Sieben Wochen Neuseeland

BRIGITTE.de-Redakteurin Wiebke Peters reiste sieben Wochen durch Neuseeland. Ihre persönlichen Lieblingsziele.

  Die Autorin auf einer Wanderung im Regenwald

Die Autorin auf einer Wanderung im Regenwald

Bevor ich Ihnen etwas empfehle, möchte ich Sie warnen: Nehmen Sie sich nicht zu viel vor für Ihre Reise. Neuseeland ist zwar kaum größer als Deutschland. Aber Reisen ist dort viel zeitaufwändiger als hierzulande. Wegen der vielen Berge. Weil viele besonders attraktive Ziele in der Natur schwer zugänglich sind. Bahnverbindungen gibt's fast keine. Und auch mit dem Auto kann man selten flott fahren: Dafür sind die Straßen meist zu schmal und zu kurvenreich. Deshalb meine Empfehlung: Bleiben Sie lieber einen Tag länger, wenn es Ihnen irgendwo gefällt, und streichen Sie dafür anderes aus Ihrem Reiseplan.

Hier die Ziele, die mich besonders begeistert haben:

Tipp 1: Mount Maunganui

  Der Strand von Mount Maunganui

Der Strand von Mount Maunganui

Auf dieser Landzunge liegt einer der schönsten Strände auf der Coromadel, einer Halbinsel nordöstlich von Auckland - er ist breit, lang sowieso, und toll zum Surfen genauso wie zum Muscheln sammeln. Die Spitze der Halbinsel bildet ein Berg vulkanischen Ursprungs, nach dem der Ort benannt wurde.

Mein besonderer Tipp: Der Weg hinauf ist nicht sonderlich beschwerlich, so lange man ihn nicht in der Mittagshitze antritt - eine seltene Gelegenheit für weniger sportliche Wanderer, die gerne von sich sagen möchten, einen Berggipfel in Neuseeland erklommen zu haben. Der Blick von dort oben übers Meer ist großartig.

Mehr Infos www.mountmaunganui.co.nz www.thecoromandel.com

Tipp 2: East Cape

  Kirche in Tokomaru/ East Cape

Kirche in Tokomaru/ East Cape

Nur eine gut ausgebaute Straße führt rund ums bergige East Cape, dem östlichsten Zipfel Neuseelands. Wer ohne Auto reist, ist auf Post-Busse angewiesen - kann dafür aber, anstatt sich aufs anstrengende Kurven fahren zu konzentrieren, dem Fahrer beim lässigen Post-aus-dem-Fenster-Schleudern zusehen - und den Blick auf spektakuläre Buchten und zerfurchte Hügel genießen. Allerdings ist das East Cape kein Ort für eilige Reisende - schon wegen der außerordentlich zeitraubenden Fahrt ums Cape herum.

Ich rate Ihnen, dafür nicht nur einen Tag einzuplanen, sondern mindestens zwei. Wenn Sie vor allem auf der Suche nach fotogenen Highlights sind, sollten Sie wissen: Spektakulär ist hier wenig. Es gibt wilde Küsten, Hügel, auf denen Schafe weiden, und eine Handvoll kleiner, nicht besonders gepflegter Orte, die zu über 80 Prozent von Maori bewohnt werden; das sind die Ureinwohner Neuseelands. Ich mochte das East Cape gerade deswegen: Weil ich hier ungestörte, entspannende Stunden in den schönen Buchten verbracht habe. Weil man auf lebendige Maori-Kultur trifft. Und wegen der Unterkünfte: Am East Cape gibt es einige der am schönsten gelegenen Backpacker-Hostels Neuseelands.

Mehr Infos Ausführlicher Reisebericht: www.ingrids-welt.de/reise/nz/html/eastcape.htm

Unterkunft: Brian's Place, Tokomaru Bay, 20 bis 25 NZD p.P.. Toller Blick auf eine der schönsten Buchten des East Capes.

