Der Kreuzstich beim Sticken

Der klassische Kreuzstich wird beim Sticken sehr häufig verwendet. Er ist eine fadengebundene Technik, d. h. man zählt die Stiche einer Stickvorlage entsprechend auf dem Gewebe aus.

Der klassische Kreuzstich wird beim Sticken sehr häufig verwendet. Er ist eine fadengebundene Technik, d. h. man zählt die Stiche einer Stickvorlage entsprechend auf dem Gewebe aus. Das setzt ein auszählbares Gewebe voraus, dessen Fäden waagerecht und senkrecht den gleichen Abstand voneinander haben. (Weichen diese Abstände in Höhe und Breite ab, werden die gestickten Kreuzchen entweder schmal oder breit.) Bei einer Kreuzstichstickerei wird das Gewebe voll überstickt.

Soll ein Stoff bestickt werden, der sich nicht auszählen lässt, zum Beispiel Frottee, so heftet man Stramin darauf fest. Es gibt ihn von ganz fein bis sehr grob. Je feiner der Stramin, um so kleiner werden die Kreuze. Markieren Sie die Größe der Stickerei mit Bleistift auf dem Stramin, und schneiden Sie ihn ca. 4 cm größer zu.

Nun wird er auf die zu bestickende Stelle des Stoffes geheftet. Hat der Stoff einen sichtbaren Fadenlauf, muss der des Stramins diesem entsprechen. Beim Übersticken dürfen Sie den Stramin nicht mit der Nadel anstechen, denn zum Schluss werden die Straminfäden einzeln aus der Stickerei herausgezogen. (Zu diesem Zweck wird die Arbeit angefeuchtet, damit sich die Appretur des Stramins löst.)

Am gebräuchlichsten für Kreuzstichstickerei sind Perlgarn, mattes Baumwollgarn und vor allem Sticktwist. Twist ist aus sechs Fäden gedreht und lässt sich für kleine Kreuzchen sehr gut teilen. Der Kreuzstich besteht aus zwei Stichen: einem Unterstich (Zeichnung 1), der von links unten nach rechts oben verläuft und einem Oberstich (Zeichnung 2), von rechts unten nach links oben. Alle Unter- und Oberstiche müssen die gleiche Richtung haben. Kreuzstiche werden reihenweise gearbeitet. Zuerst führt man alle Unterstiche einer Reihe von links nach rechts aus. Danach geht man mit allen Oberstichen auf der Reihe von rechts nach links zurück. Senkrechte Reihen werden von unten nach oben und wieder zurück gearbeitet (Zeichnung 3 und 4). Bei diagonalen Linien wird jedes Kreuzehen einzeln gestickt (Zeichnung 5 bis 8).

Sticken lernen: Kreuzstich

Kreuzstich

Kathrin Behrens und Ariane Heyduck Fotos: Ortwin Müller und R. M. Nüttgens

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