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Außergewöhnliche Weihnachtskarten selber machen

Weihnachtskarten selber machen ist nicht schwer - außerdem sind sie viel schöner als gekaufte. Wir zeigen fünf hübsche Ideen, wie ihr Weihnachtskarten selber machen und verzieren könnt.

Im E-Mail-Zeitalter ist es etwas Besonderes, Weihnachtskarten selber zu machen. Auch eure Kinder werden sich freuen, wenn ihr gemeinsam Weihnachtskarten bastelt und verziert. Mit unseren hübschen Exemplaren liefert ihr manchmal zeitgleich mit euren Weihnachtsgrüßen sogar gleich ein kleines Geschenk mit: Der Strohstern etwa lässt sich auch als Schmuck an den Weihnachtsbaum hängen.

Also wir sind ganz begeistert von den vielen tollen Dingen, die sich beim Weihnachtsbasteln aus Tonkarten so machen lassen. Und ihr?

1. Frischer Look für nostalgische Motive

Weihnachtskarten mit nostalgischen Motiven

Umhäkeln, Besticken oder mit Wasserfarben nachcolorieren - Designerin Johanna Rundel zeigt, wie ihr Weihnachtskarten zu etwas ganz Besonderem macht. Tipp: Falls ihr keine schönen Weihnachtskarten oder Fotos zur Hand habt, könnt ihr auch im Internet nach witzigen Vorlagen suchen oder in alten Familienfotos kramen - dann alles einscannen, ausdrucken und verschönern.

Variante I: Häkeln

Nostalgische Weihnachtskarte mit Kleeblatt

Das braucht ihr: Weihnachtspostkarten, alte Fotos mit Weihnachtsmotiv, Lochzange (Lochdurchmesser ca. 3mm), bunte Wolle und eine kleine Häkelnadel.

So geht's:

  1. Locht die Karte mit einer Lochzange alle 1,5 cm–2 cm, in ca. 4 mm Abstand zum Kartenrand. Achtet darauf, dass in jeder der vier Ecken ein Loch ist!
  2. Zieht mit der Häkelnadel die Wolle durch ein Loch, aber beginnent nicht in einer Ecke!
  3. Häkelt drei Luftmaschen.
  4. Stecht von hinten durch das nächste Loch und holt den Faden von vorne durch das Loch.
  5. Häkelt beide Maschen zusammen.
  6. Jetzt wieder drei Luftmaschen usw.
  7. An den Ecken immer erst von einer Seite der Ecke, dann von der anderen Seite durch das gleiche Loch arbeiten.
  8. Zum Schluss noch einmal durch das erste Loch arbeiten und Anfang- und Endfaden miteinander verknoten.

Variante II: Colorieren

Weihnachtskarten colorieren

Das braucht ihr: Weihnachtspostkarten, alte Fotos mit Weihnachtsmotiv, Wasserfarben oder Neon-Marker und kleine, flache Strasssteine

So geht's:

  1. Coloriert ausgewählte Bereiche der Weihnachtskarte mit Wasserfarben oder Neon-Marker neu.
  2. Klebt an einigen Stellen Strasssteine auf, verwendet Glitterglue oder Metallicstifte.
  3. Alles gut trocknen lassen!

Variante III: Sticken

Weihnachtskarten sticken

Das braucht ihr: Weihnachtspostkarten, alte Fotos mit Weihnachtsmotiv, Stickgarn, Nähnadel, Kleber, Klebeband und Papier

So geht's:

  1. Stickt mit dem Stickgarn verschiedene Konturen nach oder gebt einem Kleidungsstück einen individuellen Touch.
  2. Dann einmal rund um die Karte einen Rahmen sticken.
  3. Die Fadenenden mit Klebeband fixieren und auf die Rückseite ein Blatt Papier kleben, damit man wieder darauf schreiben kann.

Die Ideen stamme von Johanna Rundel, die auf ihrem johannarundel.de viele schöne DIY-Ideen zeigt.

2. Weihnachtskarten mit Stempeldruck, mit Stoff oder als Pop-up-Karte

Weihnachtliche Klappkarten sind immer eine schöne Idee - vor allem, wenn sie mit kleinen Extras, wie Stempeldruck oder einem Pop-up versehen sind. Wir zeigen euch, wie ihr aus Tonkarten tolle Weihnachtsgrüße basteln könnt.

Mit Stempeldruck

Das braucht ihr: Holzklötze, Moosgummiplatten, Cutter, Schere, Bleistift, Acrylfarben, Borstenpinsel, weißes Tonpapier, Kleber, Lineal, Schneideunterlage, Filzstifte.

So geht's:

  1. Mit Bleistift Figuren (Tannen, Eulen, Schneekristalle) oder Buchstaben auf das Moosgummi zeichnen (www.brigitte.de/vorlagen).
  2. Mit einer Schere Motive oder handgezeichnete Buchstaben ausschneiden und auf die Holzklötze kleben (Achtung: Buchstaben müssen spiegelverkehrt aufgeklebt werden!).
  3. Mit einem nicht zu feuchten Pinsel Farbe gleichmäßig auf das Stempelmotiv auftragen. Karten nach gewünschter Größe aus Tonpapier ausschneiden, bestempeln und mit Filzstiften beschriften.

