Alaró: Siesta unterm Feigenbaum

Alaró - schon mal gehört? Nein? Dann wird's aber Zeit: Im Inselinneren Mallorcas verwandeln sich immer mehr Dörfer und Städtchen in kleine Schönheiten. Ein Besuch in Alaró - mit noch mehr Adressen für einen Urlaub auf dem Land.

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Die Plaça von Alaró schimmert in der Abendsonne wie polierter Marmor. Das Rathaus und seine Arkaden strahlen honiggelb. Die Balkone der Bürgerhäuser blitzen frisch lackiert. Alte Männer schweigen nebeneinander auf einer Holzbank unter Platanen. Spielende Mädchen hüpfen übers Pflaster. Nur ich passe nicht ins Bild.

Ich ziehe nun schon zum dritten Mal meinen Rollkoffer über den Platz und finde mein Hotel nicht. Statt mich auf die Gassen zu konzentrieren, habe ich hierhin und dorthin geguckt. Und überlegt, ob ich mich nicht einfach in die Bar "Sa Plaça" setzen und einen Café con leche trinken sollte. Aber alle Tische draußen sind schon besetzt. Da stellt ein Mann in den Vierzigern, Typ Künstler mit Cordhose und Stiefeln, sein Glas ab und schlendert herbei. Ob er mir helfen könne? Was ich suche? "Das 'Ca's Prebe'?" - "Keine fünf Minuten von hier!", sagt er. "Aber vorher erzählen Sie mir bitte, warum Sie ausgerechnet in unserem Städtchen Urlaub machen. Im Inselinneren, nicht an der Küste." Lorenzo holt ein Glas Wein für mich.

BRIGITTE-Autorin Nicole Schmidt

Ich kenne Mallorca gut, mag Palma und die Strände, aber was mich zuletzt richtig begeistert hat, sind die Dörfer. Was die alles gemacht haben, damit man anhalten und bleiben möchte! Fußgängerzonen geschaffen, Museen eingerichtet, Häuser renoviert, Verschönerung von vorn bis hinten. Ich liebe den Kontrast aus alten Bruchsteinmauern und modernem Design, ich mag dunkle Balken an niedrigen Decken. Ich kann nicht genug kriegen, wenn es zum Frühstück hausgemachte Marmelade und Wurst gibt. Deshalb habe ich mir ein Hotel in Alaró ausgesucht.

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Bei Lorenzo kann man guten Wein trinken

"Lorenzo, woher kommt denn dieser gute Wein, den ich gerade trinke?" Er ist prallgelb wie Stroh, duftet nach Mango und Limette. "Aus Alaró", sagt Lorenzo und strahlt. "Es ist mein eigener Wein, ein Chardonnay." Gekeltert wurde der Weißwein in einer Gerberei, die Lorenzo zu einer Bodega umgebaut hat. Eigentlich ist er Architekt, aber wirklich glücklich macht ihn das Keltern von Wein. Am liebsten Malvasia. Die Gegend um Alaró ist für den Anbau dieser Rebsorte ideal: ein Tal am Fuße des Gebirges Serra de Tramuntana. Rote Erde, große Landgüter, Oliven-, Feigen- und Orangenbäume. Waldige Hügel am Rand der Ebene. Alles überragend: zwei schroffe Felskolosse, über 800 Meter hoch, Wolken- Barrieren, die hin und wieder für Regen sorgen - gut für den Wein. "Malvasia ist mallorquin bis in die Wurzeln", sagt Lorenzo. "Er hat einen eigenen Charakter und eine moderne Note. Wie Alaró."

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Die Glocke der großen alten Kirche Sant Bartomeu schlägt sieben. Ein Ober im weißen Hemd mit Fliege eilt an unseren Tisch und serviert frisch zubereitete Tapas: Lammkotelettchen mit Knoblauch und Rosmarin, Spinatsalat mit gebackenem Ziegenkäse. Am Nachbartisch bestellt ein Schwarm Radfahrer in Neongrün das Gleiche und schwirrt nach dem Essen davon.

