Design ist weiblich

Wenn Sie in einem Laden ein Waschbecken aus Gummi sehen oder eine Liege aus Filzblüten - wer hat das wohl entworfen, ein Mann oder eine Frau? Richtig. Wir stellen Ihnen sechs dieser Stars vor, die mit viel Fantasie, Witz und Talent die Design-Szene erobern.

Patricia Urquiola

Die Umtriebige Ihre Kundenliste liest sich wie das "Who is who" des italienischen Designs: B&B Italia, Driade, Molteni, Moroso, Foscarini... Der Spanierin Patricia Urquiola liegt Mailand zu Füßen. "Hurricane" haben die Italiener sie liebevoll getauft, denn wie ein Wirbelwind fegt sie durch die Designszene, hat zig Projekte gleichzeitig in Arbeit. Ihre Inspiration findet Patricia Urquiola in ihrem Umfeld: "Manchmal ist es etwas Emotionales, manchmal etwas sehr Einfaches, Alltägliches, das mich auf eine Idee bringt. Für mich ist Design ein überraschender Prozess. Man hat eine Idee und mischt sie mit anderen Zutaten, aber weiß nie, was am Ende dabei herauskommt." Ihre Entwürfe - vor allem Möbel, aber auch Leuchten, Teppiche und Objekte für den Tisch - sind komfortabel, perfekt proportioniert und geradlinig elegant. Erst mit dem Trend der Unsachlichkeit, der geschwungene Formen und Ornamente salonfähig macht, hat sich auch Patricia Urquiola an blumigere Dekoration herangetraut: Auf der Mailänder Möbelmesse zeigte die Firma Moroso die viel beachteten Liegen namens "Antibodi", bei denen Filzstücke zu Blüten aneinander genäht sind. Patricia Urquiola weiß die Experimentierfreude der Italiener zu schätzen: "Die Unternehmer hier haben weniger Angst vor Risiken, sie sind flexibel, treiben die Dinge voran. Diese agile Art gefällt mir."

"Antibodi" heißen die Liegen mit Blumen aus buntem weichem Filz (2006, Moroso)

Rundling: (links) Um zwei Ringe ist das Leder beim Sessel "Smock" gesmokt (2005, Moroso)

Licht (mitte), von einem Metallnetz umsponnen: Leuchte "Bague" (2003, Foscarini)

Kunststoffbälle (rechts) sorgen für tolle Reflektion: Leuchte "Caboche" (2003, Foscarini)

Ihr Lebenslauf

1961 wird Patricia Urquiola in Oviedo (Spanien) geboren 1989 beendet sie unter der Designlegende Achille Castiglioni ihr in Madrid begonnenes Architekturstudium an der technischen Hochschule "Politecnico" in Mailand 1990 beginnt sie ihre Zusammenarbeit mit Vico Magistretti als Berater für das Unternehmen De Padova 1996 übernimmt sie die Leitung der Design-Abteilung von Piero Lissoni 2001 gründet sie ihr Studio in Mailand (www.patriciaurquiola.com)

Stefanie Hering

Die Wagemutige "Zukunftsweisendes Design bedeutet für mich, Gegenstände so zu gestalten, dass wir uns darüber doppelt freuen: über gute Funktion und über schöne Gefühle, die sie in uns bewirken", sagt Stefanie Hering. Die 39-Jährige ist Gründerin des international anerkannten Porzellan-Labels "hering Berlin". Ihr Markenzeichen: elegante Produkte aus unglasiertem, mattem Biskuitporzellan. Vor einigen Jahren hatte die Wahlberlinerin mit tausendfach perforierten Lochschalen auf sich aufmerksam gemacht. Zu ihrer Kollektion gehören neben Schalen, Vasen und Flaschen auch ein Tafelservice und erste Porzellanfigurinen sowie Leuchten, deren raffinierte Lichttechnik von dem renommierten Leuchtenhersteller Steng Licht aus Stuttgart gestellt wird. Die Kunst der Produktgestaltung besteht darin, der weichen Porzellanmasse die richtigen Proportionen zu geben, denn das Feuer nimmt den Objekten beim Brand bis zu 20 Prozent ihrer Größe. Je dünner die Porzellanmasse ist, desto größer sind die Verformungen - das muss Stefanie Hering stets im Blick behalten. Die weiche Porzellanmasse wird frei auf der Töpferscheibe gedreht, auf Maschinenformen ein- bzw. übergedreht, um gleich bleibende Maße zu erzielen, oder von Hand gegossen. Sie sagt: "Ich möchte vor allem Sinnvolles sinnlich gestalten."