Tipp 3: Paekakariki

  Blick vom Strand auf Kapiti Island

Blick vom Strand auf Kapiti Island

Der ideale Ort, um Natur, endlose Strandspaziergänge und den Blick auf Kapiti Island zu genießen: Die unbewohnte Insel, heute ein wichtiges Naturreservat, liegt - oft teilverhüllt von einem Wolkenkleid - vor der Küste Paekakarikis.

Was mir auch gefiel: Von Paekakariki gelangt man ohne umständliche Anreise in Neuseelands Hauptstadt Wellington, 45 Minuten braucht die Bahn. Einziger Nachteil: Das Nachtleben der Stadt mit Neuseelands interessantester Musikszene kann man kaum erkunden, weil der letzte Zug zurück nach Paekakariki um 23 Uhr geht.

Mehr Infos Offizielle Tourismus-Site von Wellington

Übernachtungstipp: Paekakariki Backpackers, 18 bis 28 NZD p.P.. Gemütlich eingerichtet, mit schönem Blick aufs Meer und auf den Sonnenuntergang.

Tipp 4: Banks Peninsula

  Schafe auf der Banks Peninsula

Schafe auf der Banks Peninsula

Christchurch ist die größte Stadt auf der Südinsel und die einzige mit einem internationalen Flughafen. Sie zieht Touristen vor allem wegen der lebendigen Kunstszene und des phantastischen Botanischen Gartens an.

Ich empfehle allerdings, dort nicht allzu viel Zeit zu verbringen, und lieber einen Ausflug auf die Halbinsel Banks Pensinsula zu machen, am besten gleich ein paar Tage lang. Denn: Rund um das schnuckelige Hafenstädtchen Akaroa erstrecken sich die neuseelandtypischen sanft zerklüfteten Hügel, die einen wunderbaren Blick auf den Ozean erlauben, und an deren Füße sich einsame Strände schmiegen. Perfekt für abwechslungsreiche Tageswanderungen. Und zum Schafe zählen.

Wandern auf einem Privatweg über die Hügel der Halbinsel - inklusive Übernachtung und Essen: Banks Peninsula Track

Übernachtungstipp: Onuku Farm Hostel, ab 28 NZD p.P. Traumhaft schön gelegen; von der Farm aus gehen eine Reihe einsamer Wanderwege ab, und die Atmosphäre ist noch entspannter als in Neuseeland üblich.

Tipp 5: Punakaiki

  Der Porari River, mitten im Dschungel

Der Porari River, mitten im Dschungel

Jemals was von den Pancake-Rocks gehört? Vielleicht sagt Ihnen die Bezeichnung nichts, aber gesehen haben Sie sie sicher schon, in einem Film oder in der Werbung. Die Pancake-Rocks sind bizarre Gesteinsformationen an der Westküste von Neuseelands Südinsel. Sie haben Punakaiki berühmt gemacht, und fast jeder Tourist legt hier einen Stopp ein, um sie zu fotografieren.

Meine Empfehlung: Es lohnt sich, länger in Punakaiki zu bleiben. Ich habe eine Tageswanderung auf dem Inland Pack Track und dem Porari River Track unternommen. Die schlängeln sich durch uralten Regenwald und entlang eines Sandstein-Flusstals. Die Landschaft dort ist viel beeindruckender als die abgezäunten Rocks, und einsamer sowieso. Im Meer sollte man nicht baden, die Brandung ist zu stark - aber traumhafte Sonnenuntergänge gibt's in Punakaki gratis dazu. Wenn es nicht gerade regnet, wie oft an der Westküste.

Mehr Infos www.punakaiki.co.nz

Übernachtungstipps: Te Nikau Retreat, 22 bis 40 NZD p.P. Hostel, das mitten im Regenwald und fast direkt am Meer liegt, und wo jeden Morgen ofenfrische selbstgebackene Muffins und Brot verkauft werden.

Havenz, ab 135 NZD pro Nacht/ Baumhaus. Stylish eingerichtete Wohnungen im Baumhaus - dort wurden die Balkone um die Bäume herum gebaut, anstatt sie abzuholzen.

Neuseeland-Karte - hier liegen die Ziele

Text, Fotos: wp

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