Hotel-Knigge: So viel Trinkgeld ist angemessen, damit's nicht peinlich ist

Hotel-Knigge: Wie viel Trinkgeld ist für die Putzfkraft angemessen?

Trinkgeld ja oder nein? Und wie viel und wann? Deutsche Urlauber sind oft verunsichert, wenn es um Trinkgeld in Hotels geht. Unser Guide hilft weiter.

Grundsätzlich ist es jedem Gast selbst überlassen, ob er  geben will oder nicht. Laut Carolin Lüdemann, Benimm-Expertin und Mitglied des deutschen Knigge-Rats, gilt jedoch: "Ein wenig zu geben ist besser als gar nichts zu geben."

Wer zufrieden mit dem Service ist, sollte dem Hotelpersonal die entsprechende Anerkennung entgegenbringen. Bei Unzufriedenheit sollte das direkt zu Beginn des Urlaubs zum Ausdruck gebracht werden. Man sollte keinesfalls bis zum Ende des Aufenthalts warten und dann aus Trotz das Trinkgeld auslassen. Damit tut man niemandem einen Gefallen – auch nicht sich selbst.


Auf die Hotelkategorie und die Dauer des Aufenthalts kommt es an

In Luxushotels sollte das Trinkgeld höher ausfallen als in Mittelklassehotels. Die Länge des Aufenthalts wirkt sich zudem auf den richtigen Zeitpunkt aus. "In Hotels sollten Sie sich nicht nur nach dem Urlaubsland richten, sondern auch nach der Hotelkategorie. In großen internationalen Hotels erwartet der Kofferträger einen Euro pro Gepäckstück, für das Zimmermädchen sind fünf Euro pro Woche üblich", sagt Lüdemann. Während man sich bei Kurztrips das Trinkgeld fürs Ende aufheben sollte, ist bei längeren Aufenthalten eine Anerkennung zwischendurch angebracht.

Wo ist wie viel angemessen?

Laut Knigge-Expertin Lüdemann sind bei einer Übernachtung innerhalb Deutschlands fünf Euro für die Putzkraft angemessen. Wer länger bleibt, sollte zwei Euro pro Nacht rechnen.

"Je weiter nördlich Sie reisen, desto weniger wird erwartet. Je weiter südlich, umso stärker ist die Trinkgeldkultur ausgeprägt."

Während in Skandinavien und den Benelux-Ländern die Trinkgeldkultur wenig ausgeprägt ist, sind in Griechenland, Italien, Spanien und Frankreich bis zu 10 Prozent des Rechnungsbetrags angemessen. In den USA wird sogar 15 Prozent empfohlen. In Japan und China ist Trinkgeld eher unüblich und wird in manchen Teilen sogar als Beleidigung angesehen.

Wer sichergehen will, dass auch wirklich das Reinigungspersonal das Geld erhält, sollte den Betrag am besten auf das Kopfkissen im Zimmer legen.  


Schu

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