Elegante Gewächse: Porzellanvasen (ca. 80-90 cm hoch, 2002, hering Berlin)

Feiner warmer Schimmer: (links) Porzellanleuchte "Tjao zip" (2006, hering by Steng Licht)

Hauchzart: (mitte) Teeservice aus Porzellan (2006, hering Berlin)

Wie ein japanischer Fächer: (rechts) Porzellanschale (Durchmesser ca. 33 cm, 2004, hering Berlin)

Ihr Lebenslauf

1967 wird Stefanie Hering in Stuttgart geboren 1986 schließt sie ihre Ausbildung zur Keramikerin ab und arbeitet anschließend in Irland, Dänemark und Deutschland 1992 legt sie ihre Meisterprüfung ab und gründet ihre eigene Porzellan-Werkstatt in Berlin 1999 Gründung der Manufaktur "hering Berlin" (www.hering-berlin.de)

Matali Crasset

Die Experimentierfreudige Élégant, très chic, luxueux - das ist nichts für Matali Crasset. Es gibt kein französischen Frauen anhaftendes Klischee, das die Designerin nicht bricht. Allein die Frisur: ein radikaler Pilzkopf à la Luc Bessons Jeanne d'Arc. Und dann ihr Design: eigenwillig, radikal innovativ und weit entfernt vom so genannten guten Geschmack. Kritiker sagen ihren Entwürfen Naivität oder sogar Infantilität nach. Und das ficht die 41-Jährige nicht an: "Das ist doch nichts Schlechtes! Im Design ist alles möglich. Und das ist wie bei einem Kind, dessen Vorstellungsvermögen noch nicht eingeschränkt ist, dem im Denken nichts verboten ist." Statt schicke Objekte für eine Elite zu entwerfen, will Matali Crasset demokratisches Design, bei dem die Kunden die Kontrolle haben. Ihr ist wichtig, dass sich Möbel dem Menschen und seinen Bedürfnissen anpassen, nicht umgekehrt. Viele ihrer Entwürfe orientieren sich am modernen Nomadenleben und dem begrenzten Wohnraum in Großstädten. "Design ist Risiko", sagt Matali Crasset. "Nur wer sich etwas traut, kommt voran. Bislang sehen unsere Wohnungen und Einrichtungen noch aus wie die unserer Eltern. Die Lebensweisen haben sich jedoch verändert. Für die neuen Bedürfnisse das passende Umfeld zu gestalten ist heute die wichtigste und spannendste Aufgabe für Designer."

Armlehne oder Beistelltisch? (links) Stuhl "Il Capriccio di Ugo" bietet beides (2001, Domodinamica)

So muss Musik im Comic aussehen: (rechts) Radiowecker "Ice-Pari" (1995, Lexon)

Duschen im Grünen: (links) puristisches Badezimmer im Hotel "Hi" in Nizza (2003)

Raumwunder: (mitte) Matratze "Quand Jim monte à Paris" (1995, Domeau & Pérès)

Wandschmuck (rechts) (2005, Domestic), Stühle "Decompression space" (2005, Felice Rossi)

Ihr Lebenslauf

1965 wird Matali Crasset in Châlons-en-Champagne (Frankreich) geboren 1991 macht sie ihren Abschluss an der École Nationale de Création Industrielle in Paris 1993 beginnt sie ihre Zusammenarbeit mit Philippe Starck 1998 gründet sie ihr eigenes Designstudio in Paris 2006 wird sie Designerin des Jahres (www.matalicrasset.com)

Pia Wallén

Die Bodenständige Schweden zählt zu den ersten Ländern, in denen Frauen die klare Mehrheit in der neuen Designer-Generation bilden. Pia Wallén ist eine von ihnen. Die in Stockholm lebende 49-Jährige entwirft Mode und Wohnaccessoires aus hochwertigen Filzen. Ihr minimalistisches Design ist vor allem von den Farben und Eigenschaften schwedischer Folklore inspiriert. Zu den bekanntesten Arbeiten Pia Walléns zählen Slipper aus Filz mit kontrastierenden Nähten, Filzdecken mit Kreuzmuster und Silberschmuck mit Filz gefüttert. "Mein Design ist streng funktionsbezogen, und ich gehe sehr sparsam mit Materialien um", sagt sie. Seit Ende der zwanziger Jahre und bis in die sechziger Jahre war Schweden sowohl im Design als auch in der Architektur ein Land von Weltruf. Erst Ende der achtziger Jahre konnten die Gestalter des Landes wieder an diese Erfolge anknüpfen - schwedisches Design war plötzlich wieder hip. Und daran hat Pia Wallén großen Anteil. Ihre Teppiche fehlten in keiner angesagten Einrichtungszeitschrift. Für ihre Ideen ist sie schon mit zahllosen renommierten Designpreisen ausgezeichnet worden. "Aber dafür mache ich das nicht", sagt sie. Bei allem Anspruch an die Optik möchte sie Produkte für den Alltag entwerfen - ohne Hemmungen vor allzu viel Design.