Mit Tannenbaum aus Stoffresten benäht

Das braucht ihr: Stoffreste, farbiges Nähgarn, Nähmaschine, weißes oder buntes Tonpapier, Lineal, Schneideunterlage, Kleber.

So geht's:

  1. Aus den Stoffresten Dreiecke in verschiedenen Größen zuschneiden.
  2. Auf einer Karte aus Tonpapier die Dreiecke zu einem Tannenbaum legen und mit Klebestift fixieren.
  3. Dann Dreiecke jeweils von den Blattspitzen zum Stamm feststeppen. Als Baumspitze aus Tonpapier einen Kreis ausschneiden und einen Stern aufmalen.

Mit Pop-up-Karte

Das braucht ihr: weißes Tonpapier, Cutter, Schere, Filzstifte (hier Rot, Pink, Hellgrün), Acrylfarbe (Blau, Weiß), Pinsel.

So geht's:

  1. Karte im Format 11 x 30 cm zuschneiden und in Längsrichtung mittig falten. Quer über den Falz zwei gleich lange Schlitze mit dem Cutter schneiden und diesen Kartonteil zu einer Stufe heraus nach innen falten.
  2. Tannenbaum (www.brigitte.de/vorlagen) aus Tonpapier ausschneiden. Hintergrund (eine Kartenseite) mit hellblauer Farbe bemalen, dabei Hügel und Sprechblase aussparen.
  3. Fußstapfen auf der anderen Kartenseite mit Pinsel auftupfen. Nach dem Trocknen Schneeflocken mit weißer Acrylfarbe auftupfen. Dabei am besten einen weißen Buntstift in die Farbe tauchen und kleine Pünktchen setzen.
  4. Mit dünnem Stift die Sprechblase beschriften, Weihnachtsbaum mit Filzstift bestricheln (Nadeln). Aus Tonpapier eine kleine Weihnachtskugel schneiden, auf den Baum kleben und mit dünnen Stiften verzieren.
  5. Den geschmückten Baum vor die Stufe kleben. Beim Zusammenklappen der Karte legt sich der Baum und wird beim Öffnen automatisch aufgestellt.
  6. Vorderseite der Karte mit Weihnachtsgrüßen oder weiteren Fußstapfen gestalten.

So schnell sind die Klappkarten für eure Weihnachtsgrüße fertig. Die Bastelideen eignen sich aber nicht nur für Karten zu Weihnachten, sondern natürlich auch als Einladungskarten zu jedem Anlass.

3. Weihnachtskarten mit Strohstern

Das braucht ihr: zwei bis drei aufeinander abgestimmte Papiere und/oder Stoffe Fotokarton in passender Farbe, Klappkarten DIN A6 Hochformat (hier in silber-metallic) Garn in passender Farbe, Doppelseitiges Klebeband oder Folie, Cutter, Lineal und Schneideunterlage (im Notfall tut es aber auch eine ganz normale Schere), Schere, Nähnadel Evtl. Nähmaschine

So geht's:

Die Technik ist dieselbe wie beim guten alten Strohstern – nur der Look ist etwas moderner! Und besonders nett ist, dass man den Stern dann auch wirklich an den Baum hängen kann, er also quasi ein kleines Präsent für den Empfänger ist!

  1. Den Fotokarton beidseitig mit doppelseitigem Klebeband bekleben und mit Papier und/oder Stoff beziehen.
  2. Mit dem Cutter vier bis sechs Streifen je Papier-Dessin in unterschiedlicher Breite abschneiden (z.B. 5mm und 1cm). Die Streifen sollten ca. 8cm lang sein.
  3. Jetzt wird aus jedem Papier-Dessin ein eigener Stern gebastelt. Dazu zunächst ein Kreuz aus zwei Streifen legen und in der Mitte mit dem Garn umwickeln das es hält.
    Ein baugleiches zweites Kreuz anfertigen, beide Kreuze auf Lücke aufeinander legen und mit dem Garn immer im Wechsel oben-drüber, unten-drunter miteinander verbinden. Mit den anderen Papier bzw. Stoffstreifen genau so verfahren, dabei darf der Stern ruhig mal mehr oder weniger Zacken bekommen.
  4. Die unterschiedlichen Designs übereinander legen und genau wie in Punkt drei beschrieben miteinander verbinden.
  5. Nun kommt der Feinschliff: mit der Schere die Zacken des Sterns kürzen, dabei kann man unterschiedliche Längen und Spitzen-Varianten wählen, so bekommt jeder Stern eine individuelle Note. Beim kürzen darauf achten, dass der Stern nachher auch noch auf die Karte passt! – also nicht zu lang lassen!
  6. Als nächstes ist die Klappkarte an der Reihe. Entweder mit der Nähmaschine oder per Hand ein schönes Muster aufnähen. Zum Beispiel einen Tannezweig stilisieren oder rieselnde Schneeflöckchen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!
  7. Jetzt muss nur noch der Stern an der Karte befestigt werden. Dazu zunächst mit Nadel und Faden durch die Klappkarte, dann durch einen „Strahl“ des Sterns und dann wiederum durch die Klappkarte zurück stechen und im innern der Karte verknoten.
  8. Wer mag kann die Rückseite der genähten Seite noch mit passendem Papier bekleben.
  9. Ein paar liebe Worte schreiben und ab in den Briefkasten!

