Wir sind seit drei Jahren ein Paar, ich fühle mich langsam reif für ein Kind, für ihn ist es noch gar kein Thema. Ist das normal?
Auch wenn es nach Klischee klingt: Viele Frauen sind per se glücklich, wenn sie Babys sehen, Babys halten. Sogar Fotos von kleinen Kindern lösen bei ihnen Glücksgefühle aus, haben Experimente von Hirnforschern gezeigt. Bei Männern ist das tendenziell anders. Sie sind eher glücklich, wenn sie mit Frauen zusammen sind oder Bilder von Frauen ansehen. Männer wie Frauen streben nach Glück, aber bei Frauen stehen Kinder auf dem Wunschzettel viel weiter oben. Und weil Kinder nicht mehr zwingend dazugehören, weil man sich frei für oder gegen sie entscheiden kann, fällt es viel stärker ins Gewicht, dass die Geschlechter in der Kinderfrage oft unterschiedlich ticken.
Heißt das, für Männer ist eine Beziehung das Wichtigste?
Nein. Auch Männer wollen Kinder. Laut einer aktuellen Studie der Universität Bremen wünschen sich 90 Prozent der Männer bis 35 Jahre Kinder. Und bei den älteren sind es immerhin noch 80 Prozent. Trotzdem entscheiden sich Männer anders für Kinder als Frauen: "Männer entscheiden in der Kinderfrage sehr stark danach, ob sie die Beziehung wirklich tragfähig finden", sagt die Demografieforscherin Dr. Angelika Tölke.
Das klingt aber abwegig. Warum ist Männern denn die Beziehungsqualität so viel wichtiger als Frauen?
"Frauen haben zum Kind von Anfang an eine unmittelbare Beziehung", erklärt der Paar- und Familienberater Dr. Christoph Hutter. Für Männer läuft die Liebe zum Baby viel stärker über die Frau. Wenn die Beziehung scheitert, bleibt das Kind ja meist auch bei der Frau. Deshalb ist es für Männer wichtig, dass sie eine zuverlässige Partnerin haben. Gerade weil Männer sich vor allem eine tolle Frau wünschen und erst dann Kinder Thema werden, prüfen sie genauer, an wen sie sich fest binden. Wenn es die große Liebe ist, dann klappt es oft auch mit den Kindern.















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am um
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Alexandra
am 23.08.12 um 11:54
Mascha, natürlich wäre eine solche Einteilung der Frauen zu "schlicht" und nicht erschöpfend. (Im Übrigen finde ich den Artikel auch undiffenziert, da er nur die Konstellation "Frau will-Mann nicht" beleuchtet und nicht umgekehrt.) Ich habe aber auch nicht eingeteilt, sondern lediglich zwei große Gruppen skizziert, die ich zunehmend (in der Großstadt) beobachte. Daneben gibt es natürlich noch unendlich viele andere Konstellationen/Faktoren: Wirklich erwachsen und (kein) Kinderwunsch (mehr), ewige Selbstverwirklicherin und (kein) Kinderwunsch, erwachsene Selbstverwirklicherin mit/ohne Kinderwunsch, wankelmütige Kandidatinnen, (zu/zu spät) fest Entschlossene,... oder Partner fehlt, ist nach X-Jahren abgehauen, Fernbeziehungsproblematik, Unsicherheit durch flexible neue Arbeitswelt, medizinische Komplikationen etc... Optionsvielfalt als Fluch und Segen der Moderne. Finde es immer wieder sehr schade, dass oft die falschen Puzzleteilchen (einer will Kinder, anderer nicht) zusammenk
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Esther
am 23.08.12 um 00:41
Also ich kenne nicht bloß einen Mann, der sich von seiner Frau getrennt hat, trotz großer Liebe, weil er unbedingt leibliche Kinder haben wollte.
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Mascha
am 22.08.12 um 11:20
Alexandra, die Einteilung in "erwachsene" Frauen mit Kinderwunsch einerseits und Frauen im "Selbstverwirklichungs"-Rausch andererseits ist doch ein bisschen sehr schlicht. Es gibt durchaus "erwachsene" Frauen, die sich schlicht keine Kinder wünschen. Und ich kenne sogar Mütter, die Kindergeschrei nervt.
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Petra
am 21.08.12 um 16:22
Finde ich echt etwas wahnsinnig, dass hier ernsthaft dazu Stellung genommen wird, ihm eines unterzujubeln. Eigentlich ist die Frage, ob man das darf, schnell beantwortet: Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem anderen zu. Möchte man als Frau derartig manipuliert werden?
