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Kapverden: Kap der Sehnsucht

Die Kapverden: grüne Berge, karge Felsen, weite Strände. Schnorcheln, wandern, von Insel zu Insel hüpfen, ihren Klang hören, die Musik - so hatten wir uns das vorgestellt.

  Zwischen den hohen, zerklüfteten Bergen auf Santo Antão liegen fruchtbare Täler

Zwischen den hohen, zerklüfteten Bergen auf Santo Antão liegen fruchtbare Täler

Wir kamen auf die Wanderinsel Santo Antão, um das "verde", das Grün der Kapverden, zu suchen. Und dann sehen wir erst mal gar nichts. Dichter Wolkennebel verschluckt alle Farben. Sturzbäche rauschen durch die Straßen von Ponta do Sol, dann fällt auch noch der Strom aus. Nur das Glitzern von Gaslampen auf den nassen Straßen durchbricht die Dunkelheit. Ob wir hier irgendwo was zu essen kriegen?

Im ersten Lokal zuckt die Kellnerin mit den Schultern: "Kein Strom, kein Essen." Magengrummeln, übertönt von Donnergrollen, das durch die zerklüfteten Täler rollt - es ist, als wolle die Insel mit allen Mitteln das Kontrastprogramm zu unseren Vorstellungen bringen und so die Vorfreude auf ihre grünen Täler steigern. Die Inselbewohner springen lachend durch die Pfützen: Für sie ist der seltene Regen ein Grund, sich zu freuen, hier vor der Westküste Afrikas, wo Wasser sonst knapp ist. Im zweiten Lokal türmen sich im spärlichen Licht Langusten und gegrillter Fisch. Die Sorge, hungrig einzuschlafen, war unbegründet. Und nicht nur die.

Wie frisch gewaschen strahlt Santo Antão am nächsten Morgen. Kein Grauschleier mehr, sondern Fassaden in Rosa oder Orange, Fensterrahmen in knalligem Blau. Wir springen auf ein Aluguer, einen der Pickups, die überall auf den Kapverden als Sammeltaxen unterwegs sind. Die Straße führt steil bergauf, dorthin, wo gestern noch schwere Wolken hingen. Und heute zwischen bräunlichen Felsen das Grün leuchtet, das wir gesucht haben. Nicht nur ein Grün, sondern viele: Fichtennadel-Grün, Aloe-vera-Grün, Gräser-Grün, Moos-Grün, Apfel-Grün.

  Hier auf Santo Antão, wo die Zuckerrohrpflanzen wie Pinsel aussehen

Hier auf Santo Antão, wo die Zuckerrohrpflanzen wie Pinsel aussehen

Ein schmaler, verschlungener Wanderweg führt vom Vulkankrater in Cova voller kleiner Maisfelder ins Tal Paúl, vorbei an Bananenstauden, Kaffee- und Zuckerrohrpflanzen, Apfel- und Mangobäumen. Dann Beete mit Kohl. Süßkartoffeln. Papayas. Gibt es irgendetwas, das hier nicht wächst? Was die Insel uns gestern an Farbe vorenthalten hat, trägt sie heute extra dick auf: Gelbe Falter flattern vor faustgroßen pinkfarbenen Blüten. Blaue Libellen rattern vorbei - wie Miniaturen der Propellermaschinen, mit denen wir hier von Insel zu Insel fliegen. Ein fast schon unwirkliches Paradies. Wir wandern, wir gucken, wir genießen diese Farbenpracht, die uns zu Füßen liegt und sich erst ganz unten am Meer im Dunst verliert.

Ein Mädchen mit Schürze und einem Korb voller knallroter Beeren nimmt uns bei der Hand und zieht uns eine schmale Treppe hinunter hinter ein schlicht gemauertes Haus am Hang. Mutter, Geschwister, Nachbarskinder laufen los, türmen Kaffeetassen, Früchte und Brot auf. Wie selbstverständlich. Wir mampfen süße Bananen, nippen am starken Kaffee, werfen ein paar Brocken Creol hin und her. Die Kinder legen neugierig die Köpfe schief, kichern. Sie wollen unsere Aufmerksamkeit, singen, zeigen Klatsch-Spiele. Fast jedes von ihnen hat ein anderes Muster aus geflochtenen Zöpfchen auf dem Kopf: Wellen, Kreisel, schnurgerade Bahnen. Der Vater sei "irgendwo da drinnen", sagt die Mutter achselzuckend. Die drahtige Frau ist Anfang dreißig, hat bereits fünf Kinder zur Welt gebracht, kümmert sich um sie, das Haus, die kleinen Plantagen rundherum. Schmale Frauen, die einiges schultern, sie werden uns noch häufiger begegnen.

