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Ein Wochenende in Paris

Einmal die Stadt erleben wie eine echte Parisienne? Hier ist unser Programm für ein Wochenende in Paris: Am Freitag tanzen wir durch die Clubs, am Samstag geht es zum Shoppen, am Sonntag zum Brunch und in den Lieblingspark.

1 Pigalle 2 Zum Verlieben: das "Hotel Amour" in Pigalle. Die Zimmer sind begehrt, genauso wie das Restaurant im Erdgeschoss 3 CD-Tipp: Bart & Baker present "Swing Party"

Freitag: Boulot, Métro, Resto - Arbeit, U-Bahn, Restaurant

Hautnäher kann man Paris nicht kommen als an einem Freitagabend im RER, der französischen S-Bahn. Alle sind auf dem Heimweg von der Arbeit, alle stopfen sich in die Regionalzüge. Stopfen Sie mit, nehmen Sie am Flughafen Charles de Gaulle weder Bus noch Taxi - Stau ist programmiert -, sondern den RER B. Lassen Sie sich direkt ins Zentrum des Umsteig-Wahnsinns bringen, zum Gare du Nord. Hier in die blaue Metrolinie 2 Richtung Porte Dauphine wechseln und in Pigalle aussteigen. Ziel: das Hôtel Amour, wo man vor lauter Gästen im hauseigenen, sehr feinen Restaurant kaum die Rezeption findet (8, Rue Navarin, Tel. 01 48 78 31 80, www.hotelamourparis.fr, DZ ab 150 Euro). Und ohne Reservierung auch keinen Platz zum Essen bekommt. Gepäck im Zimmer abladen und bon appétit.

Party-Tipp für danach: Lassen Sie sich vom Pariser Swing-Fieber anstecken. Im Moment lieben alle den Elektro-Sound von Bart & Baker (Infos und Locations: www.bartandbaker.com; CD-Tipp: Bart & Baker present "Swing Party", ca. 17 Euro, Wagram Music).

Samstag: Le Shopping, le Cinéma Français, l'Art - Shoppen, Kino, Kunst

1, 2 - Auf einen Snack in die "Bar du Marché": Die Terrasse vor dem Eck-Café hilft beim Sehen und Gesehenwerden3, 4 - Wo hast du das denn her? Im Stadtteil Saint-Germain-des- Prés kann man herrlich shoppen. Hier gibt es viele französische Labels, die in Deutschland schwer zu finden sind5 - Einkaufen mit Tradition: das Edelkaufhaus Le Bon Marché und der Marché d'Aligre

Raus aus den Federn: Der Wochenend-Einkauf für ein Picknick im Park steht an. Los geht's auf dem Markt. Wer noch etwas Anständiges abbekommen möchte, sollte dort spätestens um 12 Uhr auftauchen. Ihre Anlaufstelle: Der Marché d'Aligre mit über 200-jähriger Tradition, einem Meer von Ständen und einer großen Markthalle im Zentrum (Place d'Aligre; Di. bis Sa. ca. 8 Uhr bis 13 Uhr, So. ca. 8 bis 14 Uhr, Métro-Station: Ledru-Rollin, http://marchedaligre.free.fr). Hier gibt es frischen Fisch, Obst und Gemüse und alles auf unserer Einkaufsliste: Spezialitäten wie Foie Gras, Saucisse de Morteau (Räucherwurst) und Comté-Käse, über den freuen sich auch die Lieben daheim.

Reizüberflutung? Pause machen: Im Le Baron Rouge gleich um die Ecke bleibt so mancher Marktbesucher bei Wein, Austern und einem guten Gespräch hängen (1, Rue Théophile Roussel, Tel. 01 43 43 14 32). Das Ambiente: unprätentiös. An den Wänden lagern Weinfässer, um die wenigen Tische drängen sich die Menschen. Unbedingt probieren: Käse, Wurst, Baguette und Austern.

Für den Magen ist gesorgt, dann kommt jetzt die Mode dran: Weiter geht's ins schicke Rive Gauche, entweder per Vélib, einem Leihfahrrad (Stationen gibt es etwa alle 300 Meter, Infos unter www.velib.paris.fr), oder mit dem Bus Nummer 86 nach Saint- Germain-des-Prés. Hier finden Sie Kleidung und Accessoires von beliebten französischen Labels, die Sie in Deutschland nur schwer bekommen, wie Isabel Marant (1, Rue Jacob), Et Vous (69, Rue de Rennes), Maje (42, Rue du Four) oder Chemins Blanc (57, Rue des Saints-Pères). Bei Iris gibt es die beste Auswahl an französischen Schuhen von Chloé bis Rochas (28, Rue de Grenelle).

Das Luxuskaufhaus LE BON Marché ist auch architektonisch interessant, Gustave Eiffel hat bei der Planung geholfen (24, Rue de Sèvres).

Links: . . . und weiter geht unsere Shoppingtour; Mitte: Im Quartier Latin wimmelt es von Programmkinos. Was sie alle gemeinsam haben: die lange Schlange vor der Kinokasse; Ziel erreicht: die Kasse der Filmothèque Quartier Latin. Das Artdéco- Kino hat eine sehr gute Auswahl an Filmen (rechtes Bild)

Nach dem Shoppen ruhen wir uns auf der Terrasse der Bar du Marché aus: Croque Monsieur essen, Rosé trinken, Leute beobachten und beobachtet werden - abendfüllend und amüsant. Danach haben Sie die Wahl: Kino oder Kunst? Wer noch nie in Paris in einer anständigen Kinoschlange gestanden hat, war nicht wirklich in Paris. Die Programmkinos im Quartier Latin bringen vor allem alte Klassiker auf die Leinwand. Die Filmothèque Quartier Latin, mit Plüschsitzen und Art-déco-Lampen, hat die beste Auswahl (9, Rue Champollion, Tel. 01 43 26 70 38, www.lafilmotheque.fr).

