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Crazy Hotels: Von Berlin bis Neuseeland

Vom Dracula-Sarg bis zur Unterwasserlodge - Bettina Kowalewski zeigt in ihrem Buch "Crazy Hotels" die schrägsten Betten zwischen Lappland und Australien.

Begonnen hat alles mit einem Troll. Als Bettina Kowalewski vor einigen Jahren eine Unterkunft in Australien suchte, empfahl ihr ein Bekannter das "Cave House" in Victoria. Dort könne man in einer unterirdischen Tropfsteinhöhle übernachten, der Eingang des Hotels sei in Form eines Troll-Schlundes gestaltet. Bettina Kowalewski war begeistert - und wollte mehr davon. "Ich stellte schnell fest, dass es gar nicht so leicht ist, solche ausgefallenen Hotels zu finden." Die Reisejournalistin beschloss, ihre Sammlung in einem Buch zu veröffentlichen. Ein Jahr lang wühlte sie sich durch Reiseseiten und Internetforen, sie reiste vom Norden Finnlands bis in den Süden Neuseelands, machte zahllose Fotos und Interviews. Ihre Mühe hat sich gelohnt. "In jedem einzelnen Fall habe ich vor Ort mehr vorgefunden, als ich zu hoffen gewagt hatte: mehr liebevolle Details, mehr berührende Geschichten, mehr bleibende Eindrücke."

Besonders fasziniert war Kowalewski von den Besitzern der verrückten Hotels. "Mutige Menschen, voller Idealismus und Elan", die alles daran setzen, ihren Gästen ein unvergessliches Erlebnis zu verschaffen. Denn wer einmal in einem "crazy Hotel" zu Besuch war, merkt schnell, dass Schlafen nicht gleich Schlafen ist. "Die besondere Umgebung prägt die Träume, man taucht ganz anders in seine Umwelt ein, wird ein Teil von ihr", so die Erfahrung der Autorin.

  B. Kowalewski, Crazy Hotels, 192 S., 19,90 Euro, C. Brandstätter Verlag

B. Kowalewski, Crazy Hotels, 192 S., 19,90 Euro, C. Brandstätter Verlag

Ob Eishotel oder Baumhaus, Rettungskapsel oder Zirkuswagen - bei ihrer Auswahl achtete Kowalewski darauf, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist, und auch für jeden Geldbeutel. "Lächerlich teure Hotels habe ich weggelassen." Nur die Sunset Villas auf den Malediven, die pro Nacht über 2000 Euro kosten und den Besuchern faszinierende Blicke in die Unterwasserwelt ermöglichen, die musste sie einfach in die Sammlung aufnehmen. "Es war zu beeindruckend." Und man muss ja auch noch von etwas träumen können.

Capsulehotel in Den Haag / Holland

Einst dienten die orangefarbenen Kapseln den Arbeitern der norwegischen Bohrinsel "Ekofisk" als Rettungsboot - heute können Den-Haag-Besucher darin unvergessliche Nächte verbringen. Der Holländer Denis Oudendijk hat die Kapseln vor dem Schrottplatz bewahrt und in schwimmende Herbergen verwandelt. Mit 4,25 Meter Durchmesser, Hängematten, Wasser aus dem Kanister und chemischer Toilette ist das Capsulehotel sicher keine Luxussuite - aber dafür, so Kowalewski, "authentisch, verspielt und inspirierend". (Übernachtung mit Survival-Frühstücksbox ab 70 Euro für zwei Personen)

Propeller Island City Lodge, Berlin

Es ist wohl mit Abstand das exzentrischste Hotel Berlins: Jedes Zimmer der Propeller Island City Lodge ist ein eigenes Kunstwerk. Kunterbunte Märchenburgen, gruselige Gruften, grafische Muster, Spiegelkabinette, Wände aus Gummi, Möbel, die Kopf stehen und Betten, die sich drehen - Betreiber Lars Stroschen schickt seine Gäste auf eine fantastische Entdeckungsreise. (Doppelzimmer ab 65 Euro)

Les Roulottes in Ouroux, Rhones-Alpes, Frankreich

Leben im Zirkuswagen - wer hat davon nicht schon mal geträumt? In Ouroux, einer idyllischen Gegend in Rhone-Alpes, können sich Romantiker diesen Traum erfüllen. Das granzösische Pärchen Pascak und Pascaline Patin hat drei alte Zirkuswagen in stationäre Gästehäuser umfunktioniert und liebevoll mit orientalischen Möbeln und Fundstücken ausgestattet. Für Bettina Kowalewski "eine perfekte Symbiose von asiatischer Spiritualität und französischem Laisser-faire". (Übernachtung für zwei Personen mit Frühstück ab 47 Euro)

Pension Kamerichs in Bad Laasphe, Nordrhein-Westfalen

Nicht im Kornfeld, aber auf einer grünen Wiese steht das Bett der Pension Kamerichs in Bad Laasphe. Auf die Idee brachte Besitzerin Marie-Luise Kamerichs ein Gast, der vor einigen Jahren unbedingt im Freien schlafen wollte. Er war so begeistert, dass das Freiluft-Zimmer zur Dauereinrichtung wurde. (Übernachtung mit Frühstück 33 Euro pro Person)

Plane Hotel in Waitomo, Neuseeland

Gleich zwei Ferienappartments finden in dem riesigen Flieger Platz, der inmitten der grünen Hügel des Woodlyn Parks im Norden Neuseelands ruht. Es gibt eine Küche, eine Dusche und vom Bett aus kann man direkt auf das Cockpit schauen, in dem in den 40er Jahren Piloten ihre Fracht durch die halbe Welt flogen. "Ein Maschinenparadies, wie es sich kleine Jungs erträumen", meint die Hotel-Testerin. (Appartment ab 75 Euro/Nacht)

Sunset Villas auf dem Conrad Maldives Rangali Island, Malediven

Schon mal beim Frühstück mit einem Rochen geflirtet? Derart ungewöhnliche Ausblicke bieten die luxuriösen Sunset Villas auf den Malediven. Per Wasserflugzeug gelangen die Gäste zu modern ausgestatteten 5-Sterne-Hütten, die auf Stelzen im Wasser stehen. Einen Fernseher gibt es zwar auch, doch viel spannender ist es, durch den gläsernden Boden der Lodge die Meeresfauna zu beobachten. (Sunset Villa für zwei Personen ab 2050 Euro pro Nacht)

Text: Michèle RothenbergFotos: Bettina Kowalewski

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