer Wald

Fernab jeder Hektik Entspannter als im weit abgelegenen "Seehaus Forelle Haeckenhaus" kann man seine freie Zeit kaum genießen. Selbst an heißen Sommerwochenenden ist die Atmosphäre herrlich einsam. Den alten Landgasthof mitten im Wald hat ein Stuttgarter Architektenpaar modern und mit Geschmack gestaltet. Im Restaurant schmecken besonders die kreativen Fischgerichte. Forellen oder Saiblinge stammen aus einer Fischzucht direkt am See.

"Seehaus Forelle Haeckenhaus", Eiswoog 1, 67305 Ramsen, Tel. 063 56/ 608 80, www.seehaus-forelle.de; DZ/F ab 90 Euro, verschiedene Komplettangebote mit Menü

Zurück zur Karte

37. Pfälzer Wald

Theater im Rapunzelturm Zwischen Mischwäldern und Weinbergen liegt das Städtchen Freinsheim mit mittelalterlicher Stadtmauer, barockem Kern und einem "Theader" (Pfälzer Mundart), das sich rühmt, Deutschlands kleinste Bühne zu sein. Gerade 20 Zuschauer finden vor der Bühne in einem Casinoturm Platz. Dort herrscht keine fiese Stiefmutter, sondern die Schauspielerin Anja Kleinhans, die gleichzeitig auch Regie führt. Auf dem Programm stehen Märchen, Piratengeschichten oder der "Kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry - auf Pfälzisch.

Theader Freinsheim, Casinoturm in der südlichen Stadtmauer, 67251 Freinsheim, Tel. 063 53/93 28 45, www.theader.de; Aufführungen Fr. bis So., Eintritt 7 bis 15 Euro.

Zurück zur Karte

38. Pfälzer Wald

Candlelight-Dinner in der Biosphäre An diesem Abend sollten Sie besser auf Highheels verzichten und ein paar bequeme Schuhe anziehen. Wer zum Candlelight-Dinner des Biosphärenhauses Pfälzer Wald geht, muss erst auf schmalen Bohlenwegen in schwindelnder Höhe seinen Tisch suchen. Das Vier-Gänge-Menü wird nämlich in den Wipfeln des Waldes serviert, auf den Aussichtsplattformen eines Baumwipfelpfades. Beim Essen schaut einem schon mal ein Eichhörnchen auf den Teller. Ein Specht fliegt vorbei oder ein Kleiber, während langsam die Nacht heraufzieht. Ganz schön romantisch, oder?

Biosphärenhaus Pfälzerwald/Nordvogesen, Am Königsbruch 1, 66996 Fischbach, Tel. 063 93/57 18, www.biosphaerenhaus.de; Candlelight-Dinner 49,50 Euro pro Person, nächster Termin: 2. August

Zurück zur Karte

39. Schwarzwald

Schlemmerwandern Wandern macht hungrig. Zum Glück muss der Magen auf dem Westweg nie knurren. Rund 400 Restaurants und Gasthöfe verteilen sich auf den 480 Kilometern zwischen Pforzheim und Basel. Die Kalorien der deftigen Schwarzwälder Küche verbrennen Sie dann auf den Pfaden durch dichte Tannen- und Mischwälder. Die Königs-Etappe von insgesamt zwölf ist die Überschreitung des Feldbergs. Weiter südlich zeigt die Gemeinde Baiersbronn, worauf sie stolz ist: Auf 84 Kilometern führt der Seensteig an Wasserfällen, Wäldern, Mooren und Seen vorbei. Die Startpunkte der fünf mittelschweren Etappen sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, eine einzige Unterkunft genügt also.

