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Marseille, das Meer und andere Träume

Buchten und Strände, die man nur per Fuß oder Schiff erreichen kann. Und Dörfer, die so ursprünglich sind, dass man sie in keinem Reiseführer findet.

  Das Viertel Cours Julien in Marseille; im Viertel Panier in Marseille gibt es jetzt immer mehr Bars und Galerien; Strandleben an der Plage de Sainte Croix

Das Viertel Cours Julien in Marseille; im Viertel Panier in Marseille gibt es jetzt immer mehr Bars und Galerien; Strandleben an der Plage de Sainte Croix

Fotoshow Marseille

Der Mann holt aus, geht auf den Jungen zu, gleich fängt der sich eine Ohrfeige, denke ich, aber im letzten Moment weicht er aus. Jetzt versucht der Mann, ihm ein Bein zu stellen - wieder dreht sich der Junge geschickt weg. Trommelmusik, der Junge und der Mann tanzen, leichtfüßig, ein brasilianischer Tanz, die Zuschauer klatschen. Dann hören die Trommeln auf. Die Menge applaudiert.

Auch die Querstraßen des Cours Julien im Viertel La Plaine werden an diesem Wochenende von Einheimischen geflutet. Gemeinsam mit den Touristen strömen sie in die Bars, Boutiquen und Antiquitätenläden. Es ist Sonnabend, später Nachmittag, Party-Stimmung beim Straßenfest im Multikulti-Viertel. In der Rue des Trois Rois reihen sich die Spezialitätenrestaurants aneinander, griechisch, ukrainisch, libanesisch, kaum eine Küche fehlt. Einen Moment lang überlege ich, in welcher Stadt ich eigentlich bin - das passiert mir in Marseille immer wieder: ob ich durchs Araberviertel im Norden laufe oder die schnurgerade Hauptverkehrsader Canebière entlang, wo Menschen aus allen Kontinenten flanieren oder sich in Busse quetschen. Marseille nimmt die Welt in sich auf wie ein Schwamm.

Die größte Hafenstadt Frankreichs hat die Kurve gekriegt. Lange Zeit kämpfte sie, gegen Kriminalität, Korruption, Arbeitslosigkeit, Fremdenangst - gegen ihr schlechtes Ansehen. Zwar ist dieser Kampf noch nicht vorbei, aber das Image ist besser geworden. Eigentlich sogar richtig gut: Marseille ist die angesagteste Stadt des Landes.

Neue Promenaden wurden angelegt, Parks und Plätze umgestaltet, der Vieux Port aufgepeppt, Designer eröffneten im Einkaufsviertel um die Oper ihre Boutiquen. Die Immobilienpreise stiegen in einigen Vierteln rasant an - auch wegen der reichen Pariser, die sich hier eingekauft haben, um am Wochenende mit dem französischen Schnellzug TGV in drei Stunden von der Seine ans Mittelmeer zu kommen. Dann fahren sie an die Côte Bleue im Westen der Großstadt. Oder wandern zu den Calanques, in den Fels geschnittene Buchten, von denen einige nur zu Fuß oder mit dem Schiff zu erreichen sind. Dazu: Cassis oder Martigues. Und die vielen kleinen Dörfer, die in keinem Reiseführer erwähnt sind. Jedes mit eigenem Charme und nur einen Katzensprung von Marseille entfernt. Es ist anders als an der mondänen Côte d'Azur, stiller, unspektakulärer. Marseille, so lautet ein Sprichwort, wendet Frankreich den Rücken zu und blickt aufs Meer. Von dort kommen die Menschen seit 2600 Jahren: Griechen, Römer. Und viele mehr. Wenn ich Einheimische nach ihren Wurzeln frage, bekomme ich häufig komplizierte Antworten: "Mein Vater ist Italiener, meine Mutter Marokkanerin, mein Großvater Kurde, meine Großmutter ... Vous comprenez?"