Die Kinder springen noch eine Weile hinter uns her, lachen und erzählen Geschichten, von denen wir kein Wort verstehen. "Bom dia", guten Tag, ruft ein Mann uns zu. Er sitzt auf einem Stein und freut sich, dass wir vorbeikommen. Die meisten Kapverdier leben wie er auf dem Land, in einzelnen Häusern oder kleinen Dörfern. Schöne Vorstellung, uns neben den Mann zu setzen, nichts vorzuhaben und dabei ganz entspannt zu sein. Sind wir aber nicht. 15 Inseln gibt es hier, neun sind bewohnt, und mindestens fünf davon wollen wir sehen.

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  Marktfrauen warten  in der Hauptstadt Praia auf Käufer

Marktfrauen warten in der Hauptstadt Praia auf Käufer

Wir nahmen die Fähre nach São Vicente, weil wir die Musik der Kapverden hören wollten. Und dann ist da nichts als Stille. In der Hafenstadt Mindelo, dem kulturellen Zentrum der Inseln: verschlossene Türen. Wo sind all die Künstler und Sänger? Die Lieder der berühmten Cesária Évora haben uns schon durch manche Hamburger Nacht begleitet, uns mit der Sehnsucht nach Süden, nach warmen Sommerabenden erfüllt. Ihre Musik hat uns neugierig gemacht, wie sie hier lebt. Cesária sei verreist, hören wir. Aber es leben doch noch so viele andere Musiker hier, die live in kleinen Bars spielen, die Nächte zum Schwingen bringen.

"Heute ist Sonntag", sagt einer der Jungs, die am Hafen in ihren Holzbooten dösen. Und das bedeutet hier, wo rund 85 Prozent Katholiken leben, noch einen echten Ruhetag. Ein Erbe der portugiesischen Kolonialherrschaft. Die Fahrer lehnen an ihren Aluguers, grinsen beim Anblick der beiden hellhäutigen Frauen, die durch die Hitze in den leeren Gassen irren. Aus ihren Radios singt leise der kapverdische Mädchenschwarm Beto Dias, von "amor", von unerfüllter Liebe, von Abschieden.

Wir lassen uns über die Insel fahren. Am Strand der Baía das Gatas baumelt das Banner des vergangenen Musikfestivals im Wind. Auf den schwarzen Steinen am Strand sitzen Jungs einer Fußballmannschaft und laden uns ein, mit ihnen die erfolgreiche Saison zu feiern. Wir lachen und ziehen weiter. Dahinter Berge wie aufgeblähte Termitenhügel. Der höchste verdankt einem Hauch von Grün den Namen "Monte Verde", Grüner Berg. Auf dem benachbarten Santo Antão würden sie wohl herzlich lachen über so einen Namen für diesen Flaum. Ein paar Kilometer Luftlinie können auf den Kapverden Welten ausmachen. Jedes Mal, wenn die Propellermaschine landet oder die Fähre anlegt, ist das wie eine Ankunft in einem neuen Land.

  Surfer in der Urlauber-Hochburg Santa Maria

Surfer in der Urlauber-Hochburg Santa Maria

Neuer Tag, neue Welt. Mindelo ist erwacht. Motorenlärm knattert durch die holprigen Gassen. Frauen säumen die Straßenränder, manche sitzen vor Hügeln aus schrumpeligem Gemüse, importiert aus Santo Antão oder vom afrikanischen Festland. Andere balancieren Plastikwannen voller Fische auf dem Kopf und tragen ihr Baby umgeschnallt auf dem Bauch oder Rücken. Alle rufen durcheinander. Händler laufen hin und her, gestikulieren, überbieten sich lautstark, halten uns die immer gleichen Ketten aus Muscheln, Holz- und Glasperlen entgegen. Und einen Hoffnungsschimmer. Endlich: Einladungen zu einem Live-Konzert.

