Verlassene Eltern: Wenn Kinder den Kontakt abbrechen

Ihre Kinder wollen sie nicht mehr sehen, gehen nicht ans Telefon, schicken Briefe ungeöffnet zurück: Verlassene Eltern wissen häufig nicht einmal, warum ihre Kinder den Kontakt abbrechen - und müssen trotzdem damit leben.

Vom eigenen Sohn abserviert

Ich fühle mich unwohl innerhalb dieser Familie", lautete der erste Satz. Eine Anrede fehlte. Kein "Liebe Mama", nicht einmal ein "Hallo" stand über dem Text, den Petra Baumann* als den "Brief ihres Lebens" bezeichnet. Es ist der Brief, mit dem Stefan*, 28, den Kontakt zu seiner Mutter beendet. Was genau Petra Baumann falsch gemacht hat, schreibt er nicht.

"Ich bin in meinem Schmerz, meinem Kummer ertrunken", sagt die Frau mit den warmen braunen Augen und den schulterlangen blonden Haaren. Sie sitzt in ihrer kleinen Wohnung am Stadtrand von Berlin und raucht. Kaum hat sie eine Zigarette im Aschenbecher zerdrückt, zündet sie sich die nächste an. Seit dem Kontaktabbruch ihres Sohnes sind neun Jahre vergangen, und noch heute quält es sie, den Brief zu lesen. Ihre Stimme wird leiser, und die 58-Jährige sinkt beim Lesen in sich zusammen.

Wie viele Kinder in Deutschland den Kontakt zu ihren Eltern abbrechen - darüber gibt es keine Zahlen

Zwischen sie und ihre beiden Söhne passe kein Blatt Papier - das hatte sie früher immer gedacht. Besonders Stefan stand der alleinerziehenden Mutter nahe, auch als er schon lange in einer eigenen Wohnung lebte. Ihr Sohn Jan*, zu dem Stefan ebenfalls den Kontakt abgebrochen hat, ist elf Jahre jünger. "Stefan war mein Vertrauter, jemand, mit dem ich über alle Probleme gesprochen habe", sagt sie. Niemals wäre sie auf den Gedanken gekommen, dass er sich von ihr abwenden würde.

Wie viele Kinder in Deutschland den Kontakt zu ihren Eltern abbrechen - darüber gibt es keine Zahlen. Doch wer in das Gästebuch der Selbsthilfegruppe "Verlassene Eltern" schaut, der auch Petra Baumann beigetreten ist, erkennt: Es sind viele. Bis zu 10.000 Menschen besuchen die Internetseite im Monat. Inzwischen gibt es Zweigstellen der Selbsthilfegruppe in Hilden, Freiburg, Kiel, Hofheim, Berlin und Luzern. "Am schlimmsten ist der Gedanke, das eigene Kind sein ganzes Leben nie mehr zu sehen und zu hören - keinen Kontakt mehr zu haben. Diese Überlegung tut fast körperlich weh. Das Gefühl, für immer abgeschrieben zu sein", schreibt eine Mutter.

Sie glaube, dass sie Fehler gemacht haben. Sie wissen nur nicht, welche

Außerhalb der Selbsthilfegruppe traut sich kaum jemand, über diesen Schmerz zu sprechen. Zu häufig kommt sofort die Frage: "Da muss doch etwas vorgefallen sein?" Freunde und Verwandte geben den Eltern die Schuld für den Kontaktabbruch. Petra Baumann und die anderen Eltern glauben selbst, dass sie Fehler gemacht haben. Sie wissen nur nicht, welche. Ihre Kinder sind die Einzigen, die ihnen auf die quälende Frage nach dem Warum eine Antwort geben könnten. Doch gerade sie sind es, die schweigen. Die nicht ans Telefon gehen, wenn ihre Eltern anrufen, die E-Mails blockieren und Briefe mit dem Hinweis "Annahme verweigert" zurückgehen lassen. Petra Baumann hat eine goldfarbene Plastikmappe voller solcher Briefe.

