Ahnenforschung: Uroma im Internet
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Urkunden, Urkunden, Urkunden
Elisabeth Wolf (48) hätte fast aufgeben:
Ich habe mich schon als Mädchen für Genealogie interessiert. Für mich spielt es eine große Rolle zu wissen, wer meine Vorfahren sind. Immerhin stellen sie einen Teil meiner Identität dar. Ohne unsere entfernten Verwandten hätten wir schließlich nie existiert.
Dieser Gedanke ist für mich ein großer Anreiz, mich mit dem Thema zu befassen. Außerdem möchte ich, dass meine Kinder ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass Familie weiter in die Vergangenheit reicht als die Lebensspanne der Eltern und Großeltern. Dadurch können sie einen persönlicheren Bezug zur Geschichte entwickeln, weil sie historische Ereignisse mit dem Schicksal der eigenen Familie verbinden können.
Ich habe mit der Ahnenforschung begonnen, indem ich die Familiendokumente durchgeblättert und sortiert habe: Geburtsturkunden, Heiratsdokumente, Taufurkunden, Sterbeurkunden - sie gaben erste Hinweise über Namen und Orte, mit denen ich mich näher befassen sollte. Nachdem ich mir einen ersten Eindruck verschafft habe, wollte ich das Internet nutzen, um zusätzliche Informationen zu bekommen.
Ich hätte fast aufgegeben: Mindestens 200 Ahnenforschung-Websites habe ich gefunden. Die meisten sind kostenpflichtig, und man weiß nie, ob die Informationen am Ende überhaupt stimmen. Auch die so genannte Genealogie-Software, die man überall bestellen kann, finde ich überflüssig, ich habe einfach selbst eine entsprechende Tabelle am PC angelegt.
Bislang bin ich mit meinen Forschungen bis zu Beginn des 18. Jahrhunderts vorgedrungen. Das 17. Jahrhundert ist sehr kritisch, weil damals im Zuge des 30-jährigen Krieges sehr viele Dokumente vernichtet worden sind und es auch sonst viele demographische Bewegungen in Europa gegeben hat. Aber ich bleibe am Ball.
Persönlicher Tipp: 2007 hat die Stiftung Warentest vor Websites wie Genealogie.de gewarnt, weil Besuchern kostenpflichtige Verträge aufgezwungen wurden. Angesichts solcher Probleme möchte ich jedem empfehlen, sich Informationen über zuverlässige Sites einzuholen und nicht wahllos mit der Ahnenforschung zu beginnen. Ich rate Interessierten zu GenWiki. Hier bekommt man einen guten ersten Überblick.
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