Das "Café Musique" ist rot beleuchtet. Auf der Bühne sitzt Bau, das schmale Gesicht auf seine Gitarre gerichtet. Der voll besetzte Raum schwankt vor unseren Augen. Wir kommen direkt von einem Schiffsausflug und sind noch etwas wackelig auf den Beinen. "Bau ist einer der Besten", raunt eine Frau neben uns. Hoch und schnell klingt seine Gitarrenmusik, ein bisschen wie Regen auf einem Blechdach. Zuhören und wegträumen, zurück zum Nachmittag auf der Yacht eines Hochseefischers. Wir schaukeln in Gedanken wieder auf den Wellen, sehen glänzende Delfine aus dem Wasser brechen und durch die Luft springen. Jetzt einfach hier sitzen bleiben, uns von der warmen Nacht einlullen und die Kapverden-Bilder weiter mit der Musik verschmelzen lassen. Noch ein bisschen bleiben in der Stadt, wo uns nach zwei Tagen schon jeder Dritte grüßt. Aber der Flieger für morgen ist gebucht, und man weiß hier nie, wann wieder ein Platz frei wird.

  Im Restaurant in Sal-Rei auf Boavista spielt die Gruppe Djalunga live

Im Restaurant in Sal-Rei auf Boavista spielt die Gruppe Djalunga live

Dann kamen wir nach Boavista, wegen der weiten Strände. Und sie sind sogar noch viel besser als erwartet: heller, glatter, länger, wie Tiefschneepisten. Sollte es hier so einfach sein, dass wir sofort finden, was wir suchen? Wir sehen Kite-Surfer durch die Luft segeln, Wellenreiter auf ihrem Brett liegen, mit den Armen rudern und auf den richtigen Moment warten. Gut, dass wir weitergehüpft sind, auch wenn es uns immer schwer fällt, uns loszueisen. Jede Insel zieht uns wieder neu in ihren Bann. Jetzt wollen wir sehen, wie es unter der zerknitterten Atlantik-Decke aussieht. Auf zur Tauchstation.

Zu aufgewühlt, kein guter Tag zum Schnorcheln, sagt ein Mann aus dem Schatten seiner Bambushütte. "Das hier ist kein Disneyland. Ihr müsst die Tage nehmen, wie sie kommen." Wir sollten lieber aufs statt ins Wasser gucken. Surfen könnten wir auch vergessen, das sei hier zu gefährlich für Anfänger. Sagt's, klemmt sich ein Brett unter die muskulösen Arme und verschwindet dort, wo wir heute nur zuschauen sollen. Zu Recht, beim Schwimmen wirbelt uns die Strömung durch, und unsere Knie schrammen über scharfe Steine am Boden.

Alles klar, jetzt haben wir verstanden. Vieles, was wir uns vorgestellt hatten, gibt es auf den Kapverden, und wir haben es auch gefunden. Aber nicht genau, wann und wo wir erwartet hatten. Oft auch auf den zweiten Blick. Oder wenn wir uns eigentlich schon von unseren inneren Bildern verabschiedet hatten. Genau deshalb fühlen wir uns so wohl hier, weil wir die Inseln nach und nach selber entdecken.