"Jeder von uns durchforstet sein Gedächtnis nach Alarmzeichen, nach Bemerkungen der Kinder, die wir überhört haben", sagt sie. Auch sie selbst tut das immer wieder. Sie fragt sich, ob sie als Mutter zu weich war und öfter hätte Nein sagen sollen. Ob das Verhältnis zu Stefan zu eng war oder ob sie etwas Falsches gesagt hat. "Aber letztendlich kann ich mich nur an tausend alltägliche Augenblicke erinnern", sagt Petra Baumann. Sie hat viele Freunde verloren, seit ihr Sohn fort ist, weil sie über kein anderes Thema mehr sprechen wollte. Auch ihre Beziehung ist zu Bruch gegangen. Ihr Freund konnte es irgendwann nicht mehr ertragen, nach Hause zu kommen und sie weinend im Bett zu finden. Sie hat viele Gespräche mit ihrem jüngeren Sohn geführt, und manchmal hatte sie Angst, dass auch Jan gehen würde. "Inzwischen weiß ich, dass er zu mir hält", sagt sie. Er hat Petra Baumann überzeugt, dass es Zeit ist, mit dem Grübeln aufzuhören. "Jetzt geht es nicht mehr um das Warum, sondern um die Frage, wie es auszuhalten ist, wie ich damit leben kann", sagt sie.

Auch die 15 Eltern, die sich an einem Dienstagabend im März in einem Gemeindezentrum in Hilden treffen, wollen lernen, ohne ihre Kinder zurechtzukommen. Manche kennen sich schon lange und umarmen sich zur Begrüßung. Die Eltern haben ein paar Wasserflaschen mitgebracht und acht Holztische zusammengeschoben. Der Raum, in dem sie sitzen, wird für alle möglichen Anlässe genutzt, an der Decke hängen bunte Discostrahler, auf einem Schrank liegt eine Clownsmaske, gleich daneben stehen eine Vitrine voller Pokale und ein schwarzes Klavier.

So wenig wie die Gegenstände im Raum passen auch die Eltern zusammen, die hier sitzen. Sie sind unterschiedlich alt, haben unterschiedliche Berufe, ein unterschiedlich hohes Einkommen, unterschiedliche Einstellungen zum Leben. Doch auf die Frage nach ihrem größten Wunsch geben alle die gleiche Antwort: "Unsere Kinder eines Tages wiederzusehen. Sie wieder in die Arme zu schließen."

Die Eltern sitzen hier, weil sie allein nicht mehr weiterkommen

Weil es so viele Fragen gibt, die sie quälen und auf die ihnen niemand eine Antwort geben kann. Haben sie ihr Kind zu viel geliebt oder zu wenig? Haben sie es verhätschelt, ihm zu viel durchgehen lassen? Haben sie sich zu sehr in das Leben ihres Kindes eingemischt? Oder hat der neue Partner des Kindes gegen die Eltern gehetzt?

In der Selbsthilfegruppe haben sie den Mut, über diese Fragen zu sprechen. Hier macht ihnen niemand Vorwürfe. Die Mütter und Väter erzählen reihum, wie sie sich gerade fühlen. "Früher war ich ein lustiges Kerlchen", sagt Peter Grunewald*. Aber die Theaterbesuche und Treffen mit Freunden, an denen er sich einmal freuen konnte, gehen heute an ihm vorbei. "Es ist, als ob ich im Zug sitze und aus dem Fenster schaue. Ich betrachte das Leben da draußen, als sei ich selbst nicht mehr beteiligt." Er und die anderen Eltern im Raum denken bis heute mehrmals am Tag an ihre Kinder.

"Halt, bei mir ist das nicht so", sagt Ruth Gerling*, zehn Jahre nach dem Kontaktabbruch habe sie sich das endlich abgewöhnt. "Ich schaffe es, mal ein oder zwei Tage nicht an meine Kinder und Enkelkinder zu denken", sagt sie. Trauer, Wut, Hoffnung, Selbstvorwürfe - Ruth Gerling hat viele Phasen durchlebt, bis sie endlich zu diesem Punkt gekommen ist. Sie hat gelernt, ohne Kinder und Enkelkinder glücklich zu sein. Sie arbeitet, geht reiten, kümmert sich um das Kind einer Freundin. "Es ist ein tolles Gefühl, gebraucht zu werden", sagt sie.