Baiersbronn Touristik, Rosenplatz 3, 72270 Baiersbronn, Tel. 074 42/ 841 40, www.wanderhimmel.de

Zurück zur Karte

40. Tübingen

Zur Kapelle und zurück Wald plus Aussicht plus kühles Radler plus lauschiger Abend in historischer Altstadt ergibt: die Wanderstrecke von Tübingen zur Wurmlinger Kapelle und zurück. Die insgesamt zehn Kilometer lange Route beginnt am Haagtorplatz. Von hier aus ist der Weg zur barocken Kapelle ausgeschildert. Der erste steile Abschnitt kann mit dem Bus Nummer 9 abgekürzt werden. Bis auf das letzte Stück, hoch zur Kapelle, ist die Tour wenig anstrengend - und somit kinderfreundlich. Auf dem Rückweg geht es auf ein Bier in die Tübinger Altstadt.

Touristen-Information Tübingen, An der Neckarbrücke 1, 72072 Tübingen, Tel. 070 71/913 60, www.tuebingen-info.de

Zurück zur Karte

41. Stadtrain von Waldkirch

Das ökologische Hochhaus Im Keller wohnt Frau Wurm, und in der oberen Etage hat sich Familie Specht häuslich eingerichtet. Was sonst noch alles in so einem Baum lebt, können Sie sich unweit des Stadtrains von Waldkirch, nahe Freiburg, aus nächster Nähe ansehen. Erst geht es über den Sinnesweg mit 17 Stationen: Düfte erkennen, Tierspuren zuordnen und den Walboden mit der Lupe entdecken. Dann führt der Baumkronenweg auf einer 27 Meter hohen Holz-Stahl-Konstruktion durch die Wipfel des Schwarzwalds.

Baumkronenweg Waldkirch, Erwin- Sick-Str., 79183 Waldkirch, Tel. 078 23/96 12 79, www.baumkronenweg-waldkirch.de; Erwachsene 7 Euro, Kinder von 7 bis 16 Jahre 5 Euro, täglich 10.30 bis 19 Uhr

Zurück zur Karte

42. Schwarzwald

Frisch aus der Wildnis Bevor Josef Fehrenbach in seinem alten Schwarzwaldhaus zu kochen anfängt, geht er in den Wald, Kräuter sammeln. Dann verwöhnt er seine Gäste mit Gierschklößchen in Tomaten-Minz- Suppe, mit Schwarzwälder Kräuterhuhn auf Brennnessel-Spätzle. Ideal ist das "Restaurant zur Esche" auch als Ausgangspunkt für Wanderungen. Josef Fehrenbach kommt gern mit und zeigt interessierten Gästen, wie sie unterwegs Kräuter finden können - für die Waldküche zu Hause.

"Restaurant zur Esche" im Waldhotel Fehrenbach, Alpersbach 9, 79856 Hinterzarten, Tel. 076 52/919 40, www.waldhotel-fehrenbach.de; Menü ab 15 Euro, Kräuterwanderung 15 Euro, DZ/F ab 110 Euro

Zurück zur Karte

43. Nationalpark Hainich

Batman in Action Was fressen Fledermäuse? Wo wohnen sie? Und wie sehen sie genau aus? An zwei Terminen im August macht der Fledermausexperte Alexander Claußen eine Exkursion in den Wald und erforscht mit Interessierten alles Wissenswerte über den Jäger der Nacht. Am 2. August geht es zum Thema "Faszination Fledermäuse" abends mit Taschenlampen in den Hainich (Treff: "Hotel Herrenhaus" in Hütscheroda, 18.30 Uhr bis open end), am 10. August findet ein "Forschertag" statt (Treff: Umweltbildungsstation bei Kammerforst, 10 Uhr bis ca. 12 Uhr). 15 verschiedene Fledermausarten leben im Nationalpark - da gibt es viel zu tun.