  Zwischen den weiten Dünen auf Boavista steht der Umweltschützer Pedro

Zwischen den weiten Dünen auf Boavista steht der Umweltschützer Pedro

Bevor wir an unserem Fünf-Sterne-Strand verbrennen, springen wir wieder auf ein Aluguer und lassen uns vom Fahrtwind abkühlen. Ungeteerte Straßen führen durch eine Landschaft aus Sandhügeln. Ein paar Ziegen heben ihre Köpfe. Ansonsten ist da nichts außer Meer in allen Blautönen und Palmen. "Sie haben zu wenig Wasser", erklärt Pedro später. Er ist Spanier und arbeitet für "Natura 2000", eine Organisation, die sich zusammen mit dem WWF für einen umweltgerechten Tourismus auf den Kapverden einsetzt. Und er weiß nicht, wo er anfangen soll, seine geliebte Insel zu beschützen: Wenn die Schildkröten an Land ihre Eier ablegen, passt er auf, dass möglichst viel Nachwuchs überlebt. Fünf von weltweit sieben Meeresschildkröten-Arten leben in kapverdischen Gewässern. Wenn ausländische Investoren mit Sandmobilen in die Ruhe brechen wollen oder Bagger sich für Hotel-Anlagen durch den Sand graben, kämpft Pedro im Stadtrat von Sal-Rei dagegen. Aber die Hotels stehen schon. Der Flughafen wird ausgebaut, bald werden Maschinen direkt aus Europa auf Boavista landen. Sie werden mehr Touristen und mit ihnen mehr Ansprüche auf die Inseln bringen. Auch mehr Geld. Hoffentlich nicht nur für die Investoren, die Einwohner könnten es gut gebrauchen in dem Entwicklungsland mit wenigen Rohstoffen. Vielleicht sieht der Strand irgendwann aus wie auf der Nachbarinsel Sal, wo wir unsere Reise angefangen haben. Dort reihen sich Hotels, Souvenirläden und Surfschulen aneinander, der Pauschaltourismus ist angekommen. Aber alle Inseln wird er nicht so schnell überziehen. Dafür sind sie zu unbequem, zu bergig und zu widerspenstig. Zum Glück.

  Musiker in Praia

Musiker in Praia

Auf Santiago hatten wir dann keine Erwartungen mehr. Ein bisschen ratlos stehen wir in Praia, der Hauptstadt, die vor allem eins nicht ist: schön. Ein Ufo der Präsidentenpalast, ein Puzzle aus Wellblechhütten der Markt, ein karger Berg das Plateau, auf dem Botschaften und Cafés stehen. Und einsam davor eine Figur von Amílcar Cabral, dem Vorkämpfer, ermordet, noch bevor die Kapverden vor 31 Jahren unabhängig wurden. Aber inzwischen wissen wir, dass der erste Blick uns nicht abschrecken muss, dass wir einfach Zeit brauchen. Wir landen in einer Bar auf dem Plateau. Kaum sitzen wir vor unserem Bier, packt der Musiker Tottavares seine Gitarre aus und singt. Der Wirt sitzt auf einem Cajon, einer Kiste aus Holz, und wischt mit Drahtpinseln im Takt darüber. Jeder, der reinkommt, singt mit. Alle kennen die Lieder von der Liebe zum Meer, der Sonne, den Inseln.

  Im Grill-Lokal in Tarrafal auf Santiago kommen die Lieder aus Lautsprechern

Im Grill-Lokal in Tarrafal auf Santiago kommen die Lieder aus Lautsprechern

Sie hallen noch in den Ohren, als wir Praia schon hinter uns gelassen haben. Vor den Autofenstern verwandelt sich Santiago von einer Mondlandschaft aus rötlichem Fels in eine Steppe und wird dann immer bergiger und grüner. Und wir machen es wie die Kapverdier: einfach nur gucken. Santiago ist die größte Insel, wir könnten in wenigen Stunden in Tarrafal am anderen Ende sein. Wir brauchen aber einen ganzen Tag, weil wir in jeder zweiten Kurve anhalten. Jedes Tal, jeder Berg sieht anders aus, das Licht verändert sich ständig. Mal scheint die Sonne nur ganz leicht durch die Wolken. Mal fällt ein Strahlenbündel durch die Decke am Himmel und wirft sein Licht auf einen Fleck wie ein Scheinwerfer. Bei jedem Stopp kommen Kinder angerannt und umlagern das Auto. Sie blicken gebannt durch die Scheiben, als säßen wir in einer Schneekugel. Eine Karawane Wasser tragender Esel trottet neben uns her. Riesige schwarz-gelbe Spinnen hängen zwischen den Agaven. Sie seien ungefährlich, rufen die Leute uns zu. In der Bergstadt Assomada warten wir eine Stunde in einem Restaurant auf eine Gemüsesuppe. Als wir entnervt aufstehen, wundert sich die Kellnerin, warum wir es so eilig haben.