Es wirkt, als wären die anderen Eltern neidisch. Auch sie möchten endlich nach vorn zu schauen. Doch sie können sich nicht davon abhalten, ihre Kinder zwischendurch zu googeln, um herauszufinden, in welcher Stadt der Sohn gerade lebt oder was die Tochter beruflich macht. Sie überlegen, ob sie noch einmal einen Anruf wagen oder eine Weihnachtskarte schreiben sollen, die ihr Kind vielleicht ungelesen in den Müll werfen wird. Manchmal denken sie sogar darüber nach, ihren Kindern die Meinung zu sagen, ihnen vorzuhalten, wie unmöglich es ist, einfach abzuhauen. "Mein Sohn stellt Leute ein und entlässt welche. So hat er auch seine Eltern eines Tages entlassen", sagt ein Vater, dessen Sohn vor dreieinhalb Jahren den Hörer aufgelegt und nie wieder abgehoben hat. Eine Mutter überlegt laut, ob sie sich nicht mit einem Schild in den Vorgarten ihrer Tochter stellen soll, auf dem geschrieben steht: "Hier wohnen meine Enkelkinder, aber ich darf sie nicht sehen."

Ihre Tochter ist nach fast vier Jahren zurückgekommen

Sie wissen, dass sie all dies besser nicht tun sollten. Aber ihre Gefühle sind stärker. Der Wunsch, den Kindern irgendwie nahezukommen. Obwohl manche Eltern schon seit über zehn Jahren keinen Kontakt mehr zu ihren Kindern haben, fühlen sie sich eng mit ihnen verbunden. "Das Band zwischen uns und unserem Sohn ist zwar ausgeleiert, weil es stark strapaziert worden ist", sagt Peter Grunewald, "aber es ist noch immer da." Als eine Mutter einwendet: "Aber wenn es ein Gummiband ist, dann flitscht es doch irgendwann wieder zurück, und dein Sohn ist wieder da", lacht die ganze Runde.

Das, was sich die 15 Eltern in Hilden wünschen, ist bei Gabriele Grüner* inzwischen eingetreten: Ihre Tochter Sarah* ist nach fast vier Jahren zurückgekommen. "Kurz bevor sie 18 Jahre alt war, heiratete sie einen Mann, mit dem ich nicht einverstanden war. Er hatte elf Vorstrafen", sagt Grüner. Außerdem zeigte Sarah sie wegen 5000 Euro an, die ihr die Mutter angeblich unterschlagen habe. Danach brach sie den Kontakt ab. Gabriele Grüner machte eine Therapie und verstand plötzlich: Für ihre Tochter war sie immer eine Übermutter gewesen. Eine Frau, die Chinesisch lernt, ins Fitnessstudio geht, mit ihrer Tochter Sekt trinkt und gern reist. Die alles weiß und alles kann. Und von der es daher schwer ist, sich abzugrenzen. Auch Gabriele Grüner stieß auf die Selbsthilfegruppe "Verlassene Eltern" und begriff: "Entweder ich gehe daran zugrunde, oder ich baue mir ein neues Leben ohne meine Tochter auf." Sie entschied sich für die zweite Möglichkeit.

Auch wenn sie ständig an Sarah dachte, meldete sie sich nicht bei ihr. Einmal nur fuhr sie mit dem Auto zur Wohnung ihrer Tochter, stieg aber am Ende nicht aus. Dreieinhalb Jahre später stand Sarah plötzlich bei ihrer Mutter vor der Tür. Sie weinte und sagte: "Mama, ich kann gar nicht sagen, wie leid es mir tut." Ihre Mutter weinte nicht. Sie war vorsichtig, wusste nicht, wie sich der Kontakt zu ihrer Tochter entwickeln würde. Die beiden tasteten sich langsam wieder aneinander heran, bauten eine völlig neue Beziehung zueinander auf. Heute sehen sie sich jede Woche, gehen zusammen in die Stadt oder trinken Kaffee. "Die Auszeit hat uns beiden gutgetan. Wir haben ein viel besseres Verhältnis zueinander als früher", sagt Gabriele Grüner.

Der Mann, der er geworden ist, ist mir fremd. Und doch ist er mein Sohn.

Auch Petra Baumann aus Berlin sagt, dass der Kontaktabbruch ihres Sohnes trotz allem Schmerz gute Seiten habe. "Für Stefan war das damals die richtige und wichtige Entscheidung." Sie selbst habe sich durch den Weggang ihres Sohnes ebenfalls verändert. "Ich weiß jetzt, wer ich bin und wer mir wirklich wichtig ist in meinem Leben." Dafür sei sie - so absurd das auch klingen mag - dankbar. Doch nach wie vor kann sie nachts nicht schlafen. Sie spricht dann in Gedanken mit Stefan. Entschuldigt sich dafür, dass sie in seinen Augen nicht die Mutter war, die er sich gewünscht hat. Bittet ihn um ein Gespräch. Obwohl sie weiß: Selbst wenn sie seine Nummer hätte, würde sie ihren Sohn nicht anrufen.

