Liebe im Büro: Ratgeber und Tipps

Welche Probleme bringt die Liebe zwischen Kollegen, also zwischen Schreibtisch und Aktenschrank mit sich - und kann aus so einem Flirt Liebe werden?

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Es ist passiert! Der neue Kollege aus der Marketingabteilung lächelt in der Mittagspause freundlich zu Ihnen rüber und spricht Sie wenig später im Aufzug an. Schon nach wenigen Worten ist klar: Es gibt da eine besondere Anziehungskraft... Natürlich rät Ihre beste Freundin: "Finger weg!" Und bald meldet sich auch Ihre innere Stimme: "Fang niemals was mit einem Kollegen an, das gibt nur Probleme!" Hört man ja immer wieder.

Soll ich, soll ich nicht?

Keine Frage: Die Büroliebe hat einen denkbar schlechten Ruf! Kurze Halbwertszeit, schlecht für die Karriere - und für den Ruf sowieso. Entsprechend unsicher reagieren viele, wenn sie im Büro von Amors Pfeil getroffen werden: Soll ich, soll ich nicht? Allein sind Sie jedenfalls nicht: Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa lernen rund zehn Prozent der Deutschen ihren Partner fürs Leben im Job kennen - Tendenz steigend. In einer aktuellen PARSHIP-Studie bestätigen sogar 15 Prozent der Befragten, den Partner im Arbeitsumfeld gefunden zu haben. Kein Wunder: Erwerbstätige verbringen inzwischen einen Großteil ihrer wachen Zeit an ihrem Arbeitsplatz. Für viele bildet ihr Schreibtisch - ob nun gewollt oder nicht - damit den eigentlichen Lebensmittelpunkt.

Liebe macht produktiver

Berufliche und private Interessen ließen sich nur schwer vereinbaren, diese Vorstellung hält sich hartnäckig. Wie soll eine Personalchefin einen unfähigen Mitarbeiter feuern, wenn die beiden am Abend zuvor zusammen eingeschlafen sind? Bei Liebeskummer dagegen wird die Beziehung mit dem Kollegen zur allgegenwärtigen Qual. Noch bis vor kurzem reagierten deshalb viele Firmen äußerst allergisch auf amouröse Verwicklungen am Arbeitsplatz. Der Computerriese IBM etwa sah in einer wilden Ehe unter Kollegen sogar einen klaren Verstoß gegen die Unternehmens-Etikette. Heute ist der Kurs in vielen Firmen liberaler. Der Erfolg eines Betriebes ist eng an die Unternehmenskultur geknüpft - und die schließt in den weitaus meisten Fällen einen entspannten Umgang mit betriebsinternen Amouren ein. Dafür gibt es handfeste Argumente: Verliebte Arbeitnehmer laufen Untersuchungen zufolge zu Höchstform auf. Sie erscheinen pünktlich und hoch motiviert zur Arbeit - und arbeiten deshalb schlicht produktiver. Japanische Unternehmen machten sich diesen Effekt gar schon vor Jahren zunutze und gründeten firmeneigene Heiratsinstitute.

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  • (Anmerkung der Verfasserin: Diese Anmerkungen verstehen sich – ohne Anspruch auf Vollständigkeit - als eine allgemeine Einführung und Wiedergabe, die nicht auf einen anderen Einzelfall ohne weiteres übertragen werden kann!)

    Fachanwältin für Arbeitsrecht Miriam Behbudi, Esche Schümann Commichau, Hamburg, www.esche.de
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