  Ruhe findet man bei einer Bootstour vor Cassis; der turbulente Fischmarkt; die alles überragende Kirche Notre-Dame-de-la-Garde

Ruhe findet man bei einer Bootstour vor Cassis; der turbulente Fischmarkt; die alles überragende Kirche Notre-Dame-de-la-Garde

Stamba Ghoul wohnt seit 13 Jahren in Marseille. Der 45-Jährige hat eine Galerie im Viertel Le Panier, seine Eltern sind Algerier. Am liebsten malt er Fische, kleine Bilder, die er zu einem Patchwork zusammensetzt. Viel verdient er nicht, aber es reicht zum Leben. Der Maler mag die Ruhe des Panier, das wie ein Dorf etwas verschnarcht auf einem Hügel inmitten der 800 000-Einwohner-Stadt liegt. Früher war es das Viertel der Seeleute und Prostituierten und ziemlich heruntergekommen, heute sind viele Häuser saniert, Handwerker und Künstler haben Läden und Galerien aufgemacht.

Das Erstaunliche an Marseille ist, dass man sich nie auf die Stadt verlassen kann. Immer wenn ich glaube, sie zu kennen, überrascht sie mich ein weiteres Mal: Marseille ist quirlig und beschaulich, heiter und in sich gekehrt, herausgeputzt und erbärmlich abgerissen. Je nachdem, wohin man geht. Und wie man sich gerade fühlt.

Ein windiger Morgen. Auf dem Bürgersteig liegen leere Bierdosen, abgenagte Knochen und kaputte Regenschirme. Hin und wieder kommt mir eine verschleierte Frau entgegen, ansonsten ist das Viertel um den Place des Capucines in der Hand von Männern, arabischen Männern. Schummerige Läden mit bunten Kristallleuchtern und Überseekoffern. Bäckereien mit glänzenden Zuckerbomben. Vor einer Schlachterei trägt ein Mann halbe Tierleiber auf dem Rücken. Es riecht nach Gewürzen und frischem Brot.

Am Vieux Port ist der Fischmarkt in vollem Gange. Fischer reparieren ihre Netze, während ihre Frauen an den Verkaufsständen stehen. Gleich um die Ecke liegen einige der besten Fischrestaurants von Marseille - die Wege sind hier kurz. Zur Mittagszeit mischt sich der Geruch von Knoblauch verführerisch mit der salzigen Luft. Und über allem thront auf einem Felsen die Basilika Notre-Dame-de-la-Garde, von den Einheimischen "Bonne Mère" genannt. Auf ihrem Turm steht eine vergoldete Madonna. Bestimmt sieht sie es mit Wohlgefallen, wie sehr die Menschen Marseille mittlerweile lieben.

Trotzdem, irgendwann ist es genug mit der Stadt. Ich will raus, mache es wie die Pariser, die von Marseille aus in die Umgebung starten. So fahre ich Richtung Osten, zu den Calanques.

"Passen Sie auf, dass Sie keine Dusche abkriegen." Der Ticketverkäufer nickt mir zu. Ich sitze oben an Deck des Schiffes mit freiem Blick über das aufgewühlte Meer. Cassis mit seinem schönen Hafen, wo Einheimische und Touristen abends beim Aperitif sitzen, wird immer kleiner. Und Marseille, nur 20 Kilometer entfernt, ist erst recht weit weg. Es schaukelt, als wir an der felsigen Küste entlangfahren. Dann biegt unser Boot plötzlich ab und fährt in eine Art Fjord hinein: Calanque d'En Vau. Das Wasser ist türkisblau, es herrscht absolute Ruhe. Ein Felsen ragt spitz in den Himmel, er wird "Gottesfinger" genannt, und tatsächlich habe ich das Gefühl, er habe in der Calanque d'En Vau seine Hände im Spiel gehabt.

  Venedig der Provence wird die kleine Stadt Martigues auch genannt

Venedig der Provence wird die kleine Stadt Martigues auch genannt

Wir fahren zurück auf das offene Meer, mir ist flau, bloß kein Mittagessen - da dreht unser Boot schon wieder bei, in die Calanque de Morgiou mit kleinem Fischerhafen. So geht es weiter, von Bucht zu Bucht, keine Wolke am Himmel, die Konturen glasklar, manche Felsen sehen aus wie feine Holzschnitzarbeiten. Hätte ich viel Zeit, würde ich von einer Calanque zur nächsten wandern, vorbei an Pinien und Aleppokiefern. In den Buchten würde ich mich ins türkisfarbene Wasser stürzen. Und dann am Hafen von Cassis abhängen. Doch dann würde ich das Hinterland verpassen. Versteckte Orte wie Trets oder Cabriès. Oder die Landschaft um Sainte-Victoire herum, ein Bergmassiv mit langgezogenem Kamm, das Cézanne so häufig gemalt hat.