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Alexandra
am 21.08.12 um 11:10
Ich beobachte zwei Entwicklungen: Zum einen sehe ich, dass sich (bes. in der Großstadt) viele Frauen nach Selbstverwirklichung, ewiger "Jugendlichkeit" und Karriere streben und ihren Partnern damit (unbewusst) signalisieren, dass sie kein echtes Mama-Potenzial haben. Das fängt mit dem stolz verkündeten "Ich kann nicht kochen! Ich gehe lieber essen" an (in jeder Singlebörse zu lesen!) und geht weiter zum vielbeobachteten Augenverdrehen in der U-Bahn,wenn ein Baby schreit. (Wo sind die Mütterinstinkte hin?). Dazu eine entsprechende hedonistische Freizeitgestaltung und schwupps denkt der Mann, das das nichts werden kann mit der Frau...Und auf der anderen Seite kenne ich erwachsene und durchaus "familien-reife" Frauen, die sich beim Mann leider immer noch zu sehr am Status, Gehalt und Prestige orientieren (wozu haben wir denn unsere eigene Ausbildungen/Studien gemacht ?!) und dabei vielen potenziellen "weicheren" Traumpapas (weil nicht karriereversessen) keine Chance geben. Doppeldile
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Lillifee
am 20.08.12 um 15:44
@ Bommelchen, Braut666, Blume76 und andere - vielleicht gibt es irgendwie die Möglichkeit, sich mal genauer auszutauschen? Würde mich freuen. Ich bin hier auf der Seite (Forum etc.) bisher aber noch nicht angemeldet.
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blume73
am 20.08.12 um 13:07
Genau: wieso gibt's hier immer nur die Version, dass Frauen den Kinderwunsch haben und Männer die Zauderer sind(den Artikel gab es vor ein paar Jahren schon mal)? Bei mir war es auch umgekehrt. Das Kinderthema hat über Jahre unsere Beziehung belastet und letztendlich die Ehe zerstört.
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blume73
am 20.08.12 um 12:59
Genau: wieso wird hier immer nur der Fall besprochen, dass Frauen den Kinderwunsch haben und Männer die Zauderer sind? Bei mir war es ebenfalls umgekehrt. Das Kinder-Thema hat über Jahre die Beziehung beeinträchtigt und letztendlich die Ehe zerstört.
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Lillifee
am 20.08.12 um 11:26
Bei mir ist es wie bei Bommelchen und Braut666: Mein Mann hat einen Kinderwunsch, ich nicht. Liebes Brigitte-Team, könnten Sie nicht darüber mal berichten und potenzielle Lösungswege aufzeigen?
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Mannzipation
am 17.12.10 um 13:00
Liebe Mädels,
mehr (19)Wenn der Kinderwunsch sehr groß ist, dann ist es, denke ich, wirklich sinnvoll über eine Trennung nachzudenken. Selbst wenn es beim Mann am Können statt am Wollen scheitern sollte. Ebenso wie im umgekehrten Fall... Man kann danach noch befreundet bleiben und verliert so seine Liebe nicht ganz. Ich kenne einige Fälle, wo das geklappt hat und beide danach sogar noch Eltern geworden sind. Mit Respekt statt Kränkung und der Hoffnung im Herzen ist das Glück nicht so fern, wie es den Anschein haben mag.
Ein Kind unterschieben ist ein schwerer Vertauensbruch + nicht moralisch, selbst wenn ich hier betonen möchte, dass ich den Vergleich zu einer Vergewaltigung sehr unangemessen finde. [Es ist wohl eher mit einem Mann zu vergleichen, der noch eine heimliche Zweitfamilie hat.]
Und von Manipulationsversuchen halte ich auch nichts. Was das Glück ist, zu dem man jemandem zwingen will - das zu entscheiden sollte man doch jedem selbst überlassen!
was ich bei den gar wundersamen Gründen, "warum Männer mit dem Kinderwunsch so zaudern" ganz eindringlich vermisse, ist der Umstand, dass Männer das alleinige Risiko tragen, sollte die Beziehung in die Brüche gehen. Sie verlieren nicht nur das Kind, was sie lieben sondern dürfen zum Dank auch noch den Zahlesel spielen! Ein Drittel der Ehen wird geschieden, ca.80% der Scheidungen werden von der Frau eingereicht!
Ein Mann, der sich in diesen Zeiten ohne gründliche Beziehungsprüfung und alle Umstände abzuwägen, der nächstbesten Partnerin sofort als Papa zur Verfügung stellt - kann guten Gewissens als Idiot bezeichnet werden.
Das Problem ist nicht nur dieses Risiko.
Eine andere (nur allzuhäufig wahre) Befürchtung:
Ein Mann sucht sich keine "Bruthenne", er sucht sich eine "Partnerin"! Und Frauen, die Männern das sichere Gefühl geben, nach der Geburt eben NICHT vom Vamp zur Couchpotato-Vollzeit-"Muddi" zu mutieren, deren Männer wollen dann plötzlich auch Ki