Wohnung ausmisten - jetzt aber richtig!

Frau steht vor Kleiderschrank

Keine Ausreden! Mit diesen Tipps könnt ihr eure Wohnung spielend ausmisten und die Küche, das Kinderzimmer oder den Keller entrümpeln.

Die Schränke platzen aus allen Nähten, die Regale füllen sich und bieten kaum neuen Stauraum – es wird definitiv Zeit, den alten Krempel aufzuräumen und Platz zu schaffen. Wir haben Tipps für euch, wie ihr eure Wohnung spielend ausmistet und die Küche, das oder den Keller entrümpelt.

Das Basisprogramm für alle beim Wegräumen von alten Sachen

Zielsetzung: Positives und möglichst konkretes Ergebnis formulieren, das mit dem Entrümpeln erzielt werden soll, zum Beispiel mehr Platz im Arbeitszimmer schaffen.

Motivation: Sich ausmalen, wie das Leben, der Keller, der Schreibtisch aussehen wird, wenn man ES getan hat.

Ultimatum: Spätestens 72 Stunden nach dem Entschluss aktiv werden und mit dem Saubermachen loslegen. Wirklich!

: Besorgt euch zum Sortieren ein paar Kisten: eine Müllkiste, eine Schatzkiste, eine Verschenk- oder Flohmarktkiste, eine Reparaturkiste (ca. 2 Euro in fast jedem Heimwerkermarkt) oder Umzugskartons.

Faustregel: Was man ein Jahr lang nicht mehr benutzt oder benötigt hat, kann weg. Aber Achtung: Wichtige Unterlagen, zum Beispiel fürs Finanzamt, müssen zehn Jahre lang aufbewahrt werden.

Wohltat: Einrichtungen wie die Caritas freuen sich über gut erhaltene Dinge und holen sie nach Absprache auch gern ab. Im Internet kann man über www.alles-und-umsonst.de fast alles loswerden - und vermeidet dabei Müll.

Entsorgen: In den Wertstoffhöfen der Gemeinden werden Hausrat und Sperrmüll kostenlos angenommen. Der Sperrmüllabholservice kommt je nach Region für 0 bis 40 Euro. Für Sondermüll wie Farben und Batterien werden z. T. Gebühren erhoben.

Belohnen: Schon der gewonnene Platz tut richtig gut. Ein Paar Schuhe, eine neue Handtasche oder ein schönes Bild an der Wand verlängern das angenehme Gefühl. Ihr habt es euch verdient.

Das Paarprogramm

Gegensätze ziehen sich an, und so kommt es vor, dass ein passionierter Aufbewahrer und eine leidenschaftliche Wegschmeißerin ein Paar werden. Er will sich von nichts trennen, was auch nur mit der klitzekleinsten Erinnerung behaftet ist, sie kann es kaum ertragen, die Zeitung vom Vortag noch irgendwo herumliegen zu sehen.

Da Wegschmeißen endgültig ist, ist die Wegschmeißerin im Vorteil. Daher sollte der Sammler in regelmäßigen Abständen kleine Kostbarkeiten aus seiner Sammlung zaubern, die die Wegschmeißerin schon längst im Müll wähnte, Erinnerungsstücke von den Anfängen der Beziehung zum Beispiel - die erste Postkarte, das heimlich geklaute T-Shirt, dass so gut nach ihr duftete, die Kinokarte vom ersten Date...

Die Wegschmeißerin wird vor lauter Rührung ein Einsehen haben und sich dem Sammler gegenüber für eine Weile gnädiger zeigen.

Der kleine Helfer

Ihr müsst ja nicht gleich alles an nur einem Tag wegtun. Mit dem Abreißkalender "Weg damit!" (z.B. über Amazon) der Feng-Shui-Expertin Rita Pohle bekommt ihr ein ganzes Jahr lang jeden Tag eine Entrümpelungsaufgabe für Wohnung, Körper und Seele - von der "Nippes-Razzia" bis zur "Adressbuch-Ausmistung". Rita Pohle, "Weg damit!", 7,95 Euro, Südwest-Verlag.

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Ein Artikel aus BRIGITTE

Kommentare (7)

Kommentare (7)

  • Anonymer User
    Anonymer User
    "Erinnerungsstücke von den Anfängen der Beziehung zum Beispiel - die erste Postkarte, das heimlich geklaute T-Shirt, dass so gut nach ihr riecht, die Kinokarte vom ersten Date..." - ich denke, irgendwo ist da ein "s" zu viel - das könnte man mal ausmisten...
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Judith Maria: Ich habe mich auch mal an Frau Kondos Buch herangemacht und in Folge dessen wirklich ausgemistet. Nein, ich habe als Belohnung mir nicht gleich wieder etwas gekauft. Im Gegenteil. Umso mehr ich ausmiste, umso weniger kaufe ich nach. "Wenn ich gestern 5 Hosen in den Second-Hand-Shop getragen habe, werd ich mir heute nicht gleich wieder eine kaufen, das wäre ja Geldverschwendung, dann hätte ich die 5 Hosen ja gleich behalten können!" kommt dann eher als Gedanke. Und wenn erstmal die Befriedigung über den gewonnenen Platz da ist, überlegt man sich beim Kaufen tatsächlich, ob es leerer in der Wohnung nicht schöner ist. Ich habe kistenweise Tupperware, Geschirr, Kleidung, ... in den Second Hand Shop getragen. Wir haben inzwischen 2 Zimmer des Hauses untervermietet, die vorher voll mit Zeug waren. Und ich vermisse nicht ein Stück dessen, was ich ausgemistet habe.
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Ich finde Marie Kondos Buch zum Thema super. Man trennt sich von kram u seelischem kram gleich mit.
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Judith, du sprichst mir aus dem Herzen - dieser Brigitte "TIPP" nein danke
  • Anonymer User
    Anonymer User
    ...und dann als Belohnung wieder gleich was Neues kaufen ... und schon geht der Konsumwahn in die nächste Runde...

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