Tagelang könnten wir so weiterfahren: durch grüne Berge und karge Ebenen, an langen Stränden und kleinen Buchten, manche mit hellem Sand, manche mit schwarzem - wie auf der Insel Fogo. Ganz hinten, wo Himmel und Meer schon fast verschmelzen, taucht ihr aktiver 3000-Meter-Vulkan auf. Mit Sal haben wir fünf Inseln gesehen - und vor lauter Begeisterung so viel Zeit auf ihnen verbracht, dass wir diese auslassen müssen. Fogo, unsere ungestillte Sehnsucht. Aber keine, die schmerzt, sondern Lust auf mehr macht. Ein schönes Kapverden-Gefühl, das wir mit nach Hause nehmen.

Reise-Infos Kapverden

Ein Land, viele Gesichter: Welche Insel für Sie die richtige ist

Reisezeit Ganzjährig warm bis heiß - auf den bergigen Inseln oft leicht bewölkt (Durchschnittstemperatur ca. 24,8 Grad). August bis Oktober gelten als feuchte Monate, in denen es selten, aber heftig regnen kann. Aber auch von November bis Juli gibt es keine Garantie, dass es nie regnet.

Einreise Der Reisepass muss über das Rückreisedatum hinaus mindestens sechs Monate gültig sein. Touristenvisum vor der Reise abschließen, vor Ort können die Formalitäten lange dauern.

Herumkommen Mit der TACV kommt man innerhalb der Kapverden in Propellermaschinen nach Sal, São Vicente, São Nicolau, Santiago, Fogo und Boavista. Günstig ist ein Airpass: zwischen 130 Euro für zwei und 280 Euro für fünf Coupons. Schiffe sind nur unregelmäßig und teilweise lange unterwegs. Ausnahme: Die Fähre zwischen São Vicente und Santo Antão fährt täglich und braucht eine Stunde.

Telefon Internationale Vorwahl: 002 38.

Die Inseln

Insgesamt gibt es neun bewohnte Inseln. Klimatisch teilen sie sich in "Barlavento", im Wind (Sal, Boavista, São Nicolau, São Vicente, Santo Antão), und "Sotavento", unter dem Wind (Santiago, Fogo, Maio, Brava).

Grün und bergig: Santo Antão

  "Hotel Pedracin Village"

"Hotel Pedracin Village"

Viele Trekking-Gruppen kommen nur ihretwegen - und voll auf ihre Kosten: bis zu 2000 Meter aufragende Berge, teils zerklüftete, teils wunderschön grüne Täler, unzählige Wanderwege.

Übernachten Pasquinha: Páscoa Rodrigues vermietet einfache, saubere Zimmer und bemüht sich sehr um seine Gäste. Im zweiten Stock Terrasse mit Blick auf einen fast immer belebten Fußballplatz. DZ/ F ab 23 Euro (Ponta do Sol, Tel./Fax 225 10 91). Por de sol Arte: direkt am Meer, Herberge, Restaurant, Verkauf von Kunsthandwerk und Organisation von Wandertouren. Betrieben von Franzosen, die auch gut Englisch sprechen. Sieben Zimmer, DZ ab ca. 16 Euro (Ponta do Sol, Tel. 225 11 21). Hotel Blue Bell: bisher das größte Hotel in Ponta do Sol, 25 Zimmer, zwei Suiten. Restaurant im Erdgeschoss. DZ/F ab 40 Euro (Ponta do Sol, Tel. 225 12 15, Fax 225 13 08). Hotel Pedracin Village: in den Bergen. DZ/F ca. 55 Euro (Boca de Coruja/Ribeira Grande, Tel. 224 20 20/1)

Essen und Trinken Por d'Sol: unten Café, oben Restaurant mit kleiner Terrasse. Lecker: gebratener Ziegenkäse mit Banane, Tomate und Honig (Ponta do Sol). O Veleiro: ein herrlicher Logenplatz über den Klippen am Hafen. Spezialität des Hauses: Fisch oder Langusten (Ponta do Sol).

