Europa: Wintersport für alle!

Der große Spaß beim Wintersport: die tollsten Tipps zum Langlaufen, Schneeschuhwandern, Eislaufen und Rodeln. Wozu soll der ganze Schnee sonst gut sein?

Großartige Routen zum Langlaufen

Schweiz: Goms. Wenn im nordöstlichen Wallis Skifahrer in der Landschaft stehen, können sie sich wahrscheinlich nicht zwischen den vielen Loipen entscheiden: Sonnenloipe? Waldloipe? Sogar eine Hunde- und eine Nachtloipe gibt es hier, im Tal zwischen Rhône- Quelle und Grengiols, zwischen verschneiten Lärchenwäldern und Weilern (Goms Tourismus, Furkastr., CH-3984 Fiesch, Tel. 00 41/ 27/970 10 70, Fax 970 10 75, www.goms.ch).

Deutschland: Harz. Für Norddeutsche eine tolle Alternative zu Alpen und Schwarzwald: Sankt Andreasberg, die höchstgelegene Bergstadt des Nordens (600 bis 900 Meter) mit sieben Loipen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden und einer ausschließlich zum Skaten. 44 Kilometer ganz in Weiß (Kur- und Badeverwaltung St. Andreasberg, Am Kurpark 9, 37444 St. Andreasberg, Tel. 055 82/803 36, Fax 803 39, www.sankt-andreasberg.de).

Polen: Jakuszyce. Bibbern, ob auch genug Schnee liegt im Ort Jakuszyce, muss man nicht. Denn er gehört zur polnischen Wintersport- Metropole Szklarska Poreba. Dort, im Riesengebirge, ist die weiße Decke sicher bis in den Frühling. Loipen gibt es für alle, von der Anfängerin bis zur Könnerin. Gesamtstrecke: 100 Kilometer (Touristen-Information Szklarska Poreba, ul. jednosci Narodowej 1a, PL-58580 Szklarska Poreba, Tel. 00 48 75/75/ 477 40, Fax 477 42, www.szklarskaporeba.pl).

Slowenien: Pokljuka. Wer ein Winterwunderland erleben will, ist auf der Hochebene Pokljuka richtig: dichte Tannenwälder, überzuckert von Schnee und umringt von den Julischen Alpen . . . Das Plateau (1300 Meter) im Nordwesten Sloweniens ist bekannt für seine Schönheit - und seit einigen Jahren auch für Biathlon-Wettkämpfe. Man erreicht es am besten von Bled aus, einem 5500-Seelen- Ort an einem See (Fremdenverkehrsamt Bled, Cesta svobode 10, SI-4260 Bled, Tel. 00 38 64/574 11 22, Fax 574 15 55, www.bled.si).

Estland: Otepää. Der 2500-Einwohner- Ort gilt unter Esten als "Winterhauptstadt", die Gegend im Süden des Landes als "Schweiz des Baltikums". Der Grund: der Große Eierberg, mit 318 Metern die höchste Erhebung in den drei Balten-Staaten. Die Wald-, Seenund Hügellandschaft ist hervorragend zum Langlaufen und Wandern geeignet (Otepää Visitor Center, Tartu mnt 1, Otepää, EE- 67404, Tel. 003 72/ 766 12 00, www.otepaa. ee oder www.visitestonia.com).

Die schönsten Kulissen zum Schneeschuhwandern

Finnland: Bärenrunde.Wer auf Schneeschuhen durch den Nationalpark Oulanka wandern will, sollte fit sein. Rund 50 Kilometer lang ist die Strecke über zugefrorene Seen und weiße Puderflächen, in fünf Etappen unterteilt, mit Übernachtung in Hütten ohne fließend Wasser und Strom. Gepäck und Proviant ziehen Huskys in Pulkas. Termine im März und April. Eine Woche inkl. VP, Transfers, Guide, sieben Hüttenübernachtungen ab 990 Euro pro Person (Nordland Touristik, Scheibenstraße 3, 87435 Kempten, Tel. 08 31/521 59 28, www.nordlandtouristik.de).

Österreich: Tannheimer Tal.Ein Klassiker für Anfänger mit herrlichem Alpenpanorama: Zwischen Almen und Waldstücken geht es über zwei Zwischengipfel auf den Schönkahler (von Zöblen auf dem Fahrweg Richtung Einstein laufen und auf Serpentinen hinauf nach Oberhalde). Weiter zum Wieseler Berg (1465 Meter), über das Plateau des Alten Hofs zum Nordrücken des Pirschling mit Abstecher auf seinen Gipfel (1634 Meter). Schließlich der Endspurt auf die Schönkahler-Spitze (1688 Meter). Ausführliche Beschreibung und weitere Routen im Buch "Leichte Schneeschuhtouren zwischen Allgäuer und Kitzbüheler Alpen" (Bruckmann Verlag, 19,90 Euro).

