Wäsche trocknen bei Frost - geht das?

Wohin mit der nassen Wäsche im Winter? Auf den Balkon! Denn Wäsche trocknen klappt auch bei Frost - dank einem Prinzip namens Sublimation.

Wenn Wäsche trocknen soll, muss es schön warm sein. Klingt zwar logisch, muss aber nicht so sein. Denn: Wäsche trocknet auch bei Frost und Eiseskälte. Wie das geht? Dank einem physikalischen Prinzip, das sich Sublimation nennt.

Was ist Sublimation?

Sublimation ist ein Begriff aus der Thermodynamik, bedeutet in etwa "hoch in der Luft befindlich" und beschreibt den Prozess, in dem ein fester Stoff in einen gasförmigen Zustand tritt - ohne vorher noch einmal flüssig zu werden. Was bedeutet das für meine Wäsche? Ganz einfach: Eis (= Wasser) wechselt bei entsprechend kalten Temperaturen (unter null Grad) und trockener Luft von seinem festen direkt in den gasförmigen Zustand. Der Vorteil: Nasse Wäsche kann bei Frost draußen sogar schneller trocknen als drinnen. Denn in Innenräumen hat die warme Luft meist schon so viel Wasserdampf aufgenommen, dass sie vollkommen gesättigt ist und nicht mehr verdampfende Luft aufnehmen kann. Die Wäsche kann also nicht (so schnell) trocknen, weil die Luft den Dunst nicht aufnehmen kann - und braucht so am Ende deutlich länger, bis sie endlich trocken ist.

Aber die Wäsche wird doch bei Frost erstmal hart?

Ja, das ist richtig. Erst einmal wird die Wäsche hart. Davon darf man sich aber nicht verunsichern lassen. Auch Frost und Eis sollen nicht von dem Ergebnis ablenken. Denn das kann sich sehen lassen: trockene Wäsche, die im Idealfall auch noch frisch duftet. Auch wenn sich die Wäsche kalt anfühlt, ist sie trocken - dank der Sublimation.

Das Prinzip der Sublimation kommt übrigens nicht nur beim Wäschetrocknen bei Frost zum Einsatz. Auch Gefriertrocknung, mit der man besonders schonend Lebensmittel konservieren möchte, funktioniert so.

Wäsche draußen trocknen - die Vorteile:

  • Wer Wäsche draußen trocknet, vermeidet Schimmel in der Wohnung. Und Kälte, weil häufiger gelüftet werden muss.
  • Wer seine Wäsche draußen trocknet, wird mit frisch duftender Wäsche belohnt.
  • Wer Wäsche draußen trocknet, spart Energie - weil der (potenzielle) Trockner nicht oder weniger zum Einsatz kommt und auch weniger geheizt und gelüftet werden muss.
  • Wer Wäsche draußen trocknet, spart Platz in der Wohnung. Denn der Wäscheständer muss ja auch irgendwo stehen.

win

Kommentare (2)

Kommentare (2)

  • Anonymer User
    Anonymer User
    das funktioniert, allerdings am besten dort, wo es wirklich knackig friert. Ich habe mal beruflich bedingt in einem osteuropäischen Land gelebt; meine Wohnung und das Bad waren sehr klein, der Balkon allerdings recht geräumig. Da habe ich dann alle Wäsche (außer Stricksachen) auf dem Balkon getrocknet; im Winter bei tiefen Minusgraden war das erste Teil schon zum Brett gefroren, wenn ich noch beim Aufhängen der letzten Teile war. Der Duft der frischen Wäsche ist nach dem Frost unbeschreiblich schön. Das ist durch nichts zu ersetzen. Vorsicht nur bei Von-der-Leine-nehmen, damit man das "Textilbrett" nicht zerreißt.
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Versuch läuft. Siehe meine Chronik ;) Lisa Weichart
Bild Montagsnl

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