Mit meinem Hotel habe ich schon nach der ersten Nacht einen Platz gefunden, von dem ich nicht mehr wegwill. Das "Ca's Prebe" war früher das Zuhause eines Schuhmachers. Der Meister muss gut im Geschäft gewesen sein, er konnte sich ein Palais leisten. Bogenförmige Eingangstür, Fensterläden, Sprossenfenster, Terrakottafliesen, Deckenbalken. Im Garten quillt das Grün über Mäuerchen und Treppen. Große und kleine Palmen, Bougainvilleen, Bäume und Rankengewächse. Im Springbrunnen schwimmen Seerosen, im Pool die Gäste. Viele sind es nicht. Es gibt nur fünf Zimmer und Suiten. Gestaltet sind sie nicht zu nüchtern und nicht zu verspielt.

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Dieser Stil begegnet mir in Alaró mit seinen überwiegend bescheidenen Natursteinhäusern immer wieder. Das Städtchen, knapp 30 Kilometer nordwestlich von Palma de Mallorca, ist typisch für die Verwandlung bislang unscheinbarer Orte in kleine Schönheiten.

Fornalutx, Deià und Valldemossa sind schon lange für ihren Charme bekannt, aber jetzt haben sich auch die "normalen" Dörfer und Städtchen herausgeputzt, zum Beispiel Esporles, Santanyí, Porreres, Ses Salines und eben Alaró. Weil die Inselregierung lange Zeit für den Tourismus ganz auf "Sol y Playa", Sonne und Strand, gesetzt hatte, wurden die Orte im Inselinneren vergessen. Und das ist ein Glück. So gibt es hier statt unzähliger Mega-Discos und Souvenirshops kleine Geschäfte mit Charakter.

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Wie in der Einkaufsstraße von Alaró, der Alexandre Rosselló. Zwischen einem Schuhgeschäft für die reifere Frau, einer Galerie und einem altertümlichen Lotto-Laden steht eine Schaufensterpuppe und deutet nach oben. Etliche Treppenstufen höher stehe ich im Atelier von Margalida Mayol. Mit Blick über die Flachdächer der Kleinstadt sitzt die junge Frau an ihrer Nähmaschine, ringsum ein Wust von Schneiderpuppen, Stoffen, Garnen, Modellzeichnungen und Ballettkleidchen. Die schwarzen Locken hat sie mit einem Gummi gebändigt, ihr bequemes T-Shirt-Kleid ist eine Eigenkreation, das Atelier gleichzeitig ihr Laden. Ob ich sie störe? Aber nein. Sie müsse eben nur ein kleines Schwarzes fertig nähen. Für ihre Mutter, die heute Geburtstag hat.

Was macht eine junge Mode-Designerin in Alaró? Das habe sie sich nach dem Studium auch gefragt. Ihr Heimatort kam ihr damals öde vor, deshalb zog sie nach Madrid. Aber bei jedem Besuch merkte sie, wie Alaró sich veränderte, lebhafter, attraktiver, interessanter wurde. Sie vermisste die Berge, das Licht. "Wenn es ein Stück wahres Mallorca gibt, dann hier im Inselinneren. Alaró hat seine Seele nicht verkauft", sagt Margalida, die jetzt im Haus ihrer Oma lebt. "Wie ich sind viele Junge abgehauen. Und wiedergekommen. Wir haben aus den Fehlern unserer Vorgänger gelernt: Wir sind aufgeschlossen für Änderungen, aber alles in Maßen." Dass das Alte und Moderne gut zusammenpassen, wolle sie mir gern zeigen. Sie müsse eh noch Garn besorgen und mit ihren Hunden spazieren gehen.

Noch nicht lange her, da sei diese Straße mit Autos verstopft gewesen, sagt Margalida. Inzwischen hat die Gemeinde daraus eine Fußgängerzone gemacht, den Verkehr beruhigt, das Kulturleben aufgefrischt. Es gibt ein Theater, in dem moderne Tanzensembles und Zirkustruppen auftreten. Eine lichtdurchflutete Bibliothek. Ein Kulturzentrum aus alten Marès-Steinen und Beton. Was mir Margalida dann zeigt, ist eine Kunst für sich: der Gemischtwarenladen Can Bou. Am Eingang stehen Reisigbesen und Plastikeimer, drinnen hängen Pfannen und Klobürsten von der Decke, stapeln sich in Regalen Dinge von der Schuhcreme bis zum Hundefutter. Die Preisschilder sind mit Füller beschrieben.