Zwischen Trets und St. Zacharie, inmitten von Hügeln und Wäldern, bin ich umzingelt. Von 200 Ziegen. Sie kommen immer näher, kauen an meinem T-Shirt und wollen schmusen. Das sind sie gewöhnt. "Unsere Tiere bekommen viel Zuwendung", sagt Thierry Camosseto. Er kümmert sich zusammen mit zwei Frauen um die Ziegen und die Käseproduktion. Der Hof "La Pastorale du Regagnas" ist berühmt für seinen Käse. Vielleicht schmeckt er so gut, weil die Ziegen von Hand gemolken und mit "bébé" angesprochen werden.

Als ich weiterfahre, riecht es in meinem Auto. Streng, aber köstlich. Vor allem, wenn von draußen der Duft von Rosmarin und Thymian dazukommt. Die Sonne knallt durchs Fenster, ich sollte den Käse essen. Aber dann wäre der Geruch weg. Auf der Landstraße kommt mir niemand entgegen, ich habe die Provence für mich allein. In der Ferne: das graue Massiv der Sainte-Victoire.

Welche Geschichte könnte in Cabriès spielen? Die einer heimlichen Liebe? Ein Krimi? Eine Komödie wie "Chocolat" mit Juliette Binoche? Darüber denke ich nach, als ich unzählige Treppen hochsteige und durch enge Gassen bis zum alten Schloss gehe. Cabriès, etwa 20 Kilometer nördlich von Marseille, ist kein gelecktes Vorzeigedorf. Von einigen Häusern bröckelt der Putz, Fensterläden sind von der Sonne verblichen. Der Ort wirkt geheimnisvoll wie eine Filmkulisse, und deshalb mag ich ihn. Kaum Menschen auf der Straße, dafür Unmengen von Katzen, die über die Mauern turnen. Der Eingang zum Schlosshof ist düster, hier könnte man gut eine dramatische Eifersuchtsszene drehen. Die Versöhnung könnte dann vor dem Rathaus am schönen schmiedeeisernen Brunnen spielen. Auf der Vorderfront prangt in großen Lettern "Liberté, Egalité, Fraternité", auf dem Balkon weht die Trikolore - es lebe Frankreich!

Als ich am Brunnen sitze, kommt eine alte Frau auf mich zu und erzählt mit gesenkter Stimme, welcher Film tatsächlich in Cabriès spielt: Im Ort wohnt eine Frau, die Gästezimmer vermietet und in jüngeren Jahren die Sahara auf einem Pferd durchquert hat. Eine Abenteuerlustige. Heute ist sie mit einem Schwarzen verheiratet, im Übrigen schon ihr zweiter Ehemann. Im Dorf, sagt die Frau, würden sich viele über das Paar das Maul zerreißen - es lebe die Provinz!

Ich fahre zurück Richtung Meer, ich sehne mich nach dem Wind. Diesmal halte ich mich westlich von Marseille. Côte Bleue. Sogar das Morgenrot soll hier blau sein. Ein großer Naturpark mit Fischerdörfern, Stränden aus Sand und Kieselsteinen. Hier kann man die Füße ungestört im Wasser baumeln lassen.

Martigues, 40 Kilometer von Marseille entfernt, ist die Stadt der Brücken und Kanäle. Sie liegt nicht an der Küste, sondern an einem Binnensee mit brackigem Wasser. Aber die Altstadt ist eine Insel zwischen zwei Kanälen, idyllisch und verwunschen. Künstler wie der Landschaftsmaler Corot kamen hierher, bunt gestrichene Häuser, die sich im Wasser spiegeln, Boote, die sachte durch die Kanäle gleiten. Martigues wird auch das Venedig der Provence genannt.

An einem der Kanäle liegt die alte Hütte der Calen-Fischer. Eine aussterbende Zunft. Anstatt weit hinaus aufs Meer zu fahren, legen sie ein fast 100 Meter langes Netz (calen) im Wasser aus. Mit Hilfe eines ohrenbetäubend lauten Motors wird es hochgehievt. Und eine riesige zappelnde Masse von Meeresbewohnern kommt dabei an die Wasseroberfläche. Ich darf mit aufs Boot, um die Ladung einzusammeln. Vorher bekomme ich Gummistiefel, die mir ein paar Nummern zu groß sind, und eine Gummischürze über den Rock. Mit zwei Männern fahre ich über den wild bewegten Fisch-Teppich, ein bisschen unheimlich ist er mir. Die Fischer ziehen die Tiere aufs Boot, manche springen munter darin herum und eines mir fast unter den Rock.