Erste Hilfe bei kalten Füßen: die warme Filzdecke "Crux" (1991, Pia Wallén)

Innen zum Kuscheln: (links) Der Armreif aus Silber ist mit Filz gefüttert (1997, Pia Wallén)

Zackiger Hingucker: (mitte) rote Filzschuhe mit weißer Zickzack- Naht (1992, Pia Wallén)

Mit Guckloch: (rechts) schlicht-elegante Filztasche mit Griff (1999, Pia Wallén)

Ihr Lebenslauf

1957 wird Pia Wallén in Umeå (Schweden) geboren 1979 gründet sie ihre eigene Designfirma "Pia Wallén Form" in Stockholm 1983 macht sie ihren Abschluss in Modedesign an der Anders Beckman School of Design in Stockholm 1989 erhält sie von der renommierten Wohnzeitschrift "Sköna Hem" die Auszeichnung "The Designer of the 90's" (www.piawallen.se)

Paola Navone

Die Weltenbummlerin "Ich weiß nicht, was Heimat ist", sagt Paola Navone, "ich schlafe nie länger als eine Woche im selben Bett." Die italienische Architektin und Designerin ist ständig auf Reisen, auf der Suche nach Inspirationen. Als noch niemand vom Ethno- oder vom Landhausstil sprach, hat Paola Navone schon Möbel entworfen, die Multikulti zu einem eigenständigen Stil erklärten. Gleich nach dem Studium schloss sie sich der Bewegung um Ettore Sottsass an, die bei der Produktgestaltung nicht länger die Funktion dominieren lassen wollte. Seitdem setzt Paola Navone Entwürfe aus Rattan oder Schmiedeeisen, die in Form und Material eher bescheiden wirken, gegen das Diktat des Hochglanz- und Minimaldesigns. Droht da nicht die Gefahr peinlicher Geschmacksverletzungen? Nein, es ist die Ermunterung zu individueller Selbstbestimmung. Die 56-Jährige fühlt sich in jeder Kultur zu Hause und verknüpft in ihrer Arbeit ihre Eindrücke. "Mein Kopf ist eine globale Müllhalde", sagt sie. "Alles liegt darin durcheinander. Es ist reiner Zufall, was gerade an die Oberfläche steigt." Deshalb gibt es keinen typischen Paola-Navone-Stil. Nur Wohlfühl-Möbel zum Wohnen - weltweit.

Ungezwungene Gemütlichkeit bietet das Sofa "Airport" (2006, ab 2007 im Handel, Poliform)

XXL-Löffel: (links) Edelstahl-Salatbesteck"Paloma" (1999, Driade)

Glänzende Idee: (mitte) Regal "Cocoon" mit Metallbeschichtung (2006, Ideal Form Team)

Großes Muster: (rechts) Porzellan "Bold Graphic" (2004, Porzellanmanufaktur Reichenbach)

Ihr Lebenslauf

1950 wird Paola Navone in Turin (Italien) geboren 1973 schließt sie ihr Architekturstudium in Florenz ab 1974 beginnt sie mit Alessandro Mendini, einem der bekanntesten Designer Italiens, zusammenzuarbeiten; sie entwirft - bis heute - Möbel, Wohnaccessoires, Bodenbeläge 1984 bereist sie drei Jahre lang Thailand, Indonesien, Malaysia und die Philippinen und organisiert in den folgenden Jahren Ausstellungen mit Produkten aus diesen Ländern