Petra Baumann hat seine Entscheidung akzeptiert. "Ich brauche ihm nicht zu sagen, dass die Tür immer offen steht, denn ich denke, das weiß er." Insgeheim hofft sie weiterhin, ihm eines Tages wieder näherzukommen. "Der Mann, der er geworden ist, ist mir fremd. Und doch ist er mein Sohn. Und ich möchte ihn gern kennen lernen."

* alle Namen von der Redaktion geändert Text: Katrin Schmiedekampf

Kommentare (16)

Kommentare (16)

  • Lilly
    Lilly
    Ich bin durch Zufall auf dieser Seite gelandet und sehr erschrocken, dass es anscheinend sehr vielen Eltern so geht wie mir. Meine Tochter hatte viele Jahre einen Kater, als er letztes Jahr starb hat sie sich sehr verändert. Sie hat sich sehr intensiv um ihn gekümmert, da er sehr krank war. Sie hat extrem getrauert. Ich habe auch schon Tiere verloren und weiss wie sehr das weh tut, vor allem wenn man ihnen so herzlich zugetan war. Mein Verständnis für diese Trauer war also sehr wohl da, aber anscheinend nicht genug. Meine Tochter hat mir vorgeworfen ich wäre in dieser Zeit nicht genug für sie da gewesen. Trotz fast täglicher Telefonate in denen ich versucht habe ihr bei der Bewältigung ihrer Trauer zu helfen. Es wurde immer shclimmer, irgendwann hat sie mich beschimmpft ohne dass es Gründe dafür geben könnte. Seit ca 2 Monate hat sie jeden Kontakt abegebrochen und ich finde keinen Zugang mehr zu ihr. Ihre Brüder haben versucht mit ihr zu reden, kein Erfolg. Sie ist der Meinung ich hätte sie in dieser Trauer allein gelassen, gibt mir aber keine Möglichkeit über diese Dinge in einem vernünftigen Gespräch zu sprechen. Wenn jemand einen Rat für mich hat, wäre ich sehr dankbar.
  • Loderon
    Loderon
    Es hat leider nicht funktioniert, seit sie einen neuen Freund hat (1 Jahr nach dem Tod) bin ich für sie gestorben. Was mich ebenfalls verletzte war ein Brief für meine Tochter zu Ihrem 3ten Geburtstag, wo sie ihr schreibt das sie alle Geschenke in Form von Geld für sie anlegt und sie zum 18ten doch was tolles kaufen kann. (Kein einzigstes Wort für die Eltern oder Absprachen nix)
    Wahrscheinlich bin ich auch schon enterbt, da der neue Freund ja jetzt Ihre Lebensaufgabe ist, wie mir scheint. (hier erhalte ich ab und an Bruchstücke von meinem Bruder, der sich aber überall raushalten möchte)

    Was ich aber aus der ganzen Familien - S.... mitgenommen habe (wir waren schon immer Zerrüttet, volle Programm von Scheidung meines leiblichen Vaters über Abwendung zu Großmutter etc.) ist aufjedenfall, so narzistisch wie manche Menschen im Leben veranlagt sind, desto ärmer werden sie im Alter. Ich zumind. möchte meinem Kind ein guter Vater sein, scheiß egal was es gemacht hat, es bleibt mein Kind und darum werde ich immer! kämpfen.

    Also rede mit deiner Tochter, rede mit Ihr über Ihre Trauer, einfühlsam und mit einem Interesse zu dem Tier. Stelle doch einfach schöne Seiten heraus vom Tier und lass Ihr wissen, dass du Anteil nimmst.
    Versuch es am besten an einem neutralen Ort, Cafe ist immer gut und Bilder vom Kater eventuell und dann redet über eure Beziehung, dass du nicht möchtest das sie sich abwendet. Das sie Dir wichtig ist ... (Wertschätzen)

    Sorry für die persönlichen Vorschläge, ich zumind. würde es so versuchen. (bei mir ist aber wohl der Zug schon abgefahren)