In der Hütte bietet mir Olivier einen Pastis an. Ich greife zu, er tut gut. Gilbert kocht Eintopf mit Wurst und Linsen. Wir leeren noch ein Glas, die Zeit ist ausgebremst in der Hütte mit den alten Holzstühlen. Die Männer laden mich zum Mittagessen ein. Eigentlich wollte ich zurück nach Marseille, wo im Musée de la Mode eine Führung angeboten wird. Das Thema: Cocktailkleider. Cocktailkleider? Albernes Zeug! Ich gehe raus und setze mich vor die Hütte. Möwen kreisen, warten, bis die Fischer das Netz wieder hochziehen. Wenn sie sich vollgestopft haben, segeln sie die blaue Küste entlang. Am liebsten würde ich mitfliegen.

Reise-Infos Marseille

  Hier kann man es sich richtig gut gehen lassen: am Pool des Hotels "Le Cap" in Cassis, im Chambre d'hôte "Le Jujubier" in Sanary-sur-Mer, im Restaurant "Les Arcenauix" oder beim Einkauf im Laden der Designerin Marianne Cat in Marseille

Hier kann man es sich richtig gut gehen lassen: am Pool des Hotels "Le Cap" in Cassis, im Chambre d'hôte "Le Jujubier" in Sanary-sur-Mer, im Restaurant "Les Arcenauix" oder beim Einkauf im Laden der Designerin Marianne Cat in Marseille

ANREISE

Flug: Mit Air France von einem dutzend deutscher Städte via Paris oder Lyon nach Marseille ab 105 Euro (www.airfrance.com). Zug: Mit dem ICE von Frankfurt und Köln ab 86 Euro bis Paris, von dort mit dem französischen Hochgeschwindigkeitszug TGV (reservierungspflichtig) ab 93 Euro bis Marseille (Tel. 11861 oder www.bahn.de). Über www.sncfvoyages.com bucht man den TGV noch preiswerter, die Seite ist allerdings auf Französisch.

TELEFON

Vorwahl nach Frankreich 00 33, dann die Ortsvorwahl ohne die Null.

UNTERKOMMEN

La Résidence du Vieux Port. Schöne Zimmer mit tollem Blick auf den Alten Hafen. Sehr gutes Frühstück. DZ/F ab 135 Euro (18, Quai du Port, F-13002 Marseille, Tel. 4/91 91 91 22, Fax 91 56 60 88, www.hotelmarseille.com). Hotel Mascotte. Komfortables Drei-Sterne-Hotel im alten Hafenviertel. DZ/F ab 108 Euro (5, La Canebière, F-13001 Marseille, Tel. 4/ 91 90 61 61, Fax 91 90 95 61, www.oceaniahotels.com). La maison du petit canard. Chambre d'hôte im alten Panier-Viertel, von einer Deutschen betrieben. Überall stehen und hängen Pflanzen, viele Bilder an den Wänden. Gemütlich und familiär. DZ/F ab 46 Euro (2, impasse Sainte Francoise, F-13002 Marseille, Tel. 4/91 91 40 31, http://maison.petit.canard.free.fr). Le Cap. Chambre d'hôte etwas außerhalb. Wunderschöner Garten mit Schwimmbad, geschmackvoll eingerichtete Zimmer und Suiten mit Gartenblick, liebevoll zubereitetes Frühstück. DZ/F ab 90 Euro (24, Montée de la Chapelle, F-13260 Cassis, Tel. 4/42 03 33 01. www.lecapcassis.com). Hotel de la Tour. Gemütlich-altmodisches Haus direkt am Hafen. In Zimmer 17 wohnte einst Thomas Mann. DZ/F ab 72 Euro (24, Quai du General de Gaulle, F-83110 Sanary-sur-Mer, Tel. 4/94 74 10 10, Fax 94 74 69 49, www.sanary-hoteldelatour.com). Le Jujubier. Chambre d'hôte in einem kleinen Haus mit gemütlichen, ländlich eingerichteten Zimmern. DZ/F ab 100 Euro (753, chemin de Beaucours, F-83110 Sanary-sur-Mer, Tel. 4/98 00 06 20, Fax 98 00 06 29, www.lejujubier.com). La Bastide de la Cluée. Chambre d'hôte mit viel Stil. Alte Möbel, Kamin im Wohnzimmer, liebevoll eingerichtete Zimmer, schöner Garten mit Schwimmbad. DZ/F ab 70 Euro (Route de la Césarde, F-13480 Cabriès, Tel./Fax 4/42 22 59 00). ClairHôtel. Sympathisches Hotel mit eher schlichten Zimmern, fünf Minuten zu Fuß ins Zentrum. DZ/F ab 74 Euro (57, Boulevard Marcel Cachin, F-13500 Martigues, Tel. 4/42 13 52 52, Fax 42 81 48 66, www.clair-hotel.fr). Le Saint Roch. Ruhig gelegen in einem Pinienwald etwas außerhalb von Martigues, moderne, geräumige Zimmer, Schwimmbad. DZ/F ab 114 Euro (Avenue Georges Braque, Tel. 4/42 42 36 36, Fax 42 80 01 80, www.hotelsaintroch.com).