Hella Jongerius

Die Kunstfertige Ihre Gummi-Objekte sind Kult, sie selbst ist ein Star: Hella Jongerius, die ihre ursprünglich begonnene Ausbildung zur Tischlerin nie beendete, wurde berühmt mit Waschbecken und Vasen aus buntem Kunststoff. Die Holländerin gilt als eine der innovativsten Gestalterinnen unserer Zeit, sie ist mit Sicherheit eine der provokantesten. Sie traut sich, Thesen aufzustellen wie: "Wer möchte schon eine wirklich gute Vase ruinieren, indem er Blumen reinstellt?" Die 43-Jährige bricht in ihren Entwürfen mit Perfektion und glatter Oberfläche, sie sucht nach neuem Umgang mit vertrauten Materialien. Dabei setzt sie auf die Verbindung von traditioneller Handwerkskunst mit modernsten technischen Herstellungsverfahren, bei denen sie etwa Kunststoff mit Porzellan vereint. Die Ergebnisse sind Teller, Vasen oder Möbel irgendwo zwischen Kunst und Design. Improvisation und ein gewisses Maß an Zufälligkeit lässt sie zu: "Man kann viel mit dem Kopf und dem Computer machen, aber im kreativen Prozess gibt es immer Gründe, plötzlich einen anderen Weg einzuschlagen." Ein Objekt zu designen, sagt sie, sei für sie wie "Pingpong zwischen Kopf und Händen".

Knuddelig: (links) Pouf "Bovist" ist fein bestickt und mit Schaumstoffkugeln gefüllt (2005, Vitra)

Feuerrot: (rechts) Sessel "Worker" aus Holz, Leder, Metall und Stoff (2006, ab 2007 im Handel, Vitra)

Bunt und bruchsicher: (links) Gummiwaschbecken "Pushed Washtub" (1996, JongeriusLab)

Materialmix: (mitte)"Princess", Porzellanvase mit Silikon-Muster (2000, JongeriusLab)

Plastisch: (rechts) Teller "Nymphenburger Skizzen" (2004, Porzellanmanufaktur Nymphenburg)

Ihr Lebenslauf

1963 wird Hella Jongerius in De Meern (Niederlande) geboren 1993 macht sie ihren Abschluss an der Design Academy Eindhoven 1993 wird ihre Abschlussarbeit, eine Duschmatte aus Polyurethan, von Droog Design auf der Mailänder Möbelmesse vorgestellt und macht sie international bekannt 2000 gründet sie ihr eigenes Studio "JongeriusLab" in Rotterdam (www.jongeriuslab.com)

Frauen im Design

Auch früher gab es schon große Designerinnen: Eileen Gray, Marianne Brandt, Gae Aulenti... Und doch waren diese Frauen Ausnahmen in der männlich dominierten Szene. Erst in den vergangenen 15 Jahren, seit die so genannten "soft skills" an Bedeutung gewannen, änderte sich die Rolle der Frau im Design: Heute sind mehr Frauen als Männer in den Design-Studiengängen zu finden. Wobei Frauen lieber mit Porzellan oder Textilien arbeiten, Männer eher mit Computerdesign.

Job-Info: Industrie-Designerin

Von der Ankerwinde bis zur Zahnbürste: Fast alle Dinge des Alltags haben Industrie-Designer gestaltet. Sie legen fest, wie die Produkte aussehen sollen, wählen Material und Farben aus, zeichnen Ideenskizzen, bauen Modelle für die Serienfertigung, z.B. von Möbeln, medizinischen Geräten oder Flugzeugen. Etwa die Hälfte der Industrie-Designer ist in großen Unternehmen angestellt. Voraussetzungen: u.a. Kreativität, technisches Verständnis und ein gutes Auge. Ausbildung: acht bis zehn Semester an Universitäten oder Fachhochschulen. Man bewirbt sich mit einer Mappe. Schwerpunkte und Zulassungsbedingungen sind unterschiedlich, also rechtzeitig erkundigen.

100% Design

Was macht ein Produkt eigentlich zu einem Klassiker? Hier können Sie sich auf den neuesten Stand bringen:

Ausstellungen

  Joe Colombo

Joe Colombo

Der italienische Designer Joe Colombo war ein Visionär und Pragmatiker zugleich. Die Retrospektive "Joe Colombo - Die Erfindung der Zukunft" würdigt den mit nur 41 Jahren Verstorbenen als einen Vertreter der schrillen sechziger Jahre: Ausstellung bis zum 10. September (Vitra Design Museum, Weil am Rhein, www.design-museum.de).

Die Geschichte des Industrial und Product Designs zeigt "Die Neue Sammlung" in München überaus beeindruckend - mit mehr als 50 000 dauerhaft ausgestellten Objekten (Pinakothek der Moderne, www.pinakothek.de).