Die besten Orte zum Winterwandern

Deutschland: Oberstdorf. Die schönsten Eispaläste baut nicht der Mensch, sondern die Natur: Tosend stürzt der Fluss Breitach in die Tiefe und versprüht dabei Wassertröpfchen, die an den Felsenwänden haften bleiben. Zusammen mit Rinnsalen frieren sie zu bizarren Eisformationen und verwandeln die Breitachklamm in ein Open-Air-Schloss. Geöffnet täglich von 9 bis 16 Uhr, Eintritt Erwachsene 3 Euro, Kinder 1,50 Euro (Tel. 083 22/48 87, www.breitachklamm.com).

Italien: Meraner Land. Im Nordic-Walking-Park bei Schenna gibt es Routen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, drei sind im Winter begehbar, die leichteste ist knapp vier, die schwierigste knapp zehn Kilometer lang. Attraktionen am Wegesrand: Rundkirche von St. Georgen mit schönen Fresken, die Schlösser Goyen und Vernau, Gasthöfe zur Einkehr. Touren mit Trainer über das Tourismusbüro (Erzherzog Johann Platz 1/D, I-39017 Schenna, Tel. 00 39/04 73/94 56 69, Fax 94 55 81, www.schenna.com).

Deutschland: Schwangau.Wer Rehe sehen will, muss still und pünktlich sein: Von Mitte Dezember bis Ende März werden auf einer Waldlichtung am Vogelberg hunderte Tiere gefüttert. Damit sich das Rotwild zahlreich aus dem Dickicht zu den Äpfel-, Heu- und Rübenhaufen wagt, muss vollkommene Ruhe herrschen. Zu erleben täglich um 15 Uhr, man sollte bis 14.30 Uhr dort sein (Tourist-Information, Münchener Str. 2, 87645 Schwangau, Tel. 083 62/819 80, Fax 81 98 25, www.schwangau.de).

Schweiz: Berner Oberland. Zunächst packt man in der Molkerei Schönried alle Zutaten für ein Käsefondue in die Rucksäcke, dann wird erst mal geschwitzt: auf dem Fonduewanderweg. Mit der Seilbahn geht es auf den Rellerligrat, von der Bergstation auf leichten Wanderwegen über den Hugeligrat zu den idyllischen Fonduehüttli, wo das Festmahl zubereitet wird (Molkerei Schönried, CH-3778 Schönried, Tel. 00 41/33/ 744 12 82, Fax 744 89 83, www.fondueweg.ch).

Die schönsten Flächen zum Eislaufen in der Stadt

Über den Dächern von Wien. Im Bezirk Hernals, auf einem flachen Kaufhausdach in Österreichs Hauptstadt, hat das Eislaufen Tradition. Denn dort feiert die älteste Freiluft-Kunsteisbahn im Jahr 2009 ihren 100. Geburtstag. Schon Eislauf- Weltmeister trainierten auf der Fläche mit Ausblick, aber es sind meist einfach die Leute der Umgebung, die im Winter ihre Runden drehen (Tageskarte ab 6,50 Euro, Syringgasse 6-8, www. engelmann.co.at). Noble Alternative: Schlossterrasse Wilhelminenberg (Savoyenstr. 2, Tel. 00 43/1/48 58 50 30, www.austria-trend.at/Hotel-Schloss-Wilhelminenberg).

Auf dem Stadtsee von Budapest. Im Winter gehört der See im Budapester Stadtwäldchen nicht nur Sonntagsspaziergängern, sondern vor allem den Eisläufern. Schon 1869 wurde hier die erste Eisbahn der Metropole eröffnet, später fanden dort Europameisterschaften statt. Kein Wunder bei dieser märchenhaften Kulisse vor der Burg Vajdahunyad. Täglich geöffnet, am Wochenende früh aufstehen: großer Andrang! (Budapester Tourismusamt, Március 15. tér 7, 1056 Budapest, 00 36/1/438 80 80, www.budapestinfo.hu).

In der Winterstadt Eindhoven. Die coolste Stadt der Niederlande ist eindeutig Eindhoven. Zumindest vom 4. Dezember 2009 bis zum 3. Januar 2010, wenn im festlich beleuchteten Zentrum wieder einmal das Festival "Winterstadt Eindhoven" (www.eindhovenwinterstad.nl) stattfindet. Es gibt nicht nur eine Eislaufbahn, sondern auch einen Weihnachtsmarkt, eine Rampe für Snowboarder und jede Menge glitzernder Kunstwerke: Eisskulpturen von Künstlern aus aller Welt.

Am Fuße des Tower of London. Den Briten wird zwar immer Steifheit nachgesagt, dass sie aber eigentlich ziemlich beweglich sind, sieht man ab etwa Mitte November, wenn sie über die zahlreichen Eisflächen in der Londoner City flitzen. Und das oft vor berühmter Kulisse: zum Beispiel auf dem Gelände des Palastes von König Heinrich VIII. (www.hamptoncourticerink.com), in den prachtvollen Gärten des Natural History Museums (www.nhm.ac.uk) und sogar im Burggraben des Tower of London (www.toweroflondonicerink.com). Weitere Eislaufbahnen, auch in vielen anderen britischen Städten, unter www.visitengland.de.

Fotos: Dreamstime.com(2), daniel.schoenen/photocase.com Teaserfoto: Arne Pastoor/Getty Images BRIGITTE Heft 25/07, Stand: Oktober 2009

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