Ahnenforschung: Uroma im Internet
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Auf der Suche nach blauem Blut
Barbara Schmidt
Für Barbara Schmidt (30) begann es als Zeitvertreib.
Ich habe mehrere Freundinnen, die sich mit ihrem Stammbaum befasst haben. Eine von ihnen konnte ihre Vorfahren bis zu einem bayerischen Adelsgeschlecht aus dem 18. Jahrhundert zurückverfolgen. Das hat mir imponiert, und ich wollte mich auch auf die Reise in die Vergangenheit machen. Mir diente die Ahnenforschung allerdings weniger der Identitätsfindung als dem Zeitvertreib. Es hätte mich einfach amüsiert, herauszufinden, dass ich aus einem Adelsgeschlecht stamme, aber ich weiß jetzt, dass ich nicht blaublütig bin.
Es war sehr spannend, plötzlich alte Fotos von Vorfahren zu sehen und ihre Namen kennenzulernen. Aber irgendwie bekam ich auch ein mulmiges Gefühl, als ich mit der eigenen entfernten Vergangenheit konfrontiert wurde. Denn auf den Fotos, die ich gefunden habe, waren meine Urgroßeltern etwa in meinem Alter. Das führte mir die eigene Vergänglichkeit vor Augen. Nichtsdestotrotz machte mir die Ahnenforschung großen Spaß.
Der erste Klick ins Internet war allerdings entmutigend: So viele unterschiedliche Anbieter! Wie sollte ich da verlässliche Websites finden? Daher habe ich erstmal den Verein für Computergenealogie kontaktiert. Das empfehle ich übrigens allen, die gerade am Anfang dieses Abenteuers stehen: sich fachmännischen Rat suchen und herausfinden, wie man hilfreiche von nutzlosen Websites unterscheiden kann.
Persönlicher Tipp: Gegen einen Jahresbeitrag von 35 Euro gibt der Verein für Computergenealogie fachmännische Tipps und Unterstützung. Außerdem stellt er werbefreien Webspace zur Verfügung, wo man seine eigene genealogische Website erstellen kann.












