Tomaten pflanzen: Reiche Ernte aus dem eigenen Garten

Tomaten brauchen Halt und Fingerspitzengefühl: Die wichtigsten Kniffe und Tipps für das Pflanzen von Tomaten - damit ihr euch über eine reiche Ernte freuen könnt.

Die Einkaufsliste

  • Tomaten-Jungpflanzen von verschiedenen Sorten
  • Pflanzenkübel mit 10 Liter Fassungsvermögen
  • Hochwertige Blumenerde
  • Hornspäne
  • Langer Holzstab und weich ummantelter Bindedraht
  • Handschuhe mit gutem Fingerspitzengefühl

Experten-Tipp zum Tomaten pflanzen

Marlies Palatini kultiviert mehr als 40 verschiedene Tomaten-Sorten (Infos unter www.gaertnereipalatini.de). Ihre Erfahrung: Die Tomaten-Pflanzen entwickeln sich am üppigsten an einer Hauswand oder unter einem Dachüberstand.

Ab sofort pflanzen wir unsere Tomaten selbst!

Warum wir Tomaten selber pflanzen? Weil wir dann unser liebstes Sommergemüse immer frisch zur Hand haben! Super Bonus: Wir wissen ganz genau, dass unsere selbst gepflanzten Tomaten nicht mit irgendwelchen Schadstoffen belastet sind. Also raus auf den Balkon oder in den Garten, ran an die Blumentöpfe – und Tomaten selber pflanzen!

Wann ist die beste Zeit, um Tomaten zu pflanzen?

Die beste Zeit, um Tomaten zu pflanzen, ist Mitte März. Das gilt allerdings nur, wenn ihr eure Tomatenpflanzen geschützt setzen könnt, also etwa in einem kleinen Gewächshaus oder in einem Frühbeetkasten auf dem Fensterbrett. Ansonsten sicherheitshalber bis zum 20. Mai warten, denn Tomaten vertragen keinen Frost. Im Gegenteil: Tomaten-Samen benötigen Temperaturen um die 24 Grad, um die ersten Keimblätter zu schieben. Es ist außerdem wichtig, dass die Jungpflanzen sehr viel Licht bekommen.

Wer also kein kleines Gewächshaus oder eine geschützte Umgebung für die zarten Tomatenpflanzen bieten kann, sollte die Tomaten erst nach den Eisheiligen, also nach dem 15. Mai, ungeschützt im Freien auspflanzen, etwa in einen Kübel auf der Terrasse. Wer so lange nicht warten will und auf eine frühe Ernte spekuliert, kann die Setzlinge Ende April ins Freiland pflanzen und sie mit einer Folienhaube vor Nachtfrost schützen. Dann ist es aber wichtig, dass die Abdeckung gleich am Morgen wieder entfernt wird, um Pilzinfektionen zu vermeiden.

Tomaten geschützt pflanzen: So geht’s

Wer auf Nummer sicher gehen will, wartet bis Ende Mai und pflanzt sie dann draußen aus. Ideal ist dann ein warmer, sonniger Ort, der vor Wind und Regen geschützt ist, etwa eine Südwand, von der die Sonne gut zurückstrahlt.

Sobald sich im Gewächshaus oder im Frühbeet nach den Keimblättern das erste Blätterpaar ausbildet, müssen die Pflanzen auseinander gesetzt werden, damit sie nicht zu dicht stehen. Gärtner nennen diesen Vorgang „Pikieren“. Achtet dabei darauf, dass ihr die empfindlichen Wurzeln nicht verletzt, damit euch die Pflanzen nicht gleich wieder eingehen. Ein Pikierstab kann hier hilfreich sein, ihr könnt aber auch zu einem Teelöffel oder einem alten Kugelschreiber greifen. Verwendet unbedingt nährstoffreiche Erde. Die Faustformel kann hierlauten: 3 bis 5 Liter Kompost pro Quadratmeter.

Junge Tomatenpflanzen anzüchten

Stellt die kleinen Pflänzchen anschließend etwas schattiger. Sie müssen jetzt vorübergehend nicht mehr in der vollen Sonne stehen, sonst schießen sie zu schnell in die Höhe. Wichtig ist aber, dass sie gut mit Nährstoffen versorgt werden. Ein Substrat für Topfkräuter kann hier das Mittel der Wahl sein. Gleichzeitig solltet ihr jetzt aber sparsam beim Gießen sein. Haltet die jungen Tomatenpflanzen lieber etwas zu trocken als zu nass. So wachsen sie nicht gleich zu hoch und bilden einen frühen Blütenansatz aus.

Jetzt heißt es, Geduld bewahren und jungen Tomaten regelmäßig gießen und darauf achten, dass sie gut mit Nährstoffen versorgt sind. Passt auf, dass ihr beim Gießen nur die Erde und die Wurzeln benässt, damit sich keine Kraut- oder Braunfäule ausbilden kann. Hierfür empfiehlt es sich, den Pflanzen auch ein schützendes Dach über dem Kopf zu bieten. Ein spezielles, angeschrägtes Tomatenhaus könnt ihr zum Beispiel im Gartenmarkt kaufen. Beim Aufbau darauf achten, dass die offene Seite der Wetterseite abgewandt steht – also am besten gen Osten.

Dann könnt ihr bald eure ersten eigenen Tomaten ernten und Tomatensalat und Tomatensuppe selber machen.

Fotos: Janne Peters, Ulrike Koeb/StockFood Produktion: Miriam Geyer Text: Michael Breckwoldt

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Kommentare (1)

Kommentare (1)

  • Anonymer User
    Anonymer User
    Hi - tolle Idee, mal einen Tomatenratgeber zu veröffentlichen - nur mit dem Ausgeizen bin ich nicht ganz einverstanden; das gilt nur für normale Tomatenpflanzen. Die neuen, veredelten Sorten dürfen nicht ausgegeizt werden, weil auch an diesen Trieben wunderbare Früchte ausreifen. Mit fehlt auch der Hinweis, dass sie besonders gedeihen, wenn man sie nur mit abgestandenem Regenwasser gießt und die Kanne hat davor den ganzen Tag in der Sonne gestanden.

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