GENIESSEN

Les Arcenauix. Exquisite Küche, wie zum Beispiel Linsen mit Trüffelcreme, in eleganter Atmosphäre. An den Wänden Bücherregale wie in einer Bibliothek, viele Einheimische essen hier. Menü ab 27 Euro (25, Cours Estienne d'Orves, Marseille, Tel. 4/91 59 80 30, www.les-arcenaulx.com). Le Miramar. Sehr teuer, sehr chic und eine Terrasse mit Hafenblick. Große Auswahl an Fischgerichten. Angeblich wird hier die beste Bouillabaisse von Marseille serviert, Küchenchef Christian Buffa gibt auch Kochkurse (12, Quai du Port, Tel. 4/91 91 10 40. www.bouillabaisse.com). Dégustation Toinou. Quirliges Lokal in einer Querstraße zur berühmten Canebière mit einfachen Holztischen und bodenständigem Essen. Die Spezialität sind Meeresfrüchte, einige Rezepte sind auch im Internet veröffentlicht (3, Cours Saint Louis, Marseille, Tel. 4/91 33 14 94, www.toinou.com). La Virgule. Modernes Designer-Ambiente, junges Publikum. Kleine, raffinierte Gerichte wie überbackene Steinpilze. Menü ab 27 Euro (27, rue de la Loge, Marseille, Tel. 4/91 90 91 11). Le Télégraphe. Brasserie mit Tageskarte in der Nähe des Cours Belsunce. Große Salate, leckere Fisch- und Fleischgerichte, gutes Preis-Leistungs-Verhäitnis, nur mittags geöffnet (60, rue Puvis de Chavannes, Marseille, Tel. 4/91 31 90 5 1). Romano. Besonders komponierte Fischgerichte wie Gambas mit Steinpilzen und Lauch, aber auch köstliche Fleischgerichte. Schöne Lage am Hafen. Menü ab 23 Euro 50 (15, Quai Barthélemy, Cassis, Tel. 4/42 01 08 16). Poissonnerie Laurent. Ehemalige Fischerhütte, dann ein Fischgeschäft, heute Restaurant und Laden. Fangfrischer Fisch zu reellen Preisen (6, Quai Barthélemy, Cassis, Tel. 4/42 01 71 56). Le San Lazzaro. Hervorragendes Restaurant mit provenzalisch und italienisch inspirierten, sehr fantasievollen Gerichten. Unbedingt probieren: das selbst gemachte Eis. Menü ab 29 Euro (10, Place A. Cavet, Sanary-sur-Mer, Tel. 4/94 88 41 60). Le Bouchon à la Mer. Romantisch gelegen mit Terrasse direkt über dem Kanal. Tolle provenzalische Feinschmecker-Küche. Menü ab 28 Euro (19, Quai LucienToulmond, Martigues, Tel. 4/42 49 41 41).