    LG Christian (sorry für zu lang, musste das mal runterschreiben)
  • Loderon
    Loderon
    Hallo Lilly,
    kommt mir sehr sehr bekannt vor, nur aus der anderen Perspektive. Als mein Vater vor 3 Jahren starb und zur selben Zeit meine Frau unsere Tochter bekommen hatte, war es eine arge Zerreißprobe für mich. Ich wollte es jeden Recht machen, manchmal geht das aber leider nicht, ohne das du dich selber aufgibst.
    Da ich zum Toteszeitpunkt mit Ihr am Sterbebett verbrachte (als jüngerer Sohn, mein Bruder hätte dies nicht verkraftet) und dachte es verbindet uns etwas, sie braucht mich ... war es natürlich keine Frage, Ihr in den nachfolgenden Wochen so oft wie möglich zu helfen. (2 mal in der Woche besucht) Nun waren ich aber gleichzeitig mit dem Hausbau, Umzug und einer schwangeren Frau beschäftigt (neben der Arbeit natürlich) und konnte so nicht noch öfters kommen.
    Dies wurde mir nach der Geburt meiner Tochter ebenfalls zu einem Vorwurf gemacht, eben so wie ein Desinteresse an meiner kleinen Familie. Sie hatte sich zu dieser Zeit sehr zurück gezogen und distanzierte sich zu jedem, dies habe ich Ihr auch eine Zeit lang gegönnt.
    Bis eines Tages ein labidares Telefonat alles zum Überschäumen brachte, ich machte mir sehr Sorgen um sie und hatte vorgeschlagen doch mehr zu unternehmen, ehemalige Freunde zu treffen oder zu einem Psychologen wegen der Verarbeitung zu gehen. Die Reaktion war entsprechend heftig, mit viel verletzenden eiskalten Worten ... dabei waren, dass geht dich nix an, ich bin nicht verrückt, du nimmst dir nie Zeit für mich wenn ich dich brauche und wie undankbar ich sei.
    Naja aufjedenfall versuchte ich in diesen drei Jahren schon insgesamt 6 mal ein Gespräch zu führen, zu versöhnen, Interesse an Ihrer Enkelin zu wecken.
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Es ist sicher schwer für Eltern, von denen die eigenen Kinder sich abwenden. Die Gründe sind so vielfältig, wie Familien halt sind. Die Eltern wissen nicht, warum die Kinder sich nicht mehr melden, haben sie es nie gesagt, wurde nie erhrlich geredet,? Wie empfanden die erwachsenen Kinder ihre Kindheit damals?
    Es waren andere Zeiten, andere Erziehungsmethoden. Es gibt sicher auch egoistische Kinder, Kinder die später als Erwachsene bestimmte Dinge nicht verstehen, nicht verstehen wollen.
    Ich habe den Kontakt zu meinen Eltern vor 3 Jahren abgebrochen. Es war keine leichte Entscheidung. Meine AdoptivEltern würden sagen, sie haben doch alles für mich getan, mir alles ermöglicht, mich geliebt. Sagen das nicht alle Eltern? Egal ob es wahr ist oder nicht.
    Ich bin adoptiert worden, als ich etwas über 1 Jahr alt war.
    Meine AdoptivMutter hat bereits als ich ein Kind war, Krieg gegen mich geführt, hat gesagt, "Vater liebt dich mehr als mich".
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Ich bin 62 und seit 10 Jahren an einem grausam quälenden schmerzsyndrom im Mund erkrankt.

    Von Jahr zu Jahr wollten beide Kinder( Akademiker) heute sind sie 30 die junge Frau und 34, der junge Mann, nichts mehr von mir wissen. Es wurde kein einziges Mal nach meinem Befinden gefragt, auch nicht bei ihrem Vater. Zu ihm halten sie weiterhin Kontakt. Ich darf mich auch nicht bei ihnen melden, ausser dass ich eine gute Mutter ( nichtt berufstätig, also immer für sie da, wenn sie mich brauchten)war und leider erkrankt bin, kann ich keine Schuld bei mir erkennen. Zu meinen täglichen Höllischen Schmerzen habe ich auch noch die Trauer um die verlorenen Kinder zu tragen. Mein Mann schürt das Ganze noch in dem er ihnen sagt, sie müssten ihre Seele vor dem Leid der Mutter schützen. Mein Leid wird gar nicht beachtet. Lg Marga

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