Nationalpark Hainich, Bei der Marktkirche 9, 99947 Bad Langensalza, Tel. 036 03/390 70, www.nationalpark-hainich.de; beide Mitmachprogramme kostenlos, Anmeldung nicht erforderlich

Zurück zur Karte

44. Feensteig

Ratespiel im Zauberwald Wundersam geht es im Nationalpark Hainich zu. Da haben Schlehenhecken Hexenkräfte, Bäche sind Jungbrunnen und Wurzeln Zwergenhöhlen. Der Feensteig hat viele geheime Zugänge zu bekannten und unbekannten Märchen. An 14 Stationen des Naturpfades können sich Erwachsene und Kinder in die Welt der alten Geschichten begeben. Die Besucher müssen raten, zu welchem Märchen die jeweiligen Naturkulissen gehören: zu "Dornröschen" oder "Der Liebste Roland", zu "Sterntaler" oder "Waldminchen"? Am besten an jeder Station auch das dazugehörige Märchen lesen, während der Wind in den Zweigen der Bäume wispert.

Nationalpark Hainich, Bei der Marktkirche 9, 99947 Bad Langensalza, Tel. 036 03/390 70, www.nationalpark-hainich.de

Zurück zur Karte

45. Frankenwald

Gebildete Gespenster Kerzen flackern. Bitte nicht ausgehen! Wer weiß, ob sich nicht ein Schlossgespenst in den schaurigen Gängen der Festung Rosenberg versteckt. Vielleicht auch ganz viele, denn die mittelalterliche Festungsanlage thront schon seit mehr als 750 Jahren auf einem Waldhügel über den Dächern der historischen Altstadt von Kronach im Frankenwald. Falls Sie dem Geist von Lucas Cranach dem Älteren begegnen - Sohn der Stadt und wichtiger Maler der Renaissance -, bitten Sie ihn am besten um eine Führung durch die Fränkische Galerie auf dem Festungsgelände.

Festung Rosenberg, Festung 1, 96317 Kronach, Tel. 092 61/604 10, www.kronach.de; Festungsführung und Fränkische Galerie: 5 Euro/ Erwachsene, 3 Euro/Kinder

Zurück zur Karte

46. Frankenwald

Über den Dingen schweben Die Bäume im Blick und auf der Haut: Im Wellness-Zentrum der Therme Bad Steben wird für Massagen, Bäder und Packungen ein ganz spezielles Öl eingesetzt, mit Essenzen aus heimischen Fichtennadeln. Wer nach einer Seifenmassage auf heißem Schieferstein, einem Bad im Schwebebecken bei Unterwassermusik und einer Sitzung in der Aromagrotte noch nicht in anderen Sphären schwebt, kann dies im Heißluftballon tun - eine Stunde lang, über den Wipfeln des Frankenwaldes.

Wellness-Zentrum im Bayerischen Staatsbad, Badstraße 31, 95138 Bad Steben, Tel. 092 88/96 00, www.bad-steben.de; Tagespakete 89 Euro. Heißluftballon: Info und Buchung Tel. 092 81/949 82

Zurück zur Karte

47. Goldsteig

Kostbare Route Der Goldsteig führt in das größte zusammenhängende Waldgebirge Europas. Der Weg von Marktredwitz bis Passau verläuft auf 420 Kilometern durch fünf Naturparks. Für Kinder eignet sich besonders der südliche Teil mit 22 Etappen. Wilde Bergbäche plätschern dahin, verträumte Seen laden zum Baden ein, und es gibt viel zu entdecken: die Burgruine Weißenstein aus dem 12. Jahrhundert, das "Land der Tausend Teiche" bei Tirschenreuth, die Burgruine Leuchtenberg und die Goldgräberstadt Oberviechtach.

Tourismusverband Ostbayern, Luitpoldstr. 20, 93047 Regensburg, Tel. 09 41/58 53 90, www.goldsteig-wandern.de

Zurück zur Karte

48. Bayerischer Wald

Männer in Frauenau Von Hütte zu Hütte mit dem Rucksack auf dem Buckel: Die spezielle Wildnistour für Väter und ihre Kinder geht durch den Nationalpark Bayerischer Wald, vom Dörfchen Frauenau bis zum 1373 Meter hohen Lusen. Maximal fünf Stunden pro Tag sind die Wanderer unterwegs, beobachten Spechte, Auerhähne und Eichhörnchen oder finden Rehspuren. Auch während der Pausen gibt es einiges zu tun: Wanderstöcke schnitzen, Staudämme am Bach und Burgen aus Steinen bauen. Die umgestürzten Bäume des Nationalparks werden zu Kletterstangen und Balanciergerüsten umfunktioniert.