Lebendig und abwechslungsreich: Santiago

Die größte Kapverden-Insel mit dem Regierungssitz in der Hauptstadt Praia. Hier spürt man am deutlichsten die Nähe zu Afrika. Übernachten Aparthotel Holanda: im Stadtteil Achada Santo António von Praia. Ein kapverdischer Bildhauer und seine holländische Frau haben zehn Zimmer und eine Suite liebevoll eingerichtet und eine Oase mit Dachterrasse und gut bestückter Bibliothek geschaffen. DZ/F ab ca. 40 Euro (Praia, Tel. 262 38 39/40, Fax 262 37 10). Oasis Atlântico Praiamar: Resorthotel im teuren Stadtteil Prainha, direkt am Strand. Tolles Frühstück. DZ/F ab ca. 151 Euro (Praia, Tel. 261 41 53, Fax 261 29 72). Baía Verde: Bungalows unter Palmen am Strand von Tarrafal. DZ/F ca. 34 Euro (Tarrafal, Tel. 266 11 28).

Essen und Trinken Café Sofia: Café mit Hinterhof im Palácio da Cultura. Der Laden darunter verkauft kapverdische Musik (Praia, An der Avenida Amílcar Cabral). O Poeta: Hier speisen Sie unter Diplomaten auf einer schicken Terrasse. Sogar die panierten Hähnchenschenkel mit Pommes sind extrem lecker (Praia, an der Straße, die vom Hafen in den oberen Teil von Prainha führt, Tel. 261 38 00, Fax 261 16 03). Casa Dela Club 29: kleine Bar, leicht zu übersehen - aber nicht zu vergessen, wenn man hier ein spontanes Live-Konzert erlebt hat (Praia, um die Ecke von der amerikanischen Botschaft auf dem Plateau, Tel. 261 82 51). Sala da Música: kleine Live-Konzerte, nur drei Minuten vom "Casa Dela Club 29" (Praia, Avenida Amílcar Cabral).

Karg und kulturell: São Vicente

  "Casa Café Mindelo"

"Casa Café Mindelo"

Interessant für Leute, die kapverdische Kultur lieben: In Mindelo, der zweitgrößten Stadt des Landes, leben neben der berühmten Sängerin Cesária Évora viele ebenso hörenswerte Musiker.

Übernachten Residential Maravilha: saubere und preiswerte Pension oberhalb des Hafens, viele Zimmer mit tollem Blick aufs Meer und Balkon. DZ/F ca. 39 Euro (Mindelo, Alto São Nicolau Tel. 230 00 94, Fax 23 22 217). Casa Café Mindelo: ein Wohlfühlhotel in Mindelo mit nettem Café. DZ/F ca. 63 Euro (Rua Governador Calheiros 6, Tel. 231 87 31) Foya Branca Resort Hotel: am Strand von São Pedro gelegen, gleich beim Flughafen. Großzügige Anlage mit drei Swimmingpools, Restaurant, Bars. DZ/F ab ca. 90 Euro (São Pedro, Tel. 230 74 00, Fax 230 00 94). www.foyabranca.com

Essen und Trinken Clube Nautico: Hier gibt's oft Live-Musik. An der Bar trifft man Fischer und Europäer, die gute Tipps geben. Holztische und Grill (Mindelo, direkt an der Avenida Marginal). Nella's: gemütliches Restaurant im ersten Stock mit kleiner Terrasse (Mindelo, Rua Lisboa, Tel. 231 43 20). Café Musique: nicht ausweichen, wenn Ihnen jemand einen Zettel in die Hand geben will! Es könnte eine Einladung zu einem Konzert in dieser Bar sein (Mindelo, Rua Lisboa).

Aktivitäten Billfisch-Club: Es gibt keine Garantie, dass bei einem Bootsausflug ein Blue Marlin anbeißt oder Delfine um die Yacht springen. Aber Berno Niebuhr, der vor neun Jahren von Hamburg nach Mindelo zog, bemüht sich, all das möglich zu machen (Tel./Fax 231 53 26). www.capeverde-fishing.com

Festival de Música de Baía das Gatas: vom 11. bis 13. August 2006, drei Tage Live-Musik unter freiem Himmel in der Bucht ca. 10 Kilometer östlich von Mindelo.