4. Weihnachtskarten mit Sternen, Rehen und Vögeln

Und hier gibt es noch mehr Vorschläge für Weihnachtskarten, die ihr selber machen könnt. Schöne Weihnachtskarten mit Vögeln, Sternen und Rehen.

Für die Weihnachtskarten braucht ihr: A6 Klappkarten hochdoppelt 200g/qm, Metallfolie, Tortenspitze, schönes klein gemustertes Papier, Teig-Ausstechförmchen, Stück dicker Filz / Nadelfilz, Korken, dicke Nähnadel, Garn, Bleistift, Gold-, Silberstift, Schere und Prittstift

Für das Siegel braucht ihr: Korken, schönen Metallknopf, Siegelwachs, Briefumschlag

So geht's:

  1. Sucht euch eine schöne Ausstechform aus und übertragt die Umrisse mit Bleistift auf die Metallfolie. Schneidet die Form mit einer Schere aus.
  2. Jetzt nehmt ihr den Korken und die dicke Nähnadel und macht daraus ein kleines Werkzeug, indem ihr die Nadel vorsichtig mit der Öse voran in den Korken schiebt. Achtet darauf, dass die Nadel schön fest sitzt, aber nicht zu weit in den Korken hinein geschoben ist.
  3. Legt das dicke Stück Filz vor sich auf die Arbeitsfläche und platziere den Metallrohling darauf. Überlegt nun, wie ihr euren Anhänger gestalten wollt und übertragt eure Idee ganz leicht mit dem Bleistift auf das Metall. Nicht zu fest aufdrücken, sonst gibt es Rillen!
  4. Nehmt selbst gebasteltes Werkzeug und "prickelt" die Konturen Stück für Stück nach, indem ihr mit der Nadel in kurzem Abstand in das Metall einstechen.
  5. Wenn ihr mit eurem Werk zufrieden seid, lotet die Mitte des Anhängers aus, damit er später gerade hängt und befestigen an dieser Stelle einen Faden zum Aufhängen.
  6. Jetzt nehmt ihr euch die Klappkarte vor. Je nachdem, welches Motiv ihr gewählt habt, müsst ihr nun einen passenden Hintergrund gestalten. Für das Rehkitz in meinem Muster habe ich zum Beispiel eine Winterlandschaft gewählt. Dafür habe ich die Tortenspitze so ausgeschnitten, dass sie wie Schneehügel wirkt und aus einem Stück schönem alten Geschenkpapier habe ich einen Baum geschnitten. Eurer Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt!
  7. Wenn ihr mögt, könnt ihr auch noch mit einem Gold- oder Silberstift "Frohe Weihnachten", "Merry Christmas" oder Ähnliches daraufschreiben.
  8. Frohes Schaffen!

5. So versiegelt ihr eure Weihnachtspost

Ganz besonders edel wirkt die Weihnachtspost, wenn sie stilecht versiegelt ist. Und das ist viel einfacher als man denkt, denn das Siegel kann man leicht selbst herstellen!

  1. Sucht euch einen schönen, daumennagelgroßen Metallknopf.
  2. Schnitzt einen Korken so, dass der Knopf darauf passt, ohne das noch etwas vom Korken herausschaut und befestigt den Kopf auf dem Korken (sollte mit der Knopföse in den Korken gedrückt eigentlich halten, ansonsten mit etwas Kleber nachhelfen).
  3. Haltet das Siegelwachs über eine Kerze (aber nicht direkt in die Flamme, sonst rußt es zu sehr), so lange drehen und wenden, bis ein schöner großer Tropfen entstanden ist.
  4. Schnell den Tropfen auf die gewünschte Stelle des Briefes tropfen, den Knopf kurz anhauchen und sofort mittig, vorsichtig aber bestimmt aufdrücken.
  5. Kurz warten, Siegel lösen und: FERTIG!

Die Designerin Johanna Rundel

Schon in ihrer Diplomarbeit an der Offenbacher Hochschule für Gestaltung beschäftigte sich die 28-Jährige mit dem Thema "Self-Made-Design", also dem Grenzgebiet zwischen Design und Do-it-Yourself. "Ich mag das Händische, Improvisierte und Einfache, es muss nicht immer teuer und exklusiv sein!", sagt Johanna Rundel und entwickelt nun unter anderem für Brigitte.de und Bym.de wunderschöne Ideen zum Nachmachen. Johanna Rundel lebt und arbeitet in Frankfurt am Main und ist bald mit Ihrer Homepage auch im World Wide Web zu Hause: www.johannarundel.de

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