Die Alternative: moderne Kunst bewundern - nicht im Museum, sondern auf Vernissagen, ohne Warteschlange und mit Gratis-Champagner. Die Galerien im 3. und 4. Arrondissement eröffnen Ausstellungen häufig samstags. Eingeladen ist jeder, der Bescheid weiß. Mit ein bisschen Glück erwischen Sie eine Vernissage in der Galerie von Emmanuel Perrotin (76, Rue de Turenne, Tel. 01 42 16 79 79, www.galerieperrotin.com), einem Kunsthändler, der als junger Charles Saatchi von Paris gehandelt wird. Die letzte Station, bevor das Vélib Sie wieder stilecht nach Hause bringt, ist eine Szene-Adresse der ersten Klasse: der Chacha Club. Unten edle Tanzfläche, oben eine Wohnung mit Musik- und Raucherzimmer inklusive Piano und den coolsten Kids der Stadt (47, Rue Berger, ab 20 Uhr, Tel. 01 40 13 12 12, www.chachaclub.fr). Einziger Nachteil: die strenge Tür. Aber auch das gehört dazu.

Sonntag: La Grasse Matinée

Picknick mit Ausblick: Sonntagnachmittag im Parc des Buttes Chaumont

Auf Deutsch: schön lange ausschlafen. Denn wofür gibt es das späte Frühstück, "le Brönsch"? Die Pariser haben den Brunch zwar nicht erfunden, aber zu ihrer liebsten Sonntagsbeschäftigung erhoben, was mal wieder zahlreiche Warteschlangen beweisen. Die Oase unter den tausenden von Brunch-Adressen: LA Belleviloise in Belleville, im Nordosten von Paris, einem Stadtteil im Umbruch, der immer mehr Künstler und Kreative anzieht. In der tageslichthellen und mit Olivenbäumen dekorierten "Halle aux Oliviers" des über 100 Jahre alten Kulturzentrums finden Ausstellungen und Konzerte statt und sonntags ein Jazz-Brunch mit Live-Musik und einem riesigem Buffet. Toll, wenn Sie einen Platz auf der hübschen Terrasse ergattern (19-21, Rue Boyer, Tel. 01 46 36 07 07, www.labellevilloise.com, 28 Euro/Person, unbedingt reservieren!).

Danach geht es weiter in die schönste Grünanlage der Stadt, den Parc des Buttes Chaumont. Zum Joggen, um Kind und Hund auszuführen oder auf dem Rasen zu picknicken - hier trifft sich alles von der jüdischen Großfamilie bis zum Nachwuchs-Hippie (19. Arrondissement, zwischen Rue Botzaris, Rue Manin und Rue de Crimée, Metro Botzaris oder Buttes Chaumont, http://butteschaumont.free.fr). Wer sich in dieser Mischung aus Multikulti-Publikum, Banlieue-Skyline und wilder Natur inklusive künstlicher Grotte, Wasserfall, Hügeln und See wohl fühlt, der ist im wahren Paris ankommen. Und nichts fühlt sich weiter weg an als der Flieger, der abends am Flughafen auf Sie wartet.

Infos und Adressen

Telefon Vorwahl nach Frankreich 00 33, dann die erste Null weglassen.

Hinkommen Direktflüge von verschiedenen Anbietern aus vielen deutschen Städten, z. B. mit Air France ab Frankfurt und zurück ab 90 Euro (www.airfrance.de) oder mit Lufthansa hin und zurück ab 99 Euro (www.lufthansa.com).

Stadtplan Im "Paris Pratique par Arrondissement" aus der Reihe "L'Indispensable" sind sogar Vélib- Stationen, Einbahnstraßen und Fußgängerzonen eingezeichnet oder markiert (Édition Massin, ca. 5 Euro, über www.massin.fr).

Text: Stephanie Neumann Illustrationen: Claudia Boldt Fotos: Roberta Valerio Ein Artikel aus BRIGITTE 20/10

Kommentare (2)

Kommentare (2)

  • Anonymer User
    Anonymer User
    Der Brunch im "LA Belleviloise" ist genial. Auf der schönen Terrasse kann nicht reserviert werden, d.h. einfach schon um 11.15 vor der Tür warten und als erster in der Schlange stehen, dann geht das ohne Probleme. Sehr zu empfehlen, gutes Essen und viel Atmosphäre ! (Preis mittlerweile 29.- / Person, 2 Sitzungen entweder 11.30-14.00 oder ab 14.00 wieder)
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Noch besser beginnt das Wochenende für diejenigen, die in Bahnfahrweite wohnen. Mit dem ICE (ab Stuttgart oder Frankfurt) oder dem Thallys (ab Köln) ist man schnell in Paris (direkt am Gare du Nord), spart Emissionen und jede Menge nervige Sicherheitsprozeduren. Günstiger ist man meist auch noch. Und das Allerbeste: Man braucht sich beim Shoppen nicht zurückhalten, weil alle Gepäckstücke ohne Gewichtskontrolle mitgenommen werden. Ein Gepäckträger ist in Paris übrigens auch bezahlbar ;)
Bild Montagsnl

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