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Eine elegante Dame im blau-weißen Kleid, das weiße Haar in leichten Wellen frisiert, kommt auf uns zu. Sie mag älter als 80 sein. Margarita Rosseló. Sie hat gegen jeden Fleck ein Mittelchen, sie weiß, wie man stumpfe Fliesen blank kriegt. Schon als Mädchen bediente sie in dem Laden, den ihr Großvater gründete. Wir dürfen in ihre Wohnung. Fünf Stufen treppabwärts, schon stehen wir in ihrem Salon. Pendeluhren, Aschenbecher aus schwerem Glas, Spitzenvorhänge. Ich sinke in einen tiefen Sessel. Hier tauschen Sie also den neuesten Klatsch aus? "Klatsch und Tratsch? Ich bitte Sie! Wir reden hier nicht schlecht über andere", sagt Margarita und ruckelt ihren Rock gerade. Sie wolle mir lieber von Alaró erzählen.

Die Mauren haben die Siedlung gegründet, weil zwei Quellen den Ort mit Wasser versorgen konnten. Margarita ist stolz auf ihren Geburtsort: "Wir hatten hier schon im August 1901 Strom. Vor Palma!" Denn Alaró war schon damals kein bloßes Bauernnest, hatte viele Schuhwerkstätten und Fabriken. Wegen der Arbeitsplätze zogen Fremde hierher. "Nur eine Fabrik hat überlebt, aber die Offenheit gegenüber Ausländern ist geblieben. Wir leben gut zusammen mit Deutschen, Engländern, Kolumbianern und Venezolanern, haben sogar eine internationale Fußballmannschaft!" Es stimmt, was die alte Dame und die junge Designerin sagen: In Alaró fügt sich eines zum anderen, und aus gänzlich Verschiedenem entsteht neue Harmonie. Samstag in der Kirche Sant Bartomeu. Auf dem Platz davor ist Markt. Um halb zwölf Uhr hat in der Kirche eine kostenlose Matinee mit Orgelspiel begonnen. Die Tür steht weit offen, und langsam vermischt sich der Weihrauch mit dem Geruch von Käse und Brathähnchen.

Reisetipps: Das Beste von Alaró

Übernachten

Das Hotel Ca's Prebe

Ca's Prebe. Kaum schließt man die schwere Holztür, fühlt man sich zu Hause. Mit viel Sinn fürs Dekorieren hat Elena Catala in dem Haus am Ende einer ruhigen Straße fünf geräumige Zimmer im Landhausstil eingerichtet. Üppiger Garten. DZ/F ab 75 Euro (C/. Ca'n Barbut, ES-07340 Alaró, 35 y 37, Tel. 971 51 83 30, Fax 21 38 64, www.casprebe.com).

Petit Hotel Alaró. Das deutsch-brasilianische Ehepaar ließ die Wände des hübschen Hotels in der Ortsmitte so fröhlich streichen, wie es selber ist. Mit Garten, Pool und Grillplatz. Hausherrin und Wanderführerin Angela Daghigh-Nia gibt gute Tipps. DZ/F ab 80 Euro (Camp Roig, 43, Tel. 971 51 87 51, Fax 51 01 22, www.petithotelalaro.es).

Einkaufen

Spitze: Tony Mora

Mayol Moda. Designerin Margalida Mayol schneidert junge, freche und bequeme Kreationen vom T-Shirt-Kleid für 45 Euro bis zur maßgefertigten Abendrobe. Ihr Atelier ist gleichzeitig Laden (Alexandre Rosselló, 14, 1. Stock, Mobil- Tel. 659/ 81 91 17).

Ca Na Juanita. Keine andere Bäckerei Mallorcas macht so lockere, knusprige und breite Ensaimadas, süße Hefeschnecken. Viele Sorten! (Plaça Ajuntament, 19).

Tony Mora. Die Schuhfabrik produziert in Handarbeit Cowboystiefel, vor allem für Frauen, z. B. mit Rosenblüten, in Lila, Weiß. Paar ab 190 Euro, im Outlet 15 Prozent Rabatt (Carretera Alaró, km 4, Tel. 971 51 43 17, www.tonymora.com).

Bodega Vinyes d'Alaró. Der Chardonnay der Kellerei von Lorenzo Colom ist vom Feinsten (Finca Sa Teulera Nova, auf der alten Landstraße nach Santa Maria, beschildert, Tel. 971 72 11 29, Termin vereinbaren; online- Bestellung über www.vinyesdalaro.com).

Markt. Auf dem Platz vor dem Rathaus verkaufen die Bauern samstags (8 bis 14 Uhr) u. a. Obst, Gemüse, Käse, hausgemachte Blutwurst, Oliven, Feigenmarmelade.

