"Um Zeit für mich zu haben, sage ich meinem Mann, dass ich aufs Klo muss, obwohl ich gar nicht muss. Ich schließe die Tür ab und spiele ein paar Runden Kniffel auf dem Handy." Zehn Beichten von ganz normalen Müttern zum Durchklicken!
Zur Zeit kenne ich viele junge Eltern. Die jungen Eltern haben Sorgen, die ich nicht mehr habe: Ihre Kinder bekommen einen Wutanfall, wenn das Brot geviertelt statt halbiert wird, sie machen in die Hose, eine Minute, nachdem sie gefragt wurden, ob sie mal müssen, sie wollen morgens um fünf Elefant spielen.
Die Eltern erzählen viel von ihren süßen kleinen Kindern, dabei lächeln sie tapfer. Junge Eltern fühlen sich zum Glücklichsein verpflichtet, jemand hat ihnen eingeredet, gute Eltern seien Eltern, die immer gute Laune haben. Sie sagen: "Das ist schon anstrengend, so ein kleines Kind, aber in erster Linie ist es wahnsinnig entzückend." Ich sage: "Kleine Kinder sind schon entzückend, aber ich hab's nicht mehr nötig, mir das Kleinkindalter schönzureden. Vor allem sind sie wahnsinnig anstrengend." Wenn die Kinder bei der Tagesmutter waren und ich arbeitete, kam ich mir vor wie auf Müttergenesungskur.
Vor allem den Winter fürchtete ich, erst recht die Winterwochenenden. Wenn die Kinder an einem dunklen, nassen Februarsonntag morgens um sechs aufwachten und ich ausrechnete, wie viele Stunden es dauern würde, bis sie wieder einschliefen, wäre ich am liebsten schreiend weggelaufen. Weil man im Regen bei zwei Grad über Null nicht ewig draußen sein kann, mussten die Kinder drinnen beschäftigt werden: mit Malen oder Kneten oder Krümelmonsterkeksen oder Hoppereiter oder Singen oder Klötzchenstapeln oder Bilderbüchern.
Vielleicht gibt es Menschen, die nichts Erfüllenderes kennen, als Kleinkinder bei Laune zu halten. Ich gehöre nicht dazu. Wenn die Kinder sich allein beschäftigen sollten, dauerte es maximal zehn Minuten, bis eins von beiden heulte. Entweder heulte mein Sohn, weil seine Schwester seine Duplo-Bauwerke attackierte, oder meine Tochter heulte, weil ihr Bruder ihr aus Rache mit einem Siku-Auto auf dem Kopf herumhämmerte. Meistens heulten beide. Nicht selten hätte ich gern mitgeheult: So hatte ich mir Familie nicht vorgestellt. Wenn länger als zehn Minuten keiner heulte, musste man sich sorgen.
















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Birgit
am 09.06.13 um 11:41
Ganz auf Kinder verzichten heißt auch die eigene Entwicklung zu beschränken. Mit Kindern ist man gezwungen seine egoistische Art zu ändern / Altruismus eben. Etwas, was diese Gesellschaft leider sehr nötig hat. Ich sehe mit all diesen Einzelkindern und kinderlosen Paaren noch gewaltige Probleme auf unser Gesellschaftssystem zukommen, denn diese haben nie gelernt, was es heißt, sich um andere zu kümmern und auch persönlich zurückzustecken, damit es anderen gut geht....
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Birgit
am 09.06.13 um 11:37
Ja Kinder nerven und zwar ziemlich oft. Deshalb sollte man Ihnen schon ganz früh klar machen, daß Mama und Papa nicht dafür da sind, um mit Ihnen zu spielen. Nein dafür ist der Kindergarten mit den Freunden da. Und das eigene Zimmer ist dafür da, daß man dort auch mal alleine spielen kann, um nicht die Erwachsenen zu nerven. Außerdem im Haushalt mithelfen und abends immer wieder alles aufräumen. Bei mir heißt das so: Ach, Du willst deine Spielsachen im Wohnzimmer nicht aufräumen? OK, dann ab damit in den Ofen. Hmmmm diese Holzente sieht aus als würde sie sehr gut brennen, was meinst Du? Dann vollen Ernst die Ente Richtung Ofen tragen.... So schnell hat man noch nie ein aufgeräumtes Wohnzi. gesehen! Geht natürlich nur bis zu einem gewissen Alter... Dann muß man sich was Neues ausd. Kinder halten viel mehr Strenge aus, als man meinen möchte und man sollte sie nicht dauernd schonen, weil ja das ja den armen Kinderseelchen schaden könnte.Pfff und wer denkt an die armen Seel
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Richard
am 12.11.12 um 21:52
Lasst es doch einfach! Es gibt absolut keinen Grund, Kinder zu haben, - außer dem Egoismus von Frauen. Jeder, der sich mal zeitweise mit ihnen beschäftigen möchte, kann seinen kindergeplagten Mitmenschen helfen und mit deren Nachwuchs etwas unternehmen.
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Dede
am 08.08.12 um 19:12
Der Artikel spricht auch mir total aus der Seele, Danke für die Ehrlichkeit. Genau so isses!!!!