Zeitgenössisches Design spielt die Hauptrolle im "red dot design museum" in der früheren Zeche Zollverein in Essen. Alle gezeigten Produkte sind Gewinner des "red dot design award", einem der international renommiertesten Designwettbewerbe (www.red-dot.de).

Die größte deutsche Messe für Designklassiker ist die "8. Design Börse Düsseldorf". Sie wird dieses Jahr am 22. Oktober stattfinden (Blumengroßmarkt, www.designboerse.info).

Shops

  Design Post in Köln

Design Post in Köln

In den Königsbau Passagen im Zentrum von Stuttgart hat - nach Hamburg, Berlin und Düsseldorf - das vierte Stilwerk eröffnet. Auf 9000 Quadratmetern gibt es in verschiedenen Läden die weltweit bedeutendsten Marken der Design- und Einrichtungsbranche anzusehen und zu kaufen (www.stilwerk.de).

In der auch architektonisch interessanten Design Post Köln stellen 22 Designfirmen aus sieben europäischen Ländern ihre neuen Kollektionen vor (www.designpostkoeln.de).

Bücher

Beat Schneider, Professor für Kulturund Designgeschichte in Bern, gibt in seinem äußerst gehaltvollen Fachbuch eine Einführung in die historischen und aktuellen Belange in Sachen Design. Beat Schneider: "Design - eine Einführung" (Birkhäuser Verlag, 29,90 Euro).

Ob einfacher Haushaltsgegenstand oder Kultobjekt: In diesem kleinen Buch sind sie alle versammelt, die Highlights und Spitzenleistungen des Designs im 20. Jahrhundert. Anhand einzelner Objektgruppen führt der Autor durch Traditionen, Entwicklungen und Ideologien. Michael Tambini: "Designklassiker des 20. Jahrhunderts" (Coventgarden, 9,95 Euro).

Die Visionen und aktuellen Arbeiten von 100 zeitgenössischen Designern werden in diesem dreisprachigen Band vorgestellt; denn wer ein Produkt warum und wie entworfen hat, spielen für die Kunden eine immer größere Rolle. Charlotte und Peter Fiell: "Design des 21. Jahrhunderts" (Taschen, 9,99 Euro).

In diesem aufwändig gestalteten Buch finden sich 400 Porträts der bekanntesten Vertreter des internationalen Produktdesigns. Erstmals werden nicht nur die Designer und Studios dargestellt, sondern auch die Firmen, die die Entwürfe dann umsetzen. Polster, Neumann, Schuler, Leven: "Design International" (Dumont, 24,90 Euro).

In drei Bänden drängeln sich 999 Produkte: Es sind die innovativsten oder einflussreichsten seit 1663. Die Auswahl - von einer chinesischen Schere bis zu Kinderbuggys - mag überraschen. Aber nach dem Blättern sieht man die Dinge mit anderen Augen. "Phaidon Design Classics" (Phaidon, 120 Euro).

Weitere Infos:

www.studienwahl.de www.vdid.de (Verband Deutscher Industrie Designer) www.r9005.de (Designportal) www.german-design-council.de (Rat für Formgebung)

Text: Uta Abendroth Fotos: Patrick Gries, Louise Billgert, Marc Eggimann, Andreas Sütterlin, Hans van der Mars, Thomas Neckermann, Vitra Design Museum/Ignazia Favata/Studio Joe Colombo, Mailand BRIGITTE Heft 17/2006

Kommentare

Kommentare

    Bild Montagsnl

    Lieblingsartikel direkt in dein Postfach

    Melde dich jetzt kostenlos an!

    PRODUKTEMPFEHLUNGEN

    Topseller

    Unsere Empfehlungen

    BrigitteNewsletter
    Noch kein Fan?Folge uns jetzt auch auf Facebook
    Fan werden

    Diesen Inhalt per E-Mail versenden

    Design ist weiblich

    Wenn Sie in einem Laden ein Waschbecken aus Gummi sehen oder eine Liege aus Filzblüten - wer hat das wohl entworfen, ein Mann oder eine Frau? Richtig. Wir stellen Ihnen sechs dieser Stars vor, die mit viel Fantasie, Witz und Talent die Design-Szene erobern.

    Du kannst mehrere E-Mail-Adressen mit Komma getrennt eingeben

    E-Mail wurde versendet
    Deine Mail konnte leider nicht versendet werden