Sportlich und entspannt: Boavista

Weite, unberührte Strände und Dünen. Viele Surfer und Taucher. Leider kaum Schatten.

Übernachten Hotel Boavista: an der - bisher - ruhigen Hauptstraße durch Sal-Rei. Helle, saubere Zimmer, sehr netter Service. DZ/F ca. 44 Euro (Sal-Rei, Rua dos Emigrantes, Tel. 251 11 45). Hotel Dunas: direkt am Hafen von Sal-Rei. Tolles Frühstücksbüfett im Innenhof. DZ/F ab 61 Euro (Sal-Rei, direkt am Hafen, Tel. 25 11 225, Fax 251 13 84).

Essen und Trinken Naida: wenige Holztische, bemalte Wände und leckeres Essen - das Touristen und Kapverdianer lieben, deshalb lieber vorbestellen (Sal-Rei, am Hauptplatz auf der Avenida 4 de Julho). Riba d'Olte: Maria und Pedro versuchten es erfolglos mit makrobiotischer Küche. Jetzt servieren sie mit großem Erfolg vegetarische oder Fisch-Gerichte. Häufig Live-Musik (Sal-Rei, Tel. 251 10 15). www.ribadolte.com

Sonnig und windig: Sal

Salz, Wind und Wellen sind alles, was Sal zu bieten hat und was viele Urlauber - vor allem begeisterte Surfer - vollkommen zufrieden stellt. Für alle anderen ist Sal die Insel für einen Strandtag, bevor man weiterreist.

Übernachten Les Alizés: Pension mitten in Santa Maria. Gemütliche Zimmer, begrünte Dachterrasse. DZ/F ab ca. 57 Euro (Santa Maria, Rua 1 de Junho, Tel. 242 14 46, Fax 242 10 08). Leme Bedje: gleich neben einer Surf- und Tauchstation. DZ/F ca. 63 Euro (Santa Maria, Rua 15 de Agosto, Tel. 242 11 46).

Essen und Trinken Pastelaria Relax: nettes Café für eine Pause im Schatten. Lecker: Fruchtsalat mit Joghurt (Santa Maria, Rua Amílcar Cabral). Nocturna: Die wenigen Tische des Restaurants sind immer voll - mit Kapverdianern und Urlaubern. So wird man auf jeden Fall gut unterhalten, wenn's mit dem Essen etwas länger dauert (Santa Maria, Rua Amílcar Cabral).

Veranstalter Olimar: der Spezialist für individuelle Reisen auf den Kapverden. Bis auf das kleine Brava sind alle bewohnten Inseln im Programm. Den Schwerpunkt setzt jeder selbst, Olimar kümmert sich nach Wunsch um alle Flüge und Unterkünfte. Z.B. 14-tägige individuelle Rundreise Inselhüpfen: An- und Abreise über Sal, über Santiago, Fogo, São Vicente und Santo Antao, inkl. Übernachtungen im Doppelzimmer, Flüge zwischen den Inseln und Transfers 1167 Euro (Tel. 02 21/20 59 04 90). www.olimar.de

Gomera Trekking Tours: Schwerpunkt auf Wandern und Trekking, aber auch Wassersport. Gruppenreisen mit Reiseleitung. Oder 8-tägige individuelle Wandertouren mit feststehender Route, buchbar ab zwei Personen (Tel. 09 11/207 87). www.gomera-trekking-tours.de

Wikinger Reisen: 15-tägige Entdeckerreise nach Santo Antão, São Vicente, Santiago und Fogo, An- und Abreise über Sal mit einem Strandtag. Schwerpunkt Wandern (Tel. 023 31/ 90 47 41). www.wikinger-reisen.de

Reisebücher Reise Know-how Cabo Verde: der umfangreichste deutsche Kapverden-Reiseführer (Reise- Knowhow Verlag, 22,50 Euro). Dumont Reisetaschenbuch Kapverdische Inseln: knapper und übersichtlicher, dafür auch weniger Tipps und Adressen (12 Euro).

Info Umfangreich: www.caboverde24.com/deutsch

Text: Tinka Dippel Fotos: Nora Bibel BRIGITTE Heft 08/2006

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