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Ulla
am 27.01.11 um 21:09
Ja, ja und nochmals ja! Kinder haben ist einfach manchmal auch richtig Sch...!!! Diese Gefühle (genervt, kaputt, gereizt, deprimiert, wütend, ungeduldig, aggressiv) müssen auch erlaubt sein und raus dürfen, alles andere kann nur falsch sein, unbewusst übermittelt man sie ja doch immer. Ich finde aber, es sollte dabei nie übersehen werden, WER hier eigentlich das Problem hat: Nämlich die überforderte Mutter, die in einem ausgeruht-liebevoll-fröhlichen Zustand diese ganze Lebendigkeit wahrscheinlich kaum stören würde. Deshalb ist es in meinen Augen nicht OK, wenn man das Kind mit "Du nervst! Verschwinde!" anbrüllt, da fühlt es sich irgendwie schuldig und abgelehnt. Schließlich ist ja auch das Kind nicht daran schuld, wenn die Mutter zu gestresst ist, sowas müssen eigentlich die Erwachsenen regeln. Passiert aber leider kaum, von Müttern wird viel zu viel Leistung erwartet, "nur" Kindererziehung erfährt kaum Anerkennung, obwohl es so ziemlich der härteste Job ist!!!
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Tanja
am 08.04.10 um 20:19
Mir spricht der Artikel aus der Seele. Genauso fühle ich mich oft. Auch der vergangene Winter war nicht schön für mich, einsam mit einem dauerkranken Kleinkind, mit dem einfach nix anzustellen ist. Wenn ich mal wieder in die Depression rutsche, sage ich mir immer wieder, dass ich sie gewollt habe und sie ein ganz süßes kleines Wesen ist, dass absolut nichts dafür kann. Sie ist so neugierig auf die Welt und selbst an schlechten Tagen zeigt sie mir ihre Liebe und das ist so unendlich schön. Sie ist einfach auf uns angewiesen und ich kann es mir ohne sie auch nicht mehr vorstellen. Sollte ihr was zustoßen, wäre das das Schlimmste. Jetzt kommt der Frühling und man kann auch wieder mehr raus und was unternehmen. So ist der Tag im nu rum. Wenn sie ausnahmsweise mal gesund ist, geht sie ja auch in die Kita vormittags und so ist man nachmittags gleich viel entspannter. Ich habe mir ganz fest vorgenommen, die Zeit auch zu genießen, ich denke später wirds nur anders schwer.
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Bernadette007
am 05.04.10 um 14:28
An Sissi: Liebe Sissi, ich hoffe du hast wen mit dem du über all das reden kannst. Es ist nämlich nicht in Ordnung, wenn deine Mutter dich schlägt, egal, was du tust. Auch wenn jedem mal die Hand ausrutschen kann oder einem ein böses Wort über die Lippen kommt - auf Dauer sollte das nicht sein!
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knutschkugel59
am 30.03.10 um 10:28
Super das dies mal angesprochen wird!Kinder sind etwas tolles...sie bringen aber auch viele Strapazen mit.Ok,man darf nicht vergessen,wenn man ein Kind auf die Welt bringt ist man nicht gleichzeitig perfekt für die nachstehende Zeit gewappnet.Man muss sich dem anpassen;daraus lernen;und nach und nach enwickelt man sich dann zu Mama und Papa.
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Krisi67
am 29.03.10 um 22:34
zu diesem Kommentar: Ja, ja, ja, und ich wüßte noch 10 weitere Tricks.....Ich ärgere mich schon lange darüber, daß ich immer jede Lebensäußerung meiner Kinder (die in echt wirklich wundervoll sind) supi finden soll......
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Andi1602
am 28.03.10 um 19:25
Danke für diese Kolumne!! Endlich jemand, der mir das Gefühl gibt, nicht die Einzige zu sein, die ab und zu mal das Gefühl hat durchzudrehen! Dazu ist sie noch sehr witzig geschrieben. Und über all die nervigen Wutausbrüche (von beiden Seiten) mal lachen zu können, tut wirklich gut!!
mehr (16)Vielleicht gibt es in deiner Umgebung eine anonyme Kummer-Nummer oder ähnliches, oder es gibt jemanden an deiner Schule? Ich wünsche dir alles Gute und halte dir die Daumen!
Bernadette
Man darf eins nicht vergessen,wir sind nicht als Eltern auf die Welt gekommen,sondern auch als Babys...Kinder sind anstrengend,zickig,dickköpfig...auf der anderen Seite sind sie unser Lebensinhalt,süsse kleine Wesen die an die Hand genommen werden wollen und die Welt gezeigt bekommen wollen.Und dafür sind wir als Eltern da.Und da ist es auch nicht schlimm schlecht gelaunt zu sein oder dem Kind freundlich aber bestimmend zu sagen das es jetzt nicht geht oder man seine Ruhe haben will.Wenn man es den Kindern erklärt dann verstehen sie das...
Testet euch aus,vergesst euch nicht dabei...denn wer seine Kinder liebt,kann nicht viel falsch machen ;-)
zu ariella60: ich glaube nicht, daß so ein Artikel die Familiengründung verhindert. Erma Bormbeck war vor 30 Jahren, und ich habe das gelesen und trotzdem 2 Kinder gekriegt. Im Kreissaal bei der Geburt meiner 1. Tochter habe ich mehrfach gebrüllt "WENN MIR DAS JEMAND VORHER GESAGT HÄTTE", und zwar mehrfach und unter Begleitung wirklich gotteslästerlicher Flüche - ich habe auch noch meine 2. Tochter auf die Welt gebracht. Ich sehe das so: Entweder ich sage meinen Kindern: "Du hast jetzt Pause" - " Will ich gar nicht hören" - "Klär das mit Deiner Schwester" - "Du isst wie ein Erdferkel" - '"Ich lege die Wäsche nicht zusammen, damit Du sie zerknüllst" - oder Lehrer, Freunde und künftige Chefs sagen das gleiche, aber mit wesentlich unangenehmeneren Konse