EINKAUFEN

Marianne Cat. Internationale Designer unter einem Dach mit ausgefallenen Accessoires: Schmuck, Lederwaren, Taschen. Eigene Fotogalerie (Hôtel de Paul, 53, rue Grignan, Marseille, Tel. 4/91 55 05 25). Manon Martin. Schicke Kreationen für den Kopf vom Sommerhut bis zu verrückten Cocktailparty-Modellen und Hochzeitshüten. Auch Maßanfertigungen (10, rue de la Tour, Marseille, Tel. 4/91 55 60 95). Marseille en vacances. Witzige T-Shirts und Sweatshirts mit Fischmotiven, gut geeignet als Mitbringsel (7, rue Bailli de Suffren, Marseille, Tel. 4/91 54 73 17, www.marseilleenvacances.com). Comptoir de Famille. Alles fürs Cocooning, exquisit und geschmackvoll: Keramik, Gläser, Kerzenleuchter und Tischwäsche (42, rue Francis Davso, Marseille, www.comptoir-de-famille.com). Milou en mer. Wunderschönes Porzellan mit ausdrucksvollen Mustern und Tischwäsche (9, Quai des Baux, Cassis, Tel. 4/42 01 78 38, www.milouenmer.com). La Pastorale du Regagnas. Hier gibt es köstlichen Ziegenkäse, jung oder gereift, Stück 1,60 Euro (RD 12, route de Saint Zacharie, Hameau de Kirbon, Trets, Tel. 6/09 02 23 71).

ANSEHEN

Notre-Dame-de-la-Garde. Kirche im romanisch-byzantinischen Stil, Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet, liegt auf einem 162 Meter hohen Felsen. Toller Rundblick auf die Stadt. Zu Fuß oder mit dem Bus Nr. 60. Château d'lf. Felseninsel, die durch Alexandre Dumas' Roman "Der Graf von Monte Christo" berühmt wurde. Abfahrt vom Alten Hafen in der Hochsaison im Stundentakt. Musée de la Mode. Mode des letzten Jahrhunderts bis heute, ab und zu Sonderaustellungen (Espace Mode, 11, La Canebière, Tel. 4/96 17 06 00, www.espacemodemediterranee.com).

INFO

Office de Tourisme de Marseille, 4, La Canebière, F-13001 Marseille, Tel. 4/91 13 89 00, Fax 91 13 89 20, www.marseille-tourisme.com. City Pass. Bus und U-Bahn und einige Touristenzüge gratis, freier Eintritt in vielen Museen, Bootsfahrt zum Château d'If, ermäßigte Preise in ausgewählten Läden. Erhältlich ab 20 Euro beim Office de Tourisme.

LESEN

Die Marseille-Trilogie. Drei spannende Kriminalromane von Jean- Claude Izzo, die alle in Marseille spielen und viel von der Lebensweise und den Problemen dieser Stadt zeigen (Unionsverlag, 12,90 Euro).

Text: Franziska Wolffheim Fotos: Astrid Prangel

Wer hier schreibt:

Franziska Wolffheim

Kommentare (1)

Kommentare (1)

  • Anonymer User
    Anonymer User
    Die Idee, dass Marseille ein angenehmes Reiseziel sein könnte, kann man getrost abschreiben! Es ist mit Abstand die schmutzigste Stadt in Südfrankreich. Für Anreisende mit Auto ist gut zu wissen, dass in der Stadt keine Verkehrsführung herrscht. Strassen werden willkürlich gesperrt oder der Fahrsinn wird geändert nur weil es einem Politiker evtl. in den Kram passt. Der gesamte Norden der Stadt ist eine rechtsfreie Zone es gibt keine Polizeistreifen, Verkehrsampeln werden absolut nicht beachtet. Das Zentrum ist seit etwa 2 Jahren eine Baustelle, es wird angefangen aber nichts beendet. Ordnungskräfte sind nirgendwo anzutreffen, dafür aber ungeleerte Müllcontainer! An vielen Verkehrsampeln betteln Romas, die teilweise agressif werden und auch hier wird von den Behörden kein Riegel vorgeschoben. Marseille ist keine Touristenattraktion mehr und selbst für uns Einwohner je länger je unerträglicher!

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Marseille, das Meer und andere Träume

Buchten und Strände, die man nur per Fuß oder Schiff erreichen kann. Und Dörfer, die so ursprünglich sind, dass man sie in keinem Reiseführer findet.

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