Ansehen

Castell d'Alaró

Castell d'Alaró. Der Aufstieg zu der verfallenen Festung ist teilweise steil, kostet ein wenig Puste und dauert zwei bis drei Stunden, dafür hat man oben in 825 Meter Höhe halb Mallorca zu Füßen liegen (hinter dem Ortsende von Alaró auf der Landstraße den Hinweisen folgen. Alternative: bis zum Landgasthof "Es Verger" fahren, dann von dort etwa eine Dreiviertelstunde zu Fuß auf dem Serpentinenpfad ans Ziel).

Ausgehen

Traffic. Gehobene mallorquinische Küche, z. B. Bacalao (Stockfisch) mit Honig, Sobrasada-Wurst und Safran. Zum Restaurant gehört das komfortable Hotel "Can Xim". DZ ab 80 Euro (Plaça de la Vila, 8, Tel. 971 87 91 17, www.canxim.com).

Sa Fonda. Rustikaler Keller mit typisch mallorquinischen Speisen wie Spanferkel und Lammschulter (C/.Can Ros, Tel. 971 51 83).

S'Olivaret. Landgut in wilder Natur. Wäre das Essen, z. B. Rinderfilet in Blätterteig auf Birnensoße, nicht so vorzüglich (3-Gänge-Menü für 27 Euro), würde man sicher auch wegen der Aussicht auf senkrechte Felswände kommen. Wer bleiben will, kann im Hotel übernachten. DZ/F ab 186 Euro (Auf der Landstraße Alaró-Orient, km 3, Tel. 971 51 07 19, www.solivaret.com).

Hinkommen

Direktflug z. B. mit Lufthansa von Frankfurt/ Main nach Palma de Mallorca ab ca. 285 Euro

Info

Auskunft im Rathaus: Ajuntament d'Alaró, Plaça de la Vila, 17, ES-07340 Alaró, Tel. 971 51 00 00, www.ajalaro.net

Reisetipps: Adressen für die ganze Insel

Aus alten Herrenhäusern wurden Hotels, Restaurants und Geschäfte. Die besten Adressen auf der ganzen Insel - von schlicht bis schick.

Übernachten

Lichtgestalt: L'Estada

Petit Hotel Ca'n Riera. Wie kommt es, dass der 200-Einwohner-Flecken Moscari gleich zwei Hotels hat? Die Besitzer hatten mit ihrem ersten Hotel ("Ca'n Calco") so viel Erfolg, dass sie noch eins eröffneten; in einem 650 Jahre alten Haus. Mit modernem Design kombiniert, kommen die Bruchsteinmauern des "Ca'n Riera" erst so richtig gut zur Geltung. DZ/F ab 105 Euro (C/. Campanet, 1, ES-07316 Moscari-Selva, Tel. 971 51 52 60, Fax 51 51 09, www.canrierahotel.com).

Sa Rota d'en Palerm. Die Finca in einem Bauerndorf ziemlich genau in der Mitte der Insel erinnert trotz renovierter Zimmer an das Mallorca von früher: im Salon schwere Möbel und alte Bilder, im Garten ein Ziehbrunnen. Familientauglich sind die Ferienhäuschen mit zwei Zimmern und Küche. DZ/F ab 122 Euro (Landstraße Lloret Montuiri, km 0,8, Lloret de Vistalegre, ES-07518 Mallorca, Tel. 971 52 11 00, Fax 52 11 01, www.sa-rota.com).

L'Estada. Das Tal ringsum war schon immer schön, jetzt ist es auch der Ort: Esporles hat nun eine richtige Mitte und einen Fußgänger- Boulevard. Und neben der Kirche ein Boutique- Hotel: altes Steinhaus mit Charme, modernem Mobiliar, großem Garten. Das Neun-Zimmer- Hotel nimmt keine Kinder unter zehn Jahren auf. DZ/F ab 130 Euro (Plaça d'Espanya, 8, ES-07190- Esporles, Tel. 971 61 02 02, Fax 61 17 63, www.hotelestada.com).

Ca'n Bonico. Früher nur ein Durchgangsort zum Strand Es Trenc, ist Ses Salines jetzt auch ein Städtchen zum Bummeln (Delikatessen, Restaurants) und Bleiben: z. B. in dem historischen Herrenhaus im Zentrum, das in ein edles Hotel mit 28 hellen Zimmern verwandelt wurde. Garten mit Pool, neue kleine, familientaugliche Bungalows. DZ/ F ab 120 Euro (Plaça San Bartolomé, 8, ES-07640 Ses Salines, Tel. 971 64 90 22, Fax 649 06, www.hotelcanbonico.com).