WaldZeit, Reutecker Str. 21b, 94518 Spiegelau, Tel. 085 53/92 06 52, www.waldzeit.de; Termine: 7.-10. August und 11.-14. September, Erwachsene 210 Euro, Kinder bis 15 Jahre 180 Euro inklusive Vollpension

Zurück zur Karte

49. Thalhauser Forst

Treeclimbing Klar macht es Spaß, mal mit Klettergurten und Helmen einen Baum hochzuklettern und so in 30, 40 Meter Höhe über die Landschaft bei Freising zu schauen. Aber eigentlich wollen die beiden Biologen Ulrich Simon und Martin Goßner Sportlern den Wald nahebringen. Im Thalhauser Forst bieten sie Baumkletterkurse für Erwachsene und für Kinder an. Begeistert erzählen die Wissenschaftler über Gallwespen, Blattroller, Totholzkäfer, die sie in den Flechten und in der Borke in schwindelnder Höhe finden. Das ist wie Bio-Unterricht auf högschtem Niveau - Nervenkitzel inklusive.

Loricula, Agentur für Kronenforschung und Baumklettern, Schussenstr. 12, 88273 Fronreute, Tel. 075 02/91 33 19, www.loricula.de; Erwachsene 40 Euro, Kinder 35 Euro, nach Absprache auch in anderen Wäldern möglich

Zurück zur Karte

50. Spitzingsee

Wo der Waldschrat schläft Rein in die Wanderstiefel, rauf auf den Berg. Auf einer Waldlichtung in den bayerischen Alpen, oberhalb des Spitzingsees, steht das Blecksteinhaus, eine große Hütte aus Holz und Natursteinen. Der Anstieg auf 1060 Meter dauert nur eine knappe Stunde, oben warten weitere Touren auf die Wanderer, unter ihnen viele Familien mit Kindern. Höhepunkt ist die Tour auf den 1885 Meter hohen Gipfel der Rotwand mit einem fantastischen Panoramablick über Wälder und Berge. Wer Glück hat, kann sich nachts in einem Drei-, Vier- oder Fünfbett- Zimmer in der Hütte erholen. Alle andern ver- und begnügen sich mit einem Matratzenlager.

Blecksteinhaus, Bleckstein 1, 83727 Spitzingsee, Tel. 080 26/712 04, www.blecksteinhaus.de; Übernachtungen im Mehrbettzimmer/Frühstück Erwachsene 28,50 Euro, Kinder ab 14,10 Euro; Matratzenlager/ Frühstück Erwachsene 22,50 Euro, Kinder ab 5,10 Euro

Zurück zur Karte

Tipps von Susanne Benninghoff-Lühl, Marike Frick, Christine Hohwieler, Astrid Joosten, Alexander Jürgs, Beate Koma, Katja Michel, Daniela Pemöller : Foto: Andreas Vitting/istockphoto

Wer hier schreibt:

Beate Koma

Kommentare

Kommentare

    Bild Montagsnl

    Lieblingsartikel direkt in dein Postfach

    Melde dich jetzt kostenlos an!

    PRODUKTEMPFEHLUNGEN

    Topseller

    Unsere Empfehlungen

    BrigitteNewsletter
    Noch kein Fan?Folge uns jetzt auch auf Facebook
    Fan werden

    Diesen Inhalt per E-Mail versenden

    Ein Wochenende im Wald

    Am Wochenende geht's in den Wald, der jetzt so schön gefärbt ist! Unsere Wald-Karte führt Sie zu märchenhaften Landschaften.

    Du kannst mehrere E-Mail-Adressen mit Komma getrennt eingeben

    E-Mail wurde versendet
    Deine Mail konnte leider nicht versendet werden