Gartenschmuck: L'Estada

Son Olive. Als allein reisende Frau kommt man sich in dem einstigen Bauernhof westlich von Selva auf keinen Fall verloren vor. Zwar gibt es keine Einzelzimmer, dafür persönliche Atmosphäre, ein prima Thalasso-Wellness-Angebot, viel Ruhe im Grünen, einen Pool. Und ein gutes Restaurant. DZ/F ab 140 Euro (Cami de Es Pedregar, km 2,2, ES-07313 Selva, Tel. u. Fax 971 51 58 41, www.sonolive.de).

S'Hort de Cas Missèr. Was im Garten wächst, ob Grapefruit, Kaki oder Mandel, landet oft auf dem Frühstückstisch. Die acht Zimmer des Landguts vor den Toren von Selva im Nordwesten der Insel sind hübsch mallorquin eingerichtet. DZ/F ab 160 Euro (Cami Diumences, ES-07313 Selva, Tel. und Fax 971 87 38 72, www.hortdecasmisser.com).

Son Penya. Dass es zuletzt eine Rinderfarm war, sieht man dem Luxushotel bei San Llorenç des Cardassar im Nordosten der Insel gar nicht mehr an. Helle Zimmer, schöner Garten, Restaurant und Spa. Vier Golfplätze in der Nähe. DZ/F ab 200 Euro (Cami de Son Berga, ES-07530 San Llorenç, Tel. 971 82 66 40, Fax 82 65 43, www.esturodesonpenya.com).

Santanyí. Das Städtchen Santanyí im Südosten hat erst seinen Hauptplatz umgestaltet, dann die Sandstein-Bürgerhäuser renoviert, und schon eröffneten Bars, Geschäfte und auch zwei Hotels. Besonders hübsch ist dieses gleich neben dem Marktplatz (Samstagsmarkt!) in einer ruhigen Seitenstraße gelegene. Sieben freundliche helle Zimmer, Patio und Dachterrasse, Restaurant. DZ/F ab 110 Euro (Plaça Constitució, 7, Tel. 971 64 22 14, www.hotel-santanyi.com).

Genießen

Es Convent del Marquès. In dem hübschen, ehemaligen Klosterhof in Santa Maria del Camí, einem Städtchen nordwestlich von Palma, speist man zwischen Säulengängen, Tulpenbäumen und Springbrunnen. Typisch mallorquinische Küche, Mittagsmenü für 18,50 Euro (Plaça Hostals, 30, Tel. 971 14 02 71, nur in der Sommersaison geöffnet, www.elmarquesbanquetes.com).

La Posada del Marqués.Sitzt man auf der Terrasse, vergisst man die kurvenreiche Fahrt zu dem noblen Landgut bei Esporles. Super Aussicht auf die Berge, ins zauberhafte Verger-Tal und bis hinüber nach Palma. Sehr gute europäische Küche, z. B. Spaghetti mit Gambas. Sonntags 3-Gänge-Überraschungsmenü für 22 Euro (Es Verger, s/n, Tel. 971 61 12 30, www.posadadelmarquesmallorca.com).

Santi Taura. Das Restaurant bietet statt einer Karte ein tolles 6-Gänge-Menü für 26,50 Euro und preiswerte Getränke. Junger Starkoch, frühzeitig reservieren! Tipp: Nicht nur zum Essen nach Lloseta fahren. Von der Hauptstraße die Treppen hochsteigen, in den Gassen Stoff- und Schuhgeschäfte entdecken (C/.Joan Carles I, 48, Tel. 971 51 46 22).

Ca Na Toneta. Wer endlich den Weg zum verträumten Dorf Caimari gefunden hat, wird glücklich. Alles, was das reine Frauen-Team kocht, schmeckt nach Mallorca, etwa eine Art Pizza mit Zucchini, Ziegenkäse und Olivenpaste. Weinumrankte Terrasse. 5-Gänge-Menü für ca. 26 Euro (C/.Horitzó 21, Tel. 971 51 52 26, außer von Juli bis September nur an Wochenenden und Festtagen geöffnet, www.canatoneta.com).

Es Recó de Randa. Nicht neu, aber immer wieder schön ist dieses Restaurant mit Hotel im verträumten Dorf Randa (DZ/F ab 145 Euro, Zimmer renoviert). Auf die Teller kommen Klassiker der Inselküche, z. B. Lammschulter aus dem Steinofen für 22 Euro. Von der neu gestalteten Terrasse geht der Blick übers Land bis zum Meer (Font, 21, Randa, Tel. 971 12 03 02, www.esrecoderanda.com).

Es Coc. In Santanyí kocht Marc Vidal im Haus seiner Oma innovativ mallorquin auf traditioneller Basis (C/. Aljub, 37, Tel. 971 64 16 31, www.restaurantescoc.com).

Stöbern

Fundgrube: 19 d'art i altres

19 d'art i altres. Man möchte in dem Herrenhaus in Santa Maria del Camí stundenlang nach Wohndesign und Accessoires stöbern: Porzellan und Glaskaraffen, Ledersandaletten, Naturkosmetik, Brokatkissen und Übertöpfen. Auch Weinkeller und Galerie mit Werken spanischer Künstler (Plaça de Hostals, 19, Tel. 971 14 12 13, Filiale in Palma, Plaça de Cort, 6, www.19dartialtres.com).

La Candela. Mosaiktischchen, Künstlerlampen, Designer-Schmuck - alles gibt es nur in kleinster Stückzahl. Ein kleines Café gehört auch zu dem Laden in der Fußgängerzone von Felanitx, wo man Landleben pur hat und sich sonntags ein Markt durch den ganzen Ort zieht (C/.Major, 60, Tel. 971 58 23 07, www.candela-home.com).

Exklusiv: la Candela

Sa Païssa. Mallorquinische Mitbringsel von Seifen bis bemalten Fliesen (Cala Llonga, 2, Calonge).

Teixits Vicens. Mallorquinische Stoffe mit Zungenmuster vom Hersteller. Große Auswahl auch an Kissen, Tischdecken und allerlei Sets. Tipp: Zeit einplanen für einen Streifzug durch Pollença, eine der schönsten Städte Mallorcas mit historischem Kern (am Verteilerkreisel Rotonda Ca'n Berenguer s/n, Tel. 971 53 04 50, www.teixitsvicens.com).

Ollería Can Bernadi. "Wir sind Handwerker, keine Künstler", sagt der Chef dieser alten Töpferei in Portol, die vor allem Keramik für den Küchenalltag produziert (C/. Alfareria, 5, Tel. 971 60 28 19).

Einkaufen

Enseñat. Seit 50 Jahren machen Metzger die Paprikastreichwurst Sobrasada; es gibt sie mild oder scharf. Zudem große Auswahl mallorquinischer Köstlichkeiten (C/. Alcúdia 5, Pollença, Tel. 971 53 36 18, www.ensenyat.com).

Finca Gourmet. Muss man wegen dieses Geschäfts für mallorquinische Leckereien extra nach Sóller (nördlich von Palma) fahren? Ja, denn man sollte diese Kleinstadt gesehen haben: großer Hauptplatz mit Cafés, prachtvolle Jugendstilhäuser, über den Ortsteil Port de Sóller Zugang zum Meer (C/. de sa Lluna, 16, Tel. 971 63 02 53, www.fincagourmet.com).

Sal de la Vida. Immer wieder fällt der Salzfischerin Katja Wöhr eine neue Spielart ihrer edlen Flor-de-Sal-Produkte ein, z. B. mit Orange-Chili-Geschmack. Kaufen kann man sie in ihrem ersten Laden in Santanyí (C./Apser s/n, Tel. 971 65 37 61) oder der neuen Filiale neben den Salinen von Ses Salines (Am Eingang der Salinen von Es Trenc, Ctra. De Campos, Colonia Sant Jordi, km 10. Campos, www.flordesaldestrenc.com/de).

Lesen

Mallorca. Guter Reiseführer für die Insel, weil Autor Thomas Schröder nicht beschönigt, sondern informiert. Übersichtliche Karten, viele Tipps, auch mit Preisangaben (Verlag Michael Müller, 15,90 Euro).

Telefon

Vorwahl für Spanien 00 34. Die Ortskennzahl 971 ist praktisch Teil der Telefonnummer, also immer mitwählen, auch vor Ort und bei Faxen.

Ein Artikel aus BRIGITTE Text: Nicole Schmidt